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Sieg für Nahda-Partei: Warum Tunesien die Islamisten gewählt hat

Es ist eine Blamage für*Tunesiens Elite:*Die islamistische Nahda-Partei wird wohl in die Regierung einziehen. Gewählt*hat sie das*einfache Volk, das sich nach ehrlicher Politik sehnt. Doch Panik vor einem neuen Gottesstaat ist nicht angebracht -*das Vorbild der Sieger ist die Türkei.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...793957,00.html
  1. #170

    Der Jubel kam zu frueh

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine Blamage für*Tunesiens Elite:*Die islamistische Nahda-Partei wird wohl in die Regierung einziehen. Gewählt*hat sie das*einfache Volk, das sich nach ehrlicher Politik sehnt. Doch Panik vor einem neuen Gottesstaat ist nicht angebracht -*das Vorbild der Sieger ist die Türkei.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...793957,00.html
    Islamisten sind Islamisten sind Islamisten sind Islamisten und sind wohl kaum mit Demokratie vereinbar. Was haben die Gutmenschen gejubelt, als vor 30 Jahren der Shah aus dem Iran verjagt wurde und die lieben Islamisten ans Ruder gekommen sind. Und heute? Der Iran ist eines der groessten Unterdrueckerlaender der Welt und ein gefaehrkiches Land noch dazu. Es ist voellig gleichguelting, ob sogenannte moderate Islamisten in Tunesien oder Lybyen oder Aegypten am Ruder sind. Am Ende sind sie alle Islamisten, die die Welt umstuerzen wollen. Europa ist wegen der Naehe das erste Ziel. Wetten, das?
  2. #171

    So?

    Zitat von kurtwied Beitrag anzeigen
    Kriege um ein Volk gewaltsam dem Christentum zu unterwerfen gegen Kriege, in den der Islam Ländern gewaltsam islamisiert hat?
    Die Rechnung gewinnt der Islam ganz eindeutig.
    Klar, ganz Amerika hat auf die netten Spanier gewartet.
  3. #172

    60 Jahre

    Nicht schlecht, gerade mal 60 Jahre Demokratievorsprung und aktuell eine religiös geprägte Partei in Dt. an der Macht und hier im Forum erlauben sich einige die Nase hoch zu halten.
    Nur zur Info:
    Unter Adenauer (und auch noch danach) durften Frauen nur mit schriftlicher Erlaubnis ihres Ehemannes einer Arbeit nachgehen.
    Wenn der Vater eines Kindes keine deutsche Staatsangehörigkeit hatte, war das Kind automatisch Ausländer. Mit deutschem Vater und ausländischer Mutter war das natürlich nicht so, immerhin wurde da der Samen in das leere Gebärgefäß gepflanzt...

    Aber stimmt schon, religös geprägte Parteien gehören weltweit verboten. Damit wären wir auch Kauder und Konsorten los.
  4. #173

    Titel

    Zitat von jimknopf107 Beitrag anzeigen
    Wer findet den Fehler:
    "...vergleicht die Positionen von Nahda gerne mit den moderaten Islamisten von der AKP"

    Sind "moderate Islamisten" jetzt eigentlich etwa so häufig wie demokratische Nazis? Oder eher so wie pazifistische Linksautonome?
    In der Tat wird der Begriff "Islamist" maßlos überstrapaziert, wenn dort alles landet, was irgendwie islamisch und nicht säkulär ist. Wenn der Begriff für Erdogan genauso herhalten muss wie für bin Laden, dann ist er lächerlich unpräzise.

    Um bei dem Beispiel zu bleiben, wäre dann jede rechte Partei "Nazis". Die gemäßigten Nazis unter George Bush oder Silvio Berlusconi wären freilich nicht so schlimm wie die einst unter Adolf...
    Bei Islamisten denke ich an Terroristen, die sich in die Luft sprengen. An solche, die ihre Frauen in Burkas stecken und für die jeder Nichtmuslim zum Abschuss freigegeben ist. Vermutlich tun die meisten von uns das. Der Begriff ist BELEGT, und er sollte nur dann verwendet werden, wenn diejenigen in das Muster passen. Ansonsten verursacht man falsche Implikationen.
  5. #174

    Don't panic

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine Blamage für*Tunesiens Elite:*Die islamistische Nahda-Partei wird wohl in die Regierung einziehen. Gewählt*hat sie das*einfache Volk, das sich nach ehrlicher Politik sehnt. Doch Panik vor einem neuen Gottesstaat ist nicht angebracht -*das Vorbild der Sieger ist die Türkei.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...793957,00.html
    Bin jetzt doch etwas durcheinander.

    Bisher hieß es doch immer, das Problem ist nicht der Islam, sondern nur die Islamisten.
    Jetzt erfahre ich, dass auch die Islamisten nicht das Problem sind, sondern nur die radikalen Islamisten.
    Vermutlich hören wir demnächst also, dass auch die radikalen Islamisten in Wirklichkeit gar kein Probelm sind.

    Und ich glaube, das stimmt sogar.
    Unser Problem sind nicht die Islamisten in Tunesien, sondern unsere Appeasement-Politiker und journalistischen Gesundbeter.

    Übrigens - weil immer die Türkei als Vorbild genannt wird: laut Demokratieindex ist die Türkei keine Demokratie, sondern ein Hybridsystem:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratieindex

    Da liegt die Türkei sehr weit hinten, noch hinter dem Libanon.
  6. #175

    Vorbild Türkei geht nicht

    In der Türkei hat das Militär immer eine Trennung von Staat und Religion garantiert. Diese Wächterfunktion des Militärs kann ich mir höchstens in Ägypten noch vorstellen.
  7. #176

    Mal an die eigene Nase fassen,

    bevor man den Tunesiern mangelnden Demokratiedrang zuschreibt:
    In der Zone wählen auch unverzagt große Wähleranteile die demokratie- und verfassungsfeindlichen SED-Nachfolgepartei und Nazis in die Landtage und Kommunalparlamente.
    Dabei dürfte es sich doch um ein ähnliches Phänomen handeln?
  8. #177

    Tannenbaum

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine Blamage für*Tunesiens Elite:*Die islamistische Nahda-Partei wird wohl in die Regierung einziehen. Gewählt*hat sie das*einfache Volk, das sich nach ehrlicher Politik sehnt. Doch Panik vor einem neuen Gottesstaat ist nicht angebracht -*das Vorbild der Sieger ist die Türkei.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...793957,00.html
    Es gibt tatsächlich keinen Grund, sich derzeit um Tunesien Sorgen zu machen.
    Das Volk geniesst eine neue Freiheit und kann somit auch seinen weitgehend islamischen Glauben ausleben.
    Dürften wir hier erstmals ungestraft einen Tannenbaum aufstellen, würde es wohl in jedem Haus einen geben...
    Ich denke, die Mehrheit der Tunesier wird wach genug bleiben, sich nicht wieder von neuem unterdrücken zu lassen.
  9. #178

    Später

    Zitat von licht_in_der_dunkelheit Beitrag anzeigen
    ... mit der ewigen Litanei, was der Westen alles vom Araber gelernt und profitiert habe. Es mag im Mittelalter einigen fruchtbaren Austausch gegeben haben, aber seither, also seit ca. 800 Jahren (ganz grob) war Funkstille, und ex oriente nix als Finsternis.
    Und was auch immer sich als nächstes wieder ändern möge, wird erst weit später Geschichte sein.
    Wir wissen es nicht und ich denke, das ist gut so...
  10. #179

    Islamische Länder wählen Islamische Parteien!!

    Ich weiss nicht wo hier die große Aufregung ist... Früher als Deutschland auch noch ein mehrheitlich christliches Land war, wo die Menschen auch noch wirklich geglaubt haben, da haben die Pfarrer auch vor der Wahl die Parole ausgegeben, dass die Menschen doch bitte Christlich wählen sollen, also CDU und CSU.

    In Islamischen Ländern ist das doch ganz genau so und nichts erstaunliches. Ich kann hier die Aufregung nicht begreifen.
    Seit dem 11. September setzt der Westen die Islamisten mit Terroristen gleich und das wäre genau so als würden der Rest der Welt die Christen als Terroristen ansehen.
    Wenn Tunesien wie die Türkei wird, dann wird das sehr gut werden für das Land und der Tourismus wird zurück kommen.
    Laßt uns einfach mal abwarten!








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