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Smart Grid: Schlechte Aussichten für intelligente Stromzähler
ddpIntelligente Stromzähler ergänzen erneuerbare Energien perfekt: Dank ihnen sollen Kunden Elektrizität vor allem bei viel Wind oder Sonne verbrauchen. Doch bislang hat die Technik am Markt kaum Chancen. Laut einer Umfrage, die SPIEGEL ONLINE vorliegt, würde kaum ein Deutscher für sie zahlen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...843569,00.html
- #1 10.07.2012 11:31 von
optional
die meisten bieten nur EINEN tarif an, da sich die grundversorger das privileg des nachttarifs gesichert haben. jeder nachtspeicherheizungsnutzer kann ein (klage)lied davon singen.
- #2 10.07.2012 11:47 von
Unausgereift
Ich befürchte, nur die Verbrauchsübersicht ist wirklich sinnvoll. Zum einen möchte ich nicht tagelang Wäsche in der Waschmaschine liegen haben, bis irgendwann mal gutes Wetter und damit günstiger Strom zum waschen da ist und zum anderen wäre ich auch nicht erfreut, wenn plötzlich Nachts um 2 der Radau in meinem Bad losgeht, weil meine Waschmaschiene grade den Schleudergang einlegt. Weiterhin gibt es viele Elektrogeräte, die brauche ich nunmal nur, wenn ich auch zu Hause, bzw wach bin, wie den Fernsehr. Es nützt mir ja wieder nix, wenn der in der Nacht um 2 an geht, wenn ich schlafen will. Einzig wenn man im Haus einen Akku hat, dann macht SMARD GRID Sinn, denn dann könnte man die günstige Energie speichern und bedarfsgerecht nutzen. Hinzu kommt noch, wieviel Strom verbraucht die ganze Überwachung des Stromverbrauchs und wie sieht es aus mit dem Standbyverbrauch der ganzen geräte, das würde dann ja den ganzen Zweck wieder ad absurdum führen...
- #3 10.07.2012 11:47 von
Smart Grid
Wenn ich nur zwischen Tag- und Nachtverbrauch wechseln kann und dann noch auf einen Stromlieferanten angewiesen bin, kann man das Ganze wirklich vergessen. Die Strompreise sind sehr volatil - das auszunutzen, ist der Reiz eines Smart-Grid. Die Nachtansteuererung einer Heizung ist ein uralter Hut und hat aufgrund der Monopolsituation der Versorger zu massenhaftem Ärger geführt. Da klagen die netzbetreiber über die zunehmend schwieriger werdende Ausregelung des Netzes. Die Antwort kann doch zunächst nur eine punktgenaue Abrechnung auf Basis der sehr unterschiedlichen Strompreise sein, um damit Erzeugung und Verbrauch auch von der Nachfrageseite besser in Deckung zu bringen. Die Stromlieferanten befürchten aber Umsatzeinbrüche und lassen die Entwicklung bewußt schleifen. Ohne sanften Zwang wird da nichts zu machen sein. der verbraucher würde schon reagieren, wenn das Angebot vernunftig ist!
Kauri - #4 10.07.2012 11:50 von
Wieso nicht die einfache Lösung?
Die Stromlieferanten möchten eine genaue Verbrauchsanalyse, um Stromkapazitäten besser steuern zu können. Wieso muss dazu in jedem Haushalt ein intelligenter Stromzähler verbaut werden?
Für diese Anforderung würde es genügen, wenn im nächstgelegen Straßenverteiler ein Messgerät eingebaut wäre. Denn ob nun die Meiers oder nur die Schulzes gerade mehr Strom verbrauchen, spielt für die komplette Straßen keinen Unterschied.
Den Stromanbietern geht es darum, Strom teurer machen zu können. Und zum Glück erkennen die Verbraucher diesen faulen Zauber und zeigen den Unternehmen die rote Karte.
Ich wette allerdings darauf, dass in spätestens in 5 Jahren ein Stromausbauerneuerungsgesetz beschlossen wird, in dem jeder Verbraucher verpflichtet wird, sich ein solches Messgerät einpflanzen zu lassen. - #5 10.07.2012 11:56 von
- #6 10.07.2012 11:57 von
Interessant in diesem Zusammenhang ...
... ist das Buch "Blackout" von Marc Elsberg, in dem die Europäische Stromversorgung durch terroristische Aktionen lahmgelegt wurden, teilweise indem diese Smart Grids gehackt wurden. Sehr lesenswert!
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/netzwelt-ticker-intelligente-stromzaehler-als-einfallstor-fuer-hacker-a-686431.html - #7 10.07.2012 11:57 von
- #8 10.07.2012 12:01 von
Wenn schon in der Überschrift Smart Grid und -Meter verwechselt werden ...
kann man sich das Lesen von dem Artikel auch sparen. Das eine hat mit dem anderen nur äußerst wenig zu tun:
Ich kann eine intelligente Netzsteuerung aufbauen (z.B. zur Intergration von Erneuerbaren Energien) und dabei nur Sensoren im Netz haben - komplett ohne Smart Meter.
Umgekehrt kann ich die Bürger mit Smart Meter zwangsbeglücken, ohne dass es dem Gesamtsystem auch nur eine kleine Entlastung bringt.
Wer sich einmal ausgerechnet hat, dass selbst bei den größten Preisspitzen der Anreiz, die Waschmaschine nachts laufen zu lassen nur einzelne Cents beträgt, weiß, warum bei Durchschnittshaushalten mit Smart Metering nichts zu holen ist (außer für die Zählerindustrie). - #9 10.07.2012 12:02 von
Halte ich nichts von. Meine Waschmaschine soll dann angehen wenn ich das einprogrammiert habe (damit meine Wäsche dann fertig ist wenn ich nach Hause komme) und nicht dann wenn es grade günstig (und meine Wäsche dann nicht rechtzeitig fertig ist oder zu lange nass und geknüllt in der Trommel liegt (ich Bügel nicht)).
Auch wenn meine Kaffeemaschine um 4:37 loslegt nützt mir das wenig wenn ich um 8:00 frischen Kaffee will bevor ich um 9 bei der Arbeit bin.
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