Smartphone- und Tablet-Markt: Was Apples Rekordgewinn wirklich bedeutet

Apples Quartalszahlen lassen die Branche staunen. Schon wieder hat der Konzern seinen Gewinn verdoppelt, schon wieder seine Rendite erhöht. Der Erfolg von iPhone und iPad katapultiert das Unternehmen in die Post-PC-Ära - und macht es zum Marktführer in gleich zwei lukrativen Segmenten.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...811312,00.html
  1. #30

    Wieso nur, Wieso

    Zitat von karnival Beitrag anzeigen
    hier wurde das Radio, der Computer und MP3 erfunden, haben Technikpioniere großartige Firmen erschaffen.

    Doch heute ist nichts mehr davon übrig, keine dieser Firmen hat es geschafft, ihre glorreiche Vergangenheit in die Zukunft zu überführen
    .…
    Man könnte noch vieles dazu sagen, Angefangen bei Lebensgefühl über unternehmerische Risikobereitschaft….
    Radio und Computer sind - trotz Leistungen von Deutschen in den Gebieten - keine Dinge, die „in Deutschland“ erfunden wurde. Die wurden praktisch gesehen nicht in einem einzelnen Land erfunden.

    Warum es derzeit in Deutschland nichts mit sowas wird? Sie haben es angedeutet: Die Politik ist verliebt in Großprojekte, hat aber gleichzeitig eine Heidenangst, von allem was einem 50-jährigen Berufspolitiker spanisch vorkommt.

    Wofür er nichts kann, die Wählerschaft ist genauso.

    Man müßte ja eigentlich annehmen, dass den Deutschen die Technikbegeisterung abhanden gekommen ist, aber gar so schlimm kann's auch nicht sein, denn gekauft wird das Zeug ja, gegen alle Bedenkenträgerei.

    Wahrscheinlich doch zu viele 68er und Grüne in den relevanten Versaltungen, fürchte ich.
  2. #31

    Och Joh!

    Zitat von texas_star Beitrag anzeigen
    was fuer eine monopol position hat denn apple??? .....
    Apple hat insofern inzwischen eine Quasi-Monopolstellung, das diese Firma sich inzwischen zu einem Patent-Grabber gewandelt hat und Allerweltswissen dank der globalen Gesetzgebung in bare Münze zu verwandeln vermag. Patentgrabbing ist heutzutage das beste Geschäft!

    Bsp. gefällig? 1980 habe ich für einen deutschlandweit vertretenen Kunden eine SW-Lösung entwickelt, mit der Vorgabe: "Denken Sie daran, unsere Mitarbeiter vor Ort sind nur angelernt und haben meist nicht mal einen Schulabschluß. Sie sollen die HW und SW trotzdem einfach bedienen können". Diese Vorgabe wurde erfüllt. Die eher banale Lösung war seinerzeit, die erst Jahrzehnte später patentierte "One-Klick-Button" Technik - allerdings sogar ohne Maus!
  3. #32

    Zitat von texas_star Beitrag anzeigen
    was fuer eine monopol position hat denn apple???

    fuer JEDES produkt von apple gibt es konkurrenzprodukte, und es ist nicht apples fehler, dass diese manchmal schlechter sind als das apple produkt....

    betriebssystem: windows
    notebooks/rechner: sony, acer, samsung usw
    smartphone: samsung, lg, HTC usw
    tablet: samsung, kindle fire, motorola usw
    online store fuer content: amazon, microsoft, netflix usw

    ich kann da beim besten willen keine monopolisten-stellung erkennen....
    Und auch nicht lesen...
    Der Forist führte an, dass Apple WIE ein Monopolist AGIEREN UND KALKULIEREN KANN. Er sagt nicht Apple SEI ein Monopolist. Wie auch? 82 von 100 verkauften Smartphones sind kein iPhone.

    Es ist aber dennoch erstaunlich, dass selbst solche Margenzahlen von so vielen Anhängern der Marke (nicht von zufriedenen Appledevicebesitzern, denen ist das alles einfach Wurst) auch noch verteidigt werden.....!
  4. #33

    :/

    Dieser Rekordgewinn bedeutet, dass ich mir wiederholt in den A...lerwertesten beiße, weil ich zu früh verkauft habe.
  5. #34

    Rahmenbedingungen....

    Zitat von texas_star Beitrag anzeigen
    ... hat schon seit den 50/60ern die rahmenbedingungen geschaffen... viele hightech ruestungsschmieden, gute unis in der naehe (stanford, berkely, cal tech), dann spaeter firmen wie HP, apple, intel.... clusterbildung von firmen/bildungseinrichtungen, hinzukommt noch viel venture capital welches im gegensatz zu deutschland hier nicht als "boese" und "heuschrecke" angesehen wird....ach, und die amerik. steuersaetze sind doch etwas attraktiver als die deutschen neid-steuersaetze. alles in allem laesst sich das nur sehr schwer kopieren....
    Vergessen wir doch bitte nicht, dass das Wunderkind Apple noch vor 15 Jahren so gut wie pleite war und nur durch pures Glück, nach einer Reihe absoluter Flops (Quicktake, Pippin, Newton, Lisa, Mac Cube, ein früher Laptop), mit dem iPod wieder in die Gewinnzone gerutscht ist. Ohne diese glückliche Wendung hätte Apple sich in die Reihe pleite gegangener oder vorsichhindümpelnder US-Konzerne eingereiht. Die "Rahmenbedingungen" sind also nicht für den Erfolg Apples verantwortlich, sondern ein kleiner Musikplayer, der bei den Yuppis in Manhattan wie eine Bombe einschlug.

    Die hohen Steuersätze in Europa finanzieren dessen soziales Netz. Wer natürlich kein soziales Netz finanzieren muss, hat kurzfristig die Taschen voller Geld und versucht dieses gewinnbringend anzulegen. Wer genug Gewinn gemacht hat, um ein Leben im Luxus zu leben, wird natürlich unvorsichtiger und kann es sich leisten, Geld in riskantere Geschäfte zu investieren, in der Erwartung noch höherer Gewinne.
    Kein Wunder also, dass man in den USA mit einer neuen Idee schneller an Venture-Kapital kommt.

    Die USA, als Nation, hat vom Erfolg Apples gar nichts .. im Gegenteil - die Milliarden, die der US-Bürger für Apples Produkte zahlt, landen in China und auf dem Konto von Apple. Das Land USA hat dadurch nur noch mehr importiert und sich somit noch mehr verschuldet, statt zu produzieren und zu exportieren und somit einen Mehrwert zu schaffen. Selbst steuerlich profitiert das Land wegen seiner Politik, Reiche niedrig zu besteuern, nicht vom Erfolg des Konzerns. Für das Land, seine Infrastruktur, sein allgemeines Bildungswesen und die zukünftigen Generationen ist eine solche Politik verheerend.

    Das amerikanische Modell wird kurz- oder mittelfristig scheitern und das Land in seine schlimmste Depression führen (und damit vielleicht auch uns Europäer). Schon jetzt kann die USA es sich nicht mehr leisten, seine Gläubiger (z.B. China) zu kritisieren ohne zu riskieren von China innerhalb von Tagen ruiniert zu werden.

    Keine besonders guten Rahmenbedingungen, um optimistisch in die Zukunft zu blicken !
  6. #35

    x

    Zitat von peterbruells Beitrag anzeigen
    So ist das halt, wenn man ein Produkt herstellt, das die Leute benutzen wollen und nicht müssen.

    „Überteuert“ können sie per Definition nicht sein, da sie absolut freiwillig gekauft werden, obwohl es technisch gleichwertige Geräte gibt.
    Überteuert heißt nicht daß es nicht gekauft wird.

    Ich würde mir ja eher Gedanken machen, wieso die eigenen Produkte oder dort wo man arbeitet so schlecht sind, dass man nur Minimargen erwirtschaftet.
    Das machen die Leute bei Foxconn und anderen Zulieferern sicher. Aber auch als Kunde frage ich mich, ob ich das wirklich tun muß. Muß ich nicht, zumindest muß ich mich nicht einseitig ausrichten.
    Ich bekomme anderswo ähnliche Leistung und mehr Flexibilität zum besseren Preis. Nur des Hypes wegen brauche ich kein I-Phone oder einen Mac oder ein I-Pad.
  7. #36

    x

    Zitat von texas_star Beitrag anzeigen
    was fuer eine monopol position hat denn apple???

    fuer JEDES produkt von apple gibt es konkurrenzprodukte, und es ist nicht apples fehler, dass diese manchmal schlechter sind als das apple produkt....

    betriebssystem: windows
    notebooks/rechner: sony, acer, samsung usw
    smartphone: samsung, lg, HTC usw
    tablet: samsung, kindle fire, motorola usw
    online store fuer content: amazon, microsoft, netflix usw

    ich kann da beim besten willen keine monopolisten-stellung erkennen....
    Der Benutzer sagte "WIE ein Monopolist zu agieren", nicht daß Apple einer ist.
  8. #37

    Wer behindert ICT Innovation in D?

    Zitat von peterbruells Beitrag anzeigen
    Warum es derzeit in Deutschland nichts mit sowas wird? Sie haben es angedeutet: Die Politik ist verliebt in Großprojekte, hat aber gleichzeitig eine Heidenangst, von allem was einem 50-jährigen Berufspolitiker spanisch vorkommt.
    Mit Verlaub: Die Politik hat ganz wenig Einfluss darauf. Innovation und innovative Produkte macht die Industrie (oder eben nicht). Im ICT-Bereich drängt sich da z.B. die Frage auf, wie es kommen konnte, dass Siemens das Internet komplett verpennt hat. Und erst recht wie sie es geschafft haben, eines ihrer Kerngeschäfte - Telefonie - an die Wand zu fahren. Eine mögliche Antwort ist: Sie hatten sich so schön an an die Rolle des (Quasi-)Monopollieferanten der Bundespost/Fernmeldeamt gewöhnt. Und haben sogar - umgekehrt also, Herr Brülls! - gemeinsam mit der Bundespost (später Telekom) versucht, der Bau eines auf Internet-Technik basierenden Forschungsnetzes durch Einfluss auf die Forschungspolitik (BMBF) zu verhindern oder zu verzögern. Letzteres ist ihnen auch gelungen.

    (Für die Technik-Interessierten: Unter dem Deckmantel, auf OSI Protokolle zu setzen, wollten Siemens und Co. weiter Datex-P Equipment verkaufen und die Bundespost ihre Standleitungen in Vielfachen von 64 kBit/s Bandbreite)

    Wir (in D) haben nur deswegen keinen ganz so riesigen Abstand, weil 1) die Amis irgendwann auf die dämliche Idee gekommen sind, ihr "regierungseigenes" Forschungsnetzes (NSF-Net) aus ideologischen Gründen zu zerschlagen und 2) irgendwann der BMBF aus der Finanzierung des deutschen Forschungsnetzes (DFN) draussen war - seitdem geht es voran.

    Eine eher unrühmliche Rolle spielen allerdings auch die Informatik-Professoren, wie ich glaube, weil sie versuchen, ihr Gebiet als Wissenschaft, nicht Technik, zu definieren. Da wird lieber eine neue Computersprache gebaut, die keiner braucht, als etwas Nützliches , das womöglich funktioniert und von Normalos benutzt werden kann. Die älteren unter ihnen sitzen natürlich in den Bewilligungsgremien und daher gibt es dafür, brauchbare Systeme oder gar Infrastrukturen zu bauen, kein Geld. Denn das ist ja keine Forschung. => Nix Grossprojekte!
  9. #38

    Preise überteuert?

    Die meisten sprechen hier von überteuerten Preisen und fahren höchstwahrscheinlich deutsche Autos die sie zu "deutschen" Preisen gekauft haben.

    Hmm, ja. Macht Sinn!
  10. #39

    Zitat von karnival Beitrag anzeigen
    Wieso Ansiedlung? Wurde doch alles schon abgewrackt!
    Deutschland gilt zurecht als die Heimat moderner Unterhaltungselektronik (UE), hier wurde das Radio, der Computer und MP3 erfunden, haben Technikpioniere großartige Firmen erschaffen.
    Apple beruft sich.....
    Ganz so schlimm ist es auch nicht.
    Fahren Sie einfach mal durch den Schwarzwald. In jedem kleinen Kaff gibt es dort mittelständische Unternehmen mit riesigem know-how, welche teils weltweit führend sind.
    Es kommt nicht auf einige wenige Großkonzerne an, viel wichtiger ist der "Unterbau", der Mittelstand. Und hier ist Deutschland nach wie vor hervorragend aufgestellt.
    Eine Firma Apfel mag für den Standort zwar prestigeträchtig sein. Was die Anzahl an gut bezahlten inländischen Arbeitsplätzen angeht, sind mir ein paar gut aufgestellte Mittelständler jedoch lieber als ein Großkonzern mit weitestgehend ausgelagerter Produktion (und Steuerzahlung).