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Skandalinszenierung "Gólgota Picnic": Die wollen nur beten

Schon vor der Aufführung hagelte es Proteste von Katholiken, doch der große Eklat blieb aus. Das vermeintlich blasphemische Stück "Gólgota Picnic" im Hamburger Thalia-Theater geriet zum erstaunlich faden Bühnen-Dinner. Da half auch die Mini-Demo der Pius-Bruderschaft nicht.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...810890,00.html
  1. #1

    Laaaaaaaaaangweilig!!!

    Die Künstler wähnen sich wohl noch in der bunten LSD-Ära, als man mit Jesus-bashing und Bühnenhäppenings noch spießiges Protestgekeife auslösen konnte. Heute lockt das doch keinen Hunde mehr hinter dem Ofen hervor.
    Welches Risiko gehen sie dabei ein, auf einen verfetteten, müden, alten Gegner einzuprügeln? Richtig - keines! Demensprechend wenig Mut gehört dazu, und dementsprechend gering ist auch das Interesse.

    Andere Leute riskieren ihr Leben für ein paar Karikaturen, mit der sie eine nicht so verfadete und zwangstolerante Religion aufs Korn nehmen. Gegenüber dieser bzw. ihren schlimmsten Auswüchsen wäre Kritik wirklich mal angebracht, aber dann müsste man ja etwas riskieren und sähe sich obendrein als 'pöser Nahsie' dargestellt.
    Da hält man sich lieber an wohlfeiles und alt bewährt langweiliges.

    Für eine Fußnote in der Geschichte wird's vielleicht gerade genügen.

    Wüßte auch gerne, wieviel 'Staatsknete' der Plumperquatsch eigentlich benötigt, um nicht gleich wieder mangels Nachfrage abgesetzt zu werden. Gehört wohl auch zum 'Krampf gegen Rrrrechts', da dürfen keine Kosten gescheut werden ;-)
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schon vor der Aufführung hagelte es Proteste von Katholiken, doch der große Eklat blieb aus. Das vermeintlich blasphemische Stück "Gólgota Picnic" im Hamburger Thalia-Theater geriet zum erstaunlich faden Bühnen-Dinner. Da half auch die Mini-Demo der Pius-Bruderschaft nicht.

    Skandalinszenierung "Gólgota Picnic": Die wollen nur beten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    ... ob das ganze auch so friedlich abgelaufen wäre, wenn es ein ähnliches Stück über die Religion des Friedens gewesen wäre. Oh, ich vergaß, aus vorauseilendem Gehorsam, hätte das Stück gar kein Theater gefunden, welches das Stück aufführt. Natürlich nur um keine Gefühle zu verletzen ;-), vielleicht auch aus purer Angst, dass irgendwo auf der Welt wieder ein Mob unschuldige Menschen deswegen lyncht...
  3. #3

    Auf die Katholiken kann man sich verlassen

    Ohne die "hagelnden Proteste" und ohne die Pius-Bruderschaft hätte es die "Skandalinszenierung" sicherlich nicht bis zu einem SPIEGEL-Beitrag gebracht. Liebe Katholiken, liebe Pius-Brüder - manchmal (oder sogar in der Regel) ist es sinnvoller, einen "Skandal" gar nicht erst entstehen zu lassen und eine gewollt provozierende Theaterdarbietung nicht mal zu ignorieren. Aber auf euch kann man sich halt verlassen. Leider.
  4. #4

    ein Segen für die Kirche

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schon vor der Aufführung hagelte es Proteste von Katholiken, doch der große Eklat blieb aus. Das vermeintlich blasphemische Stück "Gólgota Picnic" im Hamburger Thalia-Theater geriet zum erstaunlich faden Bühnen-Dinner. Da half auch die Mini-Demo der Pius-Bruderschaft nicht.

    Skandalinszenierung "Gólgota Picnic": Die wollen nur beten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    ist das Stück! Denn die Frage, ob es Gott gibt, ob da jemand lohnt oder straft, verschwindet völlig hinter der, ob er gut oder böse ist.
  5. #5

    titellos glücklich

    Zitat von nurmeinsenf Beitrag anzeigen
    Ohne die "hagelnden Proteste" und ohne die Pius-Bruderschaft hätte es die "Skandalinszenierung" sicherlich nicht bis zu einem SPIEGEL-Beitrag gebracht. Liebe Katholiken, liebe Pius-Brüder - manchmal (oder sogar in der Regel) ist es sinnvoller, einen "Skandal" gar nicht erst entstehen zu lassen und eine gewollt provozierende Theaterdarbietung nicht mal zu ignorieren. Aber auf euch kann man sich halt verlassen. Leider.
    Das ist völlig richtig. Mehr als Dekadenz und spätpubertäre Lust am Überschreiten von Grenzen - nur dass es letztere heute nicht mehr gibt - steckt nicht dahinter. Und Feigheit natürlich, denn herumgetrampelt wird wie immer auf den Gefühlen von Christen - von letzteren hat man ja nichts zu befürchten. Von mir aus können die sich doch da auf der Bühne gegenseitig anurinieren, wen interessiert das? Einige Katholiken und Pius-Brüder haben das Spiel noch nicht begriffen; ohne ihren Protest würden sich die "Künstler" doch fühlen wie ein kleines Kind, dessen Mutter sich partout nicht aus der Ruhe bringen lässt durch sein Getöse und Getrampel. Ein erbärmliches Rumgehure nach Aufmerksamkeit ist das, weiter nichts, und das sollte man nicht auch noch mit ebendieser bestätigen.
  6. #6

    Zitat von Das-tobende-Steuerschaf Beitrag anzeigen
    'Staatsknete' der Plumperquatsch eigentlich benötigt, um nicht gleich wieder mangels Nachfrage abgesetzt zu werden. Gehört wohl auch zum 'Krampf gegen Rrrrechts', da dürfen keine Kosten gescheut werden ;-)
    Laut Medienberichten wird das Hamburger Thalia-Theater jährlich mit 17 Millionen Euro subventioniert.
    Ganz so schlimm wie in Berlin, wo jeder Opernbesuch pro Gast und Abend mit 450 Euro gefördert wird, ist es in Hamburg vielleicht nicht, aber auch die Hamburger Steuergeld-Subvention dürften wohl in ihrer großen Masse von Christen beider Konfessionen kommen.
    Kommentar dazu spare ich mir.
  7. #7

    Sankt Ignotius

    Das Schlimmste, was die Pius-Brüder dem Stück antun könnten, wäre, es zu ignorieren.

    Schön immerhin, dass es in unserem Religionsbereich nicht sofort Todesdrohungen gibt - im Gegensatz zu anderswo.
  8. #8

    haydn

    Als Katholik provoziert mich ein derartiges Theater überhaupt nicht. Wohl aber möchte ich darauf hinweisen, dass ihre Bildunterschrift "Joseph Haydns Messe "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze", Hob.XX:2" falsch ist. Wie kann man auf die Idee kommen, dass ein Werk mit solch einem Titel eine Messe sein soll?
  9. #9

    *

    „Und das bestand im Wesentlichen aus 20.000 Hamburgerbrötchen, die als fluffiger Teppich und weich-zähe Unterlage die Bewegungen der Akteure grundierten.“

    Ach liebe Pius-Brüder, hätte Ihr nur den Laden gestürmt. Übelst, Brötchen als Teppich zu nutzen.


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