Forum


 

Sicherheit im Verkehr: Warum eine Helmpflicht Radlern wenig hilft

Muss man die Radfahrer zu mehr Sicherheit zwingen? Verkehrsminister Raumsauer erwägt eine Helmpflicht. Der Zwang zur Haube soll Leben retten. Doch um die Radler wirksam zu schützen, wären andere Maßnahmen viel sinnvoller.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...792690,00.html
  1. #1050

    Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:

    Zitat von namlob Beitrag anzeigen
    Ich bin vorwiegend Radfahrer. Sehe allerdings viele andere Radfahrer, die lieber auf Radwegen als auf der Straße fahren. Es sind vorwiegend Rennradfahrer, die die Radwege meiden.
    Die meisten Menschen haben auch mehr Angst vor dem Flug nach Mallorca, als vor der 20km Anreise mit dem KFZ zum Flughafen. Obwohl letzteres die größere Gefahr ist.

    Die Wahrnehmung der Gefahrenlage kann eben auch stark täuschen.

    Leider sind es aber gerade die jüngeren und älteren Fahrer, die trotz geringerer Geschwindigkeit, mit der viel komplexeren Verkehrssituation auf Radwegen überfordert sind.
    Sie fühlen sich besonders geschützt, sind aber gerade durch die viel komplexere Situation besonders gefährdet.

    Nur auf Radwegen ist es möglich, dass ich geradeausfahrend grün bekommen, und links von mir eine Spur rechtsabbieger ist, die ebenfalls grün bekommt, und meine Spur kreuzen muss. Nur auf Radwegen muss man ständig mit KFZ rechnen die aus Einfahrten kommend sich mitten in die eigene Spur stellen, oder mit Fußgängern die völlig ohne einen Blick einem vors Rad laufen.

    Ich als junger Mensch hab genügend Aufmerksamkeit zur Verfügung für diese viel komplexere Situation, bei jüngeren und älteren Menschen erfordert schon das Gleichgewicht halten bei niedrigen Geschwindigkeiten sehr viel mehr Aufmerksamkeit.

    Trotz der viel niedrigeren Geschwindigkeiten von Kindern und Älteren, sind diese die Opfer dieser Radweg-Politik, und sie merken es nichtmal und fühlen sich geschützt. Ja, das ist schon pervers.

    Da braucht es kein "wenn sie es denn so wollen", denn diese Gruppen sterben auf diesen Wegen, sondern es braucht Aufklärungskampagnen.
    Letztens ein Vater mit zwei Kindern, alle drei behelmt. Aber geisterradelnd, nichtmal auf dem Radweg, sondern auf einem Radstreifen auf der Fahrbahn. Soweit kommts schon, die Leute halten solche Radfahrerghettos so sicher, dass sie sogar gegen die Fahrtrichtung auf der Fahrbahn darauf rumfahren.
  2. #1051

    Zitat von ocs1411 Beitrag anzeigen
    Woher wissen Sie das? Gefühlte Meinungen interessieren nicht.
    Und warum verbreiten Sie dann seit geschätzten tausend Postings nichts anderes als Ihre gefühlte Meinung, vermischt mit der Grundthese, dass jeder, der Ihrer gefühlten Meinung widerspricht, ohne jeden Zweifel ein Verkehrsrowdie zu sein hat?
  3. #1052

    Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

    Zitat von namlob Beitrag anzeigen
    Das was hier stört sind die Foristen, die sich als Funktionäre von Radsportvereinen äußern. Die wollen natürlich, dass auf öffentlichen Verkehrswegen Radsport betrieben wird.
    Welche Foristen waren das genau? Mir sind hier in der gesamten Diskussion nur gefühlte 5 Postings von Rennradfahrern untergekommen. Postings von Funktionären sind mir gar nicht unter die Augen gekommen.

    Zitat von namlob Beitrag anzeigen
    Und die finden auch Radwege - von Fußwegen abgetrennte - blöd.
    Die sind ja auch blöd. Und außerdem noch gefährlich.

    Zitat von namlob Beitrag anzeigen
    Was mir aber während dieser Diskussion aufgefallen ist, ist, dass gerade viele neugebaute Radwege keinerlei Beschilderung aufweisen. Offenbar ist den Bauverwaltungen das Geld für die entsprechende Beschilderung ausgegangen. Das erleichtert das Zusammenwirken der Verkehrsteilnehmer nicht unbedingt.
    Nein, das ist kein Fehler der Bauverwaltungen, sie halten sich damit lediglich an die "neue" (1998) Gesetzeslage. Bei sehr vielen Radwegen dürfen sie schlicht keine Benutzungspflicht mehr anordnen. Und das ist auch gut so.[tm]
  4. #1053

    Zitat von ocs1411 Beitrag anzeigen
    Und?
    Sie hatten das Gegenteil behauptet. Ich habe es widerlegt. Ihre Antwort: "Und?". Besser kann man Ihre Einstellung zu dieser Diskussion kaum beschreiben.


    Zitat von ocs1411 Beitrag anzeigen
    In Berlin wird täglich von mehreren hunderttausend Autofahrern das Tempo gemessen. Wohlgemerkt täglich. Das ist nicht irrelevant.
    Sie hatten behauptet, Radarfallen seien überall. Sie wurden widerlegt.


    Zitat von ocs1411 Beitrag anzeigen
    Von Ihnen durften wir nur sinnlose Behauptungen vernehmen wie in diesem Beitrag, einen Beleg habe ich von Ihnen noch nie gelesen.
    Das stützt meinen Eindruck, dass Sie hier gar nicht lesen, sondern nur nach Schlagwörtern scannen und dann reflexartig irgendwas posten.

    Zitat von ocs1411 Beitrag anzeigen
    CHAOS UND ANARCHIE
    Berlins Radfahrer überfordern die Polizei
    Geht es noch etwas krawalliger? Vielleicht noch ein paar Verweise auf die BILD?

    Zitat von ocs1411 Beitrag anzeigen
    Verstärkte Verkehrskontrollen wie bei Kraftfahrzeugen: Kann der allgemeinen Verkehrssicherheit nur dienlich sein.
    Hm, also in den letzten 10 Jahren bin ich weitaus häufiger mit dem Fahrrad als mit dem Auto kontrolliert worden.

    Zitat von ocs1411 Beitrag anzeigen
    Und damit Radfahrer sich merken können, was andere Verkehrsteilnehmer von Ihnen für Geschwindigkeiten erwarten: Geschwindigkeitsbegrenzung von Radfahrern innerorts auf maximal 25 k/mh.
    Was denn nun? Ist das jetzt Ihrer Ansicht nach schon so oder fordern Sie das erst noch?
  5. #1054

    .....

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen

    Nur auf Radwegen ist es möglich, dass ich geradeausfahrend grün bekommen, und links von mir eine Spur rechtsabbieger ist, die ebenfalls grün bekommt, und meine Spur kreuzen muss. Nur auf Radwegen muss man ständig mit KFZ rechnen die aus Einfahrten kommend sich mitten in die eigene Spur stellen, oder mit Fußgängern die völlig ohne einen Blick einem vors Rad laufen.
    Noch einmal: Weder die Rechtsabbieger noch die Linksabbieger haben "Vorfahrt", wenn eine an einer Kreuzung befindliche Ampel auf grün geschaltet wird und Einfädelspuren für Rechts- oder Linksabbieger bestehen. Der Autofahrer hat normalerweise hinreichend Zeit, sich zu überzeugen, ob ein Radweg auf der Fahrbahn oder dem "Bürgersteig" eingerichtet ist. Ist das der Fall, muss er mit Radfahrern rechnen und seine Geschwindigkeit darauf einstellen.
    Die elementaren Fahrregeln scheinen aber weitgehend unbekannt zu sein - insbesondere dann, wenn man seinen "Lappen" vor zig Jahren erhalten hat.
    Aber: Aktuelle Fragen zum Führerschein kann man gern im internet aufrufen und zu beantworten suchen.
  6. #1055

    Zitat von namlob Beitrag anzeigen
    Es sind vorwiegend Rennradfahrer, die die Radwege meiden. Man kann nämlich auf Radwegen schlechter andere Radfahrer überholen, muss mehr Rücksicht nehmen und welcher Rennradfahrer nimmt das schon?
    Ja, so wird's sein. Wenn ich von hier mit dem Auto nach dort fahre, kann ich entweder die alte, schmale Landstraße mit den Schlaglöchern nehmen, die durch mehrere Dörfer führt, oder die neue, breite, gut ausgebaute Umgehungstraße. Auf der Umgehungstraße kann ich meistens recht flott fahren und gegebenenfalls auch mal jemanden überholen, während ich auf der Landstraße viel mehr Rücksicht auf andere nehmen muss, zum Beispiel, um dem Beispiel ein bisschen Dramatik zu geben, auf spielende Dorfschulkinder. Schlussfolgerung: Wenn ich die Umgehungsstraße nehme, fahre ich schneller und vermeide das Rücksichtnehmen, bin also ein rücksichtsloser Raser. Man sollte das verbieten, genau wie das Radfahren auf der Fahrbahn, um das rücksichtslose Rasertum wenigstens etwas einzudämmen. Und natürlich ganz besonders weger der Sicherheit der Schulkinder.
  7. #1056

    Zitat von saschad Beitrag anzeigen
    Hm, also in den letzten 10 Jahren bin ich weitaus häufiger mit dem Fahrrad als mit dem Auto kontrolliert worden.
    Geht mir ähnlich. In den 11 Jahren, in denen ich regelmäßig bis viel Auto fuhr, bin ich exakt zweimal kontrolliert worden, und zwar an zwei aufeinanderfolgenden Tagen!

    Ich würde zwar keinesfalls behaupten, dass ich mich durch übermäßige Kontrollen beim Fahrradfahren belästigt fühle, aber da ist mir das jedenfalls schon deutlich häufiger passiert.
  8. #1057

    Zitat von namlob Beitrag anzeigen
    Noch einmal: Weder die Rechtsabbieger noch die Linksabbieger haben "Vorfahrt", wenn eine an einer Kreuzung befindliche Ampel auf grün geschaltet wird und Einfädelspuren für Rechts- oder Linksabbieger bestehen.
    Das hat er auch nirgendwo behauptet. Trotzdem lässt man als Radfahrer auf dem Radweg allen diesen Leuten ohne Vorrang die "Vorfahrt", wenn man nicht eine sehr seltsame Einstellung zum Leben an sich hat. Nichts anderes hat der Forist Ingmar E. hier geschrieben. Wieso Sie jetzt auf irgendeine Vorfahrtsproblematik zu sprechen kommen, bleibt schleierhaft.

    Zitat von namlob Beitrag anzeigen
    Der Autofahrer hat normalerweise hinreichend Zeit, sich zu überzeugen, ob ein Radweg auf der Fahrbahn oder dem "Bürgersteig" eingerichtet ist.
    Es mag sein, dass dies normalerweise so ist (obwohl auch das m.E. noch diskussionswürdig ist). Trotzdem muss man als Radfahrer auch mit den Ausnahmen von dieser Norm rechnen, und selbst dann ist es bei bestimmten Konstruktionen dem KFZ-Fahrer einfach nicht möglich, sich zu vergewissern, ob dort auch wirklich kein Radfahrer kommt.

    Und dann gibt es natürlich auch noch die Verkehrsteilnehmer, die einfach gerade abgelenkt sind. Auch mit denen rechnet man als Radfahrer auf Radwegen tunlichst.

    Zitat von namlob Beitrag anzeigen
    Ist das der Fall, muss er mit Radfahrern rechnen und seine Geschwindigkeit darauf einstellen.
    Die elementaren Fahrregeln scheinen aber weitgehend unbekannt zu sein - insbesondere dann, wenn man seinen "Lappen" vor zig Jahren erhalten hat.
    Aber: Aktuelle Fragen zum Führerschein kann man gern im internet aufrufen und zu beantworten suchen.
    Sehr amüsant. Bei Ihnen scheint leider weder die Theorie noch die Praxis irgendwie nennenswert durchgedrungen zu sein. In einer idealen Welt, in der sich alle jederzeit an alle Regeln halten, wären Radwege kein großes Problem. Sie wären aber natürlich auch noch viel überflüssiger als Sie es in der realen Welt ohnehin schon sind.
  9. #1058

    Zitat von Montcerf Beitrag anzeigen
    Ich würde zwar keinesfalls behaupten, dass ich mich durch übermäßige Kontrollen beim Fahrradfahren belästigt fühle, aber da ist mir das jedenfalls schon deutlich häufiger passiert.
    Belästigt fühle ich mich dadurch auch in keinster Weise.
  10. #1059

    .

    Zitat von namlob Beitrag anzeigen
    Noch einmal: Weder die Rechtsabbieger noch die Linksabbieger haben "Vorfahrt", wenn eine an einer Kreuzung befindliche Ampel auf grün geschaltet wird und Einfädelspuren für Rechts- oder Linksabbieger bestehen. ...
    Noch (ein letztes) Mal, ein letzter Versuch mit einer weiteren Analogie. Stellen Sie sich vor, an einer Kreuzung (kein Radweg und auch kein Radverkehr weit und breit) wird ein grüner Rechtsabbiegerpfeil (Zeichen 720) montiert. Innerhalb von einer Woche kommt es dann zu zwei kleinen Blechschäden. Obwohl völlig klar ist, dass diese jeweils durch einen unachtsamen oder vorfahrtsrechtsunkundigen Rechtsabbieger verursacht wurden, und deren Versicherungen auch beide anstandslos bezahlt haben, wird dieser Rechtsabbiegerpfeil innerhalb von Tagen wieder verschwinden. Weil allen sofort einleuchtet, dass das eine Schnappsidee war, und dass so ein Ding an dieser Stelle ganz offensichtlich zu gefährlich ist. Niemand, wahrscheinlich noch nicht einmal der stolze Initiator des ganzen, wird darauf pochen: Aber die Vorfahrt ist doch ganz eindeutig geregelt, schuld an den Unfällen ist also eindeutig nicht der Pfeil, sondern die Unkenntnis und Unachtsamkeit der Abbieger, und die, die bei Grün geradeausfahren, müssen da halt ein bisschen aufpassen, Rücksichtnahme gehört schließlich zum Straßenverkehr. Nein, das Ding ist am übernächsten Tag weg, und alle sind damit zufrieden. Weil nämlich jetzt an dieser Kreuzung weniger Unfälle passieren, obwohl (nein: weil) alle weniger Rücksicht nehmen (müssen).


TOP



TOP