Sinns Euro-Buch: Auf verlorenem Rechnungsposten

Wie schreibt man ein Buch über eine Thema, das verflixt wichtig ist - aber zugleich so abstrakt, dass es selbst Experten kaum verstehen? Hans-Werner Sinn hat sich an dieser Aufgabe versucht. Sein Werk über die Target-Salden hat Bestseller-Potential.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-859508.html
  1. #1

    Es geht Sinn also wieder einmal

    um eine Bankenrettung, diesmal die Bundesbank. Wie Herr Sinn sich überhaupt immer nur zu Wort meldet, wenn seinen Freunden (dass sind die, die wegen Monatseinnahmen von mehr als 18.000 Euro aus der Statistik fahlen) Gefahr droht.
  2. #2

    Sinn hat Recht

    Man kann über Sinn durchaus geteilter Meinung sein, er ist ein sperriger Typ, der nicht gerade auf Sympathie aus ist. Aber seine Vorhersagen über Ursachen und Verlauf der Finanz-Krise waren bis jetzt größtenteils richtig. Und genau das ist beängstigend.
  3. #3

    Komisches Schema

    Wieso überweist die Griechische Zentralbank nicht einfach das Geld? Laut Schema hat die Geschäftsbank ja eine Überweisung getätigt... Die (auf Euro lautende Überweisung) könnte doch einfach weitergeleitet werden. Also halten die Griechen das Geld zurück? Es kann ja wohl kaum verschwunden sein... Langsam glaube ich es gab nie Geld....
  4. #4

    Sinns Euro Buch

    Herr Sinn macht Sinn, denn die sog. Target Salden sind auch Deutsche Kredite an die Suedlaender = Schuldner, nur dass hier das Parlament nicht von der Regierung befragt wurde eine Genehmigung nicht vorliegt. Unsere Verplichtungen unter ESM sind auf Euro 190 Milliarden begrenzt, Guarantien nicht einbezogen, EZB nicht beruecksichtigt, und dazu kommen inzwischen Euro 1,000 Milliarden aus dem Verrechnungssaldo. Kanzlerin Merkel, bitte wann ist genug genug auch fuer ihren Appetit, die deutschen Steuerzahler zu belasten...? Karl
  5. #5

    Gutes Geld sollte...

    ... man dem schlechten nicht hinterherwerfen. Aber die Bundesregierung ist ja noch jung, sie lernt das noch.
  6. #6

    Lauter so Murks-Meldungen

    Das Kartellamt hat gestern die Abschaffung/Neugestaltung des EEG verlangt. Spitzenmeldung sogar in der Tagesschau. Wieso wird denn hier darüber mit keinem Wort berichtet?
  7. #7

    oh nein

    Zitat von Knackeule Beitrag anzeigen
    Man kann über Sinn durchaus geteilter Meinung sein, er ist ein sperriger Typ, der nicht gerade auf Sympathie aus ist. Aber seine Vorhersagen über Ursachen und Verlauf der Finanz-Krise waren bis jetzt größtenteils richtig. Und genau das ist beängstigend.
    das stimmt nicht. Der Unsinn hat in Mitten der Bankenkrise behauptet, die USA kämen aus der Krise weitaus eher heraus als Deutschland.

    Und das stimmt ja nun wirklich nicht.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland, so Sinns implizite Schlussfolgerung, kann nicht mehr raus aus der Euro-Zone. Die Verluste wären einfach zu hoch, als dass irgendeine Regierung sie politisch überleben würde.
    Das aus der Nummer keiner mehr rauskommt ohne Riesenknall ist doch irgendwie seit dem Tag klar, als der Euro eingeführt wurde. Man führt keine gemeinsame Währung in halb Europa ein und dreht das später wieder halbwegs friedlich zurück.
    Wir sollten einfach aufhören da rumzuheulen. Passiert ist passiert, langfristig ist es die einzig richtige Entscheidung. Vielleicht müssen wir einmal (diesmal) richtig viel bezahlen, weil es nicht klappt, dann ist das halt Lehrgeld.

    Über die DM jedenfalls würden sich China und Co. kaputt lachen. Nette, kleine DM ... guck Dir an wie niedlich die ist ... stupps nach links, stupps nach rechts.
    Worum es gehen muss ist, die Geldströme zu kontrollieren. Oder wenigstens zu beobachten. Und da scheint das Buch ja einen guten Beitrag zu leisten.
  9. #9

    Der Euro: die Sozialisierung der Verluste

    Zitat von Artikel
    Bofinger: "Die Target-Salden haben es deutschen Banken ermöglicht, ihre Engagements in den Problemländern massiv zurückzufahren... Der Preis dafür besteht darin, dass ihre Forderungen ... nun als Target-Forderungen in die Bilanz der Bundesbank gewandert sind."
    Der angeblich gewerkschaftsnahe Herr Bofinger bejubelt hier das, was er eigentlich kritisieren sollte: nämlich dass der Euro es den Geschäftsbanken ermöglicht hat, ihre zweifelhaften Forderungen auf den Steuerzahler abzuwälzen, ihre Verluste also zu sozialisieren. Herr Sinn, der ja immer als arbeitgeberfreundlich angesehen wird, hält das nun für einen Fehler, wenn nicht für einen Skandal. Und das ist es auch.