Gut gemacht statt gut gemeint:*Getränke wie die Brause LemonAid oder das Bier Quartiermeister mischen*die Durst-Branche mit*einem*Dreifach-Versprechen auf.*Alle Zutaten sind ökologisch angebaut, fair gehandelt - und von*jeder verkauften Flasche fließt Geld in soziale Projekte.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...729949,00.html
Finde ich eine gute Sache. Wenn die Politik scheinbar nicht Willens ist, durch vernünftige (globale) Rahmenbedingungen die Welt "fairer/gerechter" zu gestalten, muss man es möglicherweise über den Konsum versuchen.
Eigentlich ist das jedoch ein absolutes Armutszeugnis und ein Eingeständnis, dass nur diejenigen vernünftig partizipieren können, die ausreichend Geld besitzen. Der Staat gewährleistet dann Eigentum und Sicherheit und fertig ist die perfekte neoliberale Welt.
Mal an der eigenen Nase packen, denn doe Politik braucht es dazu gar nicht. Es müssten nur alle (und das heisst wirklich alle Konsumenten - überall) Produkte aus zweifelhafter Herkunft (Kinderarbeit, Ausbeuterbetriebe, Umweltverschmutzer etc) kompromisslos meiden - (teurere) Alternativen gibts genügend und hinter jedem Marktführer der den Kapitalismus und Globalisierung Abends in die Gebete einschliesst, warten andere die sofort einspringen würden um dem Konsumenten zu geben was er will - zu höheren Preisen, versteht sich.
Das Problem ist nur, da geht dann ein ganzes Stück unseres bequemen Lebenstils flöten. Preise ziehen an, Produkte sind zeitweilig gar nicht verfügbar usw.
Es muss erst richtig weh tun bevor es besser wird, aber dafür brauchts die Politiker nicht...
Wer macht mit? Dachte ich mir.
Wenn es geht, nehme ich lieber das Bier einer ortsnahen Brauerei, und zahle für den Kasten gerne ein, zwei Euro mehr. Das Bier muß nicht durch ganz Deutschland oder gar Europa per LKW gekarrt werden.
...sorry wenn ich diesen "banalen" Aspekt mal in die Diskussion werfe.
Bionade ---> für mich nur *würg-kotz-spuck*.
Ist eben auch alles ein bisschen Geschmacksache, und über
Geschmack kann man bekanntlich nicht streiten.
Ja das ist die einzige Waffe der Verbraucher, aber dafür auch eine sehr harte Waffe, falls genug mitmachen. Ich versuche auch schon lange um Glukosebrote und Konservierungsstoffe herumzukaufen. Leider ist der Trend bei z.B. den Broten (siehe Aldi und Lidl) eher gegenläufig zu meinem Konsumverhalten, jedoch glaube ich, dass die Leute, wenn sie begriffen haben, dass sie nur betrogen werden, früher oder später sicherlich die schlechten Produkte nicht mehr kaufen werden (die Leute machen auf der einen Seite Diät, fressen aber dann massenhaft Glucose- und Karamellsirup in den sog. "Vollkornbroten"). Teilweise ist ein gutes Produkt aber auch nur ein paar cent teurer, wenn man einbisserl sucht, dafür aber um Längen gesünder...
naja, was meinen sie, wo die gekaufte Kiste denn herkommt?
In meiner Heimatstadt wurde z.B Mineralwasser abgefüllt. Dies wurde dann cirka 100 km zum Getränkehändler gefahren und dann in der selben Stadt bestellt und somit nochmal 100km zurück gefahren. Selbst, wenn die Brauerrei direkt neben dem Super-, oder Getränkemarkt steht, wird sie erst zu einem Getränkehändler gekarrt, bevor sie sie kaufen können!
Geh mal in den Bäcker (nicht die Aufbackstation) in Deiner Nähe und frage, ob und woraus sie ihr Brot machen.
Mein Bäcker hatte sich der Nachfrage richtig gefreut und gemeint, dass viele Leute heute die Qualität gar nicht mehr zu schätzen wüssten.
Also: Entweder Bäcker, der selbst backt oder gleich Bio.
Bei vielen Produkten ist Bio heute nicht oder nur mehr wenig teurer (Joghourt, Babykost).
Es hilft auch, beim Discounter auf das "Öko-Test" Logo zu achten.
Die Macht liegt beim Konsumenten, in der Tat.