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Sicherheit im Verkehr: Warum eine Helmpflicht Radlern wenig hilft
Muss man die Radfahrer zu mehr Sicherheit zwingen? Verkehrsminister Raumsauer erwägt eine Helmpflicht. Der Zwang zur Haube soll Leben retten. Doch um die Radler wirksam zu schützen, wären andere Maßnahmen viel sinnvoller.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...792690,00.html
- #1140 31.10.2011 14:59 von
Für einen Großversuch ohne Radwege
Wir bewegen uns anscheinend langsam vom Thema weg. Hier geht es längst nicht mehr um eine Helmpflicht, sonder um das Für und Wieder von Radwegen.
Ich habe nochmals darüber nachgedacht. Für den Bereich in geschlossenen Ortschaften (also Klein- und Großstädte) wäre ein Versuch sinnvoll, die Teilnehmer am Straßenverkehr bewusst zu vermischen. Die Autos würden nur scheinbar eingebremst werden, denn das ständige Stopp und Go wird durch das fast augenblickliche Erreichen der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit nicht ausgeglichen. Wir müssten uns wieder daran gewöhnen, andere Partner (eben die Radfahrer) als gleichwertig anzusehen und nicht als Verkehrshindernisse.
Im Gegenzug sollte die Verkehrsplanung möglichst viele „grüne Wellen“ für eine Geschwindigkeit von 30 km/h einrichten.
Außerorts halte ich allerdings die Anlegung und Benutzung von Radwegen für notwendig und sinnvoll. Es gibt dort keine (oder kaum) Grundstücksausfahrten und andere Gefahrenquellen wie in den Städten. Auch sind die Geschwindigkeitsunterschiede für eine gemeinsame Nutzung (80 – 100 km/h gegenüber 30 km/h) einfach zu groß.
Ich wüsste allerdings auch, wie man zumindest ampelgeregelte Kreuzungen mit vorhandenen Radwegen entschärfen kann: Durch eine versetzte Vorrangschaltung für die Radfahrerampeln. Für eine gewisse Phase werden alle Radfahrerampeln auf Grün geschaltet, sämtliche anderen Lichtzeichen bleiben solange auf Rot. Ich nehme an, dass sich kreuzende Radfahrer partnerschaftlich miteinander umgehen können und es dadurch zu keinen Unfällen kommt. Ansonsten gilt in diesem Fall die jeweilige Vorfahrtsregel.
Träumen wird man ja noch dürfen. Unter dem Minister Ramsauer wird das allerdings nicht kommen. - #1141 31.10.2011 16:05 von
- #1142 31.10.2011 16:09 von hjm
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Für schätzungsweise 10% der Kosten, die die üblichen „Radwege“ an Bundes- und Landstraßen verursachen, könnte man ein 10mal so gutes und 100mal so sicheres Netz von außerörtlichen Radwegen schaffen, indem man die in Deutschland fast überall vorhandenen, prima ausgebauten Land- und forstwirtschaftlichen Wege nutzen würde, sie an den Ortsrändern „bordsteinfrei“ in Wohnstraßen übergehen ließe, ein paar Begradigungen vornehmen und ein paar Lücken schließen würde, die sich irgendwann einmal aufgrund von bäuerlichen Erbstreitigkeiten ergeben haben, oder notfalls auch mal eine einfach Brücke über einen Wassergraben anlegt.
Vermutlich geht das deshalb nicht, weil ein „Radweg nach StVO“ (also einseitig, mit vielen Auf- und Abfahrten, nachts wegen Blendung in „Gegenrichtung“ unbenutzbar) beim Neu- oder Ausbau einer Landstraße automatisch „mit dabei“ ist, der wesentlich günstigere und sinnvollere Lückenschluss eines Feldwegs und eine „Umwidmung“ desselben aber ein eigenständiges „Planfeststellungsvefahren“ mit ungewissem Ausgang erfordert. - #1143 31.10.2011 16:40 von
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Ich würde vermuten, dass es da vor allem um Fördermittel für die Förderung des Fahrradverkehrs geht, die bei Anlage eines "normalen", straßenbegleitenden Radwegs fällig werden. Mit denen kann man dann die ohnehin längst fällige, aus Kostengründen aufgeschobene Grundsanierung der Fahrbahnoberfläche quersubventionieren.
- #1144 31.10.2011 18:29 von namlob
- #1145 31.10.2011 18:57 von
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