Sonneneruption: Tabula Rasa*im All

Nach einer großen Eruption rast ein Sonnensturm auf die Erde zu. Für den Menschen wird er nicht gefährlich, für Satelliten und anderes Gerät in der Umlaufbahn vielleicht schon. Dabei haben solche Phänomene auch eine angenehme Nebenwirkung - sie reduzieren den Weltraumschrott.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...810571,00.html
  1. #1

    Nullsummenspiel

    Das mit dem Reinigen ist wohl richtig, es werden aber durch die Ausdehnung der Atmosphäre auch niedrig fliegende Satelliten mehr als sonst üblich abgebremst und damit deren Lebensdauer verringert. Dazu gehören Ausklärungssatelliten aber auch Weltraumstationen (ISS).
  2. #2

    Prima!

    Je mehr Feuer, desto besser.
    Und so eine kleine Aufräumarbeit durch heißes Plasma... ja, das könnte meiner Wohnung durchaus auch mal guttun. Also diese Nacht mal ein Fenster offenlassen, das spart auch Heizkosten.
  3. #3

    eruptiv

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach einer großen Eruption rast ein Sonnensturm auf die Erde zu. Für den Menschen wird er nicht gefährlich, für Satelliten und anderes Gerät in der Umlaufbahn vielleicht schon. Dabei haben solche Phänomene auch eine angenehme Nebenwirkung - sie reduzieren den Weltraumschrott.

    Sonneneruption: Tabula rasa*im All - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Schön, dass die Sonne den Job der "Reinigung" für uns übernimmt. Die pseudo-wissenschaftlichen Schreiberlinge planten bereits das Einsammeln der Partikel mittels spezieller Satelliten - diese Erkenntnisse werden sicher einigen Planern in der ESA nicht sonderlich gefallen;) aber zum Glück haben wir ja noch den anthropogenen Klimawandel als Gelddruckmaschine für die Wissenschaft/Politik...
  4. #4

    Ein X15 am 13. März 198

    hat immerhin in Quebec für einen veritablen Stromausfall gesorgt.
    Der vermutlich stärkste je registrierte Sonnensturm zerstörte 1859 Telegraphen-Anlagen. Eine eher grobschlächtige Technik. Den Schätzungen nach war das ein X25.
    Sowas dürfte unsere empfindliche Infrastruktur erheblich schädigen.

    Wie bei vielen anderen Dingen auch, ist das keine Frage des "ob" sondern des "wann". Dummerweise, oder glücklicherwiese - je nach Sichtweise - , leben Menschen aber zu kurz, um aus solchen Katastrophen zu lernen.
  5. #5

    Zitat von yarx Beitrag anzeigen
    hat immerhin in Quebec für einen veritablen Stromausfall gesorgt.
    Der vermutlich stärkste je registrierte Sonnensturm zerstörte 1859 Telegraphen-Anlagen. Eine eher grobschlächtige Technik. Den Schätzungen nach war das ein X25.
    Sowas dürfte unsere empfindliche Infrastruktur erheblich schädigen.

    Wie bei vielen anderen Dingen auch, ist das keine Frage des "ob" sondern des "wann". Dummerweise, oder glücklicherwiese - je nach Sichtweise - , leben Menschen aber zu kurz, um aus solchen Katastrophen zu lernen.
    1859 gerieten sogar Telegraphen-Anlagen samt dazugehörigen Häusern in Brand.
    Wenn uns eine solche Breitseite heute treffen sollte, dann dürfte alle Elektronik nur noch Schrott sein und unsere Zivilisation über 100 Jahre in die Vergangenheit katapultieren.
    Dagegen können wir Menschen kaum Vorsorge treffen.

    Das hätte sicher auch positive Auswirkungen. Keine nervigen Klingeltöne mehr, keine A-Bomben etc. :-)
  6. #6

    zurückgeworfen

    Zitat von deppendorfswoche Beitrag anzeigen
    1859 gerieten sogar Telegraphen-Anlagen samt dazugehörigen Häusern in Brand.
    Wenn uns eine solche Breitseite heute treffen sollte, dann dürfte alle Elektronik nur noch Schrott sein und unsere Zivilisation über 100 Jahre in die Vergangenheit katapultieren.
    Dagegen können wir Menschen kaum Vorsorge treffen.

    Das hätte sicher auch positive Auswirkungen. Keine nervigen Klingeltöne mehr, keine A-Bomben etc. :-)
    Man stelle sich vor, die Menschen würden sich wieder mit ihrem Gegenüber unterhalten, nicht auszudenken ;-)
    Auch ich bin der Auffassung, dass das alles nur eine Frage der Zeit ist, bis unser digitales Zeitalter durch einen Sonnensturm erheblich zurück geworfen wird.
  7. #7

    Zitat von Medienkritiker Beitrag anzeigen
    Schön, dass die Sonne den Job der "Reinigung" für uns übernimmt. Die pseudo-wissenschaftlichen Schreiberlinge planten bereits das Einsammeln der Partikel mittels spezieller Satelliten - diese Erkenntnisse werden sicher einigen Planern in der ESA nicht sonderlich gefallen;) aber zum Glück haben wir ja noch den anthropogenen Klimawandel als Gelddruckmaschine für die Wissenschaft/Politik...
    Bitte schalten sie RTL ein, gucken sie Ihre Doku-Soap und überlassen die Wissenschaft den geistig ausreichend bemittelten Menschen.
  8. #8

    Zitat von df7si Beitrag anzeigen
    Das mit dem Reinigen ist wohl richtig, es werden aber durch die Ausdehnung der Atmosphäre auch niedrig fliegende Satelliten mehr als sonst üblich abgebremst und damit deren Lebensdauer verringert. Dazu gehören Ausklärungssatelliten aber auch Weltraumstationen (ISS).
    Die Lebensdauer der ISS verringert sich dadurch nicht, da sie hin und wieder von Progress- und ATV-Frachtern wieder auf eine höhere Umlaufbahn gebracht wird.
  9. #9

    Im wäre da

    Zitat von deppendorfswoche Beitrag anzeigen
    ...

    Das hätte sicher auch positive Auswirkungen. Keine nervigen Klingeltöne mehr, keine A-Bomben etc. :-)
    weniger Optimist.

    Ein Ausfall von Netzen mit AKWs über mehrere Tage ist kein Spaß. Die Notkühlungen müßten permanent aktiv sein. Und der Diesel der NotStromAggregate reicht nur begrenzte Zeit. Man kann dann nur hoffen, daß Nachschub kommt, oder die Netze wieder in Betrieb gehen können.
    So einen Fall hatten wir noch nicht.