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Sieg für Nahda-Partei: Warum Tunesien die Islamisten gewählt hat

Es ist eine Blamage für*Tunesiens Elite:*Die islamistische Nahda-Partei wird wohl in die Regierung einziehen. Gewählt*hat sie das*einfache Volk, das sich nach ehrlicher Politik sehnt. Doch Panik vor einem neuen Gottesstaat ist nicht angebracht -*das Vorbild der Sieger ist die Türkei.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...793957,00.html
  1. #160

    Die islamische Expansion begann vor 1500 Jahren

    Zitat von Simpso Beitrag anzeigen
    Oh ja... schlauen sie sich mal zum Thema "islamische Expansion" auf.

    Aber trösten sie sich. Kein Islamversteher glänzt durch Geschichtskenntnisse und Realitätssinn. Anderenfalls wäre er nämlich kein Islamversteher. Dazu bedarf es nämlich einer umfangreichen Portion Naivität.
    machte immer wieder Pause und stoppte endgültig um 1683 vor Wien am Kahlenberg.
    Was machten die aufgeklärten Europäer? Sie hatten zu dem Zeitpunkt bereits große Gebiete in Mittel- und Südamerika erobert, die dortige Urbevölkerung in weiten Teilen (teils unabsichtlich, teils mutwillig) ausgerottet -sei es durch Versklavung oder eingeschleppte Seuchen.
    Der Kontinent Afrika folgte dann in weniger als 100 Jahren.
    Von dem politischen und menschlichen Chaos, was da angerichtet wurde -siehe Kongo-Gräuel, Herero-Kriege (Namibia), MajiMaji (Tansania), die Voulet-Chanoine-Expedition- wiiegt der technischen Fortschritt nicht auf.

    Brauchten die Europäer eigentlich die Moslems, um sich im Mittelalter in Kreuzzügen (Katharer, Stedinger, Pruzzen) selbst abzuschlachten; oder in den Religionskriegen von 1555 - 1648, oder den kaum verdeckten Raubkriegen der franz. Loius XIV. und Napoleon oder des preußischen Friedrich II. ?
    Da wurden zwar mal Konitngente von Kämpfern moslemischen Glaubens mitbezahlt, machten aber einen verschwindend geringen Anteil an der Soldateska aus.
  2. #161

    Keine Blamage für Tunesiens Elite

    Der 23. Oktober 2011 wird als ein historischer Tag in die Geschichtsbücher der arabischen Welt eingehen. Das tunesische Volk hat es geschafft, dass der erste Schritt hinsichtlich einer Demokratisierung des Landes umgesetzt werden konnte - trotz Ennahda-Sieg. Nun bleibt es abzuwarten und das Beste zu hoffen: http://wp.me/pNjq9-3jj.
  3. #162

    Demokratie im Nahen Osten ist zum Scheitern verurteilt

    Religion ist immer Brennstoff für eine Gesellschaft, fühlen sich die Anhänger einer ebensolchen immer befleissigt, Anders- oder Ungläubige zu missionieren oder in von ihnen gezeichneten Bild einer Gesellschaft als minderwertig zu deklarieren. Einer islamisch geprägten Gesellschaft fehlt das Zeitalter der Aufklärung, in dem eine Trennung von Staat und Religion vollzogen wurde. Man stelle sich ein heutiges mittelalterliches Europa vor, in dem Aberglaube und eine nach heutigem Maßstab extremistische Kirche herrschen, das über eine Atombombe verfügte. Etwas Ähnliches passierte unseren arabischen Freunden: Öl und das damit verbundene Geld katapultierten eine mittelalterliche Gesellschaft in die Moderne. Jeder Versuch des Westens, Demokratie nach westlichem Vorbild zu verbreiten, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt, solange den Menschen dort nicht klar ist, dass Religion eine persönliche Angelegenheit ist, dass in einem Staat Religion aber nichts verloren hat.
  4. #163

    Das persische Schicksal wiederholt sich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine Blamage für*Tunesiens Elite:*Die islamistische Nahda-Partei wird wohl in die Regierung einziehen. Gewählt*hat sie das*einfache Volk, das sich nach ehrlicher Politik sehnt. Doch Panik vor einem neuen Gottesstaat ist nicht angebracht -*das Vorbild der Sieger ist die Türkei.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...793957,00.html
    Wer aus der Geschichte nichts lernt ist dazu bestraft sie zu wiederholen. Dieser berühmte Satz lässt sich sehr gut auf die heutige Situation der Staaten des sog. ´arabischen Frühlings´ projizieren. gehen wir zurück in die 70´er Jahre in das damalige Persien. Ein Schah regierte mit absolutistisch, diktatorischer Härte das Land und folterte seine abtrünnigen Landsleute in den unzähligen Gefängnissen des Landes. Nach dem Sturz des Schah´s durch eine junge und intellektuelle Elite wurden erste freie demokratische Wahlen abgehalten (wahrscheinlich die ersten und einzigsten dieses Landes) und das arbeitslose junge Volk aus den Vororten und dem Land wählte einen islamistischen Imam namens Ayatollah Khomeini an die Macht und damit wählte Sie sich eine schlimmere Diktatur wie die Geschichte erwies. Mit grösster Vorsicht und Sorge sehe ich daher den Boom des Islamismus in den Staaten des arabischen Frühlings weil Sie sich zu Bruderstaaten des Iran entwickeln wie seinerzeit Osteuropas Staaten zu Satellitenstaaten der Sowjetunion.
  5. #164

    .

    Zitat von panzerknacker51 Beitrag anzeigen
    Ein Land mehr, wo Frauen am Strand nur noch um die Augen herum Bräune erlangen können. Der Tourismus ist in dem Land wohl tot.
    Statt polemik, vielleicht erst mal den Artikel lesen?
  6. #165

    Angst...

    Zitat von DrlabUV Beitrag anzeigen
    Deutsche Medien reden Islamisten schön. Niemand kommt darauf, dass es dort eine Mehrheit gibt, die lieber in einem Gottesstaat als in einer liberalen Demokratie lebt.
    Die Nahda Partei hat wahrscheinlich so um die 40% bekommen, lassen sie mich mein Mathematikwissen überprüfen... nö, keine Mehrheit!
    Und sie hat in ihren Aussagen vor der Wahl klargemacht das sie eben keinen Gottestat anstrebt.

    Für alle die hier die eine gemäßigte Islamistische Partei mit den Taliban und oder dem Regime im Iran gleichsetzen: Angst ist ein schlechter Diener, und auch ein schlechter Herr.

    Könnte es sein das Rachid al-Ghannouchi und die anderen Führe der Nahda, oder konservativere Elemente innerhalb der Partei, eine andere Agenda haben? Doch einen Gottestat anstreben? Möglich, wird erst die Zukunft zeigen, aber alle Anhänger des Islam mit Terroristen gleichzustellen, und selbst den gemäßigten mit ständigem Mistrauen zu begegnen, spielt am Ende genau denn Fanatikern in die Hände um die wir uns wirklich sorgen machen müssen.

    Sollten sich die Nahda Partei aber an ihre Versprechen halten, die Rechte der Frauen und anderer Gruppen respektieren, dann ist das ein wichtiger Schritt für Tunesien in Richtung einer säkularen Demokratie.
    Das wird Zeit brauchen, und wir reden hier von Jahrzehnten nicht von Monaten oder Jahren.
    Wir sollten nicht vergessen wie viel Jahre, und wie viele Anläufe, es uns gekostet hat bis wir so weit waren. (Und auch nicht das noch in den 70 Jahren des letzten Jahrhunderts... was soll ich sagen: "Gehet hin und wählet Christlich... ;-) )
  7. #166

    Sie haben Urlaub in Tunesien gemacht?

    Zitat von iman.kant Beitrag anzeigen
    Lieber Autor. Wieder einmal den Weichspüler erwischt? Multikulti - häh? Dieses Geschreibsel ist einfach nur dekadent! Der Islam hat bis dato noch keinem Volk Frieden und Wohlstand gebracht. Es ist eine Religion der Unterdrückung und Entmenschlichung!

    Urlaub in Tunesien kommt für mich nicht mehr in Frage. Ich werde solche Regime nicht unterstützen.
    Sie wissen doch noch gar nicht, was diese Partei wirklich tut.
    Über 50% der Tunesier haben zudem säkuläre Parteien gewählt.
    Zudem - haben Sie soviel zu tun mit den politischen Einstellungen der Tunesier im Urlaub?
  8. #167

    Tunesien in der Zukunft eine Demokratie?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine Blamage für*Tunesiens Elite:*Die islamistische Nahda-Partei wird wohl in die Regierung einziehen. Gewählt*hat sie das*einfache Volk, das sich nach ehrlicher Politik sehnt. Doch Panik vor einem neuen Gottesstaat ist nicht angebracht -*das Vorbild der Sieger ist die Türkei.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...793957,00.html
    Meine bescheidenen Maghreberfahrungen und Berichte von Kollegen aus dortiegn Staaten, sagen mir, dass ihre verklärte Sichtweise und Schönfärberei in dem Artikel sich m.E. schnell als unrealistisch herausstellen werden.
    Es wäre schön wenn ich mich irren würde!
    Aber unsere Regierung braucht diese Art der Hofberichterstattung ja um dem Volk ihre Politiklinie gegenüber dem Land und die Millionen Euro die im Rahmen der "Entwicklungs- und Aufbauhilfe" dort zukünftig verpulvert werden erklären zu können.
  9. #168

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    -das Vorbild der Sieger ist die Türkei
    Wie, Panik ist nicht angebracht? Jetzt erst recht!
  10. #169

    .

    Zitat von panzerknacker51 Beitrag anzeigen
    Ein Land mehr, wo Frauen am Strand nur noch um die Augen herum Bräune erlangen können. Der Tourismus ist in dem Land wohl tot.
    ...und somit wird wohl auch eine der größten Einnahmequellen des Landes versiegen.


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