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Sicherheitslage in Afghanistan: Böll-Stiftung zieht Direktorin aus Kabul ab

AP"Die Gefahr ist nicht mehr kalkulierbar": Die Heinrich-Böll-Stiftung zieht ihre deutsche Direktorin aus Kabul ab und begründet das mit einer düsteren Lageeinschätzung. Ab 2013, noch vor Ende der Nato-Mission, will die Stiftung ihre Arbeit in Afghanistan nur noch von Berlin aus fernsteuern.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-860018.html
  1. #1

    Mal abgesehen von anderen Faktoren...

    ...ist der Wiederaufbau eines Landes gar nicht erst möglich, wenn Menschen, die sich selbst dorthin begeben um Bildung, Wissen und Hilfe zu vermitteln, nicht sicher sind vor Entführungen und Anschlägen. Das ist eine ziemlich einfache Weisheit. Dies ist für den Westen negativ, aber noch viel schlimmer ist das für all die Einheimischen, vor allem gerade jene die auf Hilfsorganisationen angewiesen sind. Die werden quasi von ihren eigenen Land

    Ich verstehe die Taliban insofern nicht, da im Paschtunen-Codex die Gastfreundschaft an erster Stelle steht, selbst noch vor der Blutfehde und co. (können Sie gerne in Wikiepdia nachlesen), aber dann z.B. Mitarbeiterinnen von Hilfswerken entführen? Das passt so nicht ganz zusammen.

    Natürlich, aus Sicht der Taliban und ähnlichen Gruppierungen sind die halt alle gleich - Westen gleich böse. Egal ob es sich um schwerbewaffnete Soldaten mit Einsatzbefehl oder um unbewaffnete Mitarbeiter eines Hilfswerks handelt.

    Letzten Ende schneidet sich Afghanistan ins eigene Fleisch. So wird es so oder so niemals etwas mit dem Wiederaufbau.

    Freundliche Grüsse
    diamorphin
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Die Gefahr ist nicht mehr kalkulierbar": Die Heinrich-Böll-Stiftung zieht ihre deutsche Direktorin aus Kabul ab und begründet das mit einer düsteren Lageeinschätzung. Ab 2013, noch vor Ende der Nato-Mission, will die Stiftung ihre Arbeit in Afghanistan nur noch von Berlin aus fernsteuern.

    Afghanistan: Böll-Stiftung zieht Direktorin aus Kabul ab - SPIEGEL ONLINE
    Es ist vielleicht angebracht, Herrn Karzai und seiner Verwandschaft klarzumachen, dass ihnen im Westen kein Asyl gewährt werden würde, wenn er mit seinem korrupten System scheitere.
  3. #3

    Das Allerletzte ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Die Gefahr ist nicht mehr kalkulierbar": Die Heinrich-Böll-Stiftung zieht ihre deutsche Direktorin aus Kabul ab und begründet das mit einer düsteren Lageeinschätzung. Ab 2013, noch vor Ende der Nato-Mission, will die Stiftung ihre Arbeit in Afghanistan nur noch von Berlin aus fernsteuern.

    Afghanistan: Böll-Stiftung zieht Direktorin aus Kabul ab - SPIEGEL ONLINE
    ... was die Afghanen brauchen, ist ein Büro der "Heinrich-Böll-Stiftung" in Kabul.
  4. #4

    Und zum Schluss....

    ...wenn alle Truppen aus Afghanistan abgezogen sind, werden wir Deutschen uns klar darüber sein, dass alles umsonst war. Dass Soldaten ihr Leben verloren haben und so viele traumatisiert aus diesem "robusten Einsatz" heimkehrten. Dann reift die Erkenntnis, dass Deutschland eben nicht am Hindukusch verteidigt werden muss.
  5. #5

    Zitat von K_K_W Beitrag anzeigen
    Das Allerletzte ...... was die Afghanen brauchen, ist ein Büro der "Heinrich-Böll-Stiftung" in Kabul.
    Belegt durch eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung und einer repräsentativen Emnid-Umfrage in Afghanistan wurde die Einrichtung des Büros der "Heinrich-Böll-Stiftung" mit großer Mehrheit befürwortet.
  6. #6

    Oh weh -

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Die Gefahr ist nicht mehr kalkulierbar": Die Heinrich-Böll-Stiftung zieht ihre deutsche Direktorin aus Kabul ab und begründet das mit einer düsteren Lageeinschätzung. Ab 2013, noch vor Ende der Nato-Mission, will die Stiftung ihre Arbeit in Afghanistan nur noch von Berlin aus fernsteuern.

    Afghanistan: Böll-Stiftung zieht Direktorin aus Kabul ab - SPIEGEL ONLINE
    wie schlimm muss es aussehen - wenn der Kleptokrat Karzai mittlerweile schon als Regimeführer bezeichnet wird.

    Diese Lichtgestalt von Gnaden des US-Aussenamtes wurde doch erst unter äußerst fragwüridigem Prozedere ins Amt gehievt.

    Man den Afghanen eines lassen - man hat jedem ausländischen Aggressor, auch den Russen, auch der NATO bisher klargemacht, dass der Export von Weltanschauungen zum Scheitern verurteilt ist. Dass allerdings die oberschlauen Naseweise aus Brüssel dazu deutlich länger brauchen als die Russen ist eher kein Ruhmesblatt.

    Raus da - alle - und Ende Gelände. wer nicht will, der hat schon. Und mittleralterliche Stammesgemeinschaften in die parlamentarische Demokratie zu bombenist eben doch kein taugliches Mittel.
  7. #7

    one two three four

    Leise still und heimlich verabschieden sich die Verteidiger der Freiheit aus einem sinnlosen Krieg, aus einer verlogenen Mission. Als was wird dieser Konflikt wohl eingehen in die Geschichtsschreibung? Nicht mal unsere biederen, gehirngewaschenen Bundeswehrler taugen zu Helden: one two three four, what the hell I'm fighting for?
  8. #8

    Es..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Die Gefahr ist nicht mehr kalkulierbar": Die Heinrich-Böll-Stiftung zieht ihre deutsche Direktorin aus Kabul ab und begründet das mit einer düsteren Lageeinschätzung. Ab 2013, noch vor Ende der Nato-Mission, will die Stiftung ihre Arbeit in Afghanistan nur noch von Berlin aus fernsteuern.

    Afghanistan: Böll-Stiftung zieht Direktorin aus Kabul ab - SPIEGEL ONLINE
    ..gibt nur eine Kultur die in Afghanistan herrschen kann.
    Es ist nicht die sowjetische und auch nicht die westliche.

    Leider können die liberalen Kräfte in Afghanistan nicht ihre Interessen artikulieren. Sie werden dominiert.
  9. #9

    .

    Zitat von Semmelbroesel Beitrag anzeigen
    ...wenn alle Truppen aus Afghanistan abgezogen sind, werden wir Deutschen uns klar darüber sein, dass alles umsonst war.
    Wie?
    Es gibt tatsächlich noch Menschen die das nicht erkannt haben?
    Erstaunlich

    Zitat von Semmelbroesel Beitrag anzeigen
    Dass Soldaten ihr Leben verloren haben und so viele traumatisiert aus diesem "robusten Einsatz" heimkehrten.
    Tragisch, zweifellos, gehört aber zum "normalen" Berufsrisko eines Soldaten. War noch nie anders und wird sich auch künftig nicht ändern.

    Zitat von Semmelbroesel Beitrag anzeigen
    Dann reift die Erkenntnis, dass Deutschland eben nicht am Hindukusch verteidigt werden muss.
    Wurde es noch nie


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