Soziale Netzwerke: Euer Internet ist nur geborgt

Wer Facebook, Twitter oder andere soziale Netzwerke nutzt, ist im Netz nicht wirklich frei. All diese Dienste können von den Betreibern jederzeit verändert, verkauft, zensiert, geschlossen werden. Wer wirklich frei im Internet veröffentlichen will, braucht eine eigene Website.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...827995,00.html
  1. #40

    Fällt das noch jemand auf?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer Facebook, Twitter oder andere soziale Netzwerke nutzt, ist im Netz nicht wirklich frei. All diese Dienste können von den Betreibern jederzeit verändert, verkauft, zensiert, geschlossen werden. Wer wirklich frei im Internet veröffentlichen will, braucht eine eigene Website.

    Soziale Netzwerke: Euer Internet ist nur geborgt - SPIEGEL ONLINE
    Über 20 Millionen FB Nutzer allein in Deutschland.
    40 Kommentare zum Thema hier.

    Dutzende Artikel und Hunderte, ja Tausende Kommentare z. B. wegen des Grass Gedichtes.

    Was Zuckerberg und Konsorten mit den Usern machen, machen können und machen werden, scheint keine Sau zu interessieren. Noch weniger, was man dagegen tun kann.

    Wünsche ein angenehmes Aufwachen in Bälde.
  2. #41

    Ich liebe

    meinen privaten Blog und Hobbyseiten.
    Facebook ist lediglich Hilfsinstrument um weitere Leser darauf aufmerksam zu machen. Twitter habe ich nie ganz verstanden - interessiert mich auch nicht so brennend. G+ hab ich gerade mal Sascha Lobo in meinem Kreis und noch jemanden.

    Lobo hat recht, erst eine eigene Seite lässt der Kreativität freien Lauf. Kreativ sein zu können ist ein Teil der Freiheit.
  3. #42

    ...

    Die Hürden eine eigene Webseite aufzubauen sind einfach zu hoch. Vor allem rein technisch. Ein typischer Nerd, mag das ja hinbekommen, ein normaler Nutzer von sozialen Netzwerken aber vielleicht nicht. Dagegen kann, ironisch gesprochen, jeder Depp einen Facebook Account einrichten.

    Man sollte irgendwann mal dahin kommen, jedem Menschen qua Geburt einen eigenen, lebenslang kostenlos nutzbaren Bereich im Internet zuzuweisen, den er völlig frei ausgestalten kann. Sowas kann aber eigentlich nur der Staat garantieren. Vielleicht wäre sowas sogar interessanter als ein kostenloses Girokonto für jeden. Vielleicht könnte man das sogar kombinieren.

    Wenn Sascha Lobo ansonsten die Anzahl der eigenen Webseiten befördern will, dann sollte er eigentlich auch eine kleine Anleitung geben, wie.
  4. #43

    Zitat von Kompetenzsimulantin Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für den Tipp! Werde mir die Server Software mal ansehen. Etwas komisch finde ich jedoch, dass auf der offiziellen Seite der Entwickler Community nur ein Screenshot gezeigt wird und kein Test-Setup mit Gast Zugang verlinkt wurde, um sich mal schnell einen Eindruck machen zu können.
    Es gibt sogar gleich mehrere Testmöglichkeiten, die einfachste ist sich einen Testaccount auf einem der öffentlichen Server anzulegen:
    http://dir.friendica.com/siteinfo
    (auf diesem Wege kommt man auch ganz fix in Kontakt mit den vielen "helfenden Händen")
    Eine andere möglichkeit: Einfach downloaden und lokal auf dem eigenen Rechner installieren (ok, da sollte man zumindest XAMMP o.ä. laufen haben).
    Die Entwicklung geht grade rasend schnell, der Bedarf ist da, die Community extrem elektrisiert und aktiv. In den nächsten paar Wochen werden noch einige interessante Dinge entstehen. Zb auch weitere Testmöglichkeiten.

    Achtung hier kommts nochmal: Das (sehr kleine) Entwicklerteam entwickelt(!) dieses schöne Stück Software! Es ist also kein Anbieter eines zentralen Servers oder so. Und will das auch gar nicht sein.
    Genau darum geht es: Vernetzt euch dezentral und nicht über dominante Zentralisten.
  5. #44

    Klar ist das geborgt ...

    Die meisten Internetforen werden derbe zensiert. Und sei es nur durch die Myriaden an privaten Moderatoren. So ziemlich keine private Community kann es sich leisten, professionelle Moderatoren einzustellen. Die täglichen Aufgaben übernehmen meist aus der Userschaft requierierte, dem Betreiber genehme, Freizeit-Moderatoren, die nach recht individuellen Methoden in der Userschaft wüten.

    Facebook oder Twitter mögen da weniger Probleme haben, aber im kleinen Musikerforum, im privaten Fahrradforum, oder halbprofessionellen Fotoforum sieht es da ganz anders aus.

    Die unbezahlten Moderatoren können oft nicht neutral werten, sondern bringen ihre eigenen Meinungen und Grundsätze in die Moderation ein. Querdenker und Meinungen gegen die Masse der anderen User, werden da schnell mal durch dezentes Mobbing bis hin zu offener Zensur, den eigenen Wünschen "angepasst" oder aus der Community gedrängt.

    In nahezu jedem privaten Forum findet man Threads, wo sich empörte Usergruppen beschweren, Zensur, ungerechte Verwarnungen, Sperrungen, und Zensur hinnehmen zu müssen, weil die Moderation oder Administration mit ihren Administratorrechten Druck in Richtung der eigenen Meinung ausüben.

    Die Forenlandschaft besteht eigentlich nur noch aus Kommunikationsplätzen, wo ausschließlich die Meinung zählt, die die größte Gruppe hat. Kleingruppen und kritische Einzelmeinungen werden gnadenlos weggemobbt. Da reicht es schon, die "falsche" Marke auf der Kamera, dem Fahrrad, der Gitarre oder dem Auto stehen zu haben.

    Als Autofahrer im kleinen privaten Autoforum auch mal für Radfahrer eintreten? Obacht, das kann schnell zur Löschung durch fahrradhassende Moderatoren führen. Sich ein Instrument kaufen, das nach Ansicht der größten Gruppe von die Arbeiter ausbeutenden Herstellern kommt? Das kann zum sozialen Abseits innerhalb der Gruppe führen. Eine Digitalkamera einer unter den Redeführern unbeliebten Marke sei Eigen nennen? So jemand kann ja nur ein Troll sein, der provozieren will ...
  6. #45

    wie im richtigen Leben

    Zitat von Politikum Beitrag anzeigen
    ...

    Als Autofahrer im kleinen privaten Autoforum auch mal für Radfahrer eintreten? Obacht, das kann schnell zur Löschung durch fahrradhassende Moderatoren führen. Sich ein Instrument kaufen, das nach Ansicht der größten Gruppe von die Arbeiter ausbeutenden Herstellern kommt? Das kann zum sozialen Abseits innerhalb der Gruppe führen. Eine Digitalkamera einer unter den Redeführern unbeliebten Marke sei Eigen nennen? So jemand kann ja nur ein Troll sein, der provozieren will ...
    Daran sieht man, dass Internet nicht fern vom realen Leben ist. :-)
  7. #46

    so schwer ist das nicht

    Zitat von Newspeak Beitrag anzeigen
    Die Hürden eine eigene Webseite aufzubauen sind einfach zu hoch. Vor allem rein technisch. Ein typischer Nerd, mag das ja hinbekommen, ein normaler Nutzer von sozialen Netzwerken aber vielleicht nicht. Dagegen kann, ironisch gesprochen, jeder Depp einen Facebook Account einrichten.

    Man sollte irgendwann mal dahin kommen, jedem Menschen qua Geburt einen eigenen, lebenslang kostenlos nutzbaren Bereich im Internet zuzuweisen, den er völlig frei ausgestalten kann. Sowas kann aber eigentlich nur der Staat garantieren. Vielleicht wäre sowas sogar interessanter als ein kostenloses Girokonto für jeden. Vielleicht könnte man das sogar kombinieren.

    Wenn Sascha Lobo ansonsten die Anzahl der eigenen Webseiten befördern will, dann sollte er eigentlich auch eine kleine Anleitung geben, wie.
    So schwer ist das nicht.
    Klar ist es auch ein Weg von Versuch und Irrtum, aber heute muß man nicht mehr unbedingt programmieren können und ansehnliche Seiten zu erstellen.

    Fertige CMS (content management systeme) wie Wordpress sorgen für ein einfaches Erstellen einer Seite.

    Gibt gute Foren, gibt gute Videoanleitungen (siehe youtube) und Bücher (hab ich nie gebraucht).

    Dazu ein Provider / Hoster (vielleicht nicht gleich bei den ganz großen, die sind im Endeffekt recht teuer), ergoogeln mit entsprechenden Stichworten wie "Empfehlung Hoster Wordpress" und schon gibts die ersten Ansatzpunkte. Beschäftige dich dann noch mit FTP und schon kanns losgehen.
    Hast du eine Domain mit Speicherplatz, so kann man in weiteren 15 Minuten den ersten Artikel im Netz haben (Wenn man es ein paar mal gemacht hat.
  8. #47

    Zitat von kbank Beitrag anzeigen
    Der nächste Gewinner im Web wird derjenige sein, der mit einem neuen Contentmanagement eigene Webseiten einfach aufbauen, verwalten und mit anderen verlinken kann. Natürlich mit einem Migrationstool von fb, Google , etc.!

    Also strengt Euch an Leute,
    Gibt es schon lange und nennt sich WordPress
  9. #48

    Zitat von earl grey Beitrag anzeigen
    Aber auch auf eigenem Server, bevor einem der günstige Hoster pleite geht und man urplötzlich wieder ohne Freiheit da steht...

    Und wenn man bei dem Impressum nicht aufpasst, gibt´s gleich noch eine schöne fette Abmahnung...
    Wenn jemand aus irgendwelchen Gruenden darauf besteht dass seine Seiten mit .de Domains ausgestattet und bei dt Hosting Anbietern gespeichert sind dann kann das durch durchaus zutreffend sein.
    Gluecklicherweise ist das Internet wesentlich groesser als der Einflussbereich der oben genannten Raubritter 2.0
  10. #49

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer Facebook, Twitter oder andere soziale Netzwerke nutzt, ist im Netz nicht wirklich frei. All diese Dienste können von den Betreibern jederzeit verändert, verkauft, zensiert, geschlossen werden. Wer wirklich frei im Internet veröffentlichen will, braucht eine eigene Website.

    Soziale Netzwerke: Euer Internet ist nur geborgt - SPIEGEL ONLINE
    Wenn auch nicht so deutlich, sage ich aber bereits seit mehreren Jahren, dass die Zukunft nicht in social whatever sondern in den Diensten, die Privatsphäre und Unabhängigkeit bieten, liegt. Wenn die Leute erstmal bemerkt haben, wie sehr sie auf dem Präsentierteller liegen, was man an ihnen und ihrem Eigentum verdient, und wie wenig doch ihnen gehört, werden sie sich in ihre eigene Höhle zurückziehen. Allerdings hatte ich nicht vermutet, dass der soziale Hype so lange andauern sollte.