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Skandal-Flughafen Berlin Brandenburg: Ein Flieger wird kommen, irgendwann

DPASchlimmer geht immer - die Bauchronik des Skandal-Flughafens Berlin Brandenburg ist ein Kapitel reicher. Der Bau wird eine Milliarde Euro teurer, eine weitere Verschiebung der Eröffnung droht. Klaus Wowereit zeigt kaum Reaktionen, die Hauptstädter ebenso wenig. Nur die Opposition ist empört.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...840578,00.html
  1. #20

    Zitat von Newspeak Beitrag anzeigen
    An sich wäre das noch nicht mal zu kritisieren. Infrastruktur kostet eben. Und rechnet sich langfristig. Als Gesellschaft kann man sich das schon leisten, finde ich.

    Was allerdings wirklich interessant wäre, ist doch, warum solche Großprojekte irgendwie immer aus dem Ruder laufen?

    Ich halte das noch nicht mal primär für Unfähigkeit. Sondern eher für willentliche Fehlkalkulation. Man rechnet sich solche Projekte schön, um die Kritiker zu befriedigen z.B. Man weiß aber im Grunde schon am Anfang, daß es teurer wird. Weil es aber billig sein soll, spart man außerdem am Notwendigen. Und man nimmt die billigste Baufirma, die auch nicht anders kalkuliert. Die will erstmal nur den Auftrag haben, ob sie den dann zu den angebotenen Konditionen erfüllen kann, ist doch in dieser Republik egal.

    DA müsste man ansetzen. Sprich, man sollte von Anfang an lieber doppelt so viel Geld veranschlagen, dafür realistisch bleiben und sich für das Mehr an Ausgaben auch professionellere Dienstleister verschaffen, die so ein Projekt auch wirklich im angegebenen Zeit- und Geldrahmen stemmen können.

    Man könnte sich z.B. Projekte in der Filmindustrie anschauen, die mindestens genauso teuer und komplex sind und irgendwie viel reibungsloser über die Bühne gehen, weil dort eben von Anfang an ökonomisch gedacht wird und nicht vor allem politische Dinge im Vordergrund stehen.

    Das Eröffnungsdatum z.B. ist völlig irrelevant, solange es eingehalten wird. Aber Wowereit nützt ein früheres Eröffungsdatum natürlich erst mal für die kurzfristige Propaganda...wenn am Ende alles schief geht, ist man vielleicht ja schon nicht mehr im Amt.
    Ich hatte schon die Hoffnung verloren, das niemand die echten Problem erkennt. Gerade der erste Absatz ist sehr treffend, hinterher freuen sich dann nämlich wirklich alle, das sie von Berlin auch ohne lange Verspätungen überall in die Welt fliegen können, ähnliches gilt auch für andere Infrastruktur.
  2. #21

    Das Vergabesystem ist falsch !

    Zitat von Newspeak Beitrag anzeigen
    An sich wäre das noch nicht mal zu kritisieren. Infrastruktur kostet eben. Und rechnet sich langfristig. Als Gesellschaft kann man sich das schon leisten, finde ich.

    Was allerdings wirklich interessant wäre, ist doch, warum solche Großprojekte irgendwie immer aus dem Ruder laufen?

    Ich halte das noch nicht mal primär für Unfähigkeit. Sondern eher für willentliche Fehlkalkulation. Man rechnet sich solche Projekte schön, um die Kritiker zu befriedigen z.B. Man weiß aber im Grunde schon am Anfang, daß es teurer wird. Weil es aber billig sein soll, spart man außerdem am Notwendigen. Und man nimmt die billigste Baufirma, die auch nicht anders kalkuliert. Die will erstmal nur den Auftrag haben, ob sie den dann zu den angebotenen Konditionen erfüllen kann, ist doch in dieser Republik egal.

    DA müsste man ansetzen. Sprich, man sollte von Anfang an lieber doppelt so viel Geld veranschlagen, dafür realistisch bleiben und sich für das Mehr an Ausgaben auch professionellere Dienstleister verschaffen, die so ein Projekt auch wirklich im angegebenen Zeit- und Geldrahmen stemmen können.

    Man könnte sich z.B. Projekte in der Filmindustrie anschauen, die mindestens genauso teuer und komplex sind und irgendwie viel reibungsloser über die Bühne gehen, weil dort eben von Anfang an ökonomisch gedacht wird und nicht vor allem politische Dinge im Vordergrund stehen.

    Das Eröffnungsdatum z.B. ist völlig irrelevant, solange es eingehalten wird. Aber Wowereit nützt ein früheres Eröffungsdatum natürlich erst mal für die kurzfristige Propaganda...wenn am Ende alles schief geht, ist man vielleicht ja schon nicht mehr im Amt.
    Verehrter Forist, Sie haben völlig Recht ! Falsch ist unserer Republik das Vergabesystem. Den Zuschlag bekommt der, der das niedrigste Angebot macht. Das ist in den meisten Fällen das schlechteste. Das müsste geändert werden.
  3. #22

    Teurer

    Ich kenne aus meiner Erfahrung kein Großprojekt, dass innerhalb der geplanten Kosten geblieben wäre. Das ist das Resultat der Auschreibungspraxis und dem daraus resultierenden "Nachtragsmanagement" der ausführenden Firmen. Wenn kein unabhängiger Controller mit viel Ahnung im Baugeschäft das Projekt steuert, werden die Kosten immer steigen. Warten Sie mal ab, was bei Stuttgart21 unterdem Strich stehen wird. Kopieren Sie mein Post und bewahren es auf :-)
  4. #23

    Flughafen ?

    Zitat von Wolffpack Beitrag anzeigen
    Ich hatte schon die Hoffnung verloren, das niemand die echten Problem erkennt. Gerade der erste Absatz ist sehr treffend, hinterher freuen sich dann nämlich wirklich alle, das sie von Berlin auch ohne lange Verspätungen überall in die Welt fliegen können, ähnliches gilt auch für andere Infrastruktur.
    Wenn es denn ein Flughafen wäre. Mit 20.000 qm Verkaufsfläche ist das wohl eher ein Shopping Center, durch das man gezwungen bei jedem Flug zeitraubend durch zu quälen. Für diejenigen die nur fliegen wollen sollte Tegel offenbleiben.
  5. #24

    Berlin ist arm, aber sexy,

    So sagte das Berliner Eichhörnchen. (Wowereit leitet sich von einer baltischen Bezeichnung für das Eichhörnchen ab.)
    Dieser Satz mus nun ergänzt werden: Berlin ist unfähig, arm und sexy. Letzteres vor allem das regierende Eichhörnchen!
  6. #25

    In der tat

    der teppich von Herrn Niebel hat mehr Pesse-Echo hervorgebracht. Wowereit und Platzek - zwei Sozialdemokraten die uns einen Vorgeschmack geben, wenn der Bund von aehnlichen "Oekonomen" regiert werden wuerde. Vielleicht sollte der Regierende sich ganz auf sein Steckenpferd "Bread & Butter" konzentrieren. Der Flughafen Tempelhof wurde ja bereits von Herrn Wowereit platt gemacht - war wohl das Aufwaermen fuer sein neuerliches Schoenefeld-Desaster.
  7. #26

    Teurer

    Ich kenne aus meiner Erfahrung kein Großprojekt, dass innerhalb der geplanten Kosten geblieben wäre. Das ist das Resultat der Auschreibungspraxis und dem daraus resultierenden "Nachtragsmanagement" der ausführenden Firmen. Wenn kein unabhängiger Controller mit viel Ahnung im Baugeschäft das Projekt steuert, werden die Kosten immer steigen. Warten Sie mal ab, was bei Stuttgart21 unterdem Strich stehen wird. Kopieren Sie mein Post und bewahren es auf :-)
  8. #27

    Die BER-Kosten...

    werden steigen und steigen, die Eröffnung des Flughafens aber bleibt weiter offen. Schlimm: Unser nichtregierende Pleitegeier Wowereit und sein Hiwi in Brandenburg wollen sogar gegen die Lärmschutzkosten vor Gericht vorgehen. Diese gewählten Politnieten wollen damit gegen ihre Wähler vorgehen. Nur weiter so, die Bananenrepublik läßt grüßen.
  9. #28

    Berliner Wutbürger

    Zugegeben, es gibt keine Massendemonstrationen der Berliner Bürger gegen die Protagonisten des Skandals, Geschäftsführung und Aufsichtsrat, aber die Empörung ist trotzdem groß. Natürlich haben die Kontrolleure versagt und die Manager und vielleicht auch die Ingenieure, die den Brandschutz nicht ordnungsgemäß realisiert haben, aber hat es schon einmal im Nachhinein Demonstrationen gegeben, wenn bei einem Bauprojekt geschlampt wurde. Die vom Fluglärm betroffenen Berliner Mitbürger haben übrigens ausdauernd und kräftig protestiert.
  10. #29

    Tegel

    Vielleicht sind die Berliner ruhig, weil sie sich alle freuen, dass Tegel noch offen ist. Ich freue mich jedenfalls enorm darüber!!! Ich bete, dass Tegel uns erhalten bleibt, es ist so ein toller, besucherfreundlicher Flughafen!








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