Sinkende Ausfuhren: Euro-Krise würgt deutsche Exporte ab

dapdDeutschlands Wirtschaft verliert an Fahrt: Die Exporte sind im April deutlich gesunken. Besonders stark gingen die Ausfuhren in andere europäische Länder zurück. Die Aussichten für die kommenden Monate sind schlecht - denn auch in wichtigen Absatzmärkten wie Indien und China schwächelt die Konjunktur.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837665,00.html
  1. #10

    nur Haare schneiden hilft nicht

    Zitat von ak-73 Beitrag anzeigen
    Damit werden nicht nachhaltige Leistungsbilanzungleichgewichte hoffentlich dauerhaft abgebaut.


    Alex
    Vieleicht ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass De als rohstoffarmes Land und Industriestandort von der Wertschöpfung abhängig ist.

    Wenn wir uns gegenseitig die Haare schneiden oder uns gegenseitig Steuerbescheide zuschicken , wird das nicht reichen für ein so angenehmes Leben wie wir es derzeit führen.
  2. #11

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschlands Wirtschaft verliert an Fahrt: Die Exporte sind im April deutlich gesunken. Besonders stark gingen die Ausfuhren in andere europäische Länder zurück. Die Aussichten für die kommenden Monate sind schlecht - denn auch in wichtigen Absatzmärkten wie Indien und China schwächelt die Konjunktur.

    Deutsche Exporte sinken im April deutlich - SPIEGEL ONLINE
    "Während die Ausfuhren in die Euro-Länder um 3,6 Prozent sanken, legten sie in die Länder außerhalb der Europäischen Union um 10,3 Prozent zu."

    Hilfreich wären hier noch Zahlen zu den Ausfuhren in die Rest-EU (EU minus Euro-Länder), damit man ein Gesamtbild hat. Wenn auch nicht komplett, zeigen die Zahlen zumindest von der Tendenz her die Bedeutung der Exporte in die europäischen Länder, die von vielen Lesern hier gerne herunter gespielt wird. Der Mittelstand ist hier natürlich als erstes betroffen und da nächstes Jahr eine weltweite Rezession zu erwarten ist, werden sich viele nicht davon erholen können. Dies wird den öffentlichen Haushalt dermassen belasten, dass den Damen und Herren nichts anderes einfallen wird als ihre Agenda 2020 (wie auch immer diese dann heissen wird) einzuführen. Aber es kommt halt immer anders...
  3. #12

    Naja,

    Zitat von böseronkel Beitrag anzeigen
    Es ist ja nun wirklich nicht erstaunlich wenn die Piigs-Staaten wegen des merkelschen Spardiktats keine deutschen Waren mehr kaufen können. Aber es ist auch kein Geheimnis, dass die Konjunktur in außereuropäischen Schwellenländern rückläufig ist. Natürlich muss sich diese globale wirtschaftliche Abkühlung stark negativ bei der einseitig exportorientierten deutschen Wirtschaft bemerkbar machen. Man darf gespannt sein, wie die großartige Kanzlerin dann im Wahljahr 2013 die steigende Anzahl der Hartzer propagandistisch behandeln wird. Wird sie möglicherweise ein Konjunkturprogramm nach John Maynard Kenes auflegen?
    aber warum soll der Arbeitnehmer in Deutschland in Rettungsschirme einzahlen, damit in den PIIGS-Staaten die Waren gekauft werden können.
  4. #13

    Wurde mal Zeit

    War wohl zu einseitig sich nur auf den Export zu konzentrieren und die Armut in Deutschland zu forcieren, damit man auf den Weltmarkt gegen die dritte Welt und China noch gut dasteht.
    Darunter hat wohl der Binnenmarkt gelitten.
    Nachdem die Politiker für ausreichend Armut gesorgt haben, sollen sie jetzt mal sehen wie sie von der Lobby ihr Geld bekommen.
    Im Fall wenn es bei der Lobby nicht rund läuft, lassen sie die Politiker normal in Stich.
    Der Schaden ist eh schon enorm.
  5. #14

    Hopla,Hausaufgaben nicht gemacht!!!!

    Zitat von sistermercy Beitrag anzeigen
    Jetzt passiert das, was sich jeder halbwegs zum Denken befähigte Bürger schon von Beginn der Krise und der Rettungsbemühungen an überlegen konnte: Die übrigen Euroländer sind nicht mehr in der Lage, unsere Waren abzunehmen! Nur dann bitte sei die Frage erlaubt: Warum haben wir Abermilliarden in diese Länder bereits versenkt und beabsichtigen offenbar, dort noch Bilionen zu versenken? Das ist doch Irrsinn und nur mit der historischen Bürde des deutschen EU-Sklaventums zu erklären!

    Wir müssen raus aus dem Euro! Eine Aufwertung der Mark würde nur im Vergleich zum Euro merklich eintreten, vor allen Dingen nicht zum Dollar. Das schadet uns nicht, exportieren wir doch weit mehr als 2/3 nach außerhalb des Euroraumes und mit der Krise wird dieser Anteil noch immens ansteigen.

    Jeder Politiker und auch jeder Pressmensch, der weiter zusieht und seine Möglichkeiten zum Umsteueren und Aufklären nicht nutzt, versündigt sich am Deutschen Volk.
    DER GROßTEIL DER DEUTSCHEN EXPORTE GEHT IN DIE EU!
    ÜBER 60%

    Zitat WIki:`Im Jahr 2009 lag der Anteil der Ausfuhren in EU-Länder bei 62,3 Prozent des deutschen Gesamtexportes, in Euro-Länder bei 42,7 Prozent. Lediglich knapp 10 Prozent der deutschen Exporte gingen nach Amerika, 14 Prozent gingen nach Asien[31].

    Frankreich ist Deutschlands wichtigster Handelspartner.....`
    `
    Also schön zurückrudern. DEUTSCHLAND braucht den Eu Markt!!!
  6. #15

    Missverständnis

    Zitat von eisbaerchen Beitrag anzeigen
    was für ein Drama, da schwächelt mal der Export in der Bilanz eines Monats und schon sind wir "abgewürgt" (das würde wohl passen, wenn wir garnichts mehr exporteiren würden). Genauso dämlich funktioniert die Börse; da hat mal ein Vorstandsvositzender irgendwelche Blähungen und schon stürzen Kurse ab...was für eine bescheuerte Welt ist das geworden!
    Augen auf bei der Wortwahl, oder nicht gelernt in der Schule sich präzise auszudrücken?
    Das war auch mit ein Missverständnis, mit dem sich die Krisenmanager beruhigt hatten. Dass die Finanzmärkte psychologisch zu beeinflussen seien. Ist sicherlich zumindest teilweise möglich, jedoch ist die Psychologie nicht der einzige Faktor, manchmal zählen harte Fakten. ;-)
  7. #16

    Wenn erst ESM kommt,

    Zitat von kuddel37 Beitrag anzeigen
    Wenn die innereuropäische Pleiteländer zurück gehen ist das doch nicht so schlimm. Die Rechnung würde eh der deutsche Steuerzahler über rettungsgelder zahlen müssen.wenn sie schon nicht selbst zahlen können, dürfen sie auch keine waren bekommen.
    zahlt Deutschland die Schulden des Club-Med, die
    Euro-Länder verschulden sich weiter , dass es nur so kracht,
    Deutschland exportiert wieder in die Euro-Zone, wird wieder
    "Export-Weltmeister", die exportierenden Firmen verdienen
    sich dumm und dämlich, der Target 2 Saldo steigt in
    Billionenhöhe, keiner gleicht diese "NUR Verrechnungskonten"
    aus und übrig bleibt der Deutsche Steuerzahler und
    Deutschland ist dann de facto pleite.

    Was solls, Hauptsache der Rubel rollt, die Banken
    werden gerettet und Deutschland verliert eine Souveränität.
  8. #17

    Ein Rückgang von 3.6% heißt also "abgewürgt" - oha. Man stelle sich vor, demnächst gibts einen Rückgang von 5% - da schreibt man wohl dann wohl wieder vom "Infarkt" oder "Deutschland am Abgrund". Und auf der anderen Seite kann ein Anstieg verglichen zum Vorjahr von 3.4% nur als "leichtes Plus" beschrieben werden!!! Interessant, mit welcher Wortwahl da vorgegangen wird. Unabhängiger, urteilsfreier Journalismus sieht für mich anders aus.
    Zusammen mit diesen regelmäßigen und äußerst unsäglichen Weltuntergangskolumnen zum Thema Eurokrise gibt Spon ein wirklich sehr schlechtes Bild ab.
  9. #18

    aber, aber . . . .

    so was daf man doch nicht behaupten. Ist doch nicht opportun. Hatte MM ( Mutti Merkel ) noch nicht geschimpft ? Kommt noch. Vielleicht auch nicht . . . . wenn sie objektiv und kritisch nachdenkt. Aber daran habe ich meine wohl berechtigten Zweifel.
  10. #19

    Zitat von pansen Beitrag anzeigen
    Das war auch mit ein Missverständnis, mit dem sich die Krisenmanager beruhigt hatten. Dass die Finanzmärkte psychologisch zu beeinflussen seien. Ist sicherlich zumindest teilweise möglich, jedoch ist die Psychologie nicht der einzige Faktor, manchmal zählen harte Fakten. ;-)
    3,4% PLUS gegen Vorjahr.

    Wo ist die Abschwächung?