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Somatopsycholgie: Wenn der Körper die Seele krank macht

Die Diagnosen lauten Depression, Borderline, Schizophrenie. Doch bei manchen Kranken hat das Leiden eine körperliche Ursache. Wenn der Arzt dies vernachlässigt, drohen nutzlose und kostspielige Fehlbehandlugen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...780686,00.html
  1. #60

    teure psychosomatische Verlegenheitsdiagnosen

    Da die Kostenspirale im Gesundheitswesen immer mehr nach oben geschraubt wird, stinkt es mir z.B. gewaltig, dass bei diesen Diagnosen enorme Kosten anfallen und für den Patienten wertvolle Zeit vergeht, bis eine richtige Diagnose gestellt wird.......wenn es überhaupt jemals dazu kommt.
    Garantiert werden Patienten auch bis an ihr Lebensende fehlbehandelt.
    Besonders auch Menschen mit Beschwerden durch Zahnfehlbehandlungen und Vergiftungen durch Amalgam werden in die psychosomatische Schiene abgeschoben, weil Ärzte nicht verstehen, dass solche Beschwerden somatopsychisch bedingt sind.
  2. #61

    Fahrlässigkeit und Ignoranz der Mediziner

    Das Problem beginnt schon bei dem System... "Fortbildungen", von der Pharmaindustrie gesponsert, die das natürlich nur zu ihrem Selbstzweck tut! Sie möchte weiterhin Riesengewinne einfahren! Und dafür braucht man nun einmal die Ärzte, die durch "Zuwendungen" (und wenn es nur Fortbildungspunkte sind..) immer schön bei Laune gehalten werden!
    Sind Ärzte mit der Diagnosefindung überfordert, muss zwingend eine Psych-Ziffer her... Begründen kann man diese allein schon, wenn der Patient die Frage "Und, wie sieht es zuhause aus?" mit "Na, es geht so, ich habe gerade etwas Stress..." beantwortet. Schon sind sämtliche körperlichen Probleme "psychisch überlagert".

    Noch schlimmer ist es, wenn man schon eine Psychotherapie hinter sich hat. Dann wird sich erst gar nicht mehr die Mühe gemacht, körperliche Beschwerden ernst zu nehmen. Mir ist folgender Fall bekannt: Eine Frau wurde als Kind sexuell mißbraucht und begibt sich deshalb in psychologische Behandlung. Nach Abschluss dieser (für sie erfolgreicher) Therapie geht es ihr physisch immer schlechter! Ständig wiederkehrende Infekte, Lymphknotenschwellungen, brennende Schmerzen auf einer Seite des Oberkörpers bis in den Arm.

    Sie wird von Arzt zu Arzt geschickt, und niemand stellt etwas fest. Man bescheinigt ihr eine Neurasthenie! Durch Zufall gerät sie an einen Virologen und erzählt von ihren immer noch andauernden Schmerzen und ihrer mittlerweile sich dazugesellenden Schwäche.

    Der Virologe lässt Blutwerte bestimmen und als Ergebnis kommt eine Multisysteminfektion heraus. Hohe Entzündungszeichen (TNF alpha zehnfach! erhöht) Lymphopenie, Immunsuppression etc.pp. - die Frau ist körperlich schwer krank!

    Wie kommt es, dass "normale" Schulmediziner das übersehen konnten?

    Ganz einfach: es wurde "nur" ein normales Blutbild gemacht, dabei gab es keine Anomalien festzustellen. Und da die Frau schon eine psychische Diagnose hatte (posttraumatisches Belastungssyndrom), ging man davon aus, dass es sich bei ihr nur um die Psyche handeln kann!

    Ein fataler Fehler! Als die Frau zum Virologen ging, hatte sie am Körper schon überall kleine Einblutungen - sie war auf dem Weg eines SIRS! Von der Qual der immer wiederkehrenden brennenden starken Schmerzen (Zosterschmerzen!) mag man hier gar nicht reden...

    nixnixgut brachte es auf den Punkt: einige simple Blutwerte weisen den Weg zu ständig übersehen werdende Multisystemerkrankungen. Hätte man bei der Frau TNF alpha bestimmt, wären ihr jahrelange Qualen erspart geblieben!
  3. #62

    Depression

    So traurig diese Fälle auch sind, möchte ich doch noch einmal darauf hinweisen das es eher umgekehrt ist, zumindestens solange wie keine psychische Vorerkrankung diagnostiziert wurde.
    Sehr oft werden insbesondere depressive Erkrankungen zu spät erkannt und behandelt.
    Wenn allerdings eine Vorerkrankung da war, wird ganz sicher gerne die Schublade wieder genommen, was mit Sicherheit auch am Kostendruck auf die Ärzte liegt.
    Wobei ich glaube, dass dies einfach auch in der Natur des Menschen liegt, Bequemlichkeit, Kostendruck, Zeitmangel, da spielen viele Faktoren zusammen.
    Ich bin seit 30 Jahren an Depressionen erkrankt, mit einigen Episoden hinter mir, mir liegt viel daran das die Schubladen (um Gottes willen, Karriere aus usw) die diese Erkrankung bei vielen Menschen öffnet, endlich aufgebrochen werden.
    Deshalb habe ich meine Erfahrungen in ein Buch gepackt http://depressiv.jimdo.com/ mit dem schönen Namen "Die Mühle im Kopf", frisch auf dem Büchermarkt :)
    Gruß Birgit Oehmig
  4. #63

    Wichtige Suche nach den Ursachen einer Depression

    Zitat von meckpommbi Beitrag anzeigen
    So traurig diese Fälle auch sind, möchte ich doch noch einmal darauf hinweisen das es eher umgekehrt ist, zumindestens solange wie keine psychische Vorerkrankung diagnostiziert wurde.
    Sehr oft werden insbesondere depressive Erkrankungen zu spät erkannt und behandelt.
    Wenn allerdings eine Vorerkrankung da war, wird ganz sicher gerne die Schublade wieder genommen, was mit Sicherheit auch am Kostendruck auf die Ärzte liegt.
    Wobei ich glaube, dass dies einfach auch in der Natur des Menschen liegt, Bequemlichkeit, Kostendruck, Zeitmangel, da spielen viele Faktoren zusammen.
    Ich bin seit 30 Jahren an Depressionen erkrankt, mit einigen Episoden hinter mir, mir liegt viel daran das die Schubladen (um Gottes willen, Karriere aus usw) die diese Erkrankung bei vielen Menschen öffnet, endlich aufgebrochen werden.
    Deshalb habe ich meine Erfahrungen in ein Buch gepackt http://depressiv.jimdo.com/ mit dem schönen Namen "Die Mühle im Kopf", frisch auf dem Büchermarkt :)
    Gruß Birgit Oehmig
    Es mag schon sein, dass depressive Erkrankungen nicht mir gleich erkannt werden, aber ich denke wiederum, dass die Fälle umgekehrt zahlreicher sind.
    Gerade auch bei depressiven Erkrankungen, wird doch viel zuwenig nach Ursachen gesucht. Da sucht man in der Lebensgeschichte nach traumatischen Erlebnissen, Stress usw. aber beachtet nicht, dass jedes Gift auch die Psyche beeinflusst. Oft kommen genetische Suszeptibilitäten hinzu, so dass viele Entgiftungsenzyme nicht richtig funktionieren. Solche Dinge werden auch nicht untersucht, obwohl man heute genau weiß, dass genetische Dispositionen bei der Krankheitsentstehung oft eine entscheidende Rolle spielen.
    Auch bei Depressionen ist meist der Gehirnstoffwechsel gestört, was z.B. mit durch Quecksilber aus Amalgamfüllungen verursacht sein kann.

    http://www.ganzimmun.de/seiten/video...&video_id=2235

    Gruß
    F8
  5. #64

    blablubb

    Zitat von Nixnixgut Beitrag anzeigen
    So sind Depressionen signifikant mit Entzündungen korreliert: "A meta-analysis ... found that several cytokines (hormones of the immune system) and markers of inflammation (C-reactive protein, IL-1, IL-6) were positively correlated with depression. This means the more depression there is, the more inflammation there is. Cytokines seem to trigger a quick onset of what is called ‘sickness behavior'-meaning malaise and fatigue, as well as a delayed onset of depressed mood." (http://www.psychologytoday.com/blog/...-and-infection)
    Jemand der kausale Schlussfolgerungen aus korrelativen Daten zeiht kommt hoffentlich nie in die Situation über das psychische oder somatische Wohl seiner Mitmenschen zu entscheiden. Zumal der Artikel inhaltlich eher in die entgegengesetzte Richtung dessen argumentiert, was sie hier hineininterpretieren wollen.
  6. #65

    Interleukine/Cytokine

    Egal auf was der Artikel abzielt, zeigt er doch eindeutig, dass bei Depressionen Interleukine u.Cytokine mitbetroffen sind....also infammatorische eine Rolle spielen.
    Auch hier werden wieder nur Symptome gezählt, wie so oft aber nicht nach Ursachen gesucht.
    Solche Reaktionen haben doch rein gar nichts mit psychischen Vorgängen zu tun.

    http://www.cfs-aktuell.de/mai09_1.htm
  7. #66

    @feldspat

    Zitat von Feldspat8 Beitrag anzeigen
    Es mag schon sein, dass depressive Erkrankungen nicht mir gleich erkannt werden, aber ich denke wiederum, dass die Fälle umgekehrt zahlreicher sind.
    Gerade auch bei depressiven Erkrankungen, wird doch viel zuwenig nach Ursachen gesucht. Da sucht man in der Lebensgeschichte nach traumatischen Erlebnissen, Stress usw. aber beachtet nicht, dass jedes Gift auch die Psyche beeinflusst. Oft kommen genetische Suszeptibilitäten hinzu, so dass viele Entgiftungsenzyme nicht richtig funktionieren. Solche Dinge werden auch nicht untersucht, obwohl man heute genau weiß, dass genetische Dispositionen bei der Krankheitsentstehung oft eine entscheidende Rolle spielen.
    Auch bei Depressionen ist meist der Gehirnstoffwechsel gestört, was z.B. mit durch Quecksilber aus Amalgamfüllungen verursacht sein kann.

    http://www.ganzimmun.de/seiten/video...&video_id=2235

    Gruß
    F8
    Stimme dir absolut zu, wobei ich da persönlich gegenteilige also positive Erfahrungen gemacht habe, geneteische Disposition wurde anerkannt, Schilddrüse abgeklärt usw und was nun zahlreicher ist lassen wir vieleicht aussen vor (traue nur der statistik die du selbst gefälscht hast).
    http://depressiv.jimdo.com/
    Gruss Birgit
  8. #67

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Diagnosen lauten Depression, Borderline, Schizophrenie. Doch bei manchen Kranken hat das Leiden eine körperliche Ursache. Wenn der Arzt dies vernachlässigt, drohen nutzlose und kostspielige Fehlbehandlugen.

    Somatopsychologie: Wenn der Körper die Seele krank macht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Das Hinterhältige am Krankheits-Geschehen Somatopsychologie liegt in dem Umstand, dass das Unbewusste des Patienten für eine zumindest vom Patienten subjektiv empfundene gefährliche Erkrankungslage aus dem Schatz seiner Lebenserfahrung einen Metapher / Erfahrung nun hervorholt, das seinem aktuellen Leiden entspricht. Diese echte Erfahrung kann nun von Patient und Psychologen aufgedeckt und durchaus erfolgreich behandelt werden - und beide meinen, dass dies also die Ursache war! Nur leider zumindest langfristig erfolglos, denn die Ursache war/ist somatisch! Darüber hinaus wird es auch als es eigentlich schlüssig empfunden, dass bei Misserfolg - bei doch so offensichtlich effektiver Bearbeitung des psychischen Traumas/Metaphers - nur noch der Patient für seine Leiden letztendlich verantwortlich sein kann!

    So kenne ich es als HNO-Arzt beim Leiden Tinnitus, wo auf den Tinnitus-Ton ein Trauma verankert ist: eben eine Metapher für eine nächtliche (unerkannt unterschwellige) Sauerstoff-Knappheit.

    Oder ein anderes Beispiel: Bei meiner eigenen fiesen Diabeteserkrankung (Zustand nach Pankreat*ektomie) kommt es bei einer typischen nächtlichen Unterzuckerung morgens zu Albträumen (als Metapher der akute Gesundheitsgefährdung) einschließlich Hypertonie. Seitdem ich nachts beziehungsweise gegen Morgen etwas Schokolade (10-20 g) zu mir nehme, ist der Spuk vorbei!
  9. #68

    aber die Scharlatane interessiert's

    Zitat von ernie30 Beitrag anzeigen
    Es gibt viele Studien, die einen Mangel an einfachen Mineralstoffen als Ursache für Depression, ADS und BurnOut identifizieren. Aber weder die Pharmaindustrie, noch die Ärzteschaft scheint sich dafür zu interessieren.
    Björn
    In der seriösen, wissenschaftlichen Literatur findet sich kein einziger Artikel zu diesen mutmaßlichen "Korrelationen".
    Sie sollten Laien nicht mit derartigen Verlautbarungen verunsichern.


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