Soziale Netzwerke: Schulleiterin tappt in Facebook-Falle

CorbisKeine Facebook-Fotos, keine Teilnahme: Eine Grundschule hat sechs Schüler von einer Erzählstunde ausgeschlossen, weil deren Eltern Wert auf Privatsphäre legen. Nun bedauert die Schulleiterin den Vorfall.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...840150,00.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Keine Facebook-Fotos, keine Teilnahme: Eine Grundschule hat sechs Schüler von einer Erzählstunde ausgeschlossen, weil deren Eltern Wert auf Privatsphäre legen. Nun bedauert die Schulleiterin den Vorfall.

    Grundschule schließt Facebook-Gegner von Unterricht aus - SPIEGEL ONLINE
    Wenn die Eltern das nicht wollten, ist es doch völlig richtig, daß die Kinder nicht teilgenommen haben.

    Wenn ich mein Kind nicht zum Wandertag mitschicken möchte, geht es auch in eine andere Klasse.

    Hab ich da was mißverstanden?

    MfG
  2. #2

    ich vermute mal

    die Schulleiterin hat hier mal alles richtig gemacht.

    Ein Lehrbesipiel, wie man aus einer Muecke einen Elefanten machen kann.

    SPON auf Bild-Niveau.

    Facebook BRAUCHT kein Mensch.
  3. #3

    .

    Hä? Was ist den nun passiert? Aufregung? Bei keinem Beteiligten dürfte der Pulsschlag messbar gestiegen sein. Also welche Aufregung? An einer Veranstaltung, wo Fotos für die Öffentlichkeit gemacht werden könnten, nehmen Kinder nicht teil weil ihre Eltern es nicht wollen. Kein Schaden für die Schule, die Eltern, für Facebook und erst recht nicht für den Sponsor. Also noch mal: Was ist überhaupt passiert dass SPON sich dazu erblödet darüber zu berichten?
  4. #4

    .

    Zitat von gestandeneFrau Beitrag anzeigen
    Wenn die Eltern das nicht wollten, ist es doch völlig richtig, daß die Kinder nicht teilgenommen haben.

    Wenn ich mein Kind nicht zum Wandertag mitschicken möchte, geht es auch in eine andere Klasse.

    Hab ich da was mißverstanden?

    MfG
    Ja, das haben Sie eindeutig!
  5. #5

    und wo ist jetzt das Problem ?

    Die Eltern haben das Recht, die Abwägung zu treffen und keine Pflicht, Ihre Kinder für eine ( wohl schon freundlich gemeinte ) PR - Aktion " auszustellen.

    Wo ist also die Falle ?
  6. #6

    Zitat von gestandeneFrau Beitrag anzeigen
    Wenn die Eltern das nicht wollten, ist es doch völlig richtig, daß die Kinder nicht teilgenommen haben.

    Wenn ich mein Kind nicht zum Wandertag mitschicken möchte, geht es auch in eine andere Klasse.

    Hab ich da was mißverstanden?

    MfG
    Nein, dass haben Sie schon alles richtig verstanden. Auch die Schulleiterin hat das Problem richtig erkannt, es war das Wort "Facebook".

    Im Mittelalter bekam man auch Probleme, wenn man den Namen des Leibhaftigen rief.
  7. #7

    Kein Fotograf

    "Zur Lesung sei letztendlich gar kein Fotograf gekommen, sagt die Rektorin. Veröffentlicht wurde auch nichts."

    Aber spätestens da hätte man doch auch die anderen Kinder dazu hohlen können, oder?

    Irgendwie verstehe ich die Aufregung grade nicht, ein Vorleser kommt in die Schule. Es könnten Fotos gemacht werden, diese könnten auf Facebook landen. Daher müssen die Eltern entscheiden ob sie dies wünschen oder nicht, wünschen die Eltern dies nicht müssen die Kinder draußen bleiben. Einige Eltern haben dies nicht gewünscht, und ihre Kinder konnten daher nicht teilnehmen. Wo liegt jetzt das Problem? Vielleicht bin ich zu unbedarft oder so. Das läuft doch in ähnlichen Fällenn genau so, kein Einverständnis der Eltern, keine Teilnahme.

    Skandalöser finde ich eher das erst Sponsoren an Schulen herantreten müssen damit die Kinder mal eine Geschichte vorgelesen bekommen.
  8. #8

    Für die Schulleiterin ....

    ... ein dickes: "Respekt!!", auch den Eltern. Sie haben sich getraut, dem Offentlichkeits- und Veröffentlichungswahn durch die Sozialen Netze aktiv entgegen zu arbeiten. Eltern überall sollten ihr dankbar sein. Es kann nämlich nicht amgehen, dass irgend jemand zur Veröffentlichung seiner Fotos oder der Fotos seiner Kinder gezwungen wird, wenn er diese Veröffentlichung speziell oder soziale Netze wie Facebook ablehnt. Dass die Kinder nicht in den Genuss des Geschichtenerzählers kamen, ist traurig, wiegt aber den Vorteil der Nicht-Veröffentlichun auf.
    Nochmal: respekt vor Eltern und Schulleiterin.
  9. #9

    Zitat von gestandeneFrau Beitrag anzeigen

    Hab ich da was mißverstanden?

    MfG
    Ja, da haben sie was mißverstanden und zwar die rückständige deutsche Motzerseele, die alles Neue erstmal als teuflisch verurteilen möchte und prinzipiell auch davon nicht abzubringen ist. Da sind rationale Argumente auch völlig fehl am Platz.
    "Mein Kind darf das nicht! Aber damit es auch gerecht bleibt, sollen es auch alle anderen Kinder nicht dürfen! Erst dann bin ich zufrieden."
    So zimmert sich der deutsche Kleingeist sein Gerechtigkeitsbild zusammen.

    Ich würde einfach gerne mal rationale Argumente hören, die in einem solchen Fall gegen eine etwaige Foto-Veröffentlichung auf einer sozialen Plattform sprechen oder erklärt bekommen, wie dem Kind dadurch ein Schaden entstehen soll.
    Aber sparen sie sich bitte paranoide, realitätsfremde Hirngespinnste im Stil von "Da könnte ja ein Kinderschänder mein Kind auf dem Bild sehen und dann wissen, dass es da zur Schule geht, ihm auflauern und was Schlimmes anstellen!" Wer sowas glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

    Aber die Lehrerin hat das schon richtig durchschaut. Die verbietenden Eltern haben einfach das Reizwort "Facebook" gelesen und der Denkprozess war dann vermutlich: "Facebook? Das ist doch diese Seite in dem Internet da, wo sie immer so zerstörerische Parties organisieren. Hab' ich mal bei RTL Explosiv gesehen! Nö, das will ich nicht!" Es würde mich wundern, wenn da komplexer nachgedacht worden wäre.