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Sicherheitsgipfel zur Fangewalt: Wichtig ist auf'm Stehplatz

Getty ImagesBundesinnenminister Hans-Peter Friedrich lädt DFB und Ligaclubs zum Sicherheitsgipfel ein - und die Fußballfans befürchten das Schlimmste, etwa ein Stehplatzverbot. Denn die Politik drängt auf schnelle Beschlüsse. Es drohen noch mehr Stadionverbote und Geisterspiele.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...844582,00.html
  1. #1

    Fakten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich lädt DFB und Ligaclubs zum Sicherheitsgipfel ein - und die Fußballfans befürchten das Schlimmste, etwa ein Stehplatzverbot. Denn die Politik drängt auf schnelle Beschlüsse. Es drohen noch mehr Stadionverbote und Geisterspiele.

    Hans-Peter Friedrich lädt DFB und DFL zum Sicherheitsgipfel ein - SPIEGEL ONLINE
    Ich verstehe einfach nicht, warum sich Polizei und Politik so in dieses vermeintliche Gewaltproblem in Fußballstadien hineinsteigern. Fakt ist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass jemand auf einem Schützenfest verletzt wird um ein vielfaches höher ist als in einem Fußballstadion.

    Stadionverbote werden häufig jetzt schon auf Verdacht ausgesprochen. Ich weiß nicht, ob noch mehr Willkür da wirklich helfen würde...

    Und zu den Fakten gehört auch, dass ein nicht kleiner Teil der Verletzten in der vergangenen Saison durch überzogenen Pffersprayeinsatz der Polizei verletzt wurde (z.B. beim Spiel Bayern-Hannover). Eine Maßnahme, um die Verletzten in den Stadien zu reduzieren wäre aus meiner Sicht die in sämtlichen Rechtsstaaten absolut übliche Kennzeichnungspflicht für Polizisten. Ich glaube aber kaum, dass das auf der "Sicherheitskonferenz" ein Punkt der Tagesordnung sein wird...
  2. #2

    Hans-Peter Friedrich ist der Inbegriff des unreflektierenden Populismus.
    Es gibt weiss Gott größere Probleme in Deutschland als diese hochgehypte Fußballgewalt. Auf jedem Dorffest passiert mehr.

    Aber wo eine Kamera - da ein Aufschrei des Boulevard.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "dass populistische Aussagen gemacht werden: Die Fans müssen sich benehmen, sonst schaffen wir die Stehplätze ab"
    Genau. Die Fans müssen sich benehmen. Immerhin haben das die Fanvertreter erkannt. Und noch ein kleiner Hinweis: Wir hätten diese ganze Diskussion nicht, wenn sich die "Fans" unter Kontrolle hätten.

    Ist übrigens auch ganz normal: Wenn ich mich irgendwo daneben benehme, fliege ich halt raus. Nur im Stadion scheint die Meinung zu herrschen, sich wie eine Horde wilgewordener Säue verhalten zu dürfen und anschließend auch noch beleidigt zu sein, wenn man sie kritisiert.
    Und ja: Ich rede von den Chaoten und nicht der breiten Masse der Besucher. Das diese mit Mit-Leidtragenden sind, dürfen sie gerne auf die Chaoten schieben.
  4. #4

    Herr, die Not ist groß!

    10 Jahre Stadionverbot in ganz Deutschland bei jedem Verstoß gegen die Hausordnung und in 4 Wochen wäre das Problem in Deutschland gelöst. Aber die Fußballclubs sind dermaßen abhängig von sogenannten "Fanclubs", dass sie sich nicht mal mehr trauen, Herr im eigenen Haus zu sein.

    Ich sags mal mit Goethe:

    Zitat von "Johann Wolfgang von Goethe
    "Herr, die Not ist groß!
    Die ich rief, die Geister,
    Werd ich nun nicht los."
  5. #5

    Fans zahlen lassen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich lädt DFB und Ligaclubs zum Sicherheitsgipfel ein - und die Fußballfans befürchten das Schlimmste, etwa ein Stehplatzverbot. Denn die Politik drängt auf schnelle Beschlüsse. Es drohen noch mehr Stadionverbote und Geisterspiele.

    Hans-Peter Friedrich lädt DFB und DFL zum Sicherheitsgipfel ein - SPIEGEL ONLINE
    Die Lösung des Problems wäre ganz einfach: Die Fans sollen einfach für die Polizeieinsätze in voller Höhe bezahlen.
    Dann werden sie sich ganz schnell überlegen ob sie weiterhin bei jedem Spiel ein Chaos veranstalten und die friedlichen Fans werden sich überlegen ob sie dem Treiben ihrer randalierenden Kameraden weiterhin tatenlos zusehen.

    Ich als Nicht-Stadionbesucher will nicht weiter für die Polizeieinsätze in und um die Stadien mitbezahlen!
  6. #6

    -

    [QUOTE=besserbescheidwisser;10566822

    Ich als Nicht-Stadionbesucher will nicht weiter für die Polizeieinsätze in und um die Stadien mitbezahlen![/QUOTE]

    Tja, so ist das mit steuerfinanzierten öffentlichen Ausgaben, manchmal zahlt man eben auch, obwohl man das entsprechende "Angebot" nicht nutzt.

    Das trifft nicht nur auf Polizeieinsätze im Fußball zu.
  7. #7

    Vergleich

    Zitat von themistokles Beitrag anzeigen
    Genau. Die Fans müssen sich benehmen. Immerhin haben das die Fanvertreter erkannt. Und noch ein kleiner Hinweis: Wir hätten diese ganze Diskussion nicht, wenn sich die "Fans" unter Kontrolle hätten.

    Ist übrigens auch ganz normal: Wenn ich mich irgendwo daneben benehme, fliege ich halt raus. Nur im Stadion scheint die Meinung zu herrschen, sich wie eine Horde wilgewordener Säue verhalten zu dürfen und anschließend auch noch beleidigt zu sein, wenn man sie kritisiert.
    Und ja: Ich rede von den Chaoten und nicht der breiten Masse der Besucher. Das diese mit Mit-Leidtragenden sind, dürfen sie gerne auf die Chaoten schieben.
    Heißt dann also auch, dass jedes Dorffest, bei dem die Polizei eine Schlägerei stoppen muss, das nächste Jahr dann ohne Zuschauer stattfinden muss (oder nur mit personalisierten Karten)?
    Alkoholverbot auf dem Oktoberfest?
    Chaoten und Randale gibt es überall, wo Menschenmassen (und Alkohol) aufeinander treffen...nur im Fußball kann man es so schön hypen.

    Eins ist klar: Gegen die Gewalt muss vorgegangen werden - aber nicht zum Schaden aller Fußballfans. Schnellschussentscheidungen helfen hier niemandem. Und die "Eskalation" Ende der letzte Saison haben sich die Verbände durch den Abbruch des Dialogs mit den Fanverbänden zum Thema Pyrotechnik selbst zuzuschreiben.
  8. #8

    Das ist egal, was Sie wollen

    Zitat von besserbescheidwisser Beitrag anzeigen

    Ich als Nicht-Stadionbesucher will nicht weiter für die Polizeieinsätze in und um die Stadien mitbezahlen!
    Ich habe kein Auto und bin daher auch dagegen, dass von meinen Steuergeldern Autobahnen gebaut werden.Wenn jeder Steuerzahler entscheiden könnte, was mit seinem Geld passiert, könnten wir diesen Staat dichtmachen.

    Ich bin mir nicht sicher, ob viele die erstmal pauschal auf die "Chaoten" schimpfen sich darüber im Klaren sind, dass viele Stadionverbote völlig wilkürlich geschehen. Hier mal ein gut dokumentiertes Beispiel:

    "Zutritt verboten" - Sport Inside - WDR Fernsehen

    Das "Vergehen" des Fans war folgendes:
    Er hatte mit Genehmigung des Wirtes eine Nürnberg-Fahne an einer Gaststätte in Berlin befestigt. Als Folge für diesen "Gewaltakt" gab es ein Stadionverbot.Und das ist KEIN Einzelfall.
  9. #9

    Zitat von besserbescheidwisser Beitrag anzeigen
    Ich als Nicht-Stadionbesucher will nicht weiter für die Polizeieinsätze in und um die Stadien mitbezahlen!
    Zahlen von 2009/10

    DFL: Fußball bringt dem Staat 1,5 Milliarden Steuern - Fußball - FOCUS Online - Nachrichten

    Der deutsche Profifußball ist ein noch größerer Wirtschaftsfaktor als angenommen. 1,5 Milliarden Euro an Steuern spült die Liga pro Jahr in die Kasse des Bundes und schafft Arbeitsplätze für 110.000 Personen. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey hervor, die am Dienstag in der Zentrale der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt/Main vorgestellt wurde.








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