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Smart Grid: Intelligente Netze können Strombedarf drastisch senken

ddpDie Energiewende könnte viel effizienter sein: Laut einer Studie, die SPIEGEL ONLINE vorliegt, würde der Strombedarf zu bestimmten Tageszeiten um mehr als zehn Prozent sinken - wenn man Netze, Fabriken und Haushaltsgeräte mit moderner Kommunikationstechnologie aufrüstet.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...837517,00.html
  1. #100

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Das sind technische Limitierungen, auch Stromnetze haben Kapazitätsgrenzen.
    ...von denen man möglichst weit entfernt bleiben sollte. Neubau von Stromstrecken ist ein anderes Thema.
    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Unsere Stromnetze und Erzeugungsanlagen haben bislang Hochverfügbarkeitsanforderungen erfüllt, d.h. Fälle in denen angeforderter Strom nicht geliefert wird (Stromausfall), sind extrem selten.
    Ack. Nach bisheriger Technik allerdings durch Überproduktion für die Reserve. Mit gleichmäßigerem Verbrauch kann diese Reserve angegriffen werden (wenn man rein konventionelle Stromproduktion betrachtet).
    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Das hat nichts mit der Verfügbarkeit von Strom zu tun. Die Verfügbarkeit dieser Energieträger bestimmt nicht die Verfügbarkeit von Strom. Es gibt in Deutschland keine Stromausfälle weil nicht genügend Energieträger zur Stromproduktion vorhanden sind.
    Stimmt.
    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Es gibt keine echte Knappheit und es wird auch noch sehr lange keine geben.
    Hier fängt dann die Prognose und ein bisschen das Glauben an. Ist der alle paar Jahre angekündigte Peak Oil diesmal der wirkliche, einzig wahre, echt jetzt? Persönlich sehe ich, daß man Ölsand abbaut und 10km tiefe Ölfelder anzapft, aber auch das ist wieder ein anderes Thema.
  2. #101

    Strom

    ist in der Neuzeit ein Gut, das immer, zu vernünftigen Preisen, zur Verfügung stehen muss, ähnlich wie Wasser.
    Meine Klimaanlage und sonstige Haushaltsgeräte benutze ich, wenn ich es für richtig halte und nicht wenn es günstiger ist.
    Es ist ein Stück Lebensqualität.
    Wenn sich z.B. Geringverdiener durch günstigen Nachtstrom genötigt fühlen, nachts die Geräte einzuschalten, vermindert das die Lebensqualität, weil der 24 h - Rythmus gestört wird.
    Müsste nicht sein.
    Die grünen Veränderungen haben uns bereits wieder zu Sammlern und Jägern werden lassen.
    Gesammelt wird alles, gejagt werden die Nichtsammler.
    Ich erkenne meine Heimat nicht mehr wieder.
    Der 68er Marsch durch die Bildungsinstitutionen wird zunehmend teuerer, planwirtschaftlicher und unkomfortabler.
  3. #102

    Zitat von Hoogo Beitrag anzeigen
    Nach bisheriger Technik allerdings durch Überproduktion für die Reserve.
    Nein, sondern durch eine dreistufige Regelkaskade. Bei Strom gibt es prinzipbedingt keine Überproduktion, sondern höchstens die Möglichkeit einen Teil zu speichern. Die Hauptlast der Spitzenregelung übernehmen hierzulande Gaskraftwerke.

    Im Ergebnis haben wir ein hochverfügbares Stromnetz, bei dem zu einem vertraglich für eine bestimmte Zeit festgelegten Preis jede angeforderte Strommenge on Demand geliefert wird.

    Dieser Standard wird durch die Energiewende in erheblichem Umfang gefährdet. Das ist besonders für ein entwickeltes, technisiertes Industrieland ein ernstes Problem.
  4. #103

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Nein, sondern durch eine dreistufige Regelkaskade.
    Ahhh.......Sie sollten auf "ACK" dann schon "NAK" und nicht "Nein" schreiben, sonst versteht man das doch gar nicht. ;)

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Bei Strom gibt es prinzipbedingt keine Überproduktion, sondern höchstens die Möglichkeit einen Teil zu speichern. Die Hauptlast der Spitzenregelung übernehmen hierzulande Gaskraftwerke.
    .....
    Also eher ein "NACK" denn ich denke das war mit der "Gleichmäßigkeit irgendwie doch auch gemeint, und, irgendwie haben Sie auch recht.

    Dafür ist es prinzipiell mit jedem kleinen Stromgenerator erklärbar. Wenn der mit 1kW belastbar ist und eine Bohrmaschine 1h damit betrieben werden soll die nur 500W max. Leistung hat, bei der sie auch tatsächlich betrieben wird, dann ist das während einer Stunde Laufzeit 0,5kWh benötigte Energie, während der Generator für 1kWh el. Energie, Diesel oder sonstwas braucht ohne das die andere, hypothetische halbe kWh el. Energie, irgend eine Rolle spielt. Weil diese nur potentiell oder hypothetisch ist. Sie könnte dabei aber teilweise "gespeichert" werden. Nur der Primärverbrauch irgend einer Ressource ist immer für 1kWh nötig.
    Der angesprochene Verbrauch/Überproduktion wegen der Reserve, ist sehr, sehr schwer pauschalisierbar. Wenn, höchstens als ziemlich unbrauchbarer statistischer Wert, weil es wieder nur Teilbereiche sind, die im Verbund wie der kleine Generator auch funktionieren, bei dem die zusätzlichen 0,5kW Last keinen Mehrverbrauch auf der Primärseite ausmachen und beim Gaskraftwerk die Anlaufzeit sehr kurz ist und so kaum Gas zur schnell verfügbaren Reserve verbrannt wird.
  5. #104

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    ist in der Neuzeit ein Gut, das immer, zu vernünftigen Preisen, zur Verfügung stehen muss, ähnlich wie Wasser.
    Und der Wunsch, daß es so sein wollte macht, daß es auch so passiert? Wenn man davon ausgeht, daß Brennstoff knapper und teurer wird und der Strompreis folgen wird, wie sollen diese vernünftigen Preise erreicht werden?
    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    Meine Klimaanlage und sonstige Haushaltsgeräte benutze ich, wenn ich es für richtig halte und nicht wenn es günstiger ist.
    Es ist ein Stück Lebensqualität.
    Sich nur nach Lust und Laune zu richten und das Portemonnaie zu ignorieren ist zunächst mal Luxus. Schön für Sie, wenn Sie so handeln können, aber die Regel ist es nicht.
    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    Wenn sich z.B. Geringverdiener durch günstigen Nachtstrom genötigt fühlen, nachts die Geräte einzuschalten, vermindert das die Lebensqualität, weil der 24 h - Rythmus gestört wird.
    Und zu teurer Strom könnte einen nötigen, ganz auf Strom zu verzichten. Z.B., weil er abgeklemmt wird, wenn man ihn nicht bezahlt. Interessante Idee, ständig teure Tarife als besonders sozial darzustellen.
    -Günstigen Nachtstrom gibt/gab es schon für Nachtspeicheröfen.
    -Günstige Preise hängen nicht zwingend an der Uhrzeit, sondern an einem großen Angebot bei geringer Nachfrage. Überangebot kann zu ganz unterschiedlichen Uhrzeiten auftreten.
    -Es geht um das automatisierte Ausnutzen solcher Überangebote. Akkus laden, Kältespeicher laden, Warmwasserspeicher laden, Geschirrspüler laufen lassen...
    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    ...wird zunehmend teuerer, planwirtschaftlicher und unkomfortabler.
    Aber günstigere, variable Tarife sind dann auch wieder nicht recht.
  6. #105

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Nein, sondern durch eine dreistufige Regelkaskade. Bei Strom gibt es prinzipbedingt keine Überproduktion, sondern höchstens die Möglichkeit einen Teil zu speichern. Die Hauptlast der Spitzenregelung übernehmen hierzulande Gaskraftwerke.
    Stimmt eigentlich... Ohne Verbraucher würde bei gleicher Eingangsleistung die Frequenz steigen, und da würde der Netzbetreiber GANZ schnell was gegen tun. So, wie er Windanlagen abtrennen darf, wenn der Strom nicht verbraucht werden kann.

    Bleibt also, daß die teuersten/ineffizientesten Kraftwerke nicht in Betrieb genommen werden müssen, wenn die Abnehmer besser gesteuert werden können. Und daß die Kraftwerke weniger geregelt werden müssen, wenn ein Überangebot an Wind da ist.

    Bin mal gespannt, ob wir im Laufe des Tages noch was von dieser Studie hören werden.
  7. #106

    Danke für diesen Satz

    Zitat von Hoogo Beitrag anzeigen
    Bleibt also, daß die teuersten/ineffizientesten Kraftwerke nicht in Betrieb genommen werden müssen, wenn die Abnehmer besser gesteuert werden können.
    Mehr muss man eigendlich zu den grünen Ideen und ihre Ideologie nicht sagen. Der Abnehmer muss gesteuert werden. Die Menschen müssen machen, was der große Öko Gurru sagt und der ist unfehlbar per Definition. Noch mehr von diesen entlarvenden Sätzen. Im Sozialimus wollte man den Verbrauch über die Knappheit des Angebots steuern. In der grünen Diktatur werden die Verbraucher (Menschen) direkt gesteuert.
  8. #107

    Zitat von Spiegelwahr Beitrag anzeigen
    Mehr muss man eigendlich zu den grünen Ideen und ihre Ideologie nicht sagen. Der Abnehmer muss gesteuert werden. Die Menschen müssen machen, was der große Öko Gurru sagt und der ist unfehlbar per Definition. Noch mehr von diesen entlarvenden Sätzen. Im Sozialimus wollte man den Verbrauch über die Knappheit des Angebots steuern. In der grünen Diktatur werden die Verbraucher (Menschen) direkt gesteuert.
    Ich bin immer wieder entsetzt, wie innovative Ideen durch solche und ähnliche Pauschalisierungen kaputtgeredet werden.

    Liegt wohl auch an den Stromkonzernen, denn das Signal sollte nicht heißen
    "Es ist viel effizienter, den Strom dann zu verbrauchen, wenn es genug davon gibt" sondern
    "Wir wollen einen Teil des günstigen Preises zu Überangebotszeiten an den Kunden weitergeben." Genau hier müsste der politische Druck ansetzen, denn, wenn wir schon den Ökostrim finanzieren, sollten die hieraus entstehenden Überangebote allen zugute kommen.

    Den Rest macht die Elektronik. Wobei, Privathaushalte dürften hier nicht die Hauptzielgruppe sein, es geht vielmehr um Großverbraucher, bei denen sich das richtig lohnt.

    Allerdings, wenn ich zu bestimmten Zeiten (Smartmeter vorausgesetzt, leider auch bei meinem lokalen Anbieter nach langen Hin und her nicht verfügbar) den Strom zum halben Preis bekäme, würde ich das beim Einschalten von Waschmaschine, Klimaanlage usw. schon gern brücksichtigen. Dabei gehe ich aber von Maschinen bzw. Vorschaltgeräten aus, die das Ganze im Überblick haben. Also Waschmaschine: "Soll dann und dann fertig sein" oder Kühltruhe "Soll nicht über -15 °C warm werden". All dies lies sich - dafür bin ich Ingenieur genug - mit kleinen Vorschaltgeräten, die per Internet den aktuellen Strompreis kennen - leicht erreichen.
    Letztlich könnten sogar die Nachspeicheröfen - nun ökologisch betrieben - wieder interessant werden. Es ist doch Irrsinn, dass wir nach wie vor mit fossilen Brennstoffen heizen und an anderer Stelle die Energie "wegwerfen".

    Letztlich kann man nur hoffen, dass bei der Strompolitik eine gewisse Grundintelligenz gewahrt wird, welche sich nicht durch unqualifizierte Kommentare wie hier zu finden irritieren lässt.
  9. #108

    Zitat von gelato Beitrag anzeigen
    Allerdings, wenn ich zu bestimmten Zeiten (Smartmeter vorausgesetzt, leider auch bei meinem lokalen Anbieter nach langen Hin und her nicht verfügbar) den Strom zum halben Preis bekäme, würde ich das beim Einschalten von Waschmaschine, Klimaanlage usw. schon gern brücksichtigen.
    Naja, man sollte erstmal schauen, wieviel % der Jahresstrommenge man verschieben könnte. Wenn man sich die Auflistung der Stromverbräuche im privaten Haushalt anschaut, dürfte das ganze bei etwa 30% liegen.
    Dann ist letztendlich die Frage, spare ich mit dem Verschieben dieser 30% soviel ein, wie die Zusatzkosten mindestens ausmachen, ansonsten wäre das relativ sinnlos.

    Wenn man eine Klimaanlage hat, dann macht man die eher an weil es einem zu heiß ist, und nicht weil der Strom so günstig ist :).
  10. #109

    Zitat von Spiegelwahr Beitrag anzeigen
    ...Im Sozialimus wollte man den Verbrauch über die Knappheit des Angebots steuern. In der grünen Diktatur werden die Verbraucher (Menschen) direkt gesteuert...
    Ich habe lange überlegt, ob Sie einfach nur ein bisschen trollen oder ob Ihre Befürchtungen tatsächlich echt sind und einen Grund in gründlich kennengelerntem Sozialismus haben.

    Was den Eingriff in meine Freiheit angeht: Einen Teil meiner Elektrik von Außen steuern zu lassen ist für mich ein ähnlich schwerer Eingriff wie das Fahrradverbot auf Autobahnen, das Haltegebot an roten Ampeln oder das Verkaufsverbot von Alkohol an Kinder. Durch nichts davon fühle ich mir bevormundet oder eingeschränkt. Noch besser: Mir leuchtet der Sinn ein. Und das Beste: Keiner spricht von Smartgrid als Pflicht, es ist noch nur eine praktisch noch nciht erprobte Idee, und konventionelle Stromerzeugung wird es nach meinem Bauchgefühl noch 100 Jahre geben.

    Und ökonomisch halte ich ein Ausnutzen von überschüssigem Strom für genauso sinnvoll wie Fahrgemeinschaften, Essen aufbrauchen, bevor es schlecht wird, Heizung aus bei Fenster auf, Pullover an im Winter. Wer mag kann anders handeln, aber dann bitte auch selber bezahlen. Und ich mag keine Verschwender.








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