Skandalspiel in Amsterdam: Verband nimmt Rote Karte gegen Torhüter zurück

Das Skandalspiel zwischen Amsterdam und Alkmaar hätte nicht abgebrochen werden müssen. Zu diesem Schluss ist der niederländische Verband gekommen. Die auslösende Rote Karte gegen den AZ-Torwart war nicht notwendig. Zudem wurden neue Hintergründe über den Angreifer bekannt.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...805444,00.html
  1. #1

    Relativ einfach, das Spiel wird für AZ gewertet und Ajax für nä. Saison aus dem Pokal ausgeschlossen. Gleiches würde ich bei Stuttgart anwenden.

    Das sind in beiden Fällen keine Fußballfans.

    Frohes Fest
  2. #2

    Zitat von MAC876 Beitrag anzeigen
    Relativ einfach, das Spiel wird für AZ gewertet und Ajax für nä. Saison aus dem Pokal ausgeschlossen. Gleiches würde ich bei Stuttgart anwenden.

    Das sind in beiden Fällen keine Fußballfans.

    Frohes Fest
    Ist aber keine Ostmannschaft. Daher sind wohl eher sinnvolle und überlegte Aktionen, wenn überhaupt, zu erwarten.
  3. #3

    Ad oculos demonstrare!

    Ich denke, dass die Rücknahme der roten Karte nicht korrekt ist.

    Esteban hat in seiner Aktion gegen Fan einen sogenannten Notwehrexzeß begangen.

    Er hat den Angriff nicht nur abgewehrt, sondern den Fan auch anschließend noch mit dem beschuhten Fuß angegriffen.

    Nach deutschem Recht könnte er wegen gefährlicher Körperverletzung belangt werden.

    Insofern ist auch ein unsportliches Verhalten evident. Ergo ist die rote Karte berechtigt.

    Der Fußball verkommt immer mehr zum Komödiantenstadl.
  4. #4

    Karte zurückgezogen?

    Zitat von frank_w._abagnale Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass die Rücknahme der roten Karte nicht korrekt ist.

    Esteban hat in seiner Aktion gegen Fan einen sogenannten Notwehrexzeß begangen.

    Er hat den Angriff nicht nur abgewehrt, sondern den Fan auch anschließend noch mit dem beschuhten Fuß angegriffen.

    Nach deutschem Recht könnte er wegen gefährlicher Körperverletzung belangt werden.

    Insofern ist auch ein unsportliches Verhalten evident. Ergo ist die rote Karte berechtigt.

    Der Fußball verkommt immer mehr zum Komödiantenstadl.
    Bin auch der Meinung, dass die Rücknahme der roten Karte nicht gerechtfertigt ist.

    Er wurde angegriffen, er warf ihn zu Boden, aus meiner Sicht bis zu diesem Zeitpunkt alles o.k.

    Was danach abgelaufen ist, ist reine Selbstjustiz. Der hat ihn nicht zu treten. Der Hool hätte schon seine Gerechte Strafe bekommen. Wird er hoffentlich, indem er niewieder ein Stadion betreten darf...
  5. #5

    klar doch

    Zitat von fussball.manni Beitrag anzeigen
    Was danach abgelaufen ist, ist reine Selbstjustiz. Der hat ihn nicht zu treten. Der Hool hätte schon seine Gerechte Strafe bekommen. Wird er hoffentlich, indem er niewieder ein Stadion betreten darf...
    Und? Der hatte schon Stadionverbot, was nützt denn dann ein lebenslanges Verbot?
  6. #6

    Zitat von frank_w._abagnale Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass die Rücknahme der roten Karte nicht korrekt ist.

    Esteban hat in seiner Aktion gegen Fan einen sogenannten Notwehrexzeß begangen.

    Er hat den Angriff nicht nur abgewehrt, sondern den Fan auch anschließend noch mit dem beschuhten Fuß angegriffen.

    Nach deutschem Recht könnte er wegen gefährlicher Körperverletzung belangt werden.

    Insofern ist auch ein unsportliches Verhalten evident. Ergo ist die rote Karte berechtigt.

    Der Fußball verkommt immer mehr zum Komödiantenstadl.
    Sie erwecken den Eindruck, juristisch kompetent zu sein, schreiben aber Unfug. Es ist nämlich gerade nicht so, wie sie schreiben:

    § 33 STGB
    Überschreitung der Notwehr

    Überschreitet der Täter die Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken, so wird er nicht bestraft.

    Angesichts einer Attacke aus dem Nichts hat der Torwart allen Grund, weitere Angriffe zu fürchten. Der Begriff "Exzess" ist ist schon deshalb Unsinn, weil es der Verteidiger bei einfacher körperlichen Gewalt belassen hat, statt zum Beispiel mit der Eckfahne auf ihn einzuprügeln.

    Der nachvollziehbare Grund für diese Regelung: Der TÄTER hat sowohl die objektive Notwehrsituation, als auch den Schock des Opfers verursacht mit dr daraus resultierender Überreaktion.

    Also: Völlig korrekte Entscheidung. Komödienstadl ist eher die Auffassung selbsternannter Rechtsexperten, Täterschutz gehe vor Notwehr.
  7. #7

    Orden

    keine rote Karte sondern einen Orden, die Aktion von Esteban war noch zu harmlos!
  8. #8

    Was für ein Vergleich!

    Zitat von MAC876 Beitrag anzeigen
    Relativ einfach, das Spiel wird für AZ gewertet und Ajax für nä. Saison aus dem Pokal ausgeschlossen. Gleiches würde ich bei Stuttgart anwenden.

    Das sind in beiden Fällen keine Fußballfans.

    Frohes Fest
    Zugegeben - das Abbrennen von bengalischen Feuern in Stadien muss m. E. auch nicht sein. Eine Verletzungsgefahr für daneben stehende Personen kann durchaus gegeben sein. Dies jedoch mit dem Vorfall in Amsterdam gleichzusetzen, wo ein sog. Fußballfan das Spielfeld stürmt und einen Spieler tätlich angeht, zeugt nicht gerade von erhöhter Intelligenz!

    Ob Ajax durch Ausschluss aus dem Pokal bestraft werden soll, sollen Andere entscheiden. Stuttgart aus dem DFB-Pokal wegen den zu Beginn der zweiten Halbzeit gezündeten Fackeln auszuschließen, wäre mit nichts zu rechtfertigen, und das sage ich ausdrücklich als "Nicht-VfB-Fan", der im Stadion war und nur über eine sehr friedliche Atmosphäre berichten kann.
  9. #9

    Gut so!

    Das Verhalten des Torwarts war vollkommen legitim. Wenn er die Chance sieht, seinen Angreifer unschädlich zu machen, dann soll er das machen, wenn somit weiterer Schaden verhindert wird.
    Dass hier einige Gutmenschen die "Selbstjustiz" verurteilen, kann ich nicht verstehen. Selbstjustiz ist schlecht, weil so Unschuldige Schaden nehmen könnten. Dass der Angreifer hier aber nicht unschuldig ist, ist doch evident.