Dieser Artikel enthält zahlreiche fachliche Fehler, die einmal mehr die Ahnungslosigkeit des Reporters belegen. Was schon während des Wahlkampfs sichtbar wurde und ärgerlich war, setzt sich hier fort. Der Spiegel sollte seinem Korrespondenten einen Französichkurs und einen Kurs in franz. Staatslehre ermöglichen, damit dieser endlich versteht, über was er berichten muß. Oft finde ich seine Sätze in den frz. Wochenmagazinen beinahe wörtlich wieder (wer hat sie ihm übersetzt?) und vor allem im Le Figaro wieder, dessen (sehr pro Sarkozy-parteiischen) Umfragen Simons gern zitiert.
Es sollte jemand dieserm Herrn mitteilen, daß Hollande nicht wie er behauptet, "durch Abwesenheit glänzt", sondern daß er - im Gegensatz zu seinem Vorgänger - kein
Präsident der PS, sondern aller Franzosen sein will und ist. Nur deshalb nimmt er an der Université d'été der PS in La Rochelle nicht teil.
Nach den umgesetzten Vorhaben der Regierung Ayrault, werden die Umfragewerte wieder steigen, da kann man ganz sicher sein. Denn mit der Amtsübernahme durch Hollande hat Frankreich endlich wieder berechtigte Hoffnung auf eine solidarische und sozial ausgewogene Politik trotz Euro-Krise.
Da sieht es in Deutschland unter Merkel ganz düster aus. Und die wirklich schlimmen Monate für die Deutschen und Merkel kommen noch.