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Skandalspiel der Relegation: Fortuna will Fans zur Kasse bitten
DPASollte Fortuna Düsseldorf nach den Ausschreitungen während des Relegationsspiel gegen Hertha BSC eine Geldstrafe zahlen müssen, will der Club die Kosten auf die beteiligten Fans umwälzen. Eine rechtlich legitime Maßnahme.
http://www.spiegel.de/sport/fussball...834187,00.html
- #1 21.05.2012 12:12 von
Zwei Erkenntnisse
Erstens hat Düsseldorf die mit Abstand dämlichsten Fans im deutschen Fußball.
Zweitens ist Berlin scheinbar nichts zu peinlich wenn man die Klage gegen die Wertung des Spiels als Maßstab nimmt. - #2 21.05.2012 12:21 von
Richtig so
Als Fortuna-Sympathisant habe ich fassungslos vor dem Fernseher gesessen und über die Dummheit einer großen Masse DDF-Fans nur den Kopf geschüttelt. Unfassbar, wie man seiner geliebten Mannschaft so einen Bärendienst erweisen kann. Ich würde sogar noch weiter gehen: Leuten wie dem Typ, der den Elfmeterpunkt rausgeschnitten hat oder die nach dem Spiel die Tore demoliert haben, sollten Stadionverbote erteilt werden. Dieses selbstverständliche Zerstören von Sachwerten des eigenen Vereins darf einfach nicht toleriert werden. Auch in der größten Euphorie sollte man doch sein Gehirn - falls man über dieses Körperorgan verfügt - einschalten.
- #3 21.05.2012 12:24 von
ich wünsch mir
eine wiederholung des spieles in einem leeren stadion. (so ähnlich wie bei dresden) ...
- #4 21.05.2012 12:26 von
optional
Und wie will Düsseldorf die Leute identifizieren? 1000 Steckbriefe auf der Homepage?
- #5 21.05.2012 12:34 von
Verallgemeinerungen sind ja so einfach
Ihre Aussage ist ganz schön generalisierend. Von über 50 000 im Stadion waren maximal 1500 auf dem Platz. Währenddessen haben viele auf den Rängen dieser Minderheit zugerufen: Ihr wollt Fortunen sein?!?
Und wie kommen Sie überhaupt darauf? Weil die auf den Platz gelaufen sind? Das wurde in Dortmund und vielen anderen Stadien auch schon gemacht.
Wenn man sich so umsieht, gibt es genug andere Beispiele: Die Hertha-Fans zum Beispiel, die nach dem 2:1 Bengalos aufs Feld geworfen haben. Kölner, die ihr eigenes Stadion in schwarzem Rauch versenkt und einem Bayer-Spieler die Nase gebrochen haben. Oder die Frankfurter, die letzte Saison nach dem Abstieg genau so ausgetickt sind wie dieses Jahr die Karlsruher.
Also, denken Sie doch einfach nochmal drüber nach. - #6 21.05.2012 12:49 von
Einmal wie immer
Vermutlich wird es laufen, wie bei den Rostockern, die für ein Geisterspiel letzte Saison ALLE Karten gekauft haben (Hochachtung). Die Leute, die den ganzen Rummel verursacht haben, kriegt man sowieso nicht. Die wahren Fans werden aus Anstand versuchen, die Belastung für den Verein zu mindern.
- #7 21.05.2012 12:50 von
Ich halte das rechtlich NICHT für legitim aus den folgenden Gründen:
1.) Ich weiß nicht, wie's bei Fortuna Düsseldorf ist, aber wenn man für Hannover 96 Karten kauft, steht in den AGB drin, dass die Stadionordnung gilt und da ist dann (relativ gut) versteckt, dass man evtl. für Strafen in Anspruch genommen werden kann, die ein Verbandsgericht verhängt. Das ist so tief und so indirekt "versteckt", dass ich die Regelung in der Form für unwirksam halte ("überraschende Klausel"). Man müßte auch mal ausprobieren, ob man beim Kauf der Karten überhaupt die Stadionordnung zu sehen bekommt. Hängt die an jedem Kassenhäuschen aus? Kriegt man die auf Wunsch ausgehändigt?
2.) Ich habe als Verursacher keinen Einfluß auf die Strafen, die ein Verbandsgericht verhängt. Ich bin weder "Angeklagter" noch Verfahrensbeteiligter. Ich habe also nichtmal ein Minimum an rechtlichem Gehör.
3.) Ich halte es für sehr bedenktlich, dass ein Verein Kosten weiterrechen können soll, die aufgrund privater (!) Verabredungen zwischen 3. zusande gekommen sind: Der DFB ist nicht der Staat. Und als Zuschauer habe ich mich auch nicht der Sportgerichtsbarkeit unterworfen! Wieso soll ich also für "Schäden" aufkommen, die alleine dadurch entstehen, dass zwei andere Verträge miteinander haben?
Wenn das so geht, verabrede ich noch heute mit einem Freund, dass ich ihm 500.000 Euro zu zahlen habe, wenn sein Auto in einen Unfall verwickelt wird. Und den Betrag hole ich mir dann vom Unfallgegner wieder (der, und das ist die Analogie, auch keinen Einfluß auf unsere Verabredung nehmen konnte).
Ich halte es für richtig, dass Fans für Schäden in Anspruch genommen werden können, die sie verursachen. Wenn einer den Rasen kaputtmacht, muss er halt den neuen Rasen bezahlen. Wenn einer eine Sitzschale rausreißt, muss er die Reperatur bezahlen. Auch strafrechtlich sollte ein Verein gegen seine Fans ggf. vorgehen, z.B. könnte bestimmtes Verhalten Nötigung sein. - #8 21.05.2012 12:50 von
Dieses Zerstören und Randalieren ist doch nur das Ergebnis des seit Jahren immer schlimmer werdenden Event-Zwangs. Ein Fußballspiel ohne Bengalos oder Platzstürmung wird von vielen als langweilig angesehen. Ohne Powerparty geht nichts mehr. Es gibt kein vernünftiges Maß. Vor ein paar Jahren (1990 WM) gab es den ersten Autocorso, nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft, inzwischen fahren die Vollidioten bei jedem Sieg in der Vorrunde lärmend und randalierend bis 3 Uhr durch die Straßen.
- #9 21.05.2012 12:58 von
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