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Sommertreffen von Frankreichs Sozialisten : Zwischen Selbstgefälligkeit und Selbstzwe

DPANach elf Jahren in der Opposition haben die Sozialisten in Frankreich, Mühe sich zur linientreuen Regierungspartei zu häuten: Kritik an Präsident Holland kommt vor allem vom linken Flügel. Bei dem Sommertreffen der Genossen offenbart sich das tiefe Dilemma der Partei.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...852053,00.html
  1. #1

    Sarkozy wittert Morgenluft

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach elf Jahren in der Opposition haben die Sozialisten in Frankreich, Mühe sich zur linientreuen Regierungspartei zu häuten: Kritik an Präsident Holland kommt vor allem vom linken Flügel. Bei dem Sommertreffen der Genossen offenbart sich das tiefe Dilemma der Partei.

    La Rochelle: Bei Frankreichs Sozialisten wächst Kritik an Hollande - SPIEGEL ONLINE
    Das Problem Hollandes ist dass er im Grossen die Politik Sarkozys weiterfuehrt. Die kleinen 'sozialistischen' Nuancen genuegen sicherlich nicht um die linken PS-Waehler zu begeistern, das sprachliche Tralala bei der Benennung der Minister und der Massnahmen aendert da auch nichts.

    Auf der anderen Seite regt sich wieder Sarkozy (les amis de Sarkozy à Nice/ die Freunde Sarkozys haben sich in Nizza getroffen). Achtung, obwohl Sarkozy im letzten Wahlkampf kraeftigst Anleihen beim FN genommen hat, hat er nur knapp verloren. Sarkozy moechte anscheinend wieder mitmischen, nur wo will er die Mehrheit holen, bei den Wechselwaehlern in der Mitte die 2012 Hollande gewaehlt haben oder rechts bei Le Pen? Sarkozy hat den politischen Populismus voll drauf, wo holt er gegebenenfalls seine Anregungen her, wenn es Vorteile bringt ist Sarkozy nicht zimperlich bei der Auswahl von Themen und Standpunkten.

    Ich denke das grosse Problem Hollandes ist der €. Wenn die Mehrheit den Eindruck behaelt dass der € der Grund fuer die wirtschaftliche und soziale Talfahrt der Beschaeftigten in Frankreich ist, dann geht 2017 der Trend nach links zu Melénchon, und rechts zu Le Pen.

    Wichtig: schon einmal hatte man in Frankreich eine Situation, dass die Medien und fast alle Parteipolitiker fuer eine Sache waren, den Lissabon-Vertrag, und die Mehrheit der Waehler hat in einem Referendum Nein gesagt, damals und heute ein Albtraum fuer Hollande.
  2. #2

    Marx Brothers

    Bei den französischen Sozialiszten ist es wie bei den Marx Brothers: Einige träumen häufig, die anderen ständig, und wenn die Realität Einlass verlangt, geht es drunter und drüber.
  3. #3

    Frankreich Crash kommt

    Hollande wird Frankreich in einen beispiellosen wirtschaftlichen Niedergang führen. Alles was er bisher unternommen hat, schwächt die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Industrie, wird die Arbeitslosigkeit verstärken (Massenentlassungen für den Herbst sind angekündigt) und die Verschuldung massiv erhöhen.
    Griechenland lässt grüßen.
  4. #4

    Peugeot. Autos kaufen keine Autos.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach elf Jahren in der Opposition haben die Sozialisten in Frankreich, Mühe sich zur linientreuen Regierungspartei zu häuten: Kritik an Präsident Holland kommt vor allem vom linken Flügel. Bei dem Sommertreffen der Genossen offenbart sich das tiefe Dilemma der Partei.

    La Rochelle: Bei Frankreichs Sozialisten wächst Kritik an Hollande - SPIEGEL ONLINE
    Beschäftigte einer wettbewerbsunfähigen Industriezweiges erst recht nicht. Das wird Hollande so langsam lernen müssen.

    Ob er mit früheren Renten, Reichensteuer und Börsenhandelsgebühren die Probleme in der Wettbewerbsfähigkeit, der Jugendarbeitslosigkeit und im Haushalt in den Griff bekommen kann?

    Offenbar haben immer mehr Franzosen Zweifel dass er damit oder mit den anderen Dingen, die er im Wahlkampf angedeutet hat, die Probleme lösen kann.
  5. #5

    Hollande,

    ist wie soviele an den Westen gebunden. Man braucht nur die Nationalfarben ansehen. Es gibt mittlerweile viele auf der Welt die solche für sich beanspruchen. Der Westen soll hier nicht verteufelt werden, aber es ist Fakt, das wenige dem Präsidenten sagen was er zu tun hat. Die Finanzdiktatur hat in Amerika katastrophale Ausmaße angenommen, die Eurozone ist nur das Mittel zum Zweck die Währung aufrecht zu erhalten. Er kann den Finanzoligarchen den Kampf gar nicht ansagen, weil das Land selber in hohem Ausmaß vom Markt abhängig ist.
  6. #6

    welcome to reality...

    Selbst französische Sozialisten werden sich damit abfinden müssen, dass man aus einem Euro nicht 2 oder drei dadurch machen kann, dass man Wohltaten für alle und jeden verspricht. Der Euro der z.B. nach Griechenland fliesst kann nicht in Frankreich nochmals ausgegeben werden. Was auch für Deutschland gilt. Auch die immer wieder beschworene Verbreiterung der Einnahmebasis, wird nicht viel weiter helfen, ohne dass es die breite Masse trifft. Vielleicht wird dies der PS so ganz langsam klar. Zu hoffen wäre es
  7. #7

    Realität

    So ist es immer, wenn Wunschwelten und Realität nicht zueinander finden. Man kann auf einem Parteitag alles beschließen, die Delegierten und Parteianhänger jubeln, aber dann kommt der Praxistest und der Frust. Aber das dies in Frankreich so schnell passiert, das überrascht mich auch. Aber die französischen Bürger sind auch Schuld. Sie akzeptieren auch nicht die Lebenswirklichkeit, stellen unrealistische Anforderungen an die Politik, die dann enttäuscht wird. Uns in Deutschland wird es auch so gehen, wenn die neue Regierung in 2013 an die Arbeit geht. Sagen die Politiker, was geht oder nicht geht, dann wählt das Volk die Bürger nicht. Dann heißt es, die Politik handelt nicht im Interesse des Volkes. Erfüllt die Politik die Wünsche des Volkes auf den Parteitagen und in den Wahlprogrammen, dann bekommen die jeweiligen Parteien die Stimmen, dann kommt der Realitätscheck und der Frust der Partei und des Volkes. So ist die Welt.
  8. #8

    Pure Ahnungslosigkeit

    Dieser Artikel enthält zahlreiche fachliche Fehler, die einmal mehr die Ahnungslosigkeit des Reporters belegen. Was schon während des Wahlkampfs sichtbar wurde und ärgerlich war, setzt sich hier fort. Der Spiegel sollte seinem Korrespondenten einen Französichkurs und einen Kurs in franz. Staatslehre ermöglichen, damit dieser endlich versteht, über was er berichten muß. Oft finde ich seine Sätze in den frz. Wochenmagazinen beinahe wörtlich wieder (wer hat sie ihm übersetzt?) und vor allem im Le Figaro wieder, dessen (sehr pro Sarkozy-parteiischen) Umfragen Simons gern zitiert.
    Es sollte jemand dieserm Herrn mitteilen, daß Hollande nicht wie er behauptet, "durch Abwesenheit glänzt", sondern daß er - im Gegensatz zu seinem Vorgänger - kein Präsident der PS, sondern aller Franzosen sein will und ist. Nur deshalb nimmt er an der Université d'été der PS in La Rochelle nicht teil.
    Nach den umgesetzten Vorhaben der Regierung Ayrault, werden die Umfragewerte wieder steigen, da kann man ganz sicher sein. Denn mit der Amtsübernahme durch Hollande hat Frankreich endlich wieder berechtigte Hoffnung auf eine solidarische und sozial ausgewogene Politik trotz Euro-Krise.
    Da sieht es in Deutschland unter Merkel ganz düster aus. Und die wirklich schlimmen Monate für die Deutschen und Merkel kommen noch.
  9. #9

    Keiner

    Zitat von dr.gerstel Beitrag anzeigen
    Dieser Artikel enthält zahlreiche fachliche Fehler, die einmal mehr die Ahnungslosigkeit des Reporters belegen. Was schon während des Wahlkampfs sichtbar wurde und ärgerlich war, setzt sich hier fort. Der Spiegel sollte seinem Korrespondenten einen Französichkurs und einen Kurs in franz. Staatslehre ermöglichen, damit dieser endlich versteht, über was er berichten muß. Oft finde ich seine Sätze in den frz. Wochenmagazinen beinahe wörtlich wieder (wer hat sie ihm übersetzt?) und vor allem im Le Figaro wieder, dessen (sehr pro Sarkozy-parteiischen) Umfragen Simons gern zitiert.
    Es sollte jemand dieserm Herrn mitteilen, daß Hollande nicht wie er behauptet, "durch Abwesenheit glänzt", sondern daß er - im Gegensatz zu seinem Vorgänger - kein Präsident der PS, sondern aller Franzosen sein will und ist. Nur deshalb nimmt er an der Université d'été der PS in La Rochelle nicht teil.
    Nach den umgesetzten Vorhaben der Regierung Ayrault, werden die Umfragewerte wieder steigen, da kann man ganz sicher sein. Denn mit der Amtsübernahme durch Hollande hat Frankreich endlich wieder berechtigte Hoffnung auf eine solidarische und sozial ausgewogene Politik trotz Euro-Krise.
    Da sieht es in Deutschland unter Merkel ganz düster aus. Und die wirklich schlimmen Monate für die Deutschen und Merkel kommen noch.
    Da bin ich aber mal gespannt. Für die grossen Probleme (jenseits der Euro-Fragen) hat Hollande noch nicht mal Lösungsansätze. Jedenfalls keine überzeugenden. Sonst hätte er da schon was auf den Weg gebracht.

    Wo sind beispielsweise die Ansätze, die Jugendarbeitslosigkeit zu senken? In den Vorstädten ist fast jeder Zweite Jugendliche arbeits- und perspektivlos. Was haben diese Leute von früheren Renten?

    Naja, wenn die Reichen ausser Landes getrieben werden, dann nimmt das Wohlstandsgefälle auch ab. Vielleicht ist es das?


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