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Sorge vor Preisschlacht: Aldi verramscht Milch für 45 Cent

DPABei den Milchbauern wächst die Sorge vor Dumpingpreisen. Die Produktionsmengen erreichen Rekordniveau, das nutzen Discounter für Rabatte. Den Anfang machte Aldi und verbilligt Milch, Butter und Sahne kräftig.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...831023,00.html
  1. #40

    Grund ist der Subventionswahnsinn!

    Zitat von callistonairi Beitrag anzeigen
    Wie sieht es eigentlich dann mit der Milch aus, wo der Liter ca. 1,00 € kostet? Werden da die Bauern fairer bezahlt oder sind das nur perverse Aufschläge der Molkereien/wasauchimmer? (ernst gemeinte Frage)
    Ganz einfach: Dort gibt es diese wahnsinnige, aus Kriegshungerzeiten stammende Subventions-maschinerie nicht. Man kommt bei Lebensmitteln wegen der notwendigen Versorgungssicherheit nicht vollständig um Subventionen herum, aber was seit 40 Jahren in Europa abläuft, kann man nur noch als Subventionswahnsinn bezeichnen!
  2. #41

    Och Joh!

    Zitat von patrick.weinfelder Beitrag anzeigen
    Sind nicht wir es als Verbraucher, die immer alles noch billiger einkaufen möchten? Verweigern wir uns einfach einmal. Aber, wer macht den Anfang?
    Was wollen Sie verweigern? Etwa das Steuer zahlen? Denn damit wird die gigantische Subvention der Milchwirtschaft finanziert, aufgrund dessen sehr viele Bauern über Jahrzehnte ein relativ sorgenfreies Auskommen hatten.
    Das der Wahnsinn der permanenten Überproduktion, mit trotzdem relativ sicherem Einkommen, endlich ein Ende haben muß, sollte selbst dem dümmsten Bauern inzwischen klar geworden sein!
  3. #42

    Deutsche Billigmilch ins Ausland - "ja tack!"

    Zitat von globalerdorfbewohner Beitrag anzeigen
    Supermarkt kostet der Liter bis zu 1,70€. Sollten vielleicht unsere Milchbauern nach Hellas exportieren???
    Hier in Schweden kostet die Milch auch rund 1,00+ €. Die natürliche Reaktion des Marktes wäre, dass die deutschen Molkereien und Bauern ihre Milchprodukte verstärkt ins Ausland exportieren. Sagen wir zum Ramschpreis von 0,70 € (ich würde sie sofort kaufen) nach Schweden und 1,20 € nach Griechenland.

    Aber irgendwie scheint sich Milchsektor immer wieder logischen Marktprozessen zu entziehen.
  4. #43

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei den Milchbauern wächst die Sorge vor Dumpingpreisen. Die Produktionsmengen erreichen Rekordniveau, das nutzen Discounter für Rabatte. Den Anfang machte Aldi und verbilligt Milch, Butter und Sahne kräftig.

    Milch: Aldi senkt Preise - SPIEGEL ONLINE
    Wenigstens funktinoert hier das mit anfebot und Nachfrage bis zum kunden!
    1.Produzent bietet zuviel an, bekommt weniger
    2.Handel bezahlt weniger, und reduziert die Preise.
    3.Der Kunde kauft guenstiger.
    Das funktioniert in den meisten Bereichen doch nur bis zu Haelfte im Punkt 2!
    Der Skandal dabei iost im Grunde, das andere erst 'dazu aufgefordert' werden muessen, guenstigere Einkaufs-Preise an den Verbraucher weiterzugeben!
  5. #44

    Zitat von SpitzensteuersatzZahler Beitrag anzeigen
    Pervers ist, wenn Milch (muss von der Kuh hergestellt werden) weniger kostet als Wasser (was im Boden rumliegt).
    Wo zahlen sie 22 cent fuer den Liter Trink-Wasser, bitte? Jedenfalls nicht fuer den, aus dem Hahn. Oder zahlen sie fuer eine Klospuelung fast 2 Euro? Da koennte dann ein Donnerbalken viel sparen helfen!
  6. #45

    Zitat von Seraphan Beitrag anzeigen
    Das ist der Knackpunkt: "Tatsache ist, es wird so viel produziert wie noch nie". Es gibt kein wirtschaftswissenschaftliches Gesetz, dass bei Bauern das Gesetzt von Angebot und Nachfrage außer Kraft gesetzt wird. Wenn sie absahnen wollen, weil bei der großen Nachfrage die Preise hoch sind, dürfen sie sich nicht wundern, dass die Preise durch die Mehr-Milch der Kühe, die sie sich zum Absahnen nochmal zusätzlich in den Stall gestellt haben, sinken. Da heulen die falschen Leute.
    Diese gesetze gab es halt, und 'frueher' war halt vieles besser! In den 70/80igern waren Milch und Butter viel zu teuer! Nur damit der Russe (ironie) guenstig Butter einkaufen konnte. Erst haben sie sich bechwert, uber Zuteilung von Quoten, jetzt, mit mehr und mehr Abschaffung derselben, beschweren sie sich wieder! Was soll erst passieren, wenn jeder soviel produzieren kann, wie er wirklich Platz im Stall findet? Das Geschrei moechte ich dann nicht hoeren!
  7. #46

    Die Mich

    In meiner Nachbarschaft wird derzeit ein riesiger Melkstall gebaut, bei den Grundstückspreisen im südlichen Oberbayern kann eigentlich kein Milchbauer von Armut betroffen sein, also kann der Milchpreis nur gerechtfertigt sein. Außerdem: Angebot regelt die Nachfrage und die Menge macht´s, viel Milch macht viele Einnahmen!
  8. #47

    Es wird immer gerne darauf hingewiesen

    daß die Anzahl der Milchbauern bzw deren Höfe um 4 % gesunken sei. Das stimmt, nur wird dann nicht erwähnt, daß die Anzahl der Milchkühe insgesamt fast gleichgeblieben ist. Denn der nachbar freut sich über ein paar Dutzend Kühe mehr, für die er dann Subventionen en masse kassiert. Genaue Zahlen hier

    www.KuhParadies.de - Fast alles über Kühe - Wissenswertes (Rinderbestand Deutschland)

    Auch die Zahl der Milchkuhhalter ist im letzten Jahr um 4,0% auf rund 93 500 zurückgegangen, während sich die Anzahl der Milchkühe lediglich leicht um 0,5% auf knapp 4,2 Millionen Tiere reduziert hat. Im Vergleich zum November 2009 ist die Zahl der Milchkühe sogar leicht um 0,3% gestiegen.

    http://www.food-monitor.de/2010/07/r...schaft-umwelt/

    Also liebes Bauernvolk...zuviele Kühe...zuviel Milch...sinkende Preise..Angebot und Nachfrage..Ökonomiestudium jeglicher Coleur erstes Semester Einführungsstunde. Laßt es Euch notfalls erklären.
  9. #48

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei den Milchbauern wächst die Sorge vor Dumpingpreisen. Die Produktionsmengen erreichen Rekordniveau, das nutzen Discounter für Rabatte. Den Anfang machte Aldi und verbilligt Milch, Butter und Sahne kräftig.

    Milch: Aldi senkt Preise - SPIEGEL ONLINE
    Sollen halt nicht so viel produzieren! Der Deutsche kann nicht unendlich viel Milch saufen!
  10. #49

    Warum immer bei den Bauern?

    Ich frage mich warum immer alle laut aufheulen wenn aufgrund von grossem Angebot und geringer Nachfrage die Milchpreise sinken - aber auf der selben Seite alle froh sind wenn VW seine Preise senken muss weil die Konkurrenz billiger ist? Warum soll der Markt fuer billige Autos sorgen, aber nicht fuer billige Milch?


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