Die vorläufigen Zahlen ließen es erahnen, nun gibt es Gewissheit. Auf Deutschlands Straßen sind erstmals seit 20 Jahren wieder mehr Menschen gestorben. Über 4000 Personen kamen 2011 durch Verkehrsunfälle ums Leben. Nur in einer Gruppe sind die Zahlen zurückgegangen.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...842953,00.html
Die demografische Entwicklung unseres Landes zwingt uns, die ausgeübte Mobiltität zu überdenken. Es gilt, eine Entschleunigung durchzuführen, damit das Recht auf Teilhabe am Verkehr - auch gerade im Alter - gewährleistet wird.
Hierzu gehört es besonders, die schwächeren Verkehrsteilnehmer, insbesondere Frauen, Senioren und Kinder zu schützen.
Selbstverständlich gehört hierzu, in der Stadt rigorose Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 30 km/h einzuführen und außerorts die Geschwindigkeiten auf 70 / 80 km/h zu beschränken, sowie auf Autobahnen auf 110 km/h einzuschränken. Übertretungen müssten strikt geahndet werden, bis hin zur Konfiszierung des Fahrzeugs.
Frei zugängliche Verkehrsflächen sind nicht dazu da, dass Testosteron gesteuerte Männer oder vor kurzem geschlechtsreif gewordene Heranwachsende (die sind es ja zumeist) ihrem Jagdtrieb nachgehen, indem diese mit 200 km/h oder mehr auf Autobahnen rasen oder aber Ampelrennen und "pseudosportliches" Fahren in Innenstädten praktizieren. Hierzu sind abgesperrte Flächen da (Nordschleife etc. pp).
Durch diese Unart der Mobilität werden alle anderen Verkehrsteilnehmer beeinträchtigt und belästigt.
Sowohl meine Frau als auch mein Vater (Anfang 70) würden Ihnen eins auf den Deckel geben, wenn Sie denen mit Tempo 80 auf Landstraße und Tempo 110 auf der BAB kommen würden.
Vorschlag: Ziehen Sie nach Langeoog. Dann haben Sie frische Luft und sind mit Ihrem Fahrrad der Schnellste.
Da brauchen Sie nicht zu warten, das können sie selbst machen. Im Artikel steht doch: 10% Verkehrstote durch Alkohol, 40% durch überhöhte Geschwindigkeit. Also zeichnen für die Hälfte der Verkehrstoten andere Ursachen verantwortlich. Nix "immer überhöhte Geschwindigkeit".
Wobei das allerdings gar nicht immer so klar ist, weil viele Unfälle Ergebnis des Zusammenspiels mehrerer Faktoren ist. Z.B. kann man einen Glatteisunfall auf die Straßenverhältnisse ober eben auf nicht angepasste Geschwindigkeit zurückführen.
Die von ihnen angestrebte Mobilität ist nicht die Meinige. Ich teile auch in keinster Weise ihre "Selbstverständlichkeiten". Wenn Sie das für sich so handhaben wollen, tun Sie es. Und nehmen Sie Rücksicht auf Personen, die anders leben wollen. Partnerschaft heißt das Zauberwort im Verkehr. Wenn sie ihre langsame Fahrt respektiert haben wollen, dann sollten sie im Gegenzug das Überholen ermöglichen. Ich akzeptiere langsamere Verkehrsteilnehmer, aber wenn diese auf der nächsten Gerade Vollgas geben, damit ich ja nicht vorbeikomme, dann hört der Spaß auf. Ich kann zwar nichts dagegen tun, aber meine gute Laune ist dann erstmal für eine Weile weg.
Okay, zugestanden: Testosteron gehört auf die Nordschleife, aber:
Das Recht auf Teilhabe am Verkehr ist zu gewährleisten, nicht aber das Recht auf Teilhabe Unfähiger.
Sollen wir den Verkehr derart verlangsamen, dass auch 90-Jährige bei 20 km/h mitfahren können (falls sie denn überhaupt wollen) oder dass wir Verkehrstote hundertprozentig ausschliessen (5 km/h)?
Ein kooperativer Fahrstil ist nötig, aber in beide Richtungen. Erkenne ich Fahranfänger oder Rentner, die scheinbar übervorsichtig agieren, halte ich in Ruhe Abstand. Der Fahrer könnte (auch noch) einen schlechten Tag haben und auf das Auto angewiesen sein. Kommt einer angesprintet, lasse ich ihn vor. Auch dieser Fahrer kann Gründe haben, Tempolimits (die für alle Verkehrsteilnehmer und damit also auch für die Minderbemittelten gelten) zu missachten. Auch wenn ich diese Gründe ablehnen mag: ich akzeptiere und vertraue. Oberlehrer und notorische Mittelspurfahrer ko... mich an.
Zur Statistik: Was hat sich geändert? Alkohol und Geschwindigkeit waren bereits vorher die wesentlichen Ursachen. Nach meinem Eindruck nehmen Schusseligkeiten von Minderbemittelten zu, nicht aber die Raserei oder Selbstüberschätzungen. Wie gesagt: Nach meinem Eindruck = Spekulation. Da aber wohl niemand in 2011 wegen sinkender Unfallzahlen eine Reduzierung der Tempolimits gefordert hat, sehe ich daher auch für 2012 keinen Anlass zur Diskussion.
Nur mal so zum Nachdenken für die Jungs, die gerne rasen:
Am späten Nachmittag zu einer kleinen Feier gefahren, Dauer der Fahrt: 30 Minuten. Davon jeweils ungefähr die Hälfte Landstraße mit 100 km/h und Autobahn mit 120 km/h.
Auf der Rückfahrt finsterste Nacht und Starkregen, so dass ich selbst und auch der Großteil der anderen Fahrer nicht mehr als 80 km/h fahren mochen.
Dauer der Fahrt: 33 Minuten.
Dazu reduzierte sich mein Spritverbrauch von sonst ~5,3 Liter auf ~4,7 Liter.
Nur ein konkretes Beispiel von vielen. Sprich: Es lohnt überhaupt nicht, irgendwelche Geschwindigkeitsrekorde aufstellen zu wollen. Der Zeitgewinn ist im Regelfall minimal und die erhöhte Konzentrationsanforderung nicht wert. Und billiger ist es auch noch.
Zudem nerven Deppen, die sich darüber aufregen, wenn man bei einer frischen(!) Rollsplittfläche tatsächlich die vorgeschriebenen 40 km/h fährt.
Aber leider ist die Polizei da auch nicht sonderlich interessiert an sowas. Erst vorgestern einen Vollidioten gesehen, der ein Buch am Steuer hatte. Reaktion der Polizei: "Ja, da können sie ja mal einen Bericht abgeben. Und wir geben den dann weiter." Unterschwellige Botschaft: Ob ich das nun tue oder nicht, passieren wird dem eh nix. Komplettes Desinteresse.
Jawoll! Es muss endlich möglich sein, diese hektischen Autobahnen auch mit dem Rollstuhl oder Gehhilfe zu benutzen! Es muss endlich Schluss sein mit der Diskriminierung anderer Verkehrsteilnehmer.
Jawoll! Ich traue mich mit meinen Enkeln mit dem Dreirad nicht mal mehr auf die Standspuren der Autobahn - eine Diskriminierung ohne gleichen! Auch Mütter mit Kinderwagen werden rücksichtslos auf ALLEN Strassen überholt. Dieser Raser sind unbelehrbar!Hierzu gehört es besonders, die schwächeren Verkehrsteilnehmer, insbesondere Frauen, Senioren und Kinder zu schützen.
Keine halben Sachen! In Städten wie München, wo Stadtautobahnen an der Tagesordnung sind, müssen 80% der Fahrspuren für den Normalbürger entschleunigt werden: Rollstühle, Kinderwägen und Dreirädern gehört die Zukunft! Wer schneller als 30 fährt, dem wird das Auto beschlagnahmt, bei 50 km/h lebenslanger Führerscheinentzug und über 80 km/h Gefängnis. Die Todesraser, die mit wahnsinnigen 100 km/h die Menschheit in Gefahr bringen, diese MÜSSEN mit dem Tode bestraft werden, bevor sie unschuldige Rentner und andere Randgruppen im Verkehr meucheln.Selbstverständlich gehört hierzu, in der Stadt rigorose Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 30 km/h einzuführen und außerorts die Geschwindigkeiten auf 70 / 80 km/h zu beschränken, sowie auf Autobahnen auf 110 km/h einzuschränken. Übertretungen müssten strikt geahndet werden, bis hin zur Konfiszierung des Fahrzeugs.
Jawoll! Eine Zwangstherapie gegen Testosteron ist nur zu unterstützen. Ihr Nulltoleranz gefällt mir. Am besten wir führen eine gelenkte Diktatur wie in Russland ein. Ein starker Führer, von Menschen wie Ihnen und mir gewählt, sorgt nicht nur für die Wiedereinführung der Todesstrafe gegen dieser Verbrecher die schneller als 80km/h rasen wollen. Nur Intellektuelle und so optimal reflektierte Menschen wie Sie und meine Wenigkeit, können die Menschheit von der Plage sich schneller als zu Fuß zu bewegen heilen. Zum Glück haben wir Deutsche bewiesen, dass wir zu einer Diktatur schneller fähig sind als andere Nationen. Werden Sie der neue Führer der Diktatur der Verkehrsbeseitigung - heil, ich folge Ihnen!Frei zugängliche Verkehrsflächen sind nicht dazu da, dass Testosteron gesteuerte Männer oder vor kurzem geschlechtsreif gewordene Heranwachsende (die sind es ja zumeist) ihrem Jagdtrieb nachgehen, indem diese mit 200 km/h oder mehr auf Autobahnen rasen oder aber Ampelrennen und "pseudosportliches" Fahren in Innenstädten praktizieren. Hierzu sind abgesperrte Flächen da (Nordschleife etc. pp).
Und wieviele Tote durch zu geringen Sicherheitsabstand? Oft sehe ich, daß andere Fahrer fast schon bedrängt werden, wenn sie nicht eine Lücke nutzen, die ohnehin schon kleiner als der empfohlene Sicherheitsabstand ist.
Zum CO₂, das Schnellfahren auf der Autobahn macht tatsächlich so einen geringen Anteil aus, daß eine Regelung dort nicht zielführend ist.
Bei den Zahlen zu den Unfällen durch hohes Tempo vertraue ich Ihnen.
Lebensgefahr bei über 140km/h? Nichts gegen Ihre Fahrtgewohnheiten - aber Menschen wie Sie, die an das non plus ultra einer Sicherheit bei 120 km/h glauben, sind realitätsfremd und neigen zum eilfertigen Unterwerfen an staatliche Regularien - ohne jemals die Sinnfrage zu stellen.
Im Gegenteil: Sie fordern noch die Normenkontrolle und Abstrafung. Ihnen dürfte entgangen sein, dass in Ländern, in denen rigide Autobahnlimits von 100 km/h gelten und extrem weniger Verkehr herrscht als auf deutschen Autobahnen, ein oft mehrfaches an Verkehrstoten ansteht.
Ebenso scheint bei Ihnen gepflegtes Unwissen zu sein, dass die Autobahnen in Relation zu den dort gefahrenen Kilometern und in Anbetracht der höheren Geschwindigkeiten, nur ein Bruchteil der Verkehrtstoten beitragen.
Hinzu kommt, dass Staus oftmals auf unfähige Verkehrsteilnehmer zurückzuführen sind. Stauenden sind die Todesfalle auf den Autobahnen. Ebenso Baustellenbereiche, bei denen nunmehr so schmale Bauspuren erlaubt werden, dass unerfahrene Verkehrsteilnehmer Unfälle herbeiführen.
Deutschland hat in 50 Jahren sein Verkehrsvolumen dutzende Male verdoppelt. Die Zahl der Verkehrstoten wurde dabei auf einen Bruchteil gesenkt. Fußgänger (mehrheitlich Kinder und Rentner), Fahrradfahrer, Zweiradfahrer und der Güterverkehr bilden die Mehrheit der Verkehrstoten. Nicht der Familienpapa, der mit seinem extrem sicheren und bremsstarken Kombi mal aus dem Urlaub bei guten Verkehrsverhältnissen und Tempomat mit 170 km/h nach Hause huschen will.
Wie schizoid die Menschen bei Verkehrsdingen sind, zeigt die Zulassungsstatistik. Der Trend geht zu immer stärkeren, schnelleren Fahrzeugen. Elektrofahrzeuge oder Kleinwagen mit wenig PS, die man freiwillig nicht bei 120 km/h über die Autobahn jagen will, kauf in Deutschland nur eine absolute Minderheit.
Ich bekomme jedenfalls Ekelpickel, wenn ich nach einigen Kilometern endlich doch an den Oberlehrern auf der linken Spur vorbei komme, die nach ihrem Tacho den Gesamtverkehr auf der Autobahn ausbremsen wollen. Fühlen sich im Recht, unendlich mächtig und per se als Gutmenschen. Diese Diederich Hesslinge sind der Nährboden einer Diktatur: Zucht und Ordnung; Gesetz und Strafe.
Ich toleriere jeden, der hinter dem LKW schleicht ebenso, wie einen erkennbar konzentriert schnell Fahrenden, der sich eben nicht an jedes Limit hält. Keine Toleranz habe ich für Phlegmatiker, die ihr Fahrzeug mit der Wohnzimmercouch verwechseln und die nicht bereit sind, sich den Verkehrsbedingungen anzupassen. Perversestes Beispiel aus eigenem Erleben: In den 90iger brannte bei Ingolstadt ein an einem Brückenpfeiler zerschellter Benzintransporter aus. Auf der Gegenspur befindlich, bremsten ein paar irre Schaulustige in ihren Autos um das Spektakel sich näher zu betrachten. Ich habe mich auf der Standspur aus dem Staube machen müssen, eine kurz darauf einsetzende weitere Explosion und deren Hitze liess mein Karosserie laut knacken. Im Rückspiegel war zu sehen, wie ein Schaulustiger dem nächsten Schaulustiger hinten drauf fuhr. Im TV erfuhr ich, dass beide Fahrzeuge ebenso ausbrannten, noch drei Tote mehr zu beklagen waren.
Mit Sicherheit sind überforderte oder ungeeignete Verkehrsteilnehmer prozentual für mehr Unfälle verantwortlich, als Fahrer, die unfallfrei auch Limits übertreten.