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Southampton: Britischer Pub "The Hobbit" verärgert Hollywood

Seit 20 Jahren heißt eine Studentenkneipe in England "The Hobbit", doch nun pocht Hollywood auf die Namensrechte. Die Wirtin soll den Laden umbenennen - und die Cocktails "Frodo" und "Gandalf" von der Karte verbannen. Die Gäste sind empört.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...821292,00.html
  1. #1

    ...

    Die Schauspieler - bzw. ihre Filmfiguren - abzubilden und damit kommerziell zu nutzen, dürfte in der Tat ein Problem sein. Inwieweit aber die Namen der Romanfiguren Hollywood gehören bzw. überhaupt geschützt sind, müsste wohl geklärt werden. Welche Rechte haben die Tolkien-Erben den Studios verkauft? Und welche liegen noch bei ihnen?
  2. #2

    Fehlendes Rechtsbewusstsein

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit 20 Jahren heißt eine Studentenkneipe in England "The Hobbit", doch nun pocht Hollywood auf die Namensrechte. Die Wirtin soll den Laden umbenennen - und die Cocktails "Frodo" und "Gandalf" von der Karte verbannen. Die Gäste sind empört.
    Der Pub benutzt fremdes geistiges Eigentum, um seine eigenen Umsätze zu steigern. Das ist nicht "David gegen Goliath", das ist einfach nur fehlendes Unrechtsbewusstsein. Hollywood besitzt die Rechte, und gut ist.

    Ich würde mir wünschen, dass der Spiegel hier wirklich über die Rechtslage aufklärt.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit 20 Jahren heißt eine Studentenkneipe in England "The Hobbit", doch nun pocht Hollywood auf die Namensrechte. Die Wirtin soll den Laden umbenennen - und die Cocktails "Frodo" und "Gandalf" von der Karte verbannen. Die Gäste sind empört.

    Southampton: Britischer Pub "The Hobbit" verärgert Hollywood - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Hier verdienen doch gerade mal wieder ein paar Anwälte in Hollywood ($ 400/Std) etwas von ihrem Klienten. Der finanzielle Schaden für die Filmproduzenten dürfe nicht existent sein, so wie er ganz offensichtlich auch für die Buchverlage nicht existent war.
  4. #4

    Recht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit 20 Jahren heißt eine Studentenkneipe in England "The Hobbit", doch nun pocht Hollywood auf die Namensrechte. Die Wirtin soll den Laden umbenennen - und die Cocktails "Frodo" und "Gandalf" von der Karte verbannen. Die Gäste sind empört.

    Southampton: Britischer Pub "The Hobbit" verärgert Hollywood - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    es mag zwar sein, das das Recht auf der Seite der soo mächtigen Filmindustrie ist; aber erst nach 20 Jahren auf die Idee zu kommen um die Namensrechte einzuklagen, finde ich dummdreist.
    Die Namenseigner sollten sich lieber mit der Wirtin gütlich einigen.
    Dann würden sie (geistig) mehr verdienen.
  5. #5

    ähm

    Zitat von fahrgast07 Beitrag anzeigen
    Der Pub benutzt fremdes geistiges Eigentum, um seine eigenen Umsätze zu steigern. Das ist nicht "David gegen Goliath", das ist einfach nur fehlendes Unrechtsbewusstsein. Hollywood besitzt die Rechte, und gut ist.
    Gandalf, Frodo und Boromir sind männliche Vornamen, die lassen sich nicht schützen.
    Hobbit als Name für das Pub wird separat betrachtet auch kein Problem sein. Oder wollen Sie das Etalissement Casablanca auch verklagen? Noch dazu bei Filmplakaten mit Humphrey Bogart im Schankraum und dem Ausschank von Cocktail Ingrid?
  6. #6

    ...

    Zitat von der_wikinger Beitrag anzeigen
    es mag zwar sein, das das Recht auf der Seite der soo mächtigen Filmindustrie ist; aber erst nach 20 Jahren auf die Idee zu kommen um die Namensrechte einzuklagen, finde ich dummdreist.
    Die Namenseigner sollten sich lieber mit der Wirtin gütlich einigen.
    Dann würden sie (geistig) mehr verdienen.
    Der Hobbit wird gerade erst verfilmt und kommt Ende des Jahres, bzw. 2013 in die Kinos. Daher die Aufregung. Allerdings wäre das ganze auch dann ein Problem, wenn die Rechte noch bei Tolkiens Kindern lägen, nicht bei Hollywoodstudios (bei wem denn eigentlich konkret?) Allerdings ist zwischen den "Hypes" der Kinofilme das Interesse eben nicht so groß und daher wurde es wohl eher "übersehen". Eine "geistige Leistung" haben die momentanen Rechteinhaber auch nicht erbracht - es sei denn, Peter Jackson persönlich hat die Rechte inne. Der hat immerhin, zusammen mit hunderten anderen, kreative Leistung in Form der Filme erbracht. Rechte zu haben hat mit der geistigen Leistung überhaupt nichts zu tun. Die geistige Leistung hat der Professor erbracht, und der ist lange tot.
  7. #7

    Zitat von fahrgast07 Beitrag anzeigen
    Der Pub benutzt fremdes geistiges Eigentum, um seine eigenen Umsätze zu steigern. Das ist nicht "David gegen Goliath", das ist einfach nur fehlendes Unrechtsbewusstsein. Hollywood besitzt die Rechte, und gut ist.
    Das "geistige Eigentum", sprich die Urheberrechte liegen eigentlich bei J.R.R.Tolkien und damit mittlerweile natürlich in der Hand der Nachlassverwaltung. "Hollywood" besitzt gar nichts, Filmproduzent Saul Zaentz hat lediglich die Filmrechte an "The Hobbit" erworben. Also eine spezifische Form der Verwertung.

    Insofern stelle ich mir schon die juristische Frage, worauf dieser seinen Anspruch überhaupt geltend machen kann. Auch unter geltendem Recht wirkt es für mich eigentlich so, als sollten nur die Inhaber der eigentlichen Urheberrechte eine illegitime Nutzung in dieser Form unterbinden können. Zumal die Namen ja nicht ausschliesslich auf dem "Hobbit" basieren, sondern auch anderen Publikationen entnommen werden können. "Frodo" kommt noch nicht einmal im "Hobbit" vor.

    Grundsätzlich zeigt das Ganze aber auch einmal mehr, wie wenig die heutigen Verwertungsrechte noch etwas mit dem Schutz von Urheberrechten (!) zu tun haben, und wie diese genutzt werden, um höchst fragwürdige Ansprüche durchzusetzen.
  8. #8

    Saul Zaentz - Here we go again........

    Soviel ich mich erinnern kann hat der gleiche Typ - oder seine "Organisation" bereits vor vielen Jahren John Fogerty - den Mann hinter Creedence Clearwater Revival - unglaublich besch....

    Saul Zaentz war seinerzeit Praesident der Plattenfirma "Fantasy" und hat, wie halt so ueblich, Kuenstler und Komponisten extrem ueber den Tisch gezogen. Hatte offensichtlich die Rechte fuer saemtliche Hits von CCR und viele Jahre dafuer Millionen kassiert.

    Fogerty hatte sich als Resultat jahrzehntelang geweigert seine eigenen CCR Lieder zu spielen - jedesmal haette nur dieser Drecks... kassiert. Zaentz hatte sogar den Nerv Fogerty wegen der Aufnahme neuer Nummern zu klagen, weil diese so aehnlich wie Credence Clearwater klingen......

    Dazu gibt auf Fogerties Solo Platte "Centerfield" aus dem Jahr 1985 zwei Songs mit den schoenen Titeln "Vanz Kant Danz" und „Mr. Greed“ (warscheinlich auf neueren Pressungen eliminiert........)!

    Centerfield - John Fogerty | AllMusic

    Mittlerweile ist Zaentz nicht mehr mit „Fantasy“ involviert, Fogerty kann seit einigen Jahren endlich und wohlverdient wieder CCR Einnahmen fuer seine Rentenkasse lukrieren.

    Auf jedem Fall wuerde die jetzige Situation mit dem Pub in Southampton dadurch plausibel – es gibt nichts schoeneres als auf Kosten Anderer zu verdienen.........


    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit 20 Jahren heißt eine Studentenkneipe in England "The Hobbit", doch nun pocht Hollywood auf die Namensrechte. Die Wirtin soll den Laden umbenennen - und die Cocktails "Frodo" und "Gandalf" von der Karte verbannen. Die Gäste sind empört.

    Southampton: Britischer Pub "The Hobbit" verärgert Hollywood - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
  9. #9

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit 20 Jahren heißt eine Studentenkneipe in England "The Hobbit", doch nun pocht Hollywood auf die Namensrechte. Die Wirtin soll den Laden umbenennen - und die Cocktails "Frodo" und "Gandalf" von der Karte verbannen. Die Gäste sind empört.

    Southampton: Britischer Pub "The Hobbit" verärgert Hollywood - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Haben sich die Hobbits und Gefährten zuböserletzt also doch in Mordorkröten verwandelt.
    Und Saurons Thron steht jetzt in Hollywood.


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