gar nicht so einfach die politische Landschaft fuer immer veraendern zu wollen. eine splitterpartei die selbst zersplittert.
DPABei den Piraten wird die Stimmung zunehmend aggressiv. Der Zorn richtet sich vor allem gegen Geschäftsführer Johannes Ponader. Der Berliner Fraktionschef Christopher Lauer räumt im SPIEGEL ein, Ponader per SMS zum Rücktritt aufgefordert zu haben.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-883846.html
gar nicht so einfach die politische Landschaft fuer immer veraendern zu wollen. eine splitterpartei die selbst zersplittert.
Natürlich wird eine Partei nach ihren „Gesichtern“ beurteilt. Die sind dafür da, das Programm der Partei zu vertreten. Das gilt für alle Parteien, so auch für die Piraten. Und wenn die Vertreter dieser Partei Schlammschlachten veranstalten, anstatt sich auf die Arbeit zu konzentrieren, stößt das – gelinde gesagt – ab. Wie z.B. auch bei der FDP. Oder bei den Linken.
Ich fände es schade, wenn die PP sich selbst abschafft, denn sie wäre weiterhin eine Bereicherung der Parteienlandschaft. Allerdings nicht mit klassenkämpferischen Parolen wie „Feudalsystem der Eliten“.
Ist ein Kanditat eigentlich ein Mittelding zwischen Kantate und Kandidat, so auf der Suche nach dem richtigen Ton?
Was Sie sich mal fragen sollten ist, ob es wirklich wichtig ist, in einem Wahlprogramm diese oder jene Position zu welchem Thema auch immer zu verkünden. Erstens liest das Programm sowieso nur ein verschwindend geringer Teil der Leute und zweitens wird am Ende sowieso was anderes gemacht. Das ist doch letzten Endes nichts als eine wertlose Propagandaschrift - die Erfahrung hat es oft genug gezeigt. Die Glaubwürdigkeit ist doch dahin und das seit Jahren.
Viel wichtiger wäre mir in einem solchen Programm, wenn schon eines her soll, ein klares Bekenntnis zu gewissen Grundwerten wie Demokratie, Freiheit, Menschlichkeit, Transparenz der politischen Entscheidungsfindungen, usw. - zu Werten also, die unabänderlich sind. So und da werde ich bei den Piraten fündig.
Man kann sich die gesamte Programmatik sparen, wenn man glaubhaft vermitteln kann, dass man mit den Menschen mehrheitlich konsenzfähige Entscheidungen auf seriöser Sachkenntnisbasis herbeiführen möchte. Und das erreicht man, in dem man nicht den Bundestagswahlen hinterher rennt, sondern indem man erst mal lokal vor Ort glaubhafte Kommunalpolitik verkörpert. Und zwar für eine ganze Weile. Indem man beispielsweise den Leuten vor Ort - egal von wo sie kommen, bzw. in welche Schublade sie sich selbst einsortieren würden - z.B. die Möglichkeit gibt, Anträge für das lokale Stadtparlament zu entwickeln. Sie also direkt teilhaben lässt an Entscheidungen - und auch an den Niederlagen.
Dann gibt es das Mittel des Bürgerbegehrens. Das sollte man systematisch einsetzen - zu dessen Einsatz Hilfestellung vor Ort geben, usw. usf. - DAS ist ein neuer Stil von Politik und nicht das sinnlose Brüten über Programmen, die einem sowieso keiner mehr abkauft.
So, und wenn Sie die Kollegen Lauer, Nerz, etc. in obigem Sinne mal einem Praxistest unterzögen, würden Sie vermutlich schnell feststellen, dass diese angeblichen Gesichter der PIRATEN gar keine echten PIRATEN sind. Und als solche sind sie auch längst entarnt. Bloss die Presse rennt denen doch noch hinterher, wie ein blindes Huhn, weil sie eben nicht weiss, wo sie sonst angreifen soll.
Ja, aber eben nicht, weil sie kein anständiges Programm vorgelegt hat, sondern eben WEIL sie damit Zeit verschwendet hat und sich Leute eingenistet haben, die im Grunde zu den Altparteien gehören und lautstark deren Einheitsbrei herumtrompeten (Gesichter zeigen, straffer Durchorganisieren, Vorstände entlohnen, bei Wahlen Prozente einfahren, Programmatik erarbeiten, bla...).
Die Piraten sind wie Fußballfans, die von ihrer Couch im warmen Wohnzimmer aus die Profis auf dem Platz kritisiert haben und dann auf die Idee gekommen sind, sich mit anderen Couch-Kritikern zu verabreden, um selbst Fußball zu spielen, in der festen Überzeugung, die besseren Fußballspieler zu sein, und mit der naiven Vorstellung, dass Trainieren und Spielvorbereitung überflüssig ist. Spielen darf, wer vor dem Spiel von einer zufällig zusammengewürfelten Meute aufgestellt wird. Entsprechend niveaulos und peinlich ist, was sie abliefern.
Bei aller Zustimmung zu den meisten von Ihnen verfaßten Kommentaren: Ich fürchte, hinsichtlich der Piraten als einer realen Wahlalternative unterliegen Sie einer folgenschweren Analyse. Stimmt es Sie nicht mißtrauisch, daß gerade die Piraten, anders als alle anderen Gruppierung außerhalb der etablierten Parteien, von den Medien nicht entweder ignoriert oder heruntergeschrieben, sondern - zumindest eine ganze Weile - durch ständige und tendenziell positive Berichterstattung deren Wahlerfolg erst ermöglicht haben?
Dies in der heutigen Zeit, in der sich die Medien zum größten Teil als Steigbügelhalter der etablierten sozialdemokratischen Parteien von CSU bis FDP verstehen, sollte jeden mißtrauisch machen. Ich würde sagen, daß die Medien in zutreffender Weise die Piraten als die Formation identifiziert haben, die am allewenigsten fähig und bereit sind, den Etablierten ernsthafte Konkurrenz zu machen und sie in ihrem Politikbetrieb zu stören. Vielmehr haben sie sich als geeignet erwiesen, das ständig wachsende Potential an Unzufriedenen und Protestwählern, die von den Etablierten die Nase voll haben und auf der Suche nach Alternative sind, in einer Art zu kanalisieren, die dem System am wenigsten gefährlich werden kann.
Und genauso ist es dann auch gekommen. Wie erwartet, waren die Piraten nicht in der Lage, ein schlüssiges Programm vorzulegen, daß den Wählern realistisch genug erscheint, sie weiter zu unterstützen. Des weiteren haben sich die politikunwilligen bis -unfähigen Kräfte bei den Piraten, möglicherweise auch von außen gesteuert, durchgesetzt und liefern sich gegenseitige Machtkämpfe, anstatt konstruktive Arbeit zu leisten.
Im Endeffekt sind gemäß dieses Szenarios diejenigen Leute, die von den Blockparteien im Bundestag genug haben und die Piraten für eine Alternative gehalten hatten, einmal mehr frustriert und enttäuscht worden. Mission accomplished, Piraten.
Er gehört schliesslich zu den wenigen Luxus-Karriere-Piraten in Deutschland, die den Einzug in die Landesparlamente geschafft haben und sich nun über einige Jahre Geldsegen freuen können. Bundesvorstandsleute wie Ponader, wie auch andere engagierte Vorstände auf Landesebene werden gar nicht bezahlt.
Absolute Zustimmung! Auch hier im Forum wird nur ueber Personalien geredet, warum, weil die Presse nur ueber Personalien berichtet. Die Frage ist, wie koennte man das Problem loesen?
In letzter Konsequenz muesste man eine Art persoenlich unangreifbare Symbolfigur schaffen, die nur Inhalte nach aussen objektiv kommuniziert. Klingt sicher erstmal bescheuert, aber warum nicht ein "Roboter" als Vorstand. Eine personslose Symbolfigur, die die Inhalte kommuniziert.Dadurch kann man die Presseaufmerksamkeit basierend auf luesternden sensationgeilen Voyeurismus und Machtspielerein basierend auf menschliecher Schwaechen entgueltig umgehen.
Die Sache, die mich an Politik mit Abstand am meisten nervt sind mangelnde Inhaltsdebatten. Es geht immer nur um Floskeln, Parteipolitik, Political Correctness etc. Die einzige Moeglichkeit das zu vermeiden ist die Person als oeffentliche Angriffsflaeche aus der Politik rauszunehmen.
Die Frage ist, hoert man nur davon, weil nur das passiert oder weil die Medien nur das berichten?
Letztendlich ist es immer wieder das selbe Prinzip. Meinung werden aufgrund von sehr selektiven Berichten einiger weniger Medien gebildet. Wenn der Spiegel 10 Artikel ueber die Personaldebatten der Piraten bringt, dann denk jeder dass es in der Partei nur um Personaldebatten geht. Zudem erzeugt es einen Feedback loop, dass sogar Parteimitglieder denken, es geht nur darum.