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Skispringen in Oberstdorf: Wie*ein Fähnlein im Wind

Das Auftaktspringen der Vierschanzentournee wurde zur Wind-Lotterie. Die Jury brach den ersten*Durchgang ab und ließ ihn komplett wiederholen. Eine umstrittene Entscheidung: Nur*dadurch konnte der Österreicher Gregor Schlierenzauer am Ende triumphieren.

http://www.spiegel.de/sport/wintersp...806510,00.html
  1. #1

    in Ordnung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Auftaktspringen der Vierschanzentournee wurde zur Wind-Lotterie. Die Jury brach den ersten*Durchgang ab und ließ ihn komplett wiederholen. Eine umstrittene Entscheidung: Nur*dadurch konnte der Österreicher Gregor Schlierenzauer am Ende triumphieren.

    Skispringen in Oberstdorf: Wie*ein Fähnlein im Wind - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport
    Die Entscheidung war absolut in Ordnung.

    Im gestrichenen Durchgang waren die Bedingungen für einzelne Springer, auch Nicht-Österreicher, so katastrophal, dass eine Wertung nicht vertretbar gewesen wäre.
    So hat z.B. Mechler eine wesentlich größere Weite erzielt als Schlierenzauer.

    Schon das zeigt, wie irregulär die Bedingungen waren.
  2. #2

    dieser Wettbewerb hat mal eins gezeigt...

    ... dass das System mit Bonus und Malus für Wind und Gate nur bei 'normalen' Wetterbedingungen greift. Es ist zwar schön, dass ein Springer gestern teilweise 10 oder 12 Windpunkte dazubekam, aber aufgrund der absolut fehlenden Thermik 20 m oder mehr kürzer sprang als die zu dem Zeitpunkt Führenden. Es war absolut korrekt das da gestern abzubrechen (hab mich nur gefragt warum man so lange brauchte mal auf die Idee zu kommen... das war doch offensichtlich dass das da gestern unfair war ohne Ende...), dieses Bonus-Malus System sorgte für keinen auch nur annähernden Ausgleich. Es funktioniert wenn da mal das Gate ein oder zwei Rasten hoch oder runtergeschoben wird wenn mal ein wenig Aufwind kommt, oder irgendeiner da bis unten in den Knick springt.
    Ich fand es im 2. Durchgang nur Auffällig, dass vor den Österreichern immer lange gewartet wurde. Ein Evensen wurde mit miesesten Bedingungen runtergelassen, während man beim Morgenstern einige Zeit wartete und er dann bessere Bedingungen hatte.
  3. #3

    Abbruch war gerechtfertig

    Das Schneetreiben wurde gegen Ende des 1. Durchgangs immer schlimmer. Der Abbruch war daher voll in Ordnung, denn die besten Springer wären sonst benachteiligt worden.
  4. #4

    Wenn Pointner quengelt, springt der Hofer

    ja, der herr pointner. wenn der sich aufregt, muss man natürlich sofort handeln. er ist ja sowas wie der heimliche chef da. ich will mal nicht unterstellen, dass da gelder fliessen.

    auch finde ich es fragwürdig, dass ein schwerverletzter tom hilde mit keiner silbe im artikel erwähnt wird. er ist halt norweger und kein deutscher, oder ösi.

    skispringen schauen hat schonmal mehr spass gemacht.
  5. #5

    Zitat von svanha Beitrag anzeigen
    ja, der herr pointner. wenn der sich aufregt, muss man natürlich sofort handeln. er ist ja sowas wie der heimliche chef da. ich will mal nicht unterstellen, dass da gelder fliessen.

    auch finde ich es fragwürdig, dass ein schwerverletzter tom hilde mit keiner silbe im artikel erwähnt wird. er ist halt norweger und kein deutscher, oder ösi.

    skispringen schauen hat schonmal mehr spass gemacht.
    Da kann ich ihnen nur recht geben. Waehrend die Entscheidung, den ersten Durchgang zu wiederholen, vertretbar war, haetten die Verantwortlichen nach Hilde's Sturz den Anlauf verkuerzen muessen, aber da hatte wohl auch Pointer wieder das Sagen. Haette Andy Kofler seinen Sprung nicht "abgebrochen", waere er deutlich jenseits der 140m Marke und vermutlich auch im Krankenhaus gelandet. Irrsinn.
  6. #6

    Ich war gestern selbst an der Schanze und ich muss einige Dinge ganz klar sagen:

    1) Der Abbruch ging völlig in Ordnung, denn der erste Durchgang war zu diesem Zeitpunkt eine komplette Lotterie geworden.

    2) Die Windunterbrechungen waren nicht immer nachvollziehbar. Teilweise wurden Springer vom Balken geholt obwohl auf ALLEN Windmessern Geschwindigkeiten von weniger als 1 m/s angezeigt wurden.

    3) Die Jury und die neue Regelung bzgl. der Anlauflänge hatte eine großen Anteil an dem Chaos. Die Jury hat die Anlauflänge viel zu hektisch hin und her gewechselt. Im ersten (abgebrochenen) Durchgang, ging es zuerst aus Luke 12 los. Im Verlauf des Durchgangs wechselte man dann auf 10, dann wieder auf 12 dann wieder auf 10 und zuletzt wieder auf 12 und das obwohl kaum einer der Springer wirklich gefährliche Weiten erreichte. Ok, die Windverhältnisse haben gewechselt, aber seien wir doch mal ehrlich: Nach der alten Regel hätte man den Wettkampf aus einer Luke durchgezogen oder maximal einmal gewechselt (und auch dann nicht gleich immer um 2 Luken) und es hätte auch nicht mehr Stürze gegeben als gestern (1x Probedurchgang, 1x Wettkampf)....und man hätte den 1. Durchgang regulär durchbekommen.

    IMO verleitet die neue Regelung die Jury dazu viel zu schnell die Anlauflänge zu verändern was durch die Bonuspunkte nichtmal annähernd ausgeglichen wird und worauf sich weder Springer noch Zuschauer einstellen können. So musste z.B. Martin Schmitt gestern bei 3 Sprüngen aus 3 verschiedenen Luken springen. Andere hatten 4 Sprünge bei der gleichen Anlauflänge. Das macht schon einen Unterschied.

    Die Bonusregelung für den Wind finde ich gut, aber die für die Anlauflänge ist meiner Meinung nach schlicht Unfug und macht den Sport kaputt.
  7. #7

    Zitat von totalmayhem Beitrag anzeigen
    Da kann ich ihnen nur recht geben. Waehrend die Entscheidung, den ersten Durchgang zu wiederholen, vertretbar war, haetten die Verantwortlichen nach Hilde's Sturz den Anlauf verkuerzen muessen, aber da hatte wohl auch Pointer wieder das Sagen. Haette Andy Kofler seinen Sprung nicht "abgebrochen", waere er deutlich jenseits der 140m Marke und vermutlich auch im Krankenhaus gelandet. Irrsinn.
    Da konnte es die Jury nun wirklich keinem Recht machen. Natürlich hätte man nach Hilde verkürzen können, aber seien wir mal ehrlich: Zuvor ist kaum einer an die 130 m rangesprungen auf einer Schanze deren Rekord bei 142.5 m liegt. Auch Hilde (der immerhin die Quali gewann) kam bei seinem Sturz 'nur' auf 131.5 m.

    Wenn man nun den Anlauf ein paar Springer vor dem Schluss verkürzt wäre die Wahrscheinlichkeit verdammt hoch gewesen, dass die anderen Springer weitenmäßig abstürzen und dann wären Österreicher um Kofler die ersten gewesen, die sich beschwert hätten.
  8. #8

    x

    Zitat von totalmayhem Beitrag anzeigen
    Da kann ich ihnen nur recht geben. Waehrend die Entscheidung, den ersten Durchgang zu wiederholen, vertretbar war, haetten die Verantwortlichen nach Hilde's Sturz den Anlauf verkuerzen muessen, aber da hatte wohl auch Pointer wieder das Sagen. Haette Andy Kofler seinen Sprung nicht "abgebrochen", waere er deutlich jenseits der 140m Marke und vermutlich auch im Krankenhaus gelandet. Irrsinn.
    Meine Kommentatoren gestern haben das anders gesehen.
    Andreas Kofler ist gar nichts anderes übrig geblieben, weil auf den letzten Metern kein Aufwind mehr da war und er einfach in ein Luftloch gefallen ist. Der Sprung hat sich also selber abgebrochen und Kofler nur noch einen Sturz verhindert.
    Die Anlauflänge war ok. Tom Hilde hat keine dramtische Weite erziehlt, er hat sich nach der Landung den rechten Ski unter den linken geschlagen, hat so verkantet und ist durch den stumpfen, bremsenden Schnee in Vorlage gekommen und dadurch gestürzt.

    Die Gerüchte gehen, er hätte sich eine Wirbelverletzung zugezogen. Genaues wird der norwegische Verband heute bekanntgeben.
    Es ist hoffentlich nichts wirklich schlimmes passiert.
  9. #9

    Man richtet sich da nun ja nicht am Schanzenrekord sondern am Konstruktionspunkt der Schanze.

    Weiß heute noch jemand, wie die jeweiligen Schanzenrekorde zustande kamen? Welche Bedingungen vorherrschten?








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