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Sicherheit im Straßenverkehr: Zahl der Verkehrstoten erstmals seit 20 Jahren gestiege

Die vorläufigen Zahlen ließen es erahnen, nun gibt es Gewissheit. Auf Deutschlands Straßen sind erstmals seit 20 Jahren wieder mehr Menschen gestorben. Über 4000 Personen kamen 2011 durch Verkehrsunfälle ums Leben. Nur in einer Gruppe sind die Zahlen zurückgegangen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...842953,00.html
  1. #40

    Zitat von meinmein Beitrag anzeigen
    Auf Landstraßen werde ich permanent überholt, obwohl ich auch schon über 100 fahre.
    In der Stadt fahre ich mit 60 von Ampel zu Ampel und bin jedesmal wieder der letzte.

    Es scheint einen inneren Zwang zum Überholen zu geben, Geschwindigkeitsbegrenzungen spielen da keine Rolle.
    Sie brauchen nicht so schnell fahren, außer Sie wollen unbedingt noch bei Rot ankommen.

    Beim Überholzwang möchte ich noch hinzufügen, daß es wohl sehr auf das zu überholende Fahrzeug ankommt. Bei 30 km/h in der Dreißigerzone wird man auf dem Fahrrad meist überholt, auf dem Motorrad ist man hingegen der Anfang einer langen Schlange.
  2. #41

    Zitat von review Beitrag anzeigen
    Wie "Mittelspurschleicher" es schaffen sollten signifikant die Unfallhäufigkeit zu erhöhen sollten Sie mir einmal erklären.
    - sie produzieren Staus
    - sie machen den Verkehr zähflüssig
    - sie behindern flexible Verkehrsteilnehmer wie den Gesamtverkehr
    - sie sind oftmals unkonzentriert und vom umgebenen Verkehr überfordert
    - sie gehören teilweise zur psychisch auffälligen Spezies der Selbstgerechten, Oberlehrer und Machtdemonstranten (ICH habe RECHT)
    - sie gefährden Dritte durch die Nichtbeachtung des Zurückweichens auf die rechte Spur

    Tipp: Schauen Sie mal in die Gesichter der Mittelspurstoiker. Jeder Pschologe bekäme leuchtende Augen bei so vielen auffälligen Gesichtszüge . . .
  3. #42

    Macht Sie doch!

    Zitat von rolandjulius Beitrag anzeigen
    Hier stimmt doch etwas nicht.Wie kommt es ,dass in einem Rechtsstaat Rasen und Alkohol am Steuer geduldet wird?..........

    .....Jetzt kommt unser Rechtsstaat in Zugzwang, um unser überleben auf der Strasse zu garantieren, und Verkehrsunfälle auf ein Minimum zu reduzieren.
    Ist Ihnen noch nie aufgefallen wie intesiv unser Rechtsstaat gerade in diesem Sektor wirkt? Immer höhere Geldstrafen mit der Begründung?
    Ja, genau, die Erhöhung der Verkehrssicherheit und immer mehr Fallen zur Abzocke. Fahren Sie mal ganz bewußt durch gewisse Innenstadtstraßen, über Landstraßen etc..
    Da gibt es so herrliche Beschilderungen, z.B. 30 zwischen 22.00 und 6.00 Uhr, 1x, 2x, 3x, oder im Kreuzungsbereich 70 1x,2x,3x, wenn ihr Gehirn beim nächsten Schild bereits auf Routine umgestellt hat kann es teuer werden, denn das nächste Schild ist 30 zwischen 6:00 und 19:00 Uhr oder 60 statt 70 und gleich dahinter lauert der Blitzer.
    Natürlichum die Sicherheit zu erhöhen. ("Fallen" finden sie auch bei Parkzonen).
    Wäre dumm zu schreiben das man die Einnahmen aus Verkehrsdelikten in den Haushaltsplänen als wachsende Größe hat (!).
    Mit einfachen Worten es geht darum so viel Geld wie möglich einzunehmen. Das Geld bringt die Masse nicht der Einzelne. ;-( Also in der Kolonne nicht zum Schleicher werden und nachts auf verlassener Landstraße, wenn man meilenweit keinen Lichtkegel sieht Routinemäßig fahren hilft den klammen Kassen. Über die Sicherheitsgefahr kann sich da jeder sein eigenes Bild machen.
    Außerdem sollte man sich ansehen wie Prozesse ausgehen. Z.B. der gegen die Fahrerin des PKW die im Land BB im Autobahnkreuz ursächlich für einen Busunfall mit mehreren Toten und Verletzten verantwortlich war.

    Die Bemühungen Rasern, Blinkmuffeln, Dränglern oder den Fahrern die in Sicherheitsabstände springen, die aus der Abbiegespur gerade ausfahren oder umgekehrt, die aus der 2. Spur abbiegen obwohl für diese Ampel kein Grünpfeil existiert für ihr Verhalten zu ahnden sind da eher sehr gering. Sieht man sich die Autos und die Personen an kann man schon gewisse Schlussfolgerungen ziehen. (;-(( Das Grundgesetz!)

    Sorry, die Statistik ist das Eine, die Bemühungen das Andere, aber Bemühungen nützen nur dann, wenn sie auch das gewünschte Ergebnis erbringen.
    Leider gilt in D: Showtime (fürs Volk)!

    #Nachgedacht
  4. #43

    Spiegelung einer sich verrohenden Gesellschaft?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die vorläufigen Zahlen ließen es erahnen, nun gibt es Gewissheit. Auf Deutschlands Straßen sind erstmals seit 20 Jahren wieder mehr Menschen gestorben. Über 4000 Personen kamen 2011 durch Verkehrsunfälle ums Leben. Nur in einer Gruppe sind die Zahlen zurückgegangen.

    Zahl der Verkehrstoten erstmals seit 20 Jahren wieder gestiegen - SPIEGEL ONLINE
    20 Jahre - also 1992 bis 2012. Ich fahre schon etwas länger Auto. Etwa 25.000 bis 40.000 km im Jahr, wohne in einer (kleineren) deutschen Großstadt mit viel ländlichem Gebiet drum herum.

    Die Zahlen überraschen mich nicht wirklich.

    Es gibt mehrere Dinge, die mir in den vergangenen Jahren aufgefallen sind - vornehmlich auf mehrspurigen Bundesstraßen und Autobahnen:

    1. Fahrer von neuen Autos scheinen sich nahezu "unverwundbar" zu fühlen. Speziell Fahrer von so genannten SUVs.

    2. Blinker werden oftmals nicht benutzt.

    3. Schulterblick, Innen- und Außenspiegel auch nicht.

    4. Das Rechtsfahrgebot scheint kaum jemand ernst zu nehmen.

    5. An manchen Autobahnauffahrten wird im Schneckentempo auf die Autobahn aufgefahren - und somit der nachfolgende Verkehr zu teils haarsträubenden Ausweichnövern gezwungen!

    Zu 1. bleibt noch zu präzisieren, dass viele Fahrer neuerer Autos, die mit ESP, ASR, ABS, 8-10 Airbags, Notlaufreifen, etc. ausgestattet sind, speziell bei schlechten Witterungsbedingungen vollkommen unangepasst unterwegs sind! Da wird bei strömendem Regen munter mit Tempo 180+ weiter gefahren; bei Schnee und Temperaturen von weit unter Null ebenso. Die suggerierte Sicherheit dieser, im übrigen ja auch immer schwerer werdenden Autos, trügt. Die Opfer sind dann zudem auch noch oft genug Fahrer und Mitfahrer kleinerer Kompaktautos und leichterer, älterer Fahrzeuge.

    Ich selbst fahre in einer Mittelklasse von Mercedes-Benz. Bei Starkregen fahre ich meistens rechts - nicht schneller als 120 - 140. Mein "Popometer" bedeutet mir, dies zu tun - und meine Erfahrung.

    Letztlich wäre da noch die "Verrohung" der deutschen Gesellschaft zu nennen, in der sich jeder immer mehr der Nächste zu sein scheint - und Zivilcourage eine Randerscheinung wird.
    Ich habe dies vor wenigen Jahren selbst erlebt, als ich nach einem Wildunfall mit meinem Auto frontal erst in einen Graben und dann vor einen kleinen Baum prallte. Die Airbags lösten aus, ebenso die Gurtstraffer. Während ich noch im Auto saß, fuhren mindestens fünf! Autos an der Unfallstelle auf einer dunklen, einsamen Landstraße vorbei. Dabei war weder mein Fahrzeug zu übersehen, noch die Tatsache, dass der Fahrer noch im Fahrzeug saß!
    Zu gerne hätte ich der Insassen dieser Autos wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt! Die Polizei stand dem recht gleichgültig gegenüber. Zum Glück hatte ich nur ein paar Verbrennungen erlitten...

    Ich begrüße den neuen, härteren Strafkatalog sehr. Er sollte aber meines Erachtens an das Monatsgehalt angepasst werden!
    Denn: Erst dann, so dünkt mir, werden auch die Damen und Herren in ihren 2,5 Tonnen SUV´s angepasster fahren - und nicht wie die sprichwörtlichen wilden Säue bei Regen, Nebel und Schnee; frei nach dem Motto: "Nach mir die Sintflut"...

    Meine Meinung. Danke.
  5. #44

    Zitat von MS_FFM Beitrag anzeigen
    Also, fast elf Tote am Tag. Wie bescheuert muss man sein, um das irgendwie in Ordnung zu finden?

    Wenn es in Deutschland 11 Tote durch Flugzeugabstürze *pro Jahr* gäbe, dann würden die Leute nicht mehr fliegen.

    Wir haben unglaublich strenge und teuere Brandschutzbestimmungen für öffentliche Gebäude; wie viele Personen verbrennen jedes Jahr in solchen Häusern? Null, nix -- gar keine.

    Überall Strenge, überall Risikovermeidung; nur im Straßenverkehr gibt's ein "weiter so!". Die Autos werden immer sicherer, aber die Gesetze schützen die Menschen nicht vor ihren eigenen Fehlern (und vor allem, man wird nicht vor den Fehlern anderer geschützt). Das ist ein Versagen des Verkehrsministeriums auf der ganzen Linie.

    Es darf z.B. doch nicht wahr sein, dass z.B. die Black Box aus vermeintlichen Datenschutzgründen (in Wirklichkeit: aus Schlechtautofahrerschutzgründen) verboten ist.

    Es darf doch nicht wahr sein, dass Killer-Autofahrer mit Bewährungsstrafen davon kommen! (So wie kürzlich in Frankfurt: bei Rot über die Kreuzung, ein Kind vor den Augen der Mutter umgebracht. Das Urteil: milde, denn der Täter hatte bislang kein Dreck am Stecken).
    Bei ihrem Kommentar wird mir richtig Angst und Bange. Sie wollen tatsächlich, dass man rund um die Uhr kontrolliert wird?
    Tut mir leid wenn ich das so sage, aber Leute wie sie sind der Grund wieso es den Spruch "Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit" gibt.
  6. #45

    Zitat von vonStroheim Beitrag anzeigen
    Die Zahlen zeigen das es höchste Zeit ist, das endlich etwas gegen die "Raserei" unternommen wird. Der Irrsinn auf Deutschlands Straßen wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Die an maßloser Selbstüberschätzung leidenden Supermänner und Superfrauen, die den deutschen Straßenverkehr terrorisieren, werden sich aber nicht durch "Kuschelstrafen" bremsen lassen. Ein Bußgeldkatalog nach norwegischem Vorbild wäre da nicht verkehrt.
    Vernünftig wäre auch ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen. Das gibt es in jedem europäischen Land. Nur die rückständigen Deutschen bekommen Probleme mit ihrem Testosteronspiegel wenn sie das Wort Tempolimit hören. Die Straßen sind voller "Helden" die sich überschätzen und glauben jede Situation im Griff zu haben. Wenn sie dann ein "nettes" Massaker angerichtet haben und sich dafür vor Gericht verantworten müssen, wird aus dem Helden schnell ein stammelndes Häufchen Elend, das um eine Milde Strafe winselt.
    Null Toleranz und somit Null Promille sollte beim Alkohol gelten. Wer alkoholisiert Auto fährt, nur weil er zu faul oder zu geizig ist ein Taxi zu nehmen und damit das Leben und die Gesundheit seiner Mitmenschen aufs Spiel setzt, hat es nicht besser verdient als seinen Führerschein auf immer zu verlieren.
    Auf den unbegrenzten BABs passieren die wenigsten Unfälle. Regeln helfen nicht, wenn sich keiner dran hält. Sie wollen offensichtlich die totale Kontrolle. Und das ist alleine schon aus ethischer Sicht nicht vertretbar.
    Das Leben bedeutet nunmal Risiko. Seien sie lieber froh nicht in Russland zu wohnen, dort würden sie wohl einen Herzinfarkt bekommen wenn sie die Unfallstatistiken sehen würden. Dafür gibt es einfache Gründe, die wir in Deutschland längst erkannt und angepackt haben, mit großem Erfolg. Aber irgendwann geht es einfach nicht mehr.
  7. #46

    Veraltet

    Die Zahlen sind mal wieder veraltet, in diesem Jahr liegt die Zahl der Verkehrstoten nur noch minimal über der von 2010 und somit der niedrigesten seit Beginn der Aufzeichnungen.
  8. #47

    Nicht veraltet

    Zitat von Niko27 Beitrag anzeigen
    Die Zahlen sind mal wieder veraltet, in diesem Jahr liegt die Zahl der Verkehrstoten nur noch minimal über der von 2010 und somit der niedrigesten seit Beginn der Aufzeichnungen.
    Die ZAhlen sind nicht veraltet, sie sind nur aus dem Jahresband 2011 der gestern vorgestellt wurde. Zwar gibt es Monatszahlen für 2012, aber die sind wegen der Unterschiede durch Wettereinfluß nur sehr bedingt vergleichbar
  9. #48

    Rausch der Geschwingkeit

    Ich vermute hier wirkt sich die Ausdehnung der 30er Zonen in den Grossstädten positiv aus.
    Wir sollten uns alle fragen: "Ist der Zeit- oder Lustgewinn (Raserei, Alkohol) dieses wert"?
    Warum nicht endlich 30 km/Std in geschlossenen Ortschaften. Ausnahmen nach oben oder unten werden ausgeschildert. Auf Landstrassen 100 km/Std und auf Autobahnen 120 km/Std.
    Die hohen Geschwindigkeitsunterschiede (Fussgänger, Radfahrer, E-Räder, Motorräder und Autos) verunsichern und überfordern die Verkehrteilnehmer.
    Auch Alkohol sollte nicht länger verniedlicht werden. 0 Promille ist hier angesagt.
  10. #49

    Linkespurschleicher

    Viel schlimmer als die den zügigen Verkehrsfluss lähmenden Mittelspurschleicher, welche Mitarbeiter des mittleren Managements in A6, E-Klasse und 5er BMW behindern sind die Linkespurschleicher. Dort wird die Entscheiderebene am Fortkommen gehindert. Termine mit millionenschweren Entscheidungen verzögern sich, weil ein lahmender Berater oder Consultant mit 190 die linke Spur blockiert. Beim Abbremsen aus 250 wird sinnlos und unnötig massenhaft Energie vernichtet. Diese Spur sollte als executive lane ausschließlich Männern vorbehalten sein die ihr Fahrzeug deutlich jenseits der 200 mühelos beherrschen. Für die Behinderung sollte der Straftatbestand der Nötigung um die rückwärtige Behinderung ergänzt werden.








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