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Sieg in EU-Machtkampf: Triumphator Sarkozy provoziert die Briten

Das saß: Nach der Berufung des mächtigen EU-Marktkommissars Michel Barnier jubelte Nicolas Sarkozy über den Triumph der Franzosen - die Briten seien "die großen Verlierer". Jetzt ist die Regierung Brown vergrätzt, Londons City tobt, die Banken fürchten den neuen Regulierer in Brüssel.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...664885,00.html
  1. #1

    Wo liegt das Problem der Briten?

    Die träumen immer noch von vergangenen Zeiten, als die eine Weltmacht waren. Das habe die bis heute nicht verwunden und verarbeitet.

    Die ganze Freiheit im Finanzwesen haben die doch nur, weil sich die sonst überhaupt nicht mehr halten könnten. Das wurde auch schon gesagt, dass die Zocker dorthin gehen, wo sie zocken können und da das bei den Amis nicht mehr so der Fall ist, sind die halt nach GB gegangen. Zusätzlich sind die Inseln bei denen ein Problem (Jersey, Guernsey, etc). Diese unterliegen zwar dem Unterhaus (und manche nicht mal das) sind aber nicht in der EU. Dieses Konstrukt würde ich als erstes abschaffen.

    Ihre Industrie wurde unter maggie Thather abgewickelt und bis auf kümmerliche Reste ist da nichts mehr. Ihre Währung ist ein unter vielen und wenn die nicht in der EU wären, dann wären die schon lange den Weg Islands gegangen.

    Zusätzlich hängt man jenseits des Kanals den sprachlichen Freunden jenseits des Teichs nach udn mit den Kontintaleuropäern, die so ganz andere Sprachen sprechen und völlig andere Rechtssysteme haben.

    Wenn die Briten schon De Gaulle bemühen, dann aber auch richtig. Der wollte die nämlich nicht in der EU haben.

    GB ist ein gehobenes Entwicklungsland. Die sind gesellschaftlich völlig rückständig und von der Infrastruktur her marode. Weitaus schlimmer wie hierzulande.

    Übrigens wenn den Briten Europa nicht passt, seit dem 1.12.2009 ist der Austritt aus der EU möglich.

    Wolfgang
  2. #2

    Nichts dazugelernt

    Da haben wir es also. Wir haben es ja eigentlich schon längst geahnt. Wenige Monate nach dem Platzen der größten Spekulationsblase aller Zeiten ist man an der Canary Wharf längst zur Tagesordnung übergegangen. Vor ein paar Monaten noch konnte man europaweit Stimmen vernehmen, die eine grundlegende Neuregelung (oder überhaupt Regelung) der Finanzmärkte forderten. Nun ist es still geworden. Und jetzt erdreisten sich die Franzosen, das Thema mittels einer Personalie nun doch noch auf die Agenda zu bringen. Pfui Teufel. Wo kommen wir denn hin, wenn wir unsere liberale Finanzmarktpolitik aufgeben ? Wo London sonst global an Wettbewerbskraft verliert, z.B. gegen das Zockerparadies China ? Also, weiter so meine Herren, die Steuermillliarden für Eure nächsten Blase legen schon bereit ...
  3. #3

    Pfundig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das saß: Nach der Berufung des mächtigen EU-Marktkommissars Michel Barnier jubelte Nicolas Sarkozy über den Triumph der Franzosen - die Briten seien "die großen Verlierer". Jetzt ist die Regierung Brown vergrätzt, Londons City tobt, die Banken fürchten den neuen Regulierer in Brüssel.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...664885,00.html
    Da die Briten noch nicht einmal den Euro als Zahlungsmittel akzeptierten, finde ich es nur folgerichtig, dass es nicht sie sind, die über den europäischen Markt bestimmen.
  4. #4

    Sarkozy

    Sarkozy ist wenigstens nicht so ein Weichspüler wie die meisten Politiker und will etwas voranbringen. Und in Zeiten nachdem die Banken enorm viel Kapital und vertrauen verbrannt haben, sehe ich es nicht ein, dass die Briten immer noch ihre Bankenmafia hofieren wollen. Von dem her hat er sicher meine Sympathien.
  5. #5

    Bravo

    ich kann ja Monsieur Sarko nicht leiden, aber hier hat er mal was tolles zustande gebracht. Bien fait!
  6. #6

    Starker Finanzplatz London: im Interesse Europas ?

    Viele der sogenannten 'Finanzprodukte' aus dem Hause Lehman Brothers oder Goldman & Sachs wurden über London in ganz Europa verkauft. Eine Heuschrecke aus London war es auch, welche Märklin schier den Todesstoss versetzt hat. Ich kann also beim besten Willen keinen Vorteil für Europa darin sehen, dass in London weiterhin unkontrolliert gezockt wird.
    Ich beglückwünsche Herrn Sarkozy für seine Bemühungen!
  7. #7

    Auf einem besseren Weg !?

    Sarkozy hat es vor allem nötig, bei seinen "Untertanen" zu punkten. Nur so ist sein undiplomatisch, unfranzösisches Triumphgeschrei zu deuten. In der Sache hat er Recht. GB als dem maßgeblichen Mitverursacher der Wirtschaftskrise und seinem Bestreben, London City als Tempel des Raubtierkapitalismus möglichst unbeschadet zu lassen, muß Europa paroli bieten.Sollen sie doch die EU verlassen, die nach ihrer Vorstellung nicht mehr als eine Freihandelszone sein soll. Ob nun ein französischer Kommissar, sein Amt europäisch oder vornehmlich zum Wohle der Grande Nation ausüben wird, bleibt abzuwarten.
  8. #8

    Ja und nein !

    Zitat von Edda Sörensen Beitrag anzeigen
    Da die Briten noch nicht einmal den Euro als Zahlungsmittel akzeptierten, finde ich es nur folgerichtig, dass es nicht sie sind, die über den europäischen Markt bestimmen.
    Gebe zu Bedenken: Das Mißtrauen der Briten gegenüber der Währungsunion, s. insbesondere Griechenland, Italien, Frankreich, erscheint mir ziemlich berechtigt. Auch die Skandinavier hegen da keine Symathien.
  9. #9

    die armen Briten, was tun sie mir leid

    Wie kommt es eigentlich, daß die Briten immer noch nicht begriffen haben, daß das Commonwealth zerbrach?

    Sarkozy mag ein eitler Geselle sein, aber den Briten schlage ich die Übernahme der US-Flagge vor.
    Dann ist es wenigstens eindeutig.


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