Sicherheitsdebatte an bayerischer Schule: Flötenstunde mit Fingerabdruck

Im bayrischen Gilching ist eine Sicherheitsdebatte entbrannt: Die Gemeinde hat einen Fingerabdruck-Scanner an der Grundschultür installiert, um den Einlass von externen Musikschülern zu prüfen. Die Rektorin verteidigt das System, Datenschützer wundern sich - und Eltern kündigen Widerstand an.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...671405,00.html
  1. #1

    winnenden

    wäre so wohl im grossen & ganzen nicht in der Schule möglich gewesen!
  2. #2

    trau schau wem.........

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im bayrischen Gilching ist eine Sicherheitsdebatte entbrannt: Die Gemeinde hat einen Fingerabdruck-Scanner an der Grundschultür installiert, um den Einlass von externen Musikschülern zu prüfen. Die Rektorin verteidigt das System, Datenschützer wundern sich - und Eltern kündigen Widerstand an.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...671405,00.html
    so so, da ist also ein hausmeister an der schule, der die ordnungsgemäße abgabe der fingerabdrücke überwacht.
    kann der nicht einfach die tür aufschließen, wenn die kleinen da mit ihren instrumenten vor der schule stehen.
    oder sollen die lieben kleinen hier schon von klein an daran gewöhnt werden, daß fingerabdrücke zu überprüfen was ganz normales ist............
  3. #3

    Ach...

    ...was war das schön als man damals einfach geklingelt hat und der passende Lehrer machte auf. Selbst eine Funkklingel kostet maximal 30 Euro und nicht gleich über 3000. Wenn für solche Spielereien noch Geld da ist scheint es wohl einigen Städten zu gut zu gehen.
  4. #4

    Vaeter im technischen Abseits

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im bayrischen Gilching ist eine Sicherheitsdebatte entbrannt: Die Gemeinde hat einen Fingerabdruck-Scanner an der Grundschultür installiert, um den Einlass von externen Musikschülern zu prüfen. Die Rektorin verteidigt das System, Datenschützer wundern sich - und Eltern kündigen Widerstand an.
    Wenn das Ministerium sagt "Mit unserer Vorstellung einer 'geschützten Schule' hat das nichts zu tun", dann soll doch bitte das Ministerium (und auch die Eltern) auch sagen, wie die Sicherheit einer Schule gewaehrleiset werden soll. Wenn etwas passiert, ist der Schwarze Peter schnell bei der Rektorin - warum hat sie nicht...
    Oder ist das Ministerium und die Eltern dafuer, dass alle Türen offenstehen? Wieso darf die Schule nicht wissen, wer im Gebaede ist? Ich denke, die Schuleitung MUSS wissen, wer im Gebaede ist. Und wer bitte soll den Türsteher zahlen? Bei kleinen Schulen gibt es keinen Hausmeister, oft muss auch der/die Rektor(in) unterrichten. Warum nicht moderne Techniken verwenden. Oder sollen Kinder in Zukunft nur noch als Nummer und verhüllt in die Schule gehen, damit ja keine Verknüpfung zwischen dem Kind und dem familiären Hintergrund möglich ist. Offensichtlich wird in Deutschland sofort nach dem Datenschützer gerufen, wenn irgendwo jemand persönliche Informationen preisgeben muss. Auch wenn diese wie in diesem Fall auf einem nichtöffentlichen Computer gespeichert werden. Dass aber alle Informationen zu den Kindern in der Regel auf einem großen Intranet der Schulministerien gespeichert sind, vergessen viele Eltern. Aber wer Teil einer Gesellschaft ist, kann sich dem nicht ganz entziehen - es sei denn er wird Einsiedler.

    Ich habe den Eindruch ´, dass sich hir manche Datenschützer wichtiger machen als sie sind. Und manche (Fach)Vaeter koennen es nicht wohl ertragen, von einer Frau (Rektorin) technisch überholt worden zu sein.
  5. #5

    Titel

    Zitat von smokeonit Beitrag anzeigen
    wäre so wohl im grossen & ganzen nicht in der Schule möglich gewesen!
    So ein Unsinn! Jemand der mit aller Macht irgendwo reinwill, benutzt die erstbeste Geisel zur Türöffnung - an einer Schule würden genug davon herumlaufen. Möchtegernhelden, die sich widersetzen gibt es nur im Film.

    Warum nicht direkt Minenfelder, Stacheldraht und Checkpoints um die Schulen herum errichten? Himmelnocheins, wie weit soll der Wahnsinn noch gehen?
  6. #6

    -

    Zitat von smokeonit Beitrag anzeigen
    wäre so wohl im grossen & ganzen nicht in der Schule möglich gewesen!
    Wer schon mit ner Pumpgun in die Schule geht, wird sich sicherlich auch nicht von nem lumpigen Plastik-Fingerprintscanner abhalten lassen. Einmal zielsicher auf das Tuerschloss gefeuert und die Tuer ist auf.

    Der Persoenlichkeitsrechte jedes einzelnen Beteiligten sind aber auf Dauer verletzt. Und wenn das den Dammbruch darstellt, dann auch die Persoenlichkeitsrechte vieler (noch) Unbeteiligter.
  7. #7

    titel

    Zitat von Firedancer Beitrag anzeigen
    ...was war das schön als man damals einfach geklingelt hat und der passende Lehrer machte auf. Selbst eine Funkklingel kostet maximal 30 Euro und nicht gleich über 3000. Wenn für solche Spielereien noch Geld da ist scheint es wohl einigen Städten zu gut zu gehen.
    Schön gesagt.
  8. #8

    Doch

    Zitat von smokeonit Beitrag anzeigen
    wäre so wohl im grossen & ganzen nicht in der Schule möglich gewesen!
    Wieso nicht?
    1. Die Schülerinnen und Schüler am Morgen kommen ohne Fingerabdruck rein.
    2. Der CCC hat schon vor Jahren bewiesen, wie leicht ein Fingerabdruck fälschbar ist.
    Das ist nur wieder Pseudosicherheit. Dafür werden personenbezogene Daten erhoben, ohne daß man weiß, wer sie wo aufbewahrt und was damit passiert.
  9. #9

    Völliger Schwachsinn...

    ...zumindest in der Begründung: "Die Amokläufe haben ja stark zugenommen"

    Haben sie das? Selbst wenn: wer glaubt denn bitte, dass sich ein Amokläufer nicht trotz Abdruckscanner Zutritt verschaffen könnte (zum Beispiel mit Gewalt?!) oder vom Scanner erfasste Personen nicht trotzdem Amok laufen können?

    Ich könnte es ansatzweise verstehen, wenn man damit Drogendealer oder Pädophile aus der Schule fernhalten wollte, aber sowas als Grund anzugeben ist doch haarsträubend...