Sicherheitsdiskussion nach Busunglück: Todesfalle Nothaltebucht

APEine langgezogene Rechtskurve, ein hoher Randstein, eine frontale Tunnelwand: Verkehrsexperten diskutieren nach dem schweren Busunglück im Wallis die Sicherheitsfrage. Liegt in der Konstruktion des Tunnels eine tödliche Gefahr?

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,821538,00.html
  1. #60

    Zitat von A.Stifter Beitrag anzeigen
    Abgesehen von dem totalen Unsinn, dass einige tatsächlich behaupten, ein schräger Aufprall wäre genauso gefährlich wie ein frontaler (Bitte mal nachdenken oder vielleicht mal irgend jemanden fragen, wenn man es selbst nicht besser weiß): Ich finde die Argumentation hier ganz schrecklich, den Frotalcrash gegenüber dem schrägen Abprallen eines Busses vorzuziehen, weil sonst "Unschuldige" gefährdet würden. Waren die Kinder denn keine Unschuldigen? Sind die etwa mitschuldig, nur weil sie in dem Bus saßen? Wenn man solche Argumente liest versteht man, wie verquer manche Menschen denken.
    Bei durchschnittlich 1,2 Fahrern/Fahrzeug und einer Röhre mit Gegenverkehr und einer sicheren Nichtbeteiligung des Gegenverkehrs bei geraden Buchtenden steht es 0,2 Unschuldige bei geraden Buchtenden gegenüber 1,2 Unschuldigen bei schrägen Buchtenden.

    So tragisch jetzt auch das Busunglück ist, deswegen im Allgemeinfall noch mehr Menschen sterben zu lassen halte ich für verquer.
  2. #61

    Das Leben ist schicksalshaft

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine langgezogene Rechtskurve, ein hoher Randstein, eine frontale Tunnelwand: Verkehrsexperten diskutieren nach dem schweren Busunglück im Wallis die Sicherheitsfrage. Liegt in der Konstruktion des Tunnels eine tödliche Gefahr?

    Sicherheitsdiskussion nach Busunglück: Todesfalle Nothaltebucht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Experten überall, überall Experten, die nun genau wissen, wie der Unfall hatte vermieden werden oder glipflicher ausgehen können. Vielleicht sollte man mal wirklich die Ermittlungen abwarten. Aber das scheint heute in der Medienwelt schon Zeitverschwendung zu sein. Manchml hat man das Gefühl, dass die Experten selbst noch nicht durch einen Alpentunnel gefahren sind - der Unglückstunnel war zudem relativ kurz . Die Nothaltebuchten sind wirklich notwendig, damit ein defektes Fahrzeug nicht den ganzen Tunnel blockiert. Das waren Forderungen von Tunnelsicherheitsexperten nach Zwischenfällen in Tunnels. Aber wie man in dem Fall sieht: Das Leben ist gefährlich und manchmal schicksalshaft und man kann nicht alles so regeln, dass nichts mehr passiert.
  3. #62

    Poller

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Nach einigen schlimmen Unfällen auf den Autobahnen, wo Autos durch beginnende Leitplanken aufgespießt wurden, änderte man die Konstruktion: Die Leitplanken sind am Anfang im Boden und bilden eine entschärfte "Schräge".
    Die Endwand eine Notbucht im Tunnel sollte schräg sein und nicht senkrecht zur Fahrtrichtung.
    Man sollte seitens der Opferfamilien eine Sammelklage gegen die Tunnelbetreiber prüfen!
    Was hier geholfen hätte, wären zwei massive Poller in 2 Meter Abstand vor der Wand. Damit wird viel Energie im unteren Teil des Busses aufgezehrt und der Bremsweg für die Insassen etwas verlängert worden. Die Poller sind dann auch als Schutz für die Ausgangstüre geeignet. Für PKW-Fahrer wäre das natürlich eine schlechte Lösung.
  4. #63

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine langgezogene Rechtskurve, ein hoher Randstein, eine frontale Tunnelwand: Verkehrsexperten diskutieren nach dem schweren Busunglück im Wallis die Sicherheitsfrage. Liegt in der Konstruktion des Tunnels eine tödliche Gefahr?

    Sicherheitsdiskussion nach Busunglück: Todesfalle Nothaltebucht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Zieht man das Urteil des ADAC in Betracht, so kamen die Leute um Klaus Reindl zu der Note gut, als sie den Tunnel bewerteten. Etwas stimmt doch am System dieser Bewertung nicht.
  5. #64

    ...

    Zitat von Pandora0611 Beitrag anzeigen
    Das haben Sie richtig erkannt!
    Wäre er in den Gegenverkehr geschleudert worden, wären Unschuldige gestorben. Da ist es so besser.

    Zum Thema Handelsvertreter; das ist leider so.
    Zweiundzwanzig Kinder und vier Begleiter sind keine unschuldigen Opfer - wie zynisch kann man denn noch sein.
  6. #65

    Ich

    Zitat von A.Stifter Beitrag anzeigen
    Entschuldigung, aber wie dumm kann man denn sein, dass man diese Gefahr als Baubehörde auch mit nur unterdurchschnittlichem Risikobewusstsein nicht erkennt, bevor solch ein schlimmer Unfall passiert?
    Bei jedem einigermaßen vorsorglich denkenden Menschen muss sich bei solch frontalen Betonwänden direkt neben der Fahrbahn größtes Unbehagen einstellen. Wie viel mehr müsste das für eine Baubehörde gelten, deren Hauptaufgabe die Vermeidung solcher Risiken ist?
    Ich hoffe, die Schweiz wird hier wegen ihres eindeutigen Mitverschuldens durch sträfliche Vernachlässigung der Verkehrrsicherungspflicht verklagt.
    hoffe sehr,daß Sie künftig erst mal nachdenken,bevor Sie
    so einen Stuß schreiben.
    Sicherlich wäre der Unfall nicht ganz so folgenschwer verlaufen,
    wenn eine Abrundung in Fahrtrichtung vorhanden gewesen wäre.
    Tote hätte es aber auch gegeben,das Fahrzeug wäre gegen die
    gegenüber gelegene Wand gerast und spätestens dort umgekippt.
  7. #66

    Qualität des Buses?

    Zitat von sysop;9829564 Liegt in der Konstruktion des Tunnels eine tödliche Gefahr?

    [url=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,821538,00.html
    Sicherheitsdiskussion nach Busunglück: Todesfalle Nothaltebucht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama[/url]
    Tunnelkonstruktion ist die eine Seite.

    Konstruktion des Buses die andere. Wie hat er bei Crash-tests abgeschnitten? Offensichtlich miserabel, wenn man die Bilder sieht und die Zahl der Toten im vorderen Teil berücksichtigt, die wohl keine Chance hatten.

    Was für eine Marke ist das denn?
  8. #67

    Standspur

    E(kin) = 1/2 * m*v^2.

    Ein solches Fahrzeug mit seinen (geschätzt) 10 bis 12 Tonnen und 100 km/h... Schutzmassnahmen müssen schon enorm stabil sein, um das auszuhalten. Eine abgeschrägte Wand oder Leitelemente kann dazu führen, dass so ein Bus umkippt oder wie schon erwähnt in den links vorbei fahrenden Verkehr geschleudert wird. Die Folgen solcher Unfälle sind sicher auch verheerend.

    Trotzdem, man soll alles tun, um so etwas in Zukunft zu vermeiden. Eine Möglichkeit wäre, auf Nothaltebuchten ganz zu verzichen und die Tunnels gleich so breit zu bauen, dass es eine Standspur gibt. Ich denke, nur das löst das Kernproblem wirklich.
  9. #68

    Nun ja,

    Zitat von Matthias Künzer Beitrag anzeigen
    Der ADAC sieht sich unter Rechtfertigungsdruck, weil er diesen Tunnel mit "gut" bewertet hat. Natürlich. Aber die Reaktion auf diesen Druck ist dreist: der Unfall mit 28 Toten sei ein "Nicht-Ereignis".

    Desweiteren, wenn es nicht an der Konstruktion des Busses lag, wieso flogen dann beim Aufprall seine Sitze durch den Bus? Ist das normal? Fliegen bei allen Bussen dieser Bauart bei einem Aufprall Sitze durch den Bus?


    auch mit einem PKW ist ein Frontalaufprall mit mehr als 60 km/h
    i.d.R. tödlich.
    Ich erwarte eine Auswertung des Fahrtenschreibers.
    Die Sitze sollten eigentlich vor Ort bleiben.
  10. #69

    .

    Zitat von klappertopf Beitrag anzeigen
    Zieht man das Urteil des ADAC in Betracht, so kamen die Leute um Klaus Reindl zu der Note gut, als sie den Tunnel bewerteten. Etwas stimmt doch am System dieser Bewertung nicht.
    Ne, das geht in Ordnung, das Problem sind die viel zu weichen Busse, ich hab hier schon den Link zu einem Crashtest gepostet, schon bei nur 56km/h bleibt vorne vom Bus nix übrig. Der Fahrerplatz und die ersten Sitzreihen werden zur Knautschzone, Überlebensraum=Null!