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Skandalmatch in Relegation: DFB fordert Rekordsperre für Hertha-Spieler

REUTERSDer Deutsche Fußball-Bund greift durch: Nach dem Skandalspiel in der Relegation fordert der Verband harte Strafen für einige Profis. So soll Lewan Kobiaschwili für ein Jahr gesperrt werden. Der Berliner hatte Schiedsrichter Stark attackiert. Es wäre die längste Sperre in der Bundesliga-Geschichte.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...836074,00.html
  1. #60

    Nicht milde ... aber im Rahmen

    Abgesehen von "Timo K." 1966, der für einen Tritt vors Bein, einen Schubser vor die Brust und das Wegschlagen der Pfeife ein halbes Jahr Sperre bekam, fällt mit im bezahlten Fußball in Deutschland kein Vergleichsfall einer Tätlichkeit gegen den Schiri ein. Im Amatuerbereich scheint das leider häufiger vorzukommen ( http://www.nfv-bezirk-lueneburg.de/uploads/media/KurzformUrteil16.pdf ) In diesem Fall gab es für 1 1/2 Ohrfeigen ein Jahr Sperre. Von daher ist der Berliner Spieler bei einem Faustschlag von hinten - wenn er sich denn bestätigt - durchaus angemessen bedient. Erschwerend kommt hinzu dass er die Tat begangen hätte kurz nachdem er doch selbst "in Todesangst" geschwebt habe, was auf besonders niedere Gesinnung schliessen ließe. Gleiches gilt im Nachweisfall für das "Anrotzen" durch Herrn Lell. Ob man nach diesem Spiel für Beleidigungen noch Sperren aussprechen muß, mag dahinstehen. Ohne konkrete Aktenkenntnis kann man dazu nix sagen.

    Nicht nachvollziehen kann ich die Strafe für Lambertz. Der Bengalo brannte bereits in der Hand eines Fans, als Lambertz ihm diesen aus Sicherheitsgründen wegnahm, um ihn zum Spielfeldrand zu bringen. Löschen lassen sich die Dinger ja nicht ohne weiteres. Von daher war die Gefahr die von dem Bengalo ausging in der Hand eines Spielers geringer als in der eines marodierenden Ultrahools. Von daher kann man Lambertz m.E. nicht bestrafen sonst nimmt künftig kein Spieler mehr einem Randalierer einen Bengalo weg.
  2. #61

    übertrieben...

    Leute.. nur weil ihr was gegen den Verein habt müsst ihr dennoch sachlich bleiben!
    Gerade nach so einem Chaos am Spielende ist es lächerlich dann einfach mal so hohe Strafen zu fordern. Ist doch wohl klar, dass nach der Sch***e die da abgelaufen ist die Spieler aufgebracht sind!
    Das Spiel hätte niemals wieder angepfiffen werden dürfen, deshalb sollte man mal über einen Anklage gegen Stark nachdenken!
  3. #62

    Nachdem Schiedsrichter bei körperlichem Angriff auf sie das Spiel sofort abbrechen müssen, kann es doch nach Tatsachenentscheidung keinen Angriff gegeben haben. Der DFB ist wohl äusserst flexibel was die Rechtsprechung angeht.

    Zunehmend bekommt man eher das Gefühl, das der DFB einfach nur keinen Termin für ein Wiederholungsspiel gefunden hätte. Dann muss die Entscheidung halt so bleiben. Ich glaube die Wertung wäre auch so geblieben, wenn die Fortuna Fans den Hertha Spielern bei der Platzstürmung aus reiner Freude noch ein paar Kopfnüsse mitgegeben hätten.
  4. #63

    Zitat von joschitura Beitrag anzeigen
    Ich will Vitzliputzli heißen, wenn Kobiaschwili für ein Jahr gesperrt würde....
    Ich merks mir mal, nur zur Sicherheit, ;)
  5. #64

    Zitat von mm71 Beitrag anzeigen
    Meiner Meinung nach ist das nicht gerechtfertigt. Es ist klar, dass der DFB seine Schiedsrichter schützen muss und dass die Spieler bestraft werden müssen. Aber diese Vorfälle stehen am Ende einer Kette von Ausnahmesituationen und sonstigen Vorfällen, für die diese Spieler nichts können. Das beginnt mit der gewollten emotionalen Zuspitzung durch die Relegationsspiele an sich, die extreme Belastungssituation kurz vor dem Abstieg zu stehen, den minutenlangen Beschuss durch Feuerwerkskörper und endet schließlich mit dem Sturm des Spielfelds während der Spielzeit. Weiterhin ist dem Schiedsrichter ja kein allzu grosser körperlicher Schaden entstanden, immerhin konnte er das Spiel weiter leiten. Da passieren regelmässig auf dem Platz schlimmere Dinge, bei denen es mal gerade eine strenge Ermahnung gibt.

    Der DFB versucht hier Spieler zu Sündenböcken zu machen, vermutlich um von der eigenen Verantwortung für ein völlig ausser Kontrolle geratenes Spiel wegzuschieben.
    Entschuldigen sie mal, aber ein Faustschlag ist egal in welcher Situation beim Fussball total unangebracht und der Schiedsrichter ist sowieso ein Tabu.

    Ich frage mich eher ob die anderen Sperren fuer Lell, Mijatovic und Kraft gerechtfertigt sind.

    Fuer mich ist das Spiel nach dem Platzsturm abzubrechen, wobei man sich einen Abbruch sogar schon waehrend den 10 Min. Bengalo Schlacht aus beiden Bloecken ueberlegen kann.

    Normal ist das SPiel nach dem Platzsturm abzubrechen und mit x:0 fuer das Auswaertsteam zu werten, passiert oft genug in den unteren Ligen.

    Warum Duesseldorf jetzt hier so gut wegkommt, kann ich nicht verstehen. Klar, das Ergebniss sollte wenn moeglich stehen bleiben, aber es waren noch 2 Min. zu spielen und Hertha war am Druecker, die Duesseldorfer hatten die Hosen randvoll- und dann kam der Platzsturm, bzw. schon ab der 90 Minuten waren zig Duesseldorfer Fans im Innenraum. Nach dem Platzsturm wurden noch 30 Sekunden gespielt, und das keiner mehr mit dem Kopf da war, hat man gesehen weil alle Berliner + Schiedsrichter sofort nach Abpfiff in die Kabine gesprintet sind.

    Und obwohl die Stimmung freudig war, war die Situation denoch gefaehrlich- Betrunkene Fans, und man erinnere sich an den Spieler der Fortuna, dem die Fans die Kleidung vom Koerper gerissen haben und der nur in Boxershorts in die Kabine ist. AUch eine freudige Masse ist gefaehrlich.

    Vlt. sollte man die Relegation wieder abschaffen.
  6. #65

    Zitat von levitian Beitrag anzeigen
    Tätlichkeiten gegen Schiedsrichter sollten generell mit lebenslanger Sperre geahndet werden. Auch verbale Entgleisungen sind mit mingestens 6 Monaten Sperre zu belegen. Dann hört diese unsägliche Diskutiererei endlich auf, die jedem Pfiff des Schiedsrichters folgt. Wenn im Handball der Schiri pfeift und der Spieler, der den Ball hat, diesen nicht sofort freigibt oder gar eine Diskussion mit dem Schiedsrichter anfängt, sitzt der betreffende Spieler 2 Minuten auf der Strafbank. Ebenfalls die bewussten Täuschungsmannöver bei Ecken, Einwürfen etc. sollten mit Sperren bestraft werden. Vielleicht kommen die Spieler dann irgendwann zur Vernunft.
    Und weil es bei Handballern mit Zwei-Minuten-Strafen funktioniert, müssen Fußballer mindestens sechs Monat gesperrt werden. Ohmei...
  7. #66

    Das is doch albern. DD kommt völlig ungestraft davon, Berlin kriegt Höchststrafen....
  8. #67

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Normalerweise sitzt ein Spieler wie Kobiaschwili nach der Strafanzeige von Schiedsrichter Stark ein Jahr wegen mittel-schwerer Körperverletzung im Knast. Mit einem Jahr Sperre dürfte er, wenn Stark seine Anzeige zurückzieht, gut bedient sein.
    unfug, wegen einem Schlag kommt niemand ins Gefängnis. Da haben wir gar keinen Platz für, wir müssen ja Raubkopierer und Steuerhinterzieher bis hunderttausend Euro einsperren.
  9. #68

    Der war nicht schlecht....

    Zitat von e-ro-man Beitrag anzeigen
    Nicht nachvollziehen kann ich die Strafe für Lambertz. Der Bengalo brannte bereits in der Hand eines Fans, als Lambertz ihm diesen aus Sicherheitsgründen wegnahm, um ihn zum Spielfeldrand zu bringen. Löschen lassen sich die Dinger ja nicht ohne weiteres. Von daher war die Gefahr die von dem Bengalo ausging in der Hand eines Spielers geringer als in der eines marodierenden Ultrahools. Von daher kann man Lambertz m.E. nicht bestrafen sonst nimmt künftig kein Spieler mehr einem Randalierer einen Bengalo weg.
    Einen kurzen Moment war ich erschrocken, dass sie es ernst meinen könnten, aber dann habe ich doch herzlich gelacht ob soviel Ironie. ;-)
  10. #69

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Deutsche Fußball-Bund greift durch: Nach dem Skandalspiel in der Relegation fordert der Verband harte Strafen für einige Profis. So soll Lewan Kobiaschwili für ein Jahr gesperrt werden. Der Berliner hatte Schiedsrichter Stark attackiert. Es wäre die längste Sperre in der Bundesliga-Geschichte.

    DFB fordert Einjahres-Sperre für Kobiaschwili - SPIEGEL ONLINE
    Ich finde, dass der DFB schon sehr auffallend einseitig entscheidet. Nicht, dass ich die Reaktionen der Berliner Gut heiße oder rechtfertigen möchte, aber soweit ich mich erinnere, werden für Fans ein mehrmonatiges Stadionverbot für Bengalos ausgesprochen. Ein Profi, der ja laut DFB Vorbildfunktion hat und freudig mit einem Bengalo durchs Stadion hüpft, statt es auszutreten oder wie man sowas auch immer löscht, kommt aber mit 2 Saisonspielen weg. Sehr seltsam und nicht nachvollziehbar. Irgendwie scheint der DFB Zeichen zu setzen, die eher ihnen einen Vorteil verschaffen, als das sie abschreckend für eventuelle Nachahmer wirken.


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