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Single-Männer: Allein ist spitze

CorbisSingle-Männern geht's mies, das legt eine Studie nahe: Ohne Frau, so scheint es, können sie einfach nicht glücklich sein. Wer aber seinen alleinstehenden Kumpel mit Verkupplungsversuchen zwangsbeglücken möchte, sei gewarnt - so elend ist das Alleinsein nicht.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,856968,00.html
  1. #60

    Zitat von KnoKo Beitrag anzeigen
    Partnerschaft? Nein danke! Nie wieder!
    Auf einen launischen Kontrollfreak, der meint mich erziehen zu müssen kann ich gerne verzichten.
    Und billiger ist es nebenbei auch noch.
    Alternativ. Suchen Sie sich doch einfach einen partner/eine Partnerin die kein launischer Kontrollfreak ist. Und Ihnen nicht das ganze geld aus der Tasche zieht.
    Single aus Überzeugung sein ist sicherlich kein problem, Single aufgrund von derart merkwürdigen Vorstellungen zu sein ist armselig.
  2. #61

    Eure wirtschaftliche Verantwortung

    Mädels! Als glücklicher Junggeselle hält man zu aufgetakelten, hysterisch schnatternden und einander begeistert ankeifenden Esoterikerinnen einen höflichen Sicherheitsabstand. Insbesondere bei gruppenweisem Auftreten (n>1) ist sofortige Flucht angezeigt (nach Möglichkeit Platzwechsel). Dies trotz sehnsüchtigem Anstarren und hilflosen Freundlichkeitsgesten.
    Abschreckendes öffentliches Auftreten von Frauen erstickt jede Zweisamkeitsgefahr bereits im Keim. Persönliche Bekanntschaften bleiben ausgeschlossen.
    Aber: 80 % aller Kaufentscheidungen fällt in einer Paarbeziehung die Frau.
    Wir Individualisten sind offenbar schlechte Konsumenten. Wir konsumieren ohne gesellschaftlichen Druck. Ihr dagegen kauft oder lasst kaufen, was gekauft werden soll.
    Ohne Euch läge die Weltwirtschaft darnieder.
    Aber warum unter grossen Entbehrungen eine Frauenbetreuung übernehmen? Und dadurch die eigene Freiheit opfern?
    Wenn sich trotz heftiger Medienpropaganda das Junggesellentum als ideale männliche Lebensform etabliert haben wird, schauen wir wirtschaftlich in die Röhre. Wer geht dann noch in Möbelhäuser und zum Erlebniseinkauf?
    Soweit Eure wirtschaftliche Verantwortung. Also bitte etwas weniger Theater. Früher einmal träumten wir sogar von Euch. Waren das denn alles Hirngespinste?
  3. #62

    Zitat von marypastor Beitrag anzeigen
    geht gut bis ca. 45. Viel Spass, keine Verantwortung, meistens gesund. Danach gehts' aber los. Andere Single-Freunde werden immer weniger, neue kommen nicht dazu. Die zur Verfuegung stehenden Frauen werden auch aelter und sind nicht mehr so attraktiv. Junge Dinger ziehen Gleichaltrige vor

    Dann sitzt man bald allein auf dem Sofa, trinkt Bier und isst Pizza, duscht sich am Wochenende nicht mehr. Sieht ja sowieso keiner. Kaum noch einer ruft an, nicht mal aus Versehen. Dann legt man sich einen Hund zu, um beim Spazierengehen im Park einen Gespraechspartner zu haben.
    Und? Was ist die Alternative? Man heiratet mit 25 und hat sich dann 20 Jahre später mit 45 auch nichts mehr zu sagen. Dann sitzt man gemeinsam vor dem Fernseher und schweigt sich an.
  4. #63

    Zitat von 01099 Beitrag anzeigen
    So entstehen sie, die Beziehungsunfähigen. Zweimal eine schlechte Erfahrung mit einer Frau gemacht und schon hat man Angst, sich noch einmal auf eine einzulassen. Da fällt man lieber in ein pubertäres Larvenstadium zurück, umgibt sich mit sich selbst und den obligatorischen "Kumpels" und verbucht das unter "Freiheit". Ich kenne einige dieser Fälle und mit "glücklich sein" hat das alles nicht das Geringste zu tun, zumal aus dem Alleinsein gang schnell ein Einsamsein wird, denn oft will es mit der sexuellen Freiheit dann doch nicht mehr so klappen, wie man(n) sich das so erhofft hat. Das mag mit 18-25 noch alles funktioniert haben, aber ab 30 wird das alles extrem schwer. Nicht etwa, weil Frauen alle doof und komisch emanzipiert sind, sondern weil man auf alten, ängstlichen Spuren fährt und die nicht verlassen will oder im schlimmsten Falle nicht mehr verlassen kann. Da sitzen sie dann in geselliger Runde, halten sich am Bierglas fest, entwickeln seltsame Hobbies wie Angeln und Wandern und betäuben die Separation von Zärtlichkeit und Geborgenheit in maskulinen Ritualen.
    Selber schuld, kann ich da nur sagen. Viele Männer sind noch die alten Jäger und (Trophäen-)Sammler, die jahrelang den Sex und die Abwechslung in den Vordergrund der Beziehung mit einer Frau gestellt haben. Anstatt sich Zeit zu lassen und die Partnerin richtig kennen zu lernen, ging es sofort in die Kiste und nach dem Abflauen der sexuellen Attraktivität, fand man sich plötzlich bei einem Menschen wieder, der auch Bedürfnisse und Ansprüche (gerne auch intellektuelle) äußert und einfordert. Damit kommen viele meiner Geschlechtsgenossen nicht zurecht. Dann lieber schnell weg. Aber dann kommt das dicke Ende. Während Frauen mit längeren Singlephasen durchaus gut zurechtkommen, werden Männer sehr oft zu verängstigten, erkalteten und affektierten Jammerlappen. Das "starke Geschlecht"? Dieser stete Tropfen höhlt dann den Stein und wenn irgendwann plötzlich wieder ein Weib Interesse anmeldet, kann man(n) damit nicht mehr umgehen. Aber dann sind es die doofen Frauen, die daran Schuld tragen. Das Scheitern gehört zum "dirty old man", ist aber leider nicht so schön romantisch wie im Wilden Western und so reitet der Singlemann auf der Couch dem emotionalen Sonnenuntergang entgegen. Yeeha!
    Schon ma auf die Idee gekommen dass es Leute gibt die ihr Glück nicht über so etwas fragiles wie eine Beziehung definieren sondern über Erlebnisse Momente und Erreichtes was man auch gut ohne Lebenspartner erreichen kann und mit Freunden teilen kann? Geht sowas nicht? Passt sowas nicht ins Gesellschaftliche spiessige Schema?
  5. #64

    Zitat von marypastor Beitrag anzeigen
    geht gut bis ca. 45. Viel Spass, keine Verantwortung, meistens gesund. Danach gehts' aber los. Andere Single-Freunde werden immer weniger, neue kommen nicht dazu. Die zur Verfuegung stehenden Frauen werden auch aelter und sind nicht mehr so attraktiv. Junge Dinger ziehen Gleichaltrige vor

    Dann sitzt man bald allein auf dem Sofa, trinkt Bier und isst Pizza, duscht sich am Wochenende nicht mehr. Sieht ja sowieso keiner. Kaum noch einer ruft an, nicht mal aus Versehen. Dann legt man sich einen Hund zu, um beim Spazierengehen im Park einen Gespraechspartner zu haben.
    Es ist keine Frage wie man lebt, sondern wie man es versteht, daraus das Beste zu machen. Dass es für einen,(mitunter unberührten) Mittvierziger äußerst schwierig - wenn nicht sogar nahezu unmöglich ist, sich vom Single-Dasein zu befreien, gilt als sicher, jedoch halte ich das Klischee vom chronisch depressiven Dauer-Single als nicht der Realität entsprechend.
  6. #65

    Zitat von thschü Beitrag anzeigen
    Ich finde die Darstellung dieses Artikels sehr klischeelastig. Ich glaube kaum, dass sich jemand bewusst aussucht Single zu sein. „Single-Sein“ ist aus meiner Sicht und Erfahrung das Ergebnis aus den Lebenssituationen und den Umständen des Jetzt. Man kann sich bewusst dazu entscheiden zu einem bestimmten Zeitpunkt Single zu werden oder man ist temporär Single, weil man weiter daran arbeitet irgendwann den richtigen Partner zu finden. Wir sind nicht dafür bestimmt Single zu sein. Eine Partnerschaft ist, von sicher wenigen Ausnahmen abgesehen, jedermanns Ziel. Single sein spiegelt entweder Enttäuschungen aus vergangenen Beziehungen wieder, das falsche Verständnis für partnerschaftliches Miteinander oder die falsche Partnerwahl. Im Übrigen hat die Emanzipation der Frau ihren Teil dazu beigetragen. Die Karriere der Frau wird immer so hoch aufgehängt, Kindererziehung tritt in den Hintergrund und wird auf Kinderbetreuungsstätten abgewälzt, treten dann Probleme auf, haben sie dann nicht mehr die Kraft, weil sie doch im Beruf sooo gefordert werden. Wer hat dann wieder die Gesamtverantwortung und hat Lösungen zu entwickeln. Genau! Der Partner oder Ehemann der diese Probleme ohne Partnerschaft nicht hätte.
    Fazit: Alter Spruch! Auf jeden Topf passt ein Deckel. Man Muss ihn nur finden!

    Als jemand der niemals im Leben eine Beziehung hatte (inzwischen schon über 30 Jahre alt) sag ich genau dass Gegenteil. Paarbeziehungen bzw. sogar eine Heirat braucht kein Mensch mehr und sind veraltete Konzepte aus vergangenen Tagen, wo uns die Gesellschaft noch nicht die Freiheiten bieten konnte wie damals.

    Frauen und Männer sind nicht aufeinander angewiesen, was auch ganz gut so ist. Niemand braucht irgendwelche nutzlosen Verpflichtungen oder Bindungen bis zum Tode.
    Was den Nachwuchs angeht, können die Frauen wohl alleine in unserer Gesellschaft ihre Kinder heranziehen (gleiches würde ich auch den Männern zuschreiben). Insofern sind auch jegliche Nachwuchssorgen in meinen Augen unbegründet.

    Desweiteren haben Ehen wie auch feste Partnerschaften offensichtlich wesentlich mehr Nach- als Vorteile. Anhand meiner eigenen geschiedenen Eltern seh ich zb., wie bescheiden eine Ehe sein kann. Insofern bin ich froh, dass das Singlesein in jeglicher Form auch dauerhaft beibehalten werden kann ohne irgendwelche Abstriche zu machen. Zumindest erleb ich keine Nachteile dadurch. Im Gegenteil, ne Frau könnte ich auf Dauer nicht ertragen und somit gewähre ich auch in meinen Leben diesen Aspekt grundsätzlich keinen Raum mehr.
  7. #66

    ach...

    Zitat von pepe81 Beitrag anzeigen
    Schon ma auf die Idee gekommen dass es Leute gibt die ihr Glück nicht über so etwas fragiles wie eine Beziehung definieren sondern über Erlebnisse Momente und Erreichtes was man auch gut ohne Lebenspartner erreichen kann und mit Freunden teilen kann? Geht sowas nicht? Passt sowas nicht ins Gesellschaftliche spiessige Schema?
    Eine Beziehung muss doch nicht zwangsläufig etwas "fragiles" sein; eher das Gegenteil ist doch der Fall. Wenn man Freundschaften mit Liebe gleichsetzt, mangelt es dann wohl doch an Grundkenntnissen zum menschlichen Zusammenleben. Das kann man aber alles noch lernen. Ich wünsche es Ihnen. Klar kann man auch Erlebnisse und Momente alleine als "Glück" empfinden oder diese mit Freunden teilen, aber mit der Intensität einer Zweier-Beziehung ist das alles nicht wirklich zu vergleichen. Da teilt man eben noch etwas mehr als das.
    Ich bin, im Gegensatz zu Ihnen, absolut nicht der Überzeugung das Beziehungen etwas mit einem gesellschaftlich aufgezwungenen, spießigen Konstrukt zu tun hat. Liebe zwischen zwei Menschen hat es auch schon vor der Idee der "romantischen Liebe" gegeben, auch wenn Herr Precht die Unwahrheit dazu verbreitet. Es ist auch ganz egal, woher das kommt. Ich kenne jedenfalls keinen Single, der wirklich glücklich ist, auch wenn er es von sich behauptet. So wie ein Dicker wenig glaubhaft ist, der sagt, er fühle sich mit seinem Körper wohl. Eine Zeit lang mag das alles gehen, aber auf Dauer scheint das kein Lebensentwurf sein.
    Die Kommentare hier sprechen ja Bände, denn die meisten der Foristen sind nicht "Single aus Überzeugung", sondern weil sie sich aus Feigheit und vorausgegangenen Enttäuschungen, nicht mehr binden wollen oder können. Das finde ich bedauernswert.
  8. #67

    Der Artikel

    Der Artikel könnte genau so gut über Paare geschrieben sein. Ersetzen Sie ein paar Wörter und schon haben Sie die 0815-Beziehung. :D

    Das kommt wohl immer auf die Person drauf an, ob man jemanden brauch. Für mich ist jeder Mensch, der es nicht mit sich selbst aushält ein schwaches Individuum.

    Das klingt jetzt hart, aber wie kann es sein, dass man Ablenkung durch einen Partner brauch oder sich nur so annähernd komplettiert. Schon alleine sollte man sich komplett fühlen und eine Partnerin sollte, wenn dann, nur das i-Tüpfelchen sein, um es eben perfekt zu machen.

    Als Langzeit-Single (Letzte 'Beziehung' mit 16, jetzt schon 28.) mit sogenannten F*ckbeziehungen und gelegentlichem Kuscheln und gemeinsamen Faullenzen fühle ich mich pudelwohl. Hätte ich nicht das sexuelle Bedürfnis, würde ich überhaupt nicht auf Frauen angewiesen sein.

    Ich mache das doch nur für die Glückhormone! Sex + Kuscheln, danke reicht. Alles andere kann ich alleine oder mit Freunden oder Freundinnen(ohne Sex und ohne Aufgabe der Selbstbestimmung) doch genau so gut!

    Aber das kommt halt wirklich drauf an, was für ein Typ man ist. Ich war schon immer introvertiert und wäre im 18.Jahrhundert wahrscheinlich in die USA ausgewandert, um als Einsiedler in den Rocky Mountains zu leben. :D

    Glauben sie mir eines: Wäre ich jetzt noch überdurchschnittlich gutaussehend, wäre mein Leben perfekt, da es mir das flirten wesentlich erleichtern würde. Flirten ist nämlich immer zeitaufwendig und kostspielig. Und umso weniger man 'posed' mit guten Aussehen, Spaß und Geld, umso anstrengender wird es für den Mann und hier könnte man(n) durch gutes Aussehen viel kompensieren.

    Ich bin wahrscheinlich ein Mann-Roboter, weil ich eine Beziehung auf das runterbreche was sie eigentlich ist: Sex+Kuscheln.

    Die "Liebes"-Hormone verschwinden sowieso nach 1-6 Monaten. Danach ist es wirklich nur noch Sex+Kuscheln+(falsche) Sicherheit, was eine Beziehung aus macht.

    Beschimpfen sie mich ruhig als Chauvinist und Macho, der Frauen auf körperliche Befriedigung degradiert. Komsicherweise werde ich trotzdem immer wieder von Frauen als Frauenversteher und guten Gesprächspartner betitelt.
    Und nope: Ich bin nicht der Friendzoned-Typ :D

    Und btw fühl ich mich nichtmal schlecht dabei am Freitag zu Hause zu hocken und einen Artikel auf Spiegel.de zu kommentieren. Die Arbeitswoche ist um, und ich kann endlich einen Abend machen, worauf ich Bock habe. Mit mir selbst und was sonst noch, was MIR auch immer in den nächsten 4 Stunden einfällt!
    Vllt auch eine schmutzige SMS mit dem sogenannten Booty Call an meine 'quasi'-Freundin.
    Over and out.
  9. #68

    Ziemlich schlicht

    Zitat von marypastor Beitrag anzeigen
    geht gut bis ca. 45. ... Danach gehts' aber los. ...
    Dann sitzt man bald allein auf dem Sofa, trinkt Bier und isst Pizza, duscht sich am Wochenende nicht mehr. Sieht ja sowieso keiner. Kaum noch einer ruft an, nicht mal aus Versehen.
    Sie verwechseln auf eine schlichte Art und Weise Singles mit Einsamen. Ein Single kann vereinsamen, muss aber mitnichten.

    Das Problem ist nicht das Single-Sein, sondern die Einsamkeit.
  10. #69

    Das "starke Geschlecht"?

    Zitat von 01099 Beitrag anzeigen
    So entstehen sie, die Beziehungsunfähigen. ... ab 30 wird das alles extrem schwer. Nicht etwa, weil Frauen alle doof und komisch emanzipiert sind, sondern weil man auf alten, ängstlichen Spuren fährt und die nicht verlassen will oder im schlimmsten Falle nicht mehr verlassen kann. ...

    Während Frauen mit längeren Singlephasen durchaus gut zurechtkommen, werden Männer sehr oft zu verängstigten, erkalteten und affektierten Jammerlappen. Das "starke Geschlecht"? Dieser stete Tropfen höhlt dann den Stein und wenn irgendwann plötzlich wieder ein Weib Interesse anmeldet, kann man(n) damit nicht mehr umgehen. Aber dann sind es die doofen Frauen, die daran Schuld tragen. Das Scheitern gehört zum "dirty old man", ist aber leider nicht so schön romantisch wie im Wilden Western und so reitet der Singlemann auf der Couch dem emotionalen Sonnenuntergang entgegen. Yeeha!
    Der Verfasser ist offensichtlich spätpubertierend, und hat die Weiblichkeit möglicherweise noch vor sich, im Publikum sitzen ein paar Kumpels ohne Mädels, die viele zu besitzen oder nur zu nutzen vorgeben, und ein paar, die es hinter sich haben.

    Die Diskussionsvoraussetzungen sind demnach denkbar ungünstig. Die Jungen versuchen nämlich, sich was vorzumachen, den anderen natürlich auch, aber das ist unschädlich, solange sie das nicht glauben, und die Älteren versuchen erst gar nicht, sich was vorzumachen, sondern gehen furztrocken die paar bestandenen Ehen und Scheidungen durch. Sie wissen zwar, daß das gemeinsame Leben weit besser war als alleine zu sein, aber auch, daß es absolut unsinnig ist, das zurückhaben zu wollen. Es kann nicht mehr klappen, weil man selbst zu viel Erfahrung hat, und das läßt den Erwartungshorizont gewaltig bröckeln, und mit etwas Geschick und Einfühlungsvermögen hat man herausgefunden, daß sich die Mädels nicht mehr um Einen reißen, weder alte noch junge. Um die jüngeren Männer bemühen sie sich auch nicht, aber bei denen ist der Druck die Testikel noch erbarmungslos, und das erleichtert die Sache ungemein, für die weibliche Seite. Fürs Bett brauchen sie auch jung höchstens einen im Quartal. Viele sind das aber nicht. Und auch die können schon mal ein paar Quartale aussetzen. Diese Unmengen Betthasen sind reine Phantasterei.

    In meiner Jugend mußt man schon monatelang warten, bis eine Frau Interesse zeigte, und nur darum geht es, und das wird sich keinen Fatz geändert haben. Die Anhänglichen sind übrigens die Männer. Verdammte Mütterfixierung. Das stinkt den Mädels gewaltig. Sie gehen übrigens weit unverkrampfter fremd als die Jungs, allerdings selten. Die Ausführung soll sehr einfach sein, wie man hört. Sie brauchen nur mit dem Finger zu schnippen.

    Jugendlich Single bedeutet nichts anderes als Feigheit vor dem Feind, zugegeben dem härtesten Brocken, den es gibt. Woran man übrigens selbst schuld ist. Es wäre fahrlässig, das nicht mitgemacht zu haben. Dauert sowieso nur dreißig Jahre, dafür reicht eine Bindung meist nicht aus. Sie besteht übrigens erstmal aus Vertrauen.

    Viele Frauen schätzen übrigens Männer, mit denen sie nichts oder wenig zu tun haben. Und sie schätzen auch Schwule. Die sind nicht so lästig.


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