Die meisten Menschen haben auch mehr Angst vor dem Flug nach Mallorca, als vor der 20km Anreise mit dem KFZ zum Flughafen. Obwohl letzteres die größere Gefahr ist.
Die Wahrnehmung der Gefahrenlage kann eben auch stark täuschen.
Leider sind es aber gerade die jüngeren und älteren Fahrer, die trotz geringerer Geschwindigkeit, mit der viel komplexeren Verkehrssituation auf Radwegen überfordert sind.
Sie fühlen sich besonders geschützt, sind aber gerade durch die viel komplexere Situation besonders gefährdet.
Nur auf Radwegen ist es möglich, dass ich geradeausfahrend grün bekommen, und links von mir eine Spur rechtsabbieger ist, die ebenfalls grün bekommt, und meine Spur kreuzen muss. Nur auf Radwegen muss man ständig mit KFZ rechnen die aus Einfahrten kommend sich mitten in die eigene Spur stellen, oder mit Fußgängern die völlig ohne einen Blick einem vors Rad laufen.
Ich als junger Mensch hab genügend Aufmerksamkeit zur Verfügung für diese viel komplexere Situation, bei jüngeren und älteren Menschen erfordert schon das Gleichgewicht halten bei niedrigen Geschwindigkeiten sehr viel mehr Aufmerksamkeit.
Trotz der viel niedrigeren Geschwindigkeiten von Kindern und Älteren, sind diese die Opfer dieser Radweg-Politik, und sie merken es nichtmal und fühlen sich geschützt. Ja, das ist schon pervers.
Da braucht es kein "wenn sie es denn so wollen", denn diese Gruppen sterben auf diesen Wegen, sondern es braucht Aufklärungskampagnen.
Letztens ein Vater mit zwei Kindern, alle drei behelmt. Aber geisterradelnd, nichtmal auf dem Radweg, sondern auf einem Radstreifen auf der Fahrbahn. Soweit kommts schon, die Leute halten solche Radfahrerghettos so sicher, dass sie sogar gegen die Fahrtrichtung auf der Fahrbahn darauf rumfahren.



