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Sicherheit im Zug: Bahn will Bußgelder für Pöbler einführen

Wer in einem Zug andere Fahrgäste anrempelt oder beschimpft, könnte künftig*mit einem Bußgeld bestraft werden. Nach geltendem Recht ist das bislang nicht möglich - weil ein solches Fehlverhalten keine Straftat ist.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...805090,00.html
  1. #1

    -

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er hoffe, dass es künftig genug Kräfte geben werde, die dafür sorgen, dass die neuen Bestimmungen eingehalten werden.
    Das ist doch der Knackpunkt in der Servicewüste und Deutsche Pannenbahn.

    Papier ist geduldig und wer oft Bahn fährt und dann die Sprüche von Grube, Kefer und Co. hört, der weiss doch sofort, dass die keinesfalls Bahn fahren.
  2. #2

    Solange ich das Personal beschimpfen darf...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer in einem Zug andere Fahrgäste anrempelt oder beschimpft, könnte künftig*mit einem Bußgeld bestraft werden. Nach geltendem Recht ist das bislang nicht möglich - weil ein solches Fehlverhalten keine Straftat ist.

    Sicherheit im Zug: Bahn will Bußgelder für Pöbler einführen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Freitag Abend. Langer Tag, morgens nach Stuttgart. Jetzt wieder zurück nach Köln. 6 Stunden Besprechung dazwischen. In Mannheim umsteigen. Der erste ICE völlig überfüllt, hat Verspätung, aber der Anschluss in Mannheim wartet. Dort dauert es gefühlt Sunden, bis man endlich aus dem einen Zug raus ist. Alle wollen raus. Warum muss man überhaupt umsteigen? Gott sei Dank, er steht noch da. Hektik auf dem Bahnsteig, das Personal treibt an, der Zug fährt jeden Moment los. Schnell rein in die erstbeste Tür, und schon geht es los. Das war allerletzte Sekunde. Welche Richtung zum reservierten Platz? Man fragt sich durch, Personal keines zu sehen. Die Zeit drängt, der Platz verfällt nach 15 Minuten. Man drängelt, hoffnungslos verstopfte Gänge, dicke Tasche im Arm. Noch fünf Wagen bis zum Platz, bei fünf Minuten pro Wagen, das wird eng. Man entschuldigt sich. Drängelt vorbei an erwachsenen Menschen, die laut um einen Sitzplatz balgen. Die Zeit verrinnt. Es ist heiß. Noch zwei Wagen, noch einer. Geschafft. Aber Moment...das ist nicht mein Wagen. Eine Schaffnerin. Blick auf mein Ticket. Ein Lächeln, hämisch, jawohl, hämisch. Der Wagen hängt heute ausnahmsweise am anderen Ende des Zugs. Blick auf die Uhr: Lächeln. Aber der Platz ist jetzt eh weg. Hätten sie halt eher da sein müssen!

    Liebe Bahn: wenn mir das noch einmal passiert. Und wenn ich dann nicht lauthals schreien darf: Was ist das für ein beschissener Laden hier? Wofür bezahle ich das ganze Geld? Das ist ja schlimmer als in Afrika! Und zwar so laut, dass sich jeder nach mir umdreht. Nun, liebe Bahn, .....dann bereue ich, Afrika Unrecht getan zu haben. Aber ich glaube, dann werde ich sofort und ohne Umwege handgreiflich. Ich werde leise sein, aber handgreiflich werden. Und das wollen wir doch alle nicht, oder? Also lassen Sie mich lieber schimpfen.

    Danke.
  3. #3

    Auch für Personal

    Weil ihm mein Hund nicht gefiel sagte ein Zugführer einer Regionalbahn zu mir: "Unter Adolf hätten sie dich vergast". Ich beschwerte mich und musste mich noch rechtfertigen.
  4. #4

    Klebrige Langeweile

    Als nur gelegentlicher Bahnfahrer vermittelt sich mir ein merkwürdiges Bild vom Reisen auf Gleisen: Hier treffen sich erfolgreiche Absolventen von deutschen Benimm-Regeln-Kursen, sie sitzen schweigend da, lesend oder laptoppend in ihrer rauchfreien Umgebung, an der die Landschaft vorbeifliegt, und sie verströmen eine klebrige Langeweile, die mir zeigt, wie sinn- und freudlos Menschen sein können, die immer über irgendetwas Wichtiges entscheiden müssen, und sei es über die Farbe der neuen Klobrille, die sie ihrer Frau zu Weihnachten schenken wollen.

    Bedrängt von brachialen Typen fühlte ich mich noch nie im Zug, aber regelmäßig von korrekt-superschlauen Dumpfmeistern, die sich vor mir stundenlang in einer auswendig gelernten Ödnis produzierten oder im schnarchfreien Dämmerschlaf – da liebe ich mir den Süden, das unverständliche Geschnatter, das Windelwechseln inmitten opulenter Antipasti ohne Hauptgericht, die operettenhaft aufheulenden Fahrkartenkontrolleure, die nichts kontrollieren, die kleinen Dramen, die einen nach ein paar Gläsern in den Schlaf wiegen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.
  5. #5

    111

    Zitat von evi_drin Beitrag anzeigen
    Gott sei Dank, er steht noch da. Hektik auf dem Bahnsteig, das Personal treibt an, der Zug fährt jeden Moment los. Schnell rein in die erstbeste Tür, und schon geht es los. Das war allerletzte Sekunde.
    Natürlich steht der noch da.
    Und meinen Sie ein ICE fährt einfach so los wenn da noch wer einsteigt?
    Für eine Fahrzeit von 1:30 machen Sie so einen Stress, noch nie Freitags mit der Bahn gefahren?
    Hätten Sie lieber mal geschaut wo das Bistro ist, und ne Tasse Kaffee getrunken, oder 2, von Mannheim nach Köln.
  6. #6

    Und wer soll das ...

    ... durchsetzen?

    Die Zugbegleiter, die einen Fahrgast nicht unterstützen, wenn eine fremde Person einenn reservierten Platz besetzt hält?
    Die Zugbegleiter, die rauchende Fahrgäste nicht zurechtweisen?
    Die Zugbegleiter, die Schwarzfahrer sogar in der ersten Klasse sitzen lassen, wenn diese "rotzig" genug auftreten?
    Oder die Zugbegleiter, die kleine Kinder quasi aus dem Zug werfen, weil irgendwas mit der Fahrkarte nicht in Ordnung ist?


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