DaimlerAuf der CES in Las Vegas zündet Mercedes die nächste Stufe der iPhone-Integration: Nun beherrschen entsprechend ausgerüstete Autos auch Apples Spracherkennung Siri. Mails diktieren, Kontakte anrufen, den Dax checken oder Musik auswählen, das alles geht - dennoch bleibt ein zwiespältiger Eindruck.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/s...-a-876703.html
Siri ist ein unausgereiftes Produkt, Maps ebenso. Mercedes tut sich und seinen Kunden keinen Gefallen, das iPhone auf diese Art und Weise zu integrieren.
Man muss Mercedes ja zugestehen, dass ihre Spracherkennung wirklich sehr gut funktioniert hat, leider aber nur noch mit dem 3500€ teuren COMAND geliefert wird. Damit war eine flüssige, im ganzen gesprochene Adresseingabe ohne Buchstabieren möglich und auch das Telefon hat die gesprochenen Namen mit fast 100%iger Sicherheit erkannt.
Jetzt braucht man also das Drive Kit Plus und die Digital Drivestyle App. Was für bescheuerte Namen.
Und was mach ich als Android-Nutzer?
Wohl Siri...
Mir ist es vollkommen schleierhaft, wie man sich als Autohersteller auf so einen propritären Scheiss einlässt. Spracherkennungssysteme gibt es ja nun zur Genüge, sie könnten mit heutiger Prozessorleistung auch autark im Fahrzeug verbaut werden, wenn es denn jemand haben will. Und wer will schon ständig Online sein (sich tracken lassen) und wo ist das überhaupt möglich?
Nächste Generation tauscht Apple wieder irgendeinen Stecker und schon passt nix mehr.
Was ich aus dem ganzen Artikel jetzt aber nicht herauslesen konnte: Was ist der Vorteil gegenüber der Nutzung der Spracherkennung vom iPhone direkt?!?
Mein Android-Phone steckt ganz einfach in einer Docking-Station an der Windschutzscheibe und somit kann ich auch die Spracherkennung nutzen (inkl. SMS schreiben usw.). Und das bei einem 17Jahre alten Passat ,,,
Siri ist weit mehr als nur ein Spracherkennungssystem, es ist ein digitaler Assistent. Und davon gibt es garantiert nicht "zur Genüge" und schon gar kein ausgereiftes.
Ich finde es traurig, dass die Automobilhersteller sich auf proprietäre Standards einzulassen, anstatt eine Standardschnittstelle zu erzwingen. Das sage ich als iPhone-User.
Siri funktioniert demnach nur online. Auf flachem Land schweigt dann das Auto oder hat unter Umständen ne seeeehr lange Leitung, wenn man mit ihm sprechen will, oder irre ich mich da?
Außerdem wird nicht jedem schmecken, dass er von Merzedes in Sachen Smartphone-Wahl festgenagelt wird.
Apple Maps ist nicht so schlecht. Da die Karten als Vector-Graphen vorliegen, werden grosse Teile im Arbeitsspeicher gehalten. Wenn ich z.B. von CH nach DE fahre, funktioniert Maps auch noch in DE, selbst ohne Data-Roaming. Es kann halt z.B. nicht so gut eine Bushaltestelle o.dgl. finden, wie das vielleicht Google Maps könnte (kann es das?).
Kosten die Updates für die Hersteller-eigenen Navis eigentlich immer noch 100e jedes Jahr?