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Sicherheitsdiskussion nach Busunglück: Todesfalle Nothaltebucht
APEine langgezogene Rechtskurve, ein hoher Randstein, eine frontale Tunnelwand: Verkehrsexperten diskutieren nach dem schweren Busunglück im Wallis die Sicherheitsfrage. Liegt in der Konstruktion des Tunnels eine tödliche Gefahr?
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,821538,00.html
- #90 15.03.2012 19:36 von
Wie soll das denn sonst gehen? Wo soll die denn sonst hin?
Selbstverstaendlich sind solche Unfaelle tragisch und ich sende den Opfern und Hinterbliebenen mein aufrichtiges und herzliches Beileid;
aber der Strassenverkehr ist nunmal gefaehrlich, man muss Kompromisse eingehen und Gefahren gegeneinander abwaegen.
100%ige Sicherheit kann es nicht geben. - #91 15.03.2012 19:42 von
Abwegige Spekulation
Stuss ist allein solch unsinnige Spekulation. Als wäre ein solcher Unfallverlauf genau vorherzusehen. Ganz klar ist dagegen: Ein seitlicher Anprall ist ungefährlicher, als ein frontaler. Wenn dabei ein paar andere Autos gestreift werden, heisst das bei der heutigen Sicherheitstechnik noch überhaupt nicht automatisch, dass auch jemand verletzt wird. Bei einem Frontalaufprall mit 100km/h auf eine Betonmauer hilft aber nichts mehr. Und wer solch eine Betonmauer ungesichert genau neben eine Fahrbahn plant und baut, auf der mit 100km/h gefahren werden darf, gehört ins Gefängnis. Punkt, Basta.
- #92 15.03.2012 19:53 von
Meines Wissens gab es keine Tachoscheibe, sondern das Fahrzeug hatte ein digitales Aufzeichnungsgerät. Das speichert im Sekundentakt Geschwindigkeit und andere Parameter auf und läßt sich mangels beweglicher Datenträger auch in ziemlich zerstörtem Zustand einigermassen einfach auslesen.
jm2c
drkaos - #93 15.03.2012 19:57 von
- #94 15.03.2012 19:58 von
100% ...
Richtig!
Abgesehen von technischen Maßnahmen, etwa ein elektronischer Spurhaltungsassistent - muss man sich mal vergegenwärtigen was VOR und HINTER einem Tunnel in der Schweiz es so an Gefahren gibt:
Links die Felswand, rechts der Abgrund.
Ich kenne nicht nur das heimische bayrische Alpengebiet, sondern auch Tirol und etwas Schweiz (Graubünden).
Was da an Touristenbussen in sommerlichen Tagen 'rumfährt, an Felsen entlang oder an mehrere hundert Metern tiefen Abhängen, dagegen ist ein solcher Tunnel fast ein Hort der Sicherheit.
Wie sollte den ein Personentransport in den Alpen 100% sicher gemacht werden? - #95 15.03.2012 20:01 von
.
Das Hauptproblem sind die Busse. Die sehen nur auf den ersten Blick stabil aus, aber der ganze Aufbau übersteht noch nicht einmal einen Überschlag bei geringer Geschwindigkeit. Jedes Cabrio ist, was die Dachkonstruktion angeht, wesentlich sicherer.
Es gehören sichere Rahmen in solche Busse eingezogen. Ist das bei Doppeldeckerbussen nicht möglich, dann muss man auf diese Busse verzichten.
Früher habe die Busse und LKWs ihren Motor vorne gehabt. Diese meterlange Knautschzone fehlt heute. Etliche LKW-Fahrer könnten heute noch leben, wären diese in solchen LKWs unterwegs gewesen.
Auch ein Seitenaufprall bei Bussen ist gefährlich. Vor einigen Jahren sind Menschen in einem Linienbus gestorben, der seitlich gerammt worden ist.
Kippt ein Bus um, dann geht eine Leitplanke wie durch Butter durch den Bus. In Süddeutschland hat es vor Jahren einen solchen Unfall mit vielen Toten gegeben.
Es passiert insgesamt mit Bussen sehr wenig. Aber wenn etwas passiert, dann sind die Fahrer und Passagiere schlecht geschützt. - #96 15.03.2012 20:06 von
Quadratische Zunahme
Die zerstörende Energie wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Bei Tempo 100 ist sie somit viermal so hoch wie bei Tempo 50. Folglich dringt die Zerstörung mit Zunahme der Geschwindigkeit auch tiefer in das Fahrzeug ein.
Das folgende Video zeigt, was mit PKWs geschieht.
Multi-Car Crash Test: LKV Vs. Renault Megane Vs. Mitsubishi Lancer Wagon - YouTube
Dabei ist es relativ, ob der Lastwagen auf die PKWs fährt, oder umgekehrt. Das gleiche würde auch mit einem Bus bei Tempo 100 geschehen, wenn er gegen ein festes Hindernis fährt. - #97 15.03.2012 20:08 von
Ursache und Wirkung
Auch aus der Ferne lässt sich folgendes sagen.
Hier kamen mehrere Umstände zusammen.
Ein Frontal Hindernis in einem Tunnel; die Erlaubnis in diesem Bereich 100 km/h fahren zu dürfen plus ein Ereignis im/am Fahrzeug – vermutlich eine kurze Unaufmerksamkeit – haben diesen katastrophalen Unfall herbeigeführt.
Unaufmerksamkeiten kann es bei jedem immer und überall geben.
Vermeidbar wäre die Katastrophe gewesen, gäbe es kein Frontalhindernis oder eine Führung um dieses herum.
Ohne ablenkende Leitplanken hätte ein Limit von 60 Km/h im Bereich des Hindernisses ebenfalls diese Katastrophe verhindert.
Es ist gewiss fahrlässig in solch einem Tunnel an dieser Stelle das unglaublich hohe Tempo von 100 km/h zu erlauben.
Mehr kann man dazu nicht sagen, außer, dass es entsetzlich für alle Betroffenen ist. - #98 15.03.2012 20:18 von
Es werden die Risiken abgewogen. Ein durch eine feste gerade Wand gestopptes Fahrzeug kann keinen weiteren Schaden mehr anrichten. Darauf hin wurde diese Haltebucht geplant und ausgefuehrt. In 99,9% der Faelle ist das die bessere und auch richtige Wahl.
Ein solcher Unfall ist ein tragischer Einzelfall und muss hingenommen werden.
Punkt, Basta.
Wie vorhin schon gesagt mein Beileid an die Geschaedigten dieses tragischen Ungluecks! - #99 15.03.2012 20:36 von
Das ist ja alles soweit richtig..
Nur das ist nun einmal völlig falsch.
Sie vergessen dabei einfach die Masse der Fahrzeuge.
Ein 1-Tonnenfahrzeug muss lediglich seine eigene Bewegungsenergie in eine Verformung umwandeln, wenn es vor ein starres Hindernis knallt.
Fährt aber ein (stabiler) 5-Tonner mit der gleichen Geschwindigkeit hinten drauf, muss der PKW die fünffache Energie abbauen..
Dementsprechend zerknautschter ist er danach..
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