WDRKomik? Und das in einem Kriegsheimkehrer-Krimi? SPIEGEL ONLINE liefert die wichtigsten Fakten zum aktuellen "Tatort". In Köln geht es diesmal um Soldaten, die im Afghanistan-Einsatz waren. Ein extrem schweres Stück - mit vielen sanften und schrägen Momenten.
Ich habe es getan. Na knapp 10 Wochen TV Abstinenz habe ich gestern eingeschaltet. Die Story wirkte arg zusammengezimmert, blieb über lange Strecken im Dunkeln, Zusammenhänge wurde überhaupt nicht herausgearbeitet. Die üblichen Seitenblicke in die jeweiligen Privatleben der Protagonisten, wortkarge Nebendarsteller. Bis auf ein paar wenige, beklemmende Momente eher Kost zum abgewöhnen.
Schade, die Kölner hatte ich immer gern gesehen, aber ich werde die Abstinenz weiterführen......
Ich weiß nicht, was SPON gesehen hat - das, was ich dann zu sehen bekam, gehört zu den schlechten Tatorts - langatmig, spannungslos, humorfrei. Die Kölner sind seit einiger Zeit auf dem absteigenden Ast - einzige Ausnahme: Franziska
Was war das denn für ein langweiliger "Krimi" - nicht mal annäherungsweise unterhaltam! Wenn der Regisseur einen Film über "menschliche Schicksale: Entwurzelt, entfremdet, verzweifelt" machen möchte - ein sicherlich sehr interessantes Thema für ein Drama. Ich aber habe die Nase voll von pseudopsychologisch angehauchte "Tatorte" - zumindestens ist uns die schon fast obligatorische Schau in das Seelenleben der Kommissare erspart geblieben - immerhin ein Lichtbick!
Da muss der Autor einen anderen Tatort gesehen haben!
Ein völlig daneben liegendes Drehbuch mit Kommissaren, die mit Restalkohol im Blut in Windeseile einen sehr "komplexen" Fall lösen.
Afghanistan hat im deutschen Fernsehen bei den sogenannten Filmemachern Hochkonjunktur, dennoch sind ausnahmslos alle Regisseure sehr gut beraten, sich etwas soldatischen und militärischen Sachverstand für die Dreharbeiten zu holen, bzw. auch mal im Einsatzland oder bei einer Soldatenfamilie zu hospitieren!
Fazit: dieser Tatort mit einem miesen, völlig überfrachteten Drehbuch wurde auch noch ganz schnell, billig und lieblos zusammengeschustert!
Die Zeit von Schenk & Ballauf geht so langsam zu Ende
Fand diesen Tatort auch mal wieder überfrachtet mit Themen, die in einem "ordentlichen" Krimi im Grunde nichts zu suchen haben. Dass es bei einem 90 Minuten Film bis zur 30.Minute dauert, bis die erste (und diesmal auch einzig) Leiche auftaucht, war bezeichnend. Und umgekehrt wird es dem Thema der traumatisierten Afghanistan-Heimkehrer nicht gerecht, wenn diese Problematk quasi nebenbei auch noch "abgehandelt" wird. Die schauspielerischen Leistungen fand ich hier auch eher dürftig.
Kurzum: So langsam scheint die Zeit von Schenk & Ballauf ihrem Ende entgegen zu gehen...,
Billig wie Köln so eben ist. Und doch fähig zum Wunder. Was für eine Epiphanie: Franziskas Fummel. Selten war Maria in ihrer Caritas so glamourös. Höchstes Lob an die Gewandmeisterin.