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Smart Grid: Schlechte Aussichten für intelligente Stromzähler
ddpIntelligente Stromzähler ergänzen erneuerbare Energien perfekt: Dank ihnen sollen Kunden Elektrizität vor allem bei viel Wind oder Sonne verbrauchen. Doch bislang hat die Technik am Markt kaum Chancen. Laut einer Umfrage, die SPIEGEL ONLINE vorliegt, würde kaum ein Deutscher für sie zahlen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...843569,00.html
- #50 10.07.2012 19:41 von
Also der Zählerstand des Stromzählers, der anders, als es bei den Heizkosten und den für Laien nicht nachvollziehbaren Werten der Messtände der Heizkostenablesegeräte und Verdunsterröhrchen zu sehen, in einfachen Zahlen dargestellt wird, der ist weiterhin für jeden einsehbar, überprüf- und kontrollierbar.
Ein Smart-Meter "zählt" nicht anders, und was ein Komma in einer Zahl bedeutet wissen die meisten. Wer außerdem weiß was ein Kalender ist, mit dem "Jahr" also vertraut, der dürfte keine Schwierigkeiten haben das nachvollziehen zu können.
Und, bei uns wurden schon längst die "Ableser" vom Stromanversorger wegrationalisiert. Da läuft einiges anders als bei Heizung & Co.
Aha,....
Wiedermal. Nennen Sie doch mal 13 Jahre wie die letzten, während denen der Stromkostenanstieg wie derder letzen 13 Jahre aussah, aber als die Stromversorgung staatlich war während solcher 13 Jahre.
Und staatliche Versorger verschenken diese Zähler dann selbstverständlich bei der Einführung, aber der Kunde bekommt dafür eine Info, daß der Hersteller die Kosten trägt,........weil vernünftig ist... ? - #51 10.07.2012 19:59 von
Totgeburt
Smart Metering ist bis jetzt eine Totgeburt. Vor etwa 3 Jahren wurde das Thema enorm gehypt, vor allem von den allwissenden Beraterfirmen, die jedem mittelgroßen Stadtwerk prophezeihten, dass sie nicht überlebensfähig sind, wenn sie nicht ihre Strategie komplett auf Smart Metering umstellen. Passiert ist seit dem wenig bis gar nichts.
Der Grund ist simpel und hier schon mehrfach angesprochen worden: Es fehlt am Nutzen für den Verbraucher und die Technik ist zu teuer. Viel zu teuer! Außerdem werden moderne Haushaltsgeräte immer sparsamer. Die früher als Stomfresser gebrandmarkten Kühlgeräte verbrauchen heute Strom für häufig kaum 40 Euro pro Jahr. Was kann man da noch sparen?
Um einen Smart-Meter wirklich sinnvoll nutzen zu können, braucht man einen großen Verbraucher (am besten E-Auto, alternativ E-Wärmepumpe inkl. WW-Speicher mit E-Heizstab).
Fazit: Smart Metering lässt sich singulär nicht vermarkten. Der Weg geht daüber, dass in einem vernetzten Haushalt Smart Metering als add-on vertrieben werden kann.
Beispiel: Über mein Smartphone kann ich von unterwegs die WW-Bereitung anschmeißen, wenn ich abends noch baden möchte (im Normalfall dusche ich morgens und deswegen ist abends nur wenig Warmwasser bereit). Ich kann auch die Waschmaschine starten, damit ich die Wäsche sofort aufhängen kann, wenn ich zu Hause bin. Nach dem Wäsche aufhängen muss ich noch schnell eine Besorgung erledigen. Von unterwegs überprüfe ich die Gartemperatur der Lasagne im Backofen, die ich vorbereitet aus dem Kühlschrank in den Ofen gestellt habe. Am Kühlschrank habe ich ein Display, dass mich über den Inalt desselbigen informiert. Alternativ kann ich dort auch meine E-Mails überprüfen oder - und damit sind wir beim Thema - meinen Stromverbrauch kontrollieren, die Preisprognose der nächsten Stunde anschauen und ggf. die Wäsche doch noch in den Trockner schmeißen. - #52 10.07.2012 20:25 von
schlecht recherchiert von
In der 2011er Novelle zum EnWG sind die Vorgaben klar geregelt wann Smart-Meter flächendeckend einzubauen sind (Beginn 2013). Der Bürger wird nun nicht mehr gefragt und bezahlen werden es alle über die Netzkosten.
Da könnt ihr hier Meinungen posten.... - #53 10.07.2012 21:48 von
Das sollte nicht - Strohmannversorger - heißen, sondern ist eine Mischung aus Stromanbieter und Stromversorger geworden. Nicht das mir irgendwelche Weisheiten von verkoksten Westentaschenpsychologen unterstellt werden.
Allerdings weiß ich nicht ob's Freudianische vertipper gibt. Kann sein ich tue ihm hier teilweise unrecht. ;)
Und noch ein - 's - nach "ob's Freud..." das fehlt nämlich beim - weil -. - #54 10.07.2012 22:43 von
Das stimmt wohl in Bezug auf den Eigenverbrauch des Gerätes selbst, keinesfalls aber in Bezug auf den Stromverbrauch der gesamten Infrastruktur, die das smart metering ja erst ermöglichen soll, Info-Displays, jede Menge Steuergeräte (Wärmepumpe, Gefrierschrank, Wäschetrockner, Waschmaschine, Kühlschrank,...) in der jeweiligen Wohnung/Haus, Router, Kabel, ADSL-Standleitung usw. usf.
Wenn da ein Nullsummenspiel herauskäme, wäre das schon genial. Es steht jedoch, vergleicht man das mit den Verbräuchen bekanner PC- und Laptopkomponenten, leider zu vermuten, dass da weitaus mehr elektrische Energie verpulvert werden wird als die heutigen "tumben" Zähler verbrauchen.
Und was nutzt es mir, wenn ich zufolge smart metering 10 Euro im Monat sparen kann, wenn mir die EVU 25 Euro für die Betriebskosten vom System abziehen? Von den Anschaffungskosten (Wie sollen die sich denn eigentlich amortisieren?) ganz zu schweigen.
Ich persönlich könnte diese Mehrkosten ohne Probleme bezahlen, um der "guten Sache" willen z.B.. Zig Millionen andere Deutsche haben hingegen nicht die Spur einer Chance diese Zusatzkosten auch nur ansatzweise zu stemmen.
Ein weiterer Beleg dafür, dass die deutsche Energiewende nichts weiter als ein übles Umverteilungsmanöver zu Lasten des ärmsten Drittels der deutschen Gesellschaft und zugunsten der Windmüller und Eigenheimblaudachbesitzer ist. - #55 10.07.2012 22:53 von
Ganz genau! Die Grosseinsparer bei den Feldversuchen sind Personen in Einfamilienhäusern, die alle zwei Minuten auf ihren Infodisplay klicken, die ihr Leben der Einsparung widmen, nichts anderes als Stromverbrauchsminimierung im Kopf haben und die danach beschliessen lieber kalt zu duschen. ;-o
In den aber- und abermillionen Durchschnittshaushalten wird, so die Testergebnisse, in der Grössenordnung von 1 ... 2% eingespart. Mehr geht auch kaum, es sei denn, es wird zukünftig in den Hauspordnungen gestattet, dass in Mehrfamilienhäusern nachts um vier Uhr exzessiv geduscht und die Waschmaschine angeschaltet werden darf.
Your choice. ;-o - #56 10.07.2012 23:43 von
- #57 10.07.2012 23:58 von
Der erste Schritt ...
Der erste Schritt ist getan. Nennt sich Meldegesetz.
Fragen und Antworten zum Meldegesetz: Was geschieht mit Meldedaten? - SPIEGEL ONLINE
Künftig dürfen die Stromanbieter die Adressen verkaufen. Die kennen Haushaltsgröße und Stromverbrauch. Aus den Verbrauchsdaten lassen sich leicht Schlussfolgerungen über Alter und Größe des Fernsehgerätes ziehen. Und dann weiß man auch wie oft die Familie die Wäsche wäscht, wie alt die Waschmaschinbe ist, wann die Familie das Haus verlässt usw. Von den Versandhändlern wird Werbung für neue Fernseher oder Waschmaschinen verschickt. TV-Anbieter können aus dem Stromverbrauch schlussfolgern, wann die Familie was (Korrelation mit den Programmen) sieht. Ein Angebot über angepasste Bezahlfernsehprogramme sind dann optiimal. Und wenn die Familie täglich oder zum Wochenende das Mittagessen zubereitet, ist das natürlich energieintensiv. Da könnenAngebote von Pizzadiensten den Stromverbrauch erheblich reduzieren. .... perfekt. - #58 11.07.2012 06:57 von
Genau das ist auch mein Gedanke zu dem Thema
Wenn infolge der m.E. absolut richtigen Energiewende an einem trüben Wintertag mit Flaute die kWh in 5 Jahren bei einem Euro liegt, wird ein nicht-Smartgrid-Tarif als Durchschnittstarif auch nicht mehr für 22ct haltbar sein, sondern eher für 50. Wenn dann die Alternative Smartgrid zwischen 10ct und einem Euro pendelt, rechnet sich das ganz schnell, sofern man zumindest den Hauch von Flexibilität besitzt und den Grundbedarf durch Standby und Co. klein hält.
- #59 11.07.2012 08:42 von
Ist so wie mit dem Glühlampenverbot. Wer profitiert davon? Nicht der Verbraucher, denn der zahlt jetzt den 10-fachen Preis für Leuchtmittel, Geld das man über den vernachlässigbaren Stromverbrauch der Beleuchtung nie mehr rein bekommt. Gewinner ist die Leuchtmittelindustrie die per Gesetz jetzt Hochpreisprodukte verkaufen darf. Beim "intelligenten" Zähler läuft es genau so! Siemens und CO verdienen an der Umrüstung und der Stromkunde hat unter dem Strich nur Mehrkosten.
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