REUTERSÜber Deutschland strahlt die Sonne, und die Solaranlagen laufen auf Hochtouren. Erstmals haben sie 22.000 Megawatt Strom produziert. Das entspricht der Leistung von rund 20 Kernkraftwerken - ein neuer Rekord. Probleme gibt es allerdings mit den Stromnetzen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...835417,00.html
Wie sagt man so schön? Das ist eine gute Frage.
Ich meine, bei den Windmühlen ist die Entwicklung ok. Onshore ja, offshore hakts noch.
Bei PV sollte man eine Zäsur setzen. Wir haben jetzt genügend Experimentiermaterial. Ohne Vergütung und Einspeisevorrang für neue Anlagen könnte man doch mal abwarten. Vielleicht wird dann auch ohne investiert!
Also gesicherte Gewinne für die Banken auf Kosten der Verbraucher? Ist diese Sitte, die eigentlich immer den AKWs angelastet wird, auch schon in EE zu Prinzip geworden?
Wenn mindestens ein Abschlag bei Nichteinspeisung berechnet würden, könnte ich das als Risikoverteilung zwischen Investor und Gesellschaft verstehen. Aber 100% Gewinn bei 0%, gerade für die Banken?
Nein, aber da solche Entwicklungen Zeit dauern, sollten wir die Zeit nutzen. Die ersten Windkraft- und PV-Anlagen haben Strom im Bereich von 1,- bis 3 ,-€ produziert. Und wir sind schon viele Jahrzehnte dabei.
Ohne Alternative wären wir in absehbarer Zukunft zum Spielball der Rohstoffbörsen geworden. Sie kennen den Spielartikel mit dem Gutachten der Bundeswehr, dans langfristige große Konflikte bald wegen Ölmängel nicht mehr funktionieren?
Wir hätten auch andere Länder die EE entwickeln lassen können, wir wir viele Themengebiete aufgegeben haben. Aber das wäre nicht zwingend billiger geworden. Wir hätten weiterhin auf Kernkraft setzen können, aber zu welchem wirklichen Preis?
Weil ein Stromerzeuger wie ein Windrad oder eine PV-Anlage den Strom nicht bedarfsgerecht produzieren kann. Momentan gleichen wir das aus, indem wir andere Kraftwerke rauf- und runteregeln, wodurch diese mehr Brennstoff verbrauchen und die Auslastung sinkt. Wenn das nicht mehr reicht nehmen wir schnell die Windparks vom Netz und bezahlen dann für nicht produzierten Strom. Oder wir "verkaufen" ihn zu negativen Preisen. Nebenbei gerät unser Netz immer öfter an die Grenzen der Belastbarkeit.
All dies passiert bereits jetzt. Und jedes Windrad und jede PV-Anlage, die wir jetzt ohne Möglichkeit der Speicherung zubauen verschlimmert die Situation.
Das ist ein bisschen wie bei einem Haus zuerst ein paar Stützbalken und den Dachstuhl zu bauen, um dann festzustellen, dass man sich auch mal um das Fundament kümmern sollte.
Das ist keine Antwort auf die gute Frage, die ja ursprünglich von Ihnen kommt, sondern ein Ausweichmanöver.
Also wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit der Entwicklung anzufangen, damit EE in ausreichender Menge und möglichst günstigem Preis und keinesfalls zu spät verfügbar sind?