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Skandalbuch eines Wall-Street-Bankers: Wie man bei Goldman Sachs Karriere macht

REUTERSHalb Amerika hat auf das Enthüllungsbuch des ehemaligen Goldman-Sachs- Managers Greg Smith gewartet. Jetzt ist es da: Ein verkappter Karriereratgeber für skrupellose Investmentbanker. Nur einer kommt darin stets gut weg - der Autor.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/gre...-a-862859.html
  1. #1

    Wo ist denn die

    Wie man bei Goldman Sachs Karriere macht ? Exakt so wie bei der Mafia. Skrupellos, verschlagen, ohne jedes Gewissen. Um das zu wissen, braucht es wirklich kein Enthüllungsbuch eines ehemaligen Goldman-Sachs-Kriminellen. Mafia und Goldman Sachs sind wesenverwandte Organisationen.
  2. #2

    Groucho Marx

    in einer 1959 erschienenen Autobiografie beschreibt Groucho Marx (Marx Brothers) wie er 1929 38 000 Dollar in Goldman Sachs Aktien anlegt.
    Für 160 gekauft - "Bei der äußersten Baisse bekam man diese Aktie für einen einzigen Dollar."
    Gut, man hätte das schon 300 Jahre zuvor bei den Tulpenzwiebeln nachlesen können. Ich finde es nur erstaunlich das die gleichen Mechanismen immer wieder funktionieren.
  3. #3

    ich habe es gelesen...

    ...das "Skandalbuch".
    Wenn der größte "Skandal" der ist, dass er mit einer Dame mit nacktem Oberkörper in einem Whirlpool in einem Hotel in Las Vegas sitzt. Wow!!! Das ist alles, was in 12 Jahren passiert ist?
    Er beschreibt ausführlich, wie hart es die Praktikanten bei GS haben...willkommen im Leben, hören Sie sich mal in Werbeagenturen um.
    Wenn diese "Enthüllungen" wirklich alles sind, dann kann es so schlimm gar nicht sein.
    Aber vielleicht sollte man auch erwähnen, dass der Kerl mit 33 Jahren nur Vice President ist. D.h. Karrieretipps sollte man sich bei ihm nicht holen, da er es selbst nicht geschafft hat, seine Karriere bei GS zu entwickeln.
  4. #4

    Cui bono

    Ein moralischer Finanzhändler klingt super: Der Anti-Anti-Held unserer heutigen Von-Unten-Nach-Oben-Welt.

    Die Frage ist natürlich: Warum veröffentlicht ein erfolgreiches Wunderkind (mit 27 Jahren schon fast ganz oben) einen Enthüllungsbericht? Er wird in diesem Unternehmen nicht an die genannte Position gekommen sein, ohne bereits damals moralische Fragen verdrängt und übergangen zu haben. Ein Mann mit 500k Jahreseinkommen sägt zudem nicht am blühenden Ast, auf dem er sitzt, wenn er wirklich Karriere machen will.

    Moralische Differenzen klingen als Kündigungsgrund sehr naiv. Heute kann niemand mehr behaupten, von nichts gewusst zu haben, was im Bankengeschäft abgeht. Viel eher wird er wohl in seinem noch-jugendlichen Höhenflug schlecht gepokert haben und ist damit beim Arbeitgeber in Ungnade gefallen. Das knickt das Ego, schürt Rachegedanken und als schlauer Geschäftsmann weiß er, dass Bank-Bashing gerade der Absatzrenner ist. So gibt er vor, aus der Not eine Tugend zu machen und sich selbst - in der Öffentlichkeit - als Aufklärer und Held feiern zu lassen. Ohne die direkten Konsequenzen bedacht zu haben (er ist immerhin "erst" Anfang 30 und vielleicht noch zu idealistisch).

    Allerdings funktioniert das Gedankenspiel auch anders rum: Vielleicht ist das Buch tatsächlich ein Aufklärungshammer und Goldman Sachs nutzt seine "Verbindungen" zu den Medien, um das Buch bewusst mit schlechten Rezensionen zu torpedieren. So dass es keine neutrale Auseinandersetzung mit dem Stoff gibt.

    Das sind die Tücken des Informationszeitalters: Man kann immer auf beide Sichten zurückgreifen, aber welche ist wahrer, als die andere?
  5. #5

    Mit genug Vermögen verliert Arbeitslosigkeit ihren Schrecken:-)


    Über eines verliert Smith in seinem Buch kein Wort: wie es für ihn nun beruflich weitergehen soll. Für den 33-Jährigen war Goldman der erste und bisher einzige Job. Ein Angebot einer Investmentbank wird er nach der Buchveröffentlichung wohl nicht mehr bekommen.
    Das muss ihm wohl keine großen Sorgen machen. Wenn er bei Goldman vorher etwas Karriere gemacht, und seine Einkünfte halbwegs vorausschauend angelegt hat, dann hat er doch genug führ mehrere Leben.

    Und etwas Taschengelt wird das Buch ja wohl auch noch einbringen
  6. #6

    Draghi war auch Goldman Sachs-Mann

    und hat es weit gebracht. Er bestimmt jetzt die Geld- und auch die Wirtschaftspolitik in Europa. Und er darf die Bundestagsabgeordneten instruieren.
  7. #7

    Ideologe

    Zitat von Knackeule Beitrag anzeigen
    Wie man bei Goldman Sachs Karriere macht ? Exakt so wie bei der Mafia. Skrupellos, verschlagen, ohne jedes Gewissen. Um das zu wissen, braucht es wirklich kein Enthüllungsbuch eines ehemaligen Goldman-Sachs-Kriminellen. Mafia und Goldman Sachs sind wesenverwandte Organisationen.
    Soll man Ihren Beitrag wirklich ernst nehmen? Oder nennen Sie einfach alle Banker "Kriminelle"? Sie scheinen nicht das geringste von dieser Welt zu verstehen, einschliesslich der guten und schlechten Rolle, die Banken in den letzten 30 Jahren gespielt haben. Aber Banker-Bashing kommt immer gut, so undifferenziert und platt wie moeglich... Bravo!
  8. #8

    Was beklagen Sie sich?

    Zitat von Keycard Beitrag anzeigen
    Soll man Ihren Beitrag wirklich ernst nehmen? Oder nennen Sie einfach alle Banker "Kriminelle"? Sie scheinen nicht das geringste von dieser Welt zu verstehen, einschliesslich der guten und schlechten Rolle, die Banken in den letzten 30 Jahren gespielt haben. Aber Banker-Bashing kommt immer gut, so undifferenziert und platt wie moeglich... Bravo!
    Die Trefferquote ist hier nunmal am höchsten...;o))
  9. #9

    US Sachliteratur

    Das das Buch nicht besonders ist war zu erwarten. Wer gerne Sachbücher liest und dabei auf US Ware zurückgreift
    wird oft enttäuscht sein. Die Ami Autoren haben die Fähigkeit aus einer Mücke einen Elefanten zu machen.
    Es kommt ja nur auf das richtige Marketing an damit das Buch zum Bestseller wird. Der "Hype" vorher ist wichtig.
    Ich bevorzuge mitlerweile eher deutsche Autoren.
    Sind vielleicht nicht so spannend aufgemacht dabei weiss man aber was man bekommt.


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