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Social-Media-Studie: Das sind die Web-Champions im Bundestag

dapdDie Piraten stehen vor den Toren, die deutschen Parteien bemühen sich verzweifelt, im Netz endlich Punkte zu machen. Dabei ist noch einiges zu tun, zeigt eine neue Studie: Die politischen Stars des Social Web sind offline vielfach eher mäßig bekannt.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...828743,00.html
  1. #1

    ... aber diese Politiker verleiten Kinder und Jugendliche dazu, anzunehmen, die Nutzung sei gefahrlos und seriös möglich. Das ist unverantwortlich.
  2. #2

    Lieber Christian, die Frage ist ja nicht, wer kommuniziert - vor allem nicht quantitativ, sonder was wird qualitativ kommuniziert? Was bringen mir 10.000 Twitterfeeds, die keinerlei Inhalt bieten. Was bringen hunderte Facebookeinträge, die lediglich eine Ablenkung von den zentralen Aufgaben bedeuten. Ich finde, dass die übertriebene Selbsttransparenz derjenigen, die anscheinend nie 1984 gelesen haben, auch nicht zwingend der Weisheit letzter Schluss sind. Daher finde ich die Untersuchung der Kollegin Meckel zwar erhellend, aber auch erschreckend, denn welche Qualitätsmaßstäbe setzen wir bei so einer Messung an? Ich denke, dass nicht die Permanentfacetwittblog-Philosophie der Piraten die zentralen gesellschaftlichen Probleme lösen helfen, auch wenn ich dann weiß, wo ich diese antreffe (da foresquare mir dies mitteilt), was sie essen (da das schnell geschossene Bild mal eben bei Facebook hochgeladen wurde) und was sie denken (denn eine Twitterzeile birgt die umfassende Wahrheit). Social Media einsetzen bedeutet auch darüber nachdenken, was man kommuniziert. Aber wir können dies gerne hoffentlich nächste Woche "live", "face-ot-face" und eben nicht getwittblogfacesquared in Berlin nachholen. Darauf freue ich mich dann wirklich! Herzliche Grüße und ein sonniges Wochenende!
  3. #3

    Besser wäre es, wenn man z.B. bei dem FDP Bundestagsabgeordneten etwas erfahren würde, was er im Ausschuß für äußere Angelegenheiten leistet.
    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/04/12/fdp-innenpolitiker-kurth-befragt/
  4. #4

    Last oder Pflicht?

    Der Umgang mit Social Media ist für vielbeschäftigte Politikerinnen und Politiker sicherlich eher eine zusätzliche Last als Hilfe. Zumal der Umgang mit Social Media erlernt und Wissen über die Möglichkeiten erworben werden muss.

    "Social Media haben die Kommunikationskultur verändert" und "der direkte Kontakt zu den Zielgruppen bietet auch ganz neue Möglichkeiten" (Zitat aus "Social Media Leitfaden", White Paper, http://www.pr-gateway.de/download/social-media-leitfaden). Es scheint also Sinn zu machen, wenn auch die Politiker oder deren Mitarbeiter sich dem Thema zuwenden. Die Piraten haben dieses anscheinen "im Blut". Die beiden "lokalen" Politiker, Frau Ferner aus dem Saarland und Herr Kelber aus Bonn, scheinen Social Media wohl eher als Chance denn als Pflicht zu sehen.


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