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Sicherheit im Straßenverkehr: Zahl der Verkehrstoten erstmals seit 20 Jahren gestiege

Die vorläufigen Zahlen ließen es erahnen, nun gibt es Gewissheit. Auf Deutschlands Straßen sind erstmals seit 20 Jahren wieder mehr Menschen gestorben. Über 4000 Personen kamen 2011 durch Verkehrsunfälle ums Leben. Nur in einer Gruppe sind die Zahlen zurückgegangen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...842953,00.html
  1. #1

    Was man mit Zahlen sagen kann

    Ich will das berühmte Churchill-Zitat zur Statistik gar nicht heranziehen. Aber mit Zahlen kann man jede meinung transportieren, indem man nur die Zahlen nennt, die einem passen. So eine Presemeldung sollte SPON nicht ungeprüft übernehmen. 380 Todesopfer mehr, als im Vorjahr: Das wäre einen intensieven Vergleich wert. Wenn irgendwo etwas passiert und Alkohol war nicht im Spiel, was war es dann? Richtig! Immer überhöhte Geschwindigkeit. Da braucht man nicht länger nachdenken und ratz fatz ist das Unfallprotokoll fertig.
    Ich warte auf eine gründliche Analyse!
    Kauri
  2. #2

    Zitat von mauimeyer Beitrag anzeigen
    Ich will das berühmte Churchill-Zitat zur Statistik gar nicht heranziehen. Aber mit Zahlen kann man jede meinung transportieren, indem man nur die Zahlen nennt, die einem passen. So eine Presemeldung sollte SPON nicht ungeprüft übernehmen. 380 Todesopfer mehr, als im Vorjahr: Das wäre einen intensieven Vergleich wert. Wenn irgendwo etwas passiert und Alkohol war nicht im Spiel, was war es dann? Richtig! Immer überhöhte Geschwindigkeit. Da braucht man nicht länger nachdenken und ratz fatz ist das Unfallprotokoll fertig.
    Ich warte auf eine gründliche Analyse!
    Kauri
    Zahlen des Statistischen Bundesamts sollten von SPON vor der Veröffentlichung überprüft werden? Was ist dann nach Ihrem "Glauben" ursächlich für den Anstieg, oder bezweifeln Sie den Anstieg auch, wenn ja begründet durch welche Fakten?
  3. #3

    Interessant fuer die allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung auf BAB waere jetzt noch: Wieviele Tote auf BAB? Und wieviel dabei durch Mittelspurschleicher?

    Wer sich die umliegenden Laender anschaut wird feststellen, dass 120 auf der Autobahn mitnichten die Anzahl der auf AB getoeteten veringert. Und komm mir jetzt keiner mit diesem CO2 Schwachsinn!
  4. #4

    Rechtsstaat Raserei und Alkohol in Deutschland

    Hier stimmt doch etwas nicht.Wie kommt es ,dass in einem Rechtsstaat Rasen und Alkohol am Steuer geduldet wird? Hier werden doch tausende Menschen abgeschlachtet deren Tod durch entsprechende gesetzlichen Mass- nahmen vermeidbar wären. Ich sehe hier einen eloquenten Verstoß gegen die Menschen Rechte und auch des Grundgesetzes , welches mir meine Unversehrtheit garantieren soll.
    Ein moderner Staat,-das sind wir doch?- muss Mittel und Wege ergreifen,um sich als solcher zu behaupten. Wenn es um unser Leben
    geht, helfen keine Argumente irgendwelcher Lobbys, denn rechtlich
    gesehen, geht es hier um einen tausendfach geduldeten Totschlag, wo
    niemand wissen kann , wann es ihn trifft.
    Neue Techniken erlauben uns die Geschwindigkeit zu kontrollieren,
    sowie dem Alkohol am Steuer entgegenzuwirken.
    Jetzt kommt unser Rechtsstaat in Zugzwang, um unser überleben auf der Strasse zu garantieren, und Verkehrsunfälle auf ein Minimum zu reduzieren.
  5. #5

    Zitat von Walter Sobchak Beitrag anzeigen
    Interessant fuer die allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung auf BAB waere jetzt noch: Wieviele Tote auf BAB? Und wieviel dabei durch Mittelspurschleicher?

    Wer sich die umliegenden Laender anschaut wird feststellen, dass 120 auf der Autobahn mitnichten die Anzahl der auf AB getoeteten veringert. Und komm mir jetzt keiner mit diesem CO2 Schwachsinn!
    Wie "Mittelspurschleicher" es schaffen sollten signifikant die Unfallhäufigkeit zu erhöhen sollten Sie mir einmal erklären.
  6. #6

    4009 Menschenopfer zuviel

    alkohol, das kulturgut nr.1, war ursächlich wie die überhöhte geschwindigkeit für die masse der tödlichen unfälle auf der straße. so weit, so bekannt. das sind keine neuen faktoren. vielleicht schaut man mal etwas genauer hin, was sich an neuen möglichen ursachen ergeben hat. so ist die anzahl der zugelassenen geländewagen, sprich: bullentöter, um einen erheblichen prozentsatz gegenüber dem vorjahr angestiegen. so ein 2 bis 3 tonnen panzer hat bei gleicher geschwindigkeit eine höhere crash-energie als kleinwagen oder leichtere vehikel. bedenkenswert ist auch, dass die anzahl der toten unter den fußgängern drastisch erhöht ist. die kinetische energie der dicken autos tötet schneller als die geringere energie der leichtfahrzeuge.
    zu den faktoren geschwindigkeit und schnaps kommt als wichtiger verstärker hinzu das gewicht der "panzer". wenn man sich sicherer fühlt in so einem jeep/kriegskarren, ist die sicherheit der anderen verkehrsteilnehmer geringer, vor bei den leichtgewichten fußgänger.
  7. #7

    Kein Wunder!

    Ich bin vor ein paar Tagen das erste Mal wieder länger auf einer bundesdeutschen Autobahn unterwegs gewesen. Da wundern mich die veröffentlichten Zahlen überhaupt nicht: es wird dermassen schnell und rücksichtslos gefahren, dass es einem den Atem verschlägt. Warum muss man auf einer dreispurigen Autobahn konsequent in der Mitte fahren, obwohl die rechte Spur frei ist? Warum fahren nicht einige, sondern viele bei Geschwindigkeiten jenseits von 160 km/h so dicht auf? Warum muss bei Starkregen und sehr wenig Sicht gerast und gedrängelt werden? Denken diese Autofahrer, Sie seinen gottähnlich und ihnen könne nichts passieren, weil sie ja in High-Tech-Autos sitzen, die mit Radarkameras und diversten Assistenzsystemen bestückt sind? Glauben sie, sie könnten die Physik außer Kraft setzen? Warum bitteschön fahren fast alle in 120 km/h - Zonen auf der Autobahn alle an mir vorbei, obwohl ich den Tempomat schon auf 140 km/h eingestellt habe? Warum ignorieren so viele Autofahrer die Regeln? Warum wird scheinbar absichtlich gegen die StVO verstoßen? Was habe ich gejubelt, als auf der oben genannten Fahrt ein "bekloppter" Drängler, der uns und viele vor uns Fahrende zur Seite geblitzt hatte, von einer Zivilstreife erwischt worden war! Leider gibt es davon zu wenige. Ich wünschte mir mehr Personal bei der Polizei und sofortige Beschlagnahme des Führerscheins solcher Raser und Drängler. Sie sind es, die die Statistik mit Verkehrstoten nach oben bringen.
  8. #8

    Zitat von review Beitrag anzeigen
    Wie "Mittelspurschleicher" es schaffen sollten signifikant die Unfallhäufigkeit zu erhöhen sollten Sie mir einmal erklären.
    Weil die sehr oft aus der rechten Spur total unvermittelt ausscheren, ohne zu blinken und ohne die Geschwindigkeit der nachfolgenden Autos im Blick zu haben. Und das fuehrt zu sehr gefaehrlichen Situationen. Und dann schleichen die natuerlich auch weiter mit 100 auf der mittleren Spur, statt die freie rechte zu benutzen. Was wiederum andere nachfolgende noetigt auf die Ueberholspur auszuweichen. Was wiederrum unachtsam geschehen kann und der nachfolgende Verkehrt wird behindert. Sie sehen also, der Mittelspurschleicher hat nicht unerheblich Schuld an gefaehrlichen Situationen auf der BAB.
  9. #9

    Raserei gibt es nicht

    Zitat von rolandjulius Beitrag anzeigen
    Hier stimmt doch etwas nicht.Wie kommt es ,dass in einem Rechtsstaat Rasen und Alkohol am Steuer geduldet wird? Hier werden doch tausende Menschen abgeschlachtet deren Tod durch entsprechende gesetzlichen Mass- nahmen vermeidbar wären. Ich sehe hier einen eloquenten Verstoß gegen die Menschen Rechte und auch des Grundgesetzes , welches mir meine Unversehrtheit garantieren soll.
    Ein moderner Staat,-das sind wir doch?- muss Mittel und Wege ergreifen,um sich als solcher zu behaupten. Wenn es um unser Leben
    geht, helfen keine Argumente irgendwelcher Lobbys, denn rechtlich
    gesehen, geht es hier um einen tausendfach geduldeten Totschlag, wo
    niemand wissen kann , wann es ihn trifft.
    Neue Techniken erlauben uns die Geschwindigkeit zu kontrollieren,
    sowie dem Alkohol am Steuer entgegenzuwirken.
    Jetzt kommt unser Rechtsstaat in Zugzwang, um unser überleben auf der Strasse zu garantieren, und Verkehrsunfälle auf ein Minimum zu reduzieren.
    Alle Straßen in Deutschland sind geschwindigkeitstechnisch limitiert, man kann nirgendwo rasen wenn man sich daran hält. Eine Ausnahme bilden einige Abschnitte auf Bundesautobahnen.

    Dass sich auf diesen BAB-Abschnitten mehr Verkehrsunfälle ereignst hätten als zuvor und dass dort mehr Verkehrstote zu beklagen seine, wird im Artikel nicht behauptet.

    Die Formulierung "unser Überleben auf den Straßen" ist arg überzogen. Für Ihr Überleben sind Sie selbst verantwortlich, nicht der Staat.

    Über ein Alkoholverbot können wir gerne reden. Ich nehme aber an, dass die Alkoholproblematik dadurch unterhalten wird, dass die betroffenen Fahrer mehr getrunken haben als erlaubt war und sie die Grenzen bewusst überschritten. Bei 0,3 bis 0,5 Promille baut niemand einen Unfall.


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