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Soziale Netzwerke: Pril-Wettbewerb endet im PR-Debakel

Der Wettbewerb ist zu Ende, die Teilnehmer sind wütend: Das Unternehmen Henkel hat mit der Spülmittel-Aktion viele Internetnutzer vergrätzt. Zu oft änderte das Unternehmen die*Spielregeln*nachträglich - und vernachlässigte den Dialog mit den Mitgliedern.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...763808,00.html
  1. #1

    Natürlich

    ... ist sowas für die Internetgemeinschaft sehr ärgerlich.
    Aber ich kann auch das Unternehmen verstehen. Die Idee ist gut, man zieht potentielle Kunden an und sorgt für Kreativität, aber Henkel hat auch ein Recht darauf im Nachhinein zu sagen, dass der Gewinnervorschlag nichts ist.

    Weil er z.B nicht zum Image des Unternehmens passt, oder weil er quasi dadurch viele Stimmen bekam, dass der den typischen Internetnutzer ansprach. Die vielen Sonderpreise beweisen, dass Henkel durchaus gute Vorschläge zu schätzen weiß, aber man muss halt auch immer im Auge behalten, dass sie gewinnbestrebt sind und dazu nicht nur ein internetaffines Publikum bedienen.

    So hätte Henkel vielleicht von Anfang an darüber mehr nachdenken müssen, aber eine wirklichen Vorwurf kann ich ihnen eigentlich nicht machen.
  2. #2

    hat denn jemand..

    etwas anderes erwartet...seit wann hat den ein Kunde einfluss auf das Produkt??? Bleibt nur noch zu einem Pril-Komplott aufzurufen bis das Hähnchen auf der Flasche ist...
  3. #3

    Welches PR-Debakel? Nur weil man einen Wettbewerb startet, muss man nun wirklich nicht jeden Mist, der womöglich sogar eher schädigend für das Ansehen der Marke ist, am Ende auf ein Produkt drucken. Wenn von Anfang an eine Jury vorgesehen ist, die das letzte Wort haben sollte: C'est la vie. Hier wollten die Teilnehmer dem Veranstalter ihre "demokratischen" Regeln aufdrücken. Die Regeln eines solchen Wettbewerbs sind aber eine Frage der Privatautonomie, der Veranstalter allein bestimmt. Wem sie nicht passen, der muss schließlich auch nicht mitmachen.

    Abgesehen davon: Wen interessieren schon die paar Teilnehmer ernsthaft. Die Stimmabgaben werden sowieso massiv manipuliert. Und das nicht seitens Henkel...

    Ich gehe mir jetzt eine schöne Flasche Spülmittel kaufen. Und zwar von Pril. Hihi...
  4. #4

    Crowdsourcing..

    ... kann fürchterlich nach hinten losgehen, und das weiss jeder halbwegs verantwortungsbewusste Marketingler, der sich in Socialen Medien umtreibt. Dabei ist es so einfach, wenn man ein paar simple goldene Regeln beachtet.
    http://blog.marketingshop.de/tipp-li...-und-umsetzen/
  5. #5

    ...

    Der Spruch: "Schmeckt lecker nach Hähnchen!" kann man schon deswegen nicht zulassen, da es ja um ein Reinigungsmittel geht, was nicht für den Verzehr gedacht ist. Man stelle sich vor, ein Kind würde deswegen davon probieren. Der Aufschrei wäre riesig.

    Sorry liebe Facebook-Gemeinde, man kann nicht jeden Müll auf eine Verpackung drucken, nur weil's für den Moment lustig aussieht.
  6. #6

    ...

    da haben wieder einige nicht wirklich was kapiert...
    wenn ich einen "kreativ"-wettbewerb mit abstimmung durch internetnutzer mache muss ich eben mit allem rechnen... und mich auch eventuell vorher dementsprechen absichern... im nachhinein anfangen zu zensieren und neue bewertungskriterien einzuführen ist einfach nur doof...
    entweder der user darf oder er darf nicht... aber vorzugaukeln er dürfe, dann aber doch nicht...
    peter breuer hat über 5000 follower bei twitter... davon sind mehr als die hälfte auf alle fälle echte menschen... die hätten sich um das hähnchen-design gerissen... wahrscheinlich auch menschen wie wegen den doofen blumen niemals pril in den einkaufswagen gelegt hätten...
    verdammt nochmal... ich hätte mir ne flasche gekauft um sie ins regal zu stellen...
    aber was bleibt mal wieder als erkenntniss... großkonzerne verstehen das internet scheinbar immer noch nicht...
  7. #7

    Frage

    Zitat von fritz_64 Beitrag anzeigen
    etwas anderes erwartet...seit wann hat den ein Kunde einfluss auf das Produkt???
    Schon immer??? Wollen Sie allen Ernstes behaupten, dass Sie zwar den Auftrag und das Geld erteilen, aber keine Verantwortung trügen? Sehr überzeugend.
  8. #8

    Stimmt !

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Der Spruch: "Schmeckt lecker nach Hähnchen!" kann man schon deswegen nicht zulassen, da es ja um ein Reinigungsmittel geht, was nicht für den Verzehr gedacht ist. Man stelle sich vor, ein Kind würde deswegen davon probieren. Der Aufschrei wäre riesig.

    Sorry liebe Facebook-Gemeinde, man kann nicht jeden Müll auf eine Verpackung drucken, nur weil's für den Moment lustig aussieht.
    Besonders unter dem Geichtspunkt, wenn auch billigster Müll im Produkt selbst steckt.
  9. #9

    .

    Klar das Henkel nicht alle Vorschläge wirklich auf die Flasche drucken kann. Aber dennoch ist es falsch, die Abstimmung zu manipulieren.

    Wenn sie von vorneherein offen gesagt hätten, dass die Gewinner ausgezeichnet werden, aber Henkel sich eine redaktionelle Auswahl der Designs, die auf Flaschen gedruckt werden, vorbehält, hätte das glaub ich kein Problem gegeben.








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