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Sicherheit im Verkehr: Warum eine Helmpflicht Radlern wenig hilft

Muss man die Radfahrer zu mehr Sicherheit zwingen? Verkehrsminister Raumsauer erwägt eine Helmpflicht. Der Zwang zur Haube soll Leben retten. Doch um die Radler wirksam zu schützen, wären andere Maßnahmen viel sinnvoller.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...792690,00.html
  1. #80

    ...

    Zitat von Heinzel Beitrag anzeigen
    Ich empfehle ein Tempolimit von 30 innerhalb der Stadt.
    Je langsamer man fährt, desto mehr Reaktionszeit hat man, ebenso sind die möglichen Folgen eines Unfalls weniger schwer. Das würde alle Verkehrsteilnehmer betreffen, und die Verkehrssicherheit würde erhöht, auch ohne bunte Eierschale auf dem Kopf. Bei einem Tempolimit von 30 fährt der Deutsche dann ja automatisch 40-45 (mit Ausnahme des notorisch zu langsamen und vorsichtigen Senioren ), das sollte dann ausreichen.
    Die Menschen haben leider eine Vorliebe für einfache Lösungen, weil sie nicht die Kapazität haben, alle Folgen ihrer Wünsche/Entscheidungen zu überblicken.

    Wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit auf unseren Straßen um 40% sinken würde, wie würde sich das auf unsere Volkswirtschft auswirken? Schwierig, nicht?
  2. #81

    Risikoanalyse

    Zitat von sakama Beitrag anzeigen
    Das ist eine gute Idee! Das sollte dann aber auch für Raucher gelten und für Fettleibige - ich zahle doch nicht für Diabetis & Co. Und die, die keinen Sport treiben werden auch abgestraft - Herzinfakt kann teuer werden. Ach ja, Ski- und Motorradfahrer sind ja per se verantwortungslos - raus aus der Krankenkasse. Und wo passieren die meisten Unfälle? Richtig - zu Hause. All die, die zu Hause bleiben sind auf jeden Fall verantwortunglos und somit eine Belastung für die Allgemeinheit. Eine grandiose Idee um unser Gesundsheitssystem zu sanieren..
    Wenn nicht irgendwann eine Risikoanalyse (wahrscheinlichkeit des Schadenseintrittes) verbindliche für diese Verbotsdiskussionen eingeführt wird, wird noch das Sonnebaden, Torte essen etc. verboten
  3. #82

    unglaublich

    Selten so unsinnige Argumente gelesen, wie in diesem Artikel. Am absurdesten ist der Vergleich mit den Fussgängern. Da wird mal eben ignoriert, dass es ein Vielfaches an Fussgängern gibt und dass eine Menge deren Verletzungen auf das Konto von Radfahrern geht. Da können nur noch die Grünen einen draufsetzen: Die sind gegen eine Helmpflicht, weil dann angeblich weniger radfahren würden. Dann erlauben wir doch am besten noch Radfahren betrunken mit Handy am Ohr nachts ohne Licht auf der Autobahn. Wetten, das mache Radfahren attraktiver ;-)
  4. #83

    unglaublich

    Selten so unsinnige Argumente gelesen, wie in diesem Artikel. Am absurdesten ist der Vergleich mit den Fussgängern. Da wird mal eben ignoriert, dass es ein Vielfaches an Fussgängern gibt und dass eine Menge deren Verletzungen auf das Konto von Radfahrern geht. Da können nur noch die Grünen einen draufsetzen: Die sind gegen eine Helmpflicht, weil dann angeblich weniger radfahren würden. Dann erlauben wir doch am besten noch Radfahren betrunken mit Handy am Ohr nachts ohne Licht auf der Autobahn. Wetten, das mache Radfahren attraktiver ;-)
  5. #84

    Helmpflicht ist nur ein Symptom für verbockte Verkehrspolitik

    ...für alle, die noch an den Symptomen (Helmpflicht) fuer eine verbockte Verkehrspolitik herumdoktor'n: ich wohne gerade in Strasbourg, die Radfahrerstadt par excellence in Frankreich. Anstatt Helmpflicht einzufuehren, ueberlegt man hier gerade, wie man das hiesige Radwege-Modell auf das ganze Land ausdehnen koennte. Sprich:

    - fast ueberall im Stadgebiet gibt es Radwege.

    - fast ueberall im Stadgebiet gibt es Radstaender (Steigerung in den letzten Jahren um 200%).

    - Radfahrer haben freie Fahrt in alle Einbahnstrassen, so dass man sich als Autofahrer halt darauf einstellen muss.

    Von Helmpflicht redet hier keiner.

    Aber der eigentliche Unterschied liegt nach meiner Meinung in der Mentalitaet: die Leute gehen hier derart entspannt mit der Verkehrssituation um - egal, ob Fussgaenger oder Autofahrer - es ist einfach nur genial.

    Ich hab vorher in Duesseldorf gewohnt - das Radwegenetz dort ist fuer eine Landeshauptstadt einfach nur noch peinlich. Und deshalb muss sich dann natuerlich auch keiner wundern, wenn man als Radler permanent IN TYPISCH DEUTSCHER PRINZIPIENREITEREI angehupt und angepflaumt wird.

    Fuer die Freiheiten, die ich hier in Strasbourg habe, waere ich in Duesseldorf schon gesteinigt worden.

    Die Ursachen liegen einfach darin, dass in den meisten Staedten in Deutschland Autofahrern immer noch viel zu viel Prioritaet eingeraeumt wird.

    Das ist falsch.

    Denn haelt man sich allein den Anteil an Pendlern vor Augen, die mittlerweile auf Fahrrad umgestiegen sind, ist diese Haltung der Verkehrsplaner einfach nicht mehr zeitgemaess.
  6. #85

    .

    Zitat von di wa Beitrag anzeigen
    Richtig: Der weiß, dass der Helm nicht hilft.
    Denn ein Helm, der zerbricht hat seinen Zweck nicht erfüllt!

    Di Wa
    Das ist Unsinn. Beim Mountainbiken hatten wir schon mehrfach Stürze, bei denen der Helm schwer beschädigt worden ist, aber der Fahrer unversehrt geblieben ist (zumindest am Kopf). Ein besonders krasses Beispiel: Sturz mit dem Kopf auf eine Wurzel, die Schale hing nur noch an dem Drahtgeflecht innen zusammen. Aber dem Fahrer ging es gut, der ist noch nicht mal bewusstlos gewesen, hat keine Gehirnerschütterung davongetragen.

    Also: zerbrochener Helm bedeutet nicht, dass er den Zweck nicht erfüllt.
  7. #86

    Australien

    Zitat von ravi Beitrag anzeigen
    Ein Land ist Australien und dort hat jeder Helm ob klein ob gross und keiner meckert.
    Kopfverletzungen, toedliche Unfaelle sind zurureck gegangen und Menschenleben werden durch diese Massnahme " jeden " Tag gerettet.
    Das ist schlichtweg falsch. Die Zahl der Unfälle ging nur zurück, weil weniger Leute Rad fuhren. Im Verhältnis zur Zahl der Radler hingegen stieg sie: http://www.adfc.de/helme/Seite-2-Arg...ie-Helmpflicht

    Und man sollte einmal nachdenken, wie viele Leute durch den dadurch zusätzlich erzeugten Autoverkehr umkommen, bevor man solche Milchmädchenrechnungen aufmacht.
  8. #87

    'ne warme mütze muss jetzt sowieso her - aber im sommer einen helm tragen?

    Zitat von Pepito_Sbazzagutti Beitrag anzeigen
    Huch, ich habe keine Beleuchtung am Fahrrad, was nun?

    Und jetzt mal im Ernst: Woher wollen Sie denn bei der Personalstärke der Polizei die Leute nehmen, um auch noch Fahrradkontrollen durchzuführen?
    ich bin beides: auto- und radfahrer.
    als autofahrer habe ich mich schon so manches mal erschreckt, wenn hier in berlin gefühlt jedes zweite rad in der dämmerung oder des nachts unbeleuchtet benutz wird, die fahrer auch noch dunkel gekleidet sind. regnet es, ist die wahrnehmung noch schwieriger, beinaheunfälle an der tagesordnung.

    deshalb hab' ich mein fünfzehn jahre altes rad lichttechnisch aufgerüstet, die standardfunzeln taugen kaum, flackern oft schwach, bei nässe dreht der dynamo durch, zumal er auch noch eine starke bremswirkung hat. also lichtstarke akkubetriebene lampen zum aufstecken angeschafft, als clou - falls die akkus streiken - eine mit handkurbel aufladbare lichtstarke led frontlampe und zur sicherheit ein zusätzliches rotes blinklicht nach hinten, kann auch am rucksack befestigt werden, leuchtet also über parkende fahrzeuge hinweg.
    der effekt: die autofahrer lassen beim überholen mehr abstand, und passen besser beim rechtsabbiegen auf - es wirkt also!

    zugegeben, ich bin auch schon ohne funktionierende radbeleuchtung in die dunkelheit geraten, wollte natürlich nicht schieben und konnte das hupen mancher autofahrer nachvollziehen - und wenn die polizei kam bin ich schnell abgebogen... ;-)
  9. #88

    Belege!

    Zitat von grt Beitrag anzeigen
    Das Meiste wurde ja schon gesagt, die 350-500 toten Radfahrer im Jahr sind tragisch aber es erscheint überaus fragwürdig, ob eine allgemeine Helmpflicht die Zahlen senken würde.

    1. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Fahrer mit Helm aggressiver überholt werden und eine höhere Unfallwahrscheinlichkeit haben.

    2. Fahren mit Helm fördert auch die eigene Risikobereitschaft, weil man sich geschützt fühlt und daher riskanter fährt.

    3. Die Schutzwirkung eines Halbschalenhelms wird maßlos überschätzt. Schon bei relativ geringen Aufprallgeschwindigkeiten (z.B. 30km/h) erleidet man trotz Helm tödliche Verletzungen. Hinzu kommt, dass der Helm nur einen kleinen Teil des Kopfes schützt.

    4. Die ohnehin relativ geringe Schutzwirkung steht und fällt mit einem fest verschlossenen Gurt. Nur wenn der Helm fest sitzt kann er überhaupt schützen. So locker wie die Meisten derzeit einen Helm tragen brauchen sie auch gleich gar keinen aufzusetzen.

    Ergebnis: Durch eine Helmpflicht könnten vermutlich selbst bei optimalsten Voraussetzungen weniger als hundert Tote vermieden werden. Faktisch wird es u.a. wegen der oben genannten Faktoren keine Reduzierung geben (wie z.B. in Australien zu sehen ist). Dafür fährt dann ein ganzes Land mit Helm durch die Gegend...

    Das Ganze ist eine Scheindebatte, mit anderen Maßnahmen (Radwege auf die Fahrbahn) könnten deutlich mehr Tote und vor allem Verletzte verhindert werden. Argumente sind bei der CSU allerdings nicht immer opportun...

    Für diese Behauptungen würde ich gerne mal wissentschaftliche Belege sehen!
  10. #89

    111

    Zitat von Steve B Beitrag anzeigen
    Schlechtes Beispiel. Fahrradhelme haben keine keine harte Außenschale, deswegen helfen die gegen Autotüren nur sehr bedingt.
    Dann helfen die Helme ja gegen nix.
    Ach ja, so ne Strasse ist ja viel weicher als ne Tür, wobei ein Erwachsener selten gegen eine Autotür prallen dürfte, mit dem Kopf.


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