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Skandalinszenierung "Gólgota Picnic": Die wollen nur beten
Schon vor der Aufführung hagelte es Proteste von Katholiken, doch der große Eklat blieb aus. Das vermeintlich blasphemische Stück "Gólgota Picnic" im Hamburger Thalia-Theater geriet zum erstaunlich faden Bühnen-Dinner. Da half auch die Mini-Demo der Pius-Bruderschaft nicht.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...810890,00.html
- #1 24.01.2012 06:15 von
Laaaaaaaaaangweilig!!!
Die Künstler wähnen sich wohl noch in der bunten LSD-Ära, als man mit Jesus-bashing und Bühnenhäppenings noch spießiges Protestgekeife auslösen konnte. Heute lockt das doch keinen Hunde mehr hinter dem Ofen hervor.
Welches Risiko gehen sie dabei ein, auf einen verfetteten, müden, alten Gegner einzuprügeln? Richtig - keines! Demensprechend wenig Mut gehört dazu, und dementsprechend gering ist auch das Interesse.
Andere Leute riskieren ihr Leben für ein paar Karikaturen, mit der sie eine nicht so verfadete und zwangstolerante Religion aufs Korn nehmen. Gegenüber dieser bzw. ihren schlimmsten Auswüchsen wäre Kritik wirklich mal angebracht, aber dann müsste man ja etwas riskieren und sähe sich obendrein als 'pöser Nahsie' dargestellt.
Da hält man sich lieber an wohlfeiles und alt bewährt langweiliges.
Für eine Fußnote in der Geschichte wird's vielleicht gerade genügen.
Wüßte auch gerne, wieviel 'Staatsknete' der Plumperquatsch eigentlich benötigt, um nicht gleich wieder mangels Nachfrage abgesetzt zu werden. Gehört wohl auch zum 'Krampf gegen Rrrrechts', da dürfen keine Kosten gescheut werden ;-) - #2 24.01.2012 06:35 von
... ob das ganze auch so friedlich abgelaufen wäre, wenn es ein ähnliches Stück über die Religion des Friedens gewesen wäre. Oh, ich vergaß, aus vorauseilendem Gehorsam, hätte das Stück gar kein Theater gefunden, welches das Stück aufführt. Natürlich nur um keine Gefühle zu verletzen ;-), vielleicht auch aus purer Angst, dass irgendwo auf der Welt wieder ein Mob unschuldige Menschen deswegen lyncht...
- #3 24.01.2012 06:43 von
Auf die Katholiken kann man sich verlassen
Ohne die "hagelnden Proteste" und ohne die Pius-Bruderschaft hätte es die "Skandalinszenierung" sicherlich nicht bis zu einem SPIEGEL-Beitrag gebracht. Liebe Katholiken, liebe Pius-Brüder - manchmal (oder sogar in der Regel) ist es sinnvoller, einen "Skandal" gar nicht erst entstehen zu lassen und eine gewollt provozierende Theaterdarbietung nicht mal zu ignorieren. Aber auf euch kann man sich halt verlassen. Leider.
- #4 24.01.2012 07:27 von
- #5 24.01.2012 07:32 von
titellos glücklich
Das ist völlig richtig. Mehr als Dekadenz und spätpubertäre Lust am Überschreiten von Grenzen - nur dass es letztere heute nicht mehr gibt - steckt nicht dahinter. Und Feigheit natürlich, denn herumgetrampelt wird wie immer auf den Gefühlen von Christen - von letzteren hat man ja nichts zu befürchten. Von mir aus können die sich doch da auf der Bühne gegenseitig anurinieren, wen interessiert das? Einige Katholiken und Pius-Brüder haben das Spiel noch nicht begriffen; ohne ihren Protest würden sich die "Künstler" doch fühlen wie ein kleines Kind, dessen Mutter sich partout nicht aus der Ruhe bringen lässt durch sein Getöse und Getrampel. Ein erbärmliches Rumgehure nach Aufmerksamkeit ist das, weiter nichts, und das sollte man nicht auch noch mit ebendieser bestätigen.
- #6 24.01.2012 07:33 von
Laut Medienberichten wird das Hamburger Thalia-Theater jährlich mit 17 Millionen Euro subventioniert.
Ganz so schlimm wie in Berlin, wo jeder Opernbesuch pro Gast und Abend mit 450 Euro gefördert wird, ist es in Hamburg vielleicht nicht, aber auch die Hamburger Steuergeld-Subvention dürften wohl in ihrer großen Masse von Christen beider Konfessionen kommen.
Kommentar dazu spare ich mir. - #7 24.01.2012 07:35 von
Sankt Ignotius
Das Schlimmste, was die Pius-Brüder dem Stück antun könnten, wäre, es zu ignorieren.
Schön immerhin, dass es in unserem Religionsbereich nicht sofort Todesdrohungen gibt - im Gegensatz zu anderswo. - #8 24.01.2012 07:42 von
haydn
Als Katholik provoziert mich ein derartiges Theater überhaupt nicht. Wohl aber möchte ich darauf hinweisen, dass ihre Bildunterschrift "Joseph Haydns Messe "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze", Hob.XX:2" falsch ist. Wie kann man auf die Idee kommen, dass ein Werk mit solch einem Titel eine Messe sein soll?
- #9 24.01.2012 07:43 von
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„Und das bestand im Wesentlichen aus 20.000 Hamburgerbrötchen, die als fluffiger Teppich und weich-zähe Unterlage die Bewegungen der Akteure grundierten.“
Ach liebe Pius-Brüder, hätte Ihr nur den Laden gestürmt. Übelst, Brötchen als Teppich zu nutzen.
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