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Smartphone- und Tablet-Markt: Was Apples Rekordgewinn wirklich bedeutet
Apples Quartalszahlen lassen die Branche staunen. Schon wieder hat der Konzern seinen Gewinn verdoppelt, schon wieder seine Rendite erhöht. Der Erfolg von iPhone und iPad katapultiert das Unternehmen in die Post-PC-Ära - und macht es zum Marktführer in gleich zwei lukrativen Segmenten.
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...811312,00.html
- #30 25.01.2012 20:54 von
Wieso nur, Wieso
Radio und Computer sind - trotz Leistungen von Deutschen in den Gebieten - keine Dinge, die „in Deutschland“ erfunden wurde. Die wurden praktisch gesehen nicht in einem einzelnen Land erfunden.
Warum es derzeit in Deutschland nichts mit sowas wird? Sie haben es angedeutet: Die Politik ist verliebt in Großprojekte, hat aber gleichzeitig eine Heidenangst, von allem was einem 50-jährigen Berufspolitiker spanisch vorkommt.
Wofür er nichts kann, die Wählerschaft ist genauso.
Man müßte ja eigentlich annehmen, dass den Deutschen die Technikbegeisterung abhanden gekommen ist, aber gar so schlimm kann's auch nicht sein, denn gekauft wird das Zeug ja, gegen alle Bedenkenträgerei.
Wahrscheinlich doch zu viele 68er und Grüne in den relevanten Versaltungen, fürchte ich. - #31 25.01.2012 21:12 von
Och Joh!
Apple hat insofern inzwischen eine Quasi-Monopolstellung, das diese Firma sich inzwischen zu einem Patent-Grabber gewandelt hat und Allerweltswissen dank der globalen Gesetzgebung in bare Münze zu verwandeln vermag. Patentgrabbing ist heutzutage das beste Geschäft!
Bsp. gefällig? 1980 habe ich für einen deutschlandweit vertretenen Kunden eine SW-Lösung entwickelt, mit der Vorgabe: "Denken Sie daran, unsere Mitarbeiter vor Ort sind nur angelernt und haben meist nicht mal einen Schulabschluß. Sie sollen die HW und SW trotzdem einfach bedienen können". Diese Vorgabe wurde erfüllt. Die eher banale Lösung war seinerzeit, die erst Jahrzehnte später patentierte "One-Klick-Button" Technik - allerdings sogar ohne Maus! - #32 25.01.2012 21:17 von
Und auch nicht lesen...
Der Forist führte an, dass Apple WIE ein Monopolist AGIEREN UND KALKULIEREN KANN. Er sagt nicht Apple SEI ein Monopolist. Wie auch? 82 von 100 verkauften Smartphones sind kein iPhone.
Es ist aber dennoch erstaunlich, dass selbst solche Margenzahlen von so vielen Anhängern der Marke (nicht von zufriedenen Appledevicebesitzern, denen ist das alles einfach Wurst) auch noch verteidigt werden.....! - #33 25.01.2012 21:21 von
:/
Dieser Rekordgewinn bedeutet, dass ich mir wiederholt in den A...lerwertesten beiße, weil ich zu früh verkauft habe.
- #34 25.01.2012 21:50 von
Rahmenbedingungen....
Vergessen wir doch bitte nicht, dass das Wunderkind Apple noch vor 15 Jahren so gut wie pleite war und nur durch pures Glück, nach einer Reihe absoluter Flops (Quicktake, Pippin, Newton, Lisa, Mac Cube, ein früher Laptop), mit dem iPod wieder in die Gewinnzone gerutscht ist. Ohne diese glückliche Wendung hätte Apple sich in die Reihe pleite gegangener oder vorsichhindümpelnder US-Konzerne eingereiht. Die "Rahmenbedingungen" sind also nicht für den Erfolg Apples verantwortlich, sondern ein kleiner Musikplayer, der bei den Yuppis in Manhattan wie eine Bombe einschlug.
Die hohen Steuersätze in Europa finanzieren dessen soziales Netz. Wer natürlich kein soziales Netz finanzieren muss, hat kurzfristig die Taschen voller Geld und versucht dieses gewinnbringend anzulegen. Wer genug Gewinn gemacht hat, um ein Leben im Luxus zu leben, wird natürlich unvorsichtiger und kann es sich leisten, Geld in riskantere Geschäfte zu investieren, in der Erwartung noch höherer Gewinne.
Kein Wunder also, dass man in den USA mit einer neuen Idee schneller an Venture-Kapital kommt.
Die USA, als Nation, hat vom Erfolg Apples gar nichts .. im Gegenteil - die Milliarden, die der US-Bürger für Apples Produkte zahlt, landen in China und auf dem Konto von Apple. Das Land USA hat dadurch nur noch mehr importiert und sich somit noch mehr verschuldet, statt zu produzieren und zu exportieren und somit einen Mehrwert zu schaffen. Selbst steuerlich profitiert das Land wegen seiner Politik, Reiche niedrig zu besteuern, nicht vom Erfolg des Konzerns. Für das Land, seine Infrastruktur, sein allgemeines Bildungswesen und die zukünftigen Generationen ist eine solche Politik verheerend.
Das amerikanische Modell wird kurz- oder mittelfristig scheitern und das Land in seine schlimmste Depression führen (und damit vielleicht auch uns Europäer). Schon jetzt kann die USA es sich nicht mehr leisten, seine Gläubiger (z.B. China) zu kritisieren ohne zu riskieren von China innerhalb von Tagen ruiniert zu werden.
Keine besonders guten Rahmenbedingungen, um optimistisch in die Zukunft zu blicken ! - #35 25.01.2012 21:56 von
x
Überteuert heißt nicht daß es nicht gekauft wird.
Das machen die Leute bei Foxconn und anderen Zulieferern sicher. Aber auch als Kunde frage ich mich, ob ich das wirklich tun muß. Muß ich nicht, zumindest muß ich mich nicht einseitig ausrichten.Ich würde mir ja eher Gedanken machen, wieso die eigenen Produkte oder dort wo man arbeitet so schlecht sind, dass man nur Minimargen erwirtschaftet.
Ich bekomme anderswo ähnliche Leistung und mehr Flexibilität zum besseren Preis. Nur des Hypes wegen brauche ich kein I-Phone oder einen Mac oder ein I-Pad. - #36 25.01.2012 21:57 von
- #37 25.01.2012 22:12 von
Wer behindert ICT Innovation in D?
Mit Verlaub: Die Politik hat ganz wenig Einfluss darauf. Innovation und innovative Produkte macht die Industrie (oder eben nicht). Im ICT-Bereich drängt sich da z.B. die Frage auf, wie es kommen konnte, dass Siemens das Internet komplett verpennt hat. Und erst recht wie sie es geschafft haben, eines ihrer Kerngeschäfte - Telefonie - an die Wand zu fahren. Eine mögliche Antwort ist: Sie hatten sich so schön an an die Rolle des (Quasi-)Monopollieferanten der Bundespost/Fernmeldeamt gewöhnt. Und haben sogar - umgekehrt also, Herr Brülls! - gemeinsam mit der Bundespost (später Telekom) versucht, der Bau eines auf Internet-Technik basierenden Forschungsnetzes durch Einfluss auf die Forschungspolitik (BMBF) zu verhindern oder zu verzögern. Letzteres ist ihnen auch gelungen.
(Für die Technik-Interessierten: Unter dem Deckmantel, auf OSI Protokolle zu setzen, wollten Siemens und Co. weiter Datex-P Equipment verkaufen und die Bundespost ihre Standleitungen in Vielfachen von 64 kBit/s Bandbreite)
Wir (in D) haben nur deswegen keinen ganz so riesigen Abstand, weil 1) die Amis irgendwann auf die dämliche Idee gekommen sind, ihr "regierungseigenes" Forschungsnetzes (NSF-Net) aus ideologischen Gründen zu zerschlagen und 2) irgendwann der BMBF aus der Finanzierung des deutschen Forschungsnetzes (DFN) draussen war - seitdem geht es voran.
Eine eher unrühmliche Rolle spielen allerdings auch die Informatik-Professoren, wie ich glaube, weil sie versuchen, ihr Gebiet als Wissenschaft, nicht Technik, zu definieren. Da wird lieber eine neue Computersprache gebaut, die keiner braucht, als etwas Nützliches , das womöglich funktioniert und von Normalos benutzt werden kann. Die älteren unter ihnen sitzen natürlich in den Bewilligungsgremien und daher gibt es dafür, brauchbare Systeme oder gar Infrastrukturen zu bauen, kein Geld. Denn das ist ja keine Forschung. => Nix Grossprojekte! - #38 25.01.2012 22:17 von
Preise überteuert?
Die meisten sprechen hier von überteuerten Preisen und fahren höchstwahrscheinlich deutsche Autos die sie zu "deutschen" Preisen gekauft haben.
Hmm, ja. Macht Sinn! - #39 25.01.2012 22:32 von
Ganz so schlimm ist es auch nicht.
Fahren Sie einfach mal durch den Schwarzwald. In jedem kleinen Kaff gibt es dort mittelständische Unternehmen mit riesigem know-how, welche teils weltweit führend sind.
Es kommt nicht auf einige wenige Großkonzerne an, viel wichtiger ist der "Unterbau", der Mittelstand. Und hier ist Deutschland nach wie vor hervorragend aufgestellt.
Eine Firma Apfel mag für den Standort zwar prestigeträchtig sein. Was die Anzahl an gut bezahlten inländischen Arbeitsplätzen angeht, sind mir ein paar gut aufgestellte Mittelständler jedoch lieber als ein Großkonzern mit weitestgehend ausgelagerter Produktion (und Steuerzahlung).
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