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Song-Wettbewerb: Stoppt "Happy Birthday"!
CorbisJeder kennt es, jeder singt es: "Happy Birthday to You" ist das wohl bekannteste Lied in englischer Sprache. Daran verdienen die Rechteinhaber prächtig. Im Web wird jetzt nach einem alternativen Ständchen gesucht, das dann jeder kostenlos singen dürfte.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/c...-a-873354.html
- #1 18.12.2012 05:26 von
Ein ...
wunderbares Beispiel für die Sinnlosigkeit/Absurdität geltenden Urheberrechts.
Ich hab dieses Lied noch nie in meinem Leben geträllert (es ist einfach albern - ja sogar peinlich), aber wenn ich damit gegen perverse Gesetzgebungen/Regelungen verstoßen kann bekomm ich richtig Lust es mehrmals täglich anzustimmen. Einzige dumme daran ist daß man dann höchstwahrscheinlich ne Fahrkarte in die Anstalt bekommt. - #2 18.12.2012 05:29 von
- #3 18.12.2012 05:38 von
Copyright
Liebe Judith Horchert,
auch Sie leben davon, dass der Spiegel Verlag das Nutzungsrecht an Ihren Texten ausbeutet. Das ist die Grundlage der Kreativ-Industrie. Man mag davon halten was man will, aber nur weil jemand an einer Stelle besonders viel verdient, ist dass nicht grundsätzlich verwerflich.
Best
Winston - #4 18.12.2012 05:46 von
Ja,
ich bin auch jedesmal zu Tode verängstigt wenn ich dieses Lied singe. Ehrlich, eine reine Zitterpartie.
Man kann auch niemandem vertrauen. Meine Nachbarn, Freunde, Mitbewohner - wenn sie mich das Liedchen unter der Dusche trällern hören und mich verraten würden - nicht auszudenken, die Folgen!
Was für eine grauenhafte Welt das doch ist. Spendet für die selbstlosen Menschen die versuchen, dies zu unterbinden, und merken: Nur noch "Viel Glück und viel Segen" von jetzt an! - #5 18.12.2012 06:25 von
Alternative ist mir schon bekannt
Als gelernter DDR-Bürger habe ich meinen Erstkontakt mit dem unsäglich Häppi Börsday erst sehr spät gehabt. Ich konnte mich damit nie recht anfreunden. In meinem Umfeld wird "weil heute dein Geburtstag ist" gesungen - drei kurze Strophen und gut ist. Viel schöner und eingänglicher, aber nix für faule nur Erststrophenmerker.
- #6 18.12.2012 06:45 von
Absonderlich...
diese ewig langen Copyrights und Urheberrechte. Aber den Schwanz einziehen ? Quatsch, lasst un den Politikern sagen : 10 Jahre (ab Urheben) und gut ist es !
- #7 18.12.2012 06:50 von
Nun, die Benutzung dieses...
...Liedes ist eben gewachsen, da kann komponiert werden was will, Happy Birthday wird weitergenutzt.
Wer auch immer was Neues komponiert, muss der nicht leben, von der Komposition?
Und was ist so schlimm daran, dass jemand daran verdient?
Ist es Allgemeingut, nur weil es jeder singt?
Wenn jeder meine Buch liest, gehört es dann allen?
Nein, die Rechte bleiben bei mir, weil ich die Idee hatte, es geschrieben habe, eine Leistung erbracht habe.
Es ist der übliche Streit. Die einen wollen Geld verdienen, die anderen wollen etwas nutzen, ohne zu zahlen. Habe allerdings noch nie gehört, dass ein Kindergarten verklagt wurde und zahlen musste, nur weil er das Lied singt. - #8 18.12.2012 06:59 von
Das die Mitmachquote beim Alternativlied so gering ist liegt vermutlich an:
- bis jetzt ist Gema/ASCAP noch nicht aus der Geburtstags-Torte gesprungen, wenn wir zu hause das Lied angestimmt haben. Also jeglich private Verwendung wird ja faktisch nicht bestraft
- wie schreibt die ASCAP: "Diese kleinen Zahlungen summieren sich wirklich"/ 2Millionen USD pro Jahr
--> also vermute ich, dass die Gebühr für Gewerbliche erschwinglich ist.
- wenn ich mein geistliches Eigentum zur Verfügung stelle, was ja ein Hit wie "Happy B." werden soll, warum sollte ich das umsonst zur Verfügung stellen und nicht selber Miliionär werden?
Dennoch viel Glück
;-) - #9 18.12.2012 07:24 von
Metaphorisch ...
Es heißt: "Das dürfte eher metaphorisch zu lesen sein, denn bisher ist noch nichts bekannt geworden von Kindern, die beim Ständchen aus Angst vor Urheberrechtsverletzungen nur verhalten mitsingen."
Metaphorisch ... ?
Nein, es ist noch nicht lange her, da versandte die GEMA Zahlungsaufforderungen in die Kindergärten, da Kindergärtnerinnen Songtexte samt Noten von "modernen" Kinderliedermachern zu Papier gebracht hatten. Das war freilich halb so wild, wie es Google-Jünger damals glauben machen wollten. Google will die Preise der GEMA nicht zahlen und machte deshalb öffentlich Stimmung gegen die GEMA ("Es tut uns leid ..." und schickte seine Nutzer zur Betonung dafür auch noch in eine Klicksackgasse.) Es war halb so wild, weil es eben "moderne" Songs waren, die kaum einer, der nicht in der Kinderbelustigungsindustrie tätig ist, heutzutage kennt.
Schade ist es aber, wenn es wirklich traditionelle, "echte" Kinderlieder trifft, wie hier.
Im Übrigen ist das Verhalten nicht der GEMA anzulasten, sondern den Rechteinhabern: Es besteht keine Pflicht, der GEMA anzugehören.
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