Sicherheit im Straßenverkehr: Gute Chancen für die Blackbox im Auto

CorbisWenn Flugzeuge abstürzen, gibt der Flugdatenspeicher Auskunft über die letzten Minuten vor dem Crash. Bald könnten auch in Autos sogenannte Blackboxen eingebaut werde - dafür hat sich der Bundestag einstimmig ausgesprochen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...852223,00.html
  1. #90

    Zitat von Flusher Beitrag anzeigen
    Das stimmt eben leider nicht. Selbstverständlich dürfen Sie im öffentlichen Raum selber Videos drehen und Fotos schiessen. Doch beabsichtigen Sie die Veröffentlichung dieses Video/Fotomaterials, müssen Sie die Personen die auf diesen Videos/Fotos zu sehen ist um Erlaubnis bitten.
    Was bitte hat das Thema hier mit dem Veröffentlichen zu tun?
    Das ist doch eine ganz andere Baustelle.

    Zitat von Flusher Beitrag anzeigen
    Wird die Video/Fotoaufzeichnung zu Überwachungszwecken genutzt, dürfen Sie zwar bspw. einen Eingangsbereich eines Ladens filmen, nicht jedoch den Fussballfeld-grossen Parkplatz davor. Dies verletzt das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

    Siehe: Verdachtsunabhängige Videoaufzeichnung - Autorecht Rechtsanwälte

    Ähnlich verhält es sich auch im Strassenverkehr - da reicht es nicht einfach einen Aufkleber mit "Achtung - sie werden gefilmt" aufs Auto zu kleben, da zum einen Vorherfahrende diesen Aufkleber ohnehin nicht sehen kann, und der Hinterherfahrende häufig gar keine Wahl hat nicht hinterherzufahren und zwangsläufig, auch gegen seinen Willen, gefilmt wird.

    Für weiteres:

    BVerfG: Verletzung des Grundgesetzes durch Verkehrsüberwachung - Autorecht Rechtsanwälte
    Und nochmals: Sie müssen insbesondere im öffentlichen Raum zwischen Überwachung und Filmerei unterscheiden.

    Und dazu im Strassenverkehr: Schon das Aufnehmen eines Verkehrsverstosses, der einen selber quasi nicht betrifft und nur dazu dienen soll, den "Täter" anzuzeigen, KANN in den von Ihnen angeführten verbotenen Bereich der Überwachung gehören, muss es aber nicht.
    Das Filmen der eigenen Fahrt ist eindeutig keine Überwachung, solange es nicht lediglich dazu dient, später darin alle möglichen Verkehrsverstösse anderer aufzuspüren.
  2. #91

    Gar nichts natürlich:

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Was bitte hat das Thema hier mit dem Veröffentlichen zu tun?
    Und nun fragen Sie sich doch mal, aus welchem Interesse heraus jemand wohl bestrebt sein mag, seine Mitmenschen davon zu überzeugen, im Falle eines Unfalles die eigene Unschuld unter Einsatz von Videokamera und BlackBox beweisen zu wollen sei verboten... ;-)
  3. #92

    Zitat von pittiken Beitrag anzeigen
    So etwas kann ein Gutachter ganz locker feststellen, ob Sie standen oder rückwärts gefahren sind. Man muss nur fest an die Wahrheit glauben und diesen frechen Leuten den SChneid abkaufen. Ich gebe es auch zu, ein wenig "Kleingeld" sollten Sie schon bereit sein, zu investieren. Aber die Investition lohnt sich, denn diese Investition muss ja der Unfallgegner dann letztendlich erstatten. Dann vergeht diesen Fieslingen das Lachen.
    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Wenn keine Reifenspuren zu sehen sind, ist es verdammt schwierig bis absolut unmöglich.
    Insbesondere im Nachhinein, wenn nicht schon an der Unfallstelle alles ganz akribisch dorumentiert wird.
    Anhand der Aufprallspuren kann jeder Gutachter feststellen, wer stand und wer gefahren ist. Das hat mit Reifenspuren gar nichts zu tun.

    Das beste ist immer, wenn man zu seinen Taten steht, auch wenn es bedeutet, dass man seine bisherigen schadensfreien Jahre einbüßt.

    Für mich sind das Betrüger, diese Lügner.
  4. #93

    Zitat von pittiken Beitrag anzeigen
    Anhand der Aufprallspuren kann jeder Gutachter feststellen, wer stand und wer gefahren ist. Das hat mit Reifenspuren gar nichts zu tun.
    Das ist erst einmal grundsätzlich falsch.
    Geschwindigkeit ist eine rein relative Grösse und gilt nur ggü. einem willkürlich gewähltem Bezugsystem.
    Physikalisch ist es bei einem Zusammenprall völlig unerheblich, welcher Körper sich ggü. dem Bezugssystem bewegt und welcher steht.
    Rasen zwei identische Fahrzeuge frontal ineinander, wobei einer "steht", ist bei beiden das absolut identische Schadensbild zu erwarten.

    Anderes kann gelten, wenn der fahrende vor dem Aufprall eine starke Bremsung eingeleitet hat, wodurch durch sich die Front absenkt.
    Aber das gleiche Ergebnis hat man ggf., wenn das andere Fahrzeug gerade beschleunigt und sich die Front hebt...
    Ohne Reifenspuren kann hier der Gutachter absolut nichts entscheiden.
    Ein altbekanntes Problem gerade bei Auffahrunfällen.

    Anders sieht es natürlich aus, wenn ein Fahrzeug seitlich(er) getroffen wird. Dort sind die Schadensbilder oft sehr schnell relativ eindeutig. Auch ohne Reifenspuren und oft auch ohne Kenntnis der Fahrzeugendpositionen.
  5. #94

    @quark@mailinator.com

    Das sehe ich ganz genauso. Es wird immer Menschen geben, die sich nicht erziehen lassen aber dafür gibt es ja dann auch die entsprechenden Konsequenzen, die zu tragen sind.
  6. #95

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Sie sind lustig, üben Kritik ("Überwachung"), machen aber dann einen vergleichbaren Vorschlag, nur den allerdings wg. des Geldes---
    Wenn man kein bisschen differenzieren kann, wird man es wohl so sehen. Aber Kamera ist nunmal was ganz anderes als eine Blackbox, die alles aufzeichnet. Auf der Kamera sieht man nur den Unfallhergang, das was wichtig ist, da sie eh in einer 1 oder 2 Stundenschleife läuft, kann man sie auch nicht großartig missbrauchen. Vielleicht noch die Geschwindigkeit per GPS. Mehr nicht. Haben sie eine Ahnung was eine Blackbox alles aufzeichnet?

    Das ist so als werfen sie mir vor dass ich ins Schwimmbad lieber mit Badehose gehe als nackt...
  7. #96

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Sie sind lustig, üben Kritik ("Überwachung"), machen aber dann einen vergleichbaren Vorschlag, nur den allerdings wg. des Geldes---
    Zitat von chmb Beitrag anzeigen
    Wenn man kein bisschen differenzieren kann, wird man es wohl so sehen. Aber Kamera ist nunmal was ganz anderes als eine Blackbox, die alles aufzeichnet. ...... Haben sie eine Ahnung was eine Blackbox alles aufzeichnet?
    ..
    Als Jurist bin ich gewohnt, zu differenzieren. Und ich weiß auch, was ein UDS (derzeit) alles aufzeichnet.
  8. #97

    UDS sehr gut, nur Sachverständige hierzu nicht

    Einen UDS im Fahrzeug zu haben dachten wir ist eine gute Sache, besonders wenn man alleine mit dem Fahrzeug unterwegs ist.
    Wir hatten einen UDS und es kam zu einem Unfall. Ansich passieren ja täglich Unfälle und Blechschaden ist nicht tragisch wenn kein Personenschaden entsteht.
    Wir hatten einen dreijährigen erfolglosen Prozess, denn Sachverständige waren nicht in der Lage den UDS auszuwerten.
    Inzwischen haben wir zusätzlich eine Unfallkamera vorne und hinten verbaut, damit uns künftig ein teurer erfolgloser Prozess erspart bleibt.
    Wenn man nach Unfalldatenspeicher googelt, ist der Fall mit Bildern beschrieben.
    Sachverständige sollten in der Lage sein einen Unfaldatenspeicher auswerten zu können, dann ist ein Unfalldatenspeicher eine sinnvolle Anschaffung.
    Solange aber das nicht gewährleistet ist, dass Ausertungen fehlerfrei sind ist man mit einer Unfallkamera auf der sicheren Seite.