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Shinjuku-Station in Tokio: Bahnhof der verlorenen Träume

SPIEGEL ONLINEMillionen Passagiere schieben sich täglich durch Japans größten Bahnhof Shinjuku. Umgeben von Spielhöllen, Shopping Malls und Losbuden lässt sich mitten in Tokio gutes Geld mit den Hoffnungen der Menschen machen. Manche, die in und um die Station arbeiten, haben ihre Träume längst aufgegeben.

http://www.spiegel.de/reise/staedte/...830281,00.html
  1. #1

    naja....

    ...einseitiger und schlechter kann man ein land und seine leute nicht beschreiben....sorry, aber solche artikel häufen sich.....könnte der spiegel bitte mal eine fotsetzung schreiben.....während des erdbebens gab es einen artikel mit drei zukunftsszenarien für japan....eines davon war: japan wird verstrahlt und muss evakuiert werden...wohin mit 130 mio menschen??.....depressiven endzeit-schreibern empfehle ich lichttherapie, hehe
  2. #2

    Die Pinkelgasse

    Shinjuku ist der Größte! Es gibt noch jede Menge anderer Großer! Und viele Kleine haben weit mehr Passagieraufkommen als unsere Großen. Dafür lunger in unsren Bahnhöfen jede Menge zweifelhafter Subjekte herum. Des Öfteren voll wie eine Strandhaubitze. Zugegeben, ich begegne in Shinjuku Menschenmassen - pausenlo! Die leben wenigstens. Wie Hayashi-san und das Maronenmädchen. Nicht weit vom Bahnhof ist die Pinkelgasse. Ein Traduitionsviertel fast wie vor 100 Jahren. Heute psst man nicht mehr in die Rinne vor der Kneipe. Dort sitzt der Boss neben dem Pekeo-Peko-Mann und knabbert am Yakitori. Das jap. Bier ist immer eine Wohltat. Seien Sie nicht so deprimiert - sehen Sie die Japaner in einem anderen Licht. Zum Beispiel in meinem.
  3. #3

    Zitat von narita_s Beitrag anzeigen
    ...einseitiger und schlechter kann man ein land und seine leute nicht beschreiben....sorry, aber solche artikel häufen sich.....könnte der spiegel bitte mal eine fotsetzung schreiben.....während des erdbebens gab es einen artikel mit drei zukunftsszenarien für japan....eines davon war: japan wird verstrahlt und muss evakuiert werden...wohin mit 130 mio menschen??.....depressiven endzeit-schreibern empfehle ich lichttherapie, hehe
    Es geht ja auch nicht um das Land, sondern um den Bahnhof.
  4. #4

    ...

    ich war 2010 das erste und bisher leider letzte mal in Tokyo. Mein Hotel war in der nähe des Bahnhofs Shinjuku. und wenn man sowas nicht gewohnt ist, wundert es mich nicht, dass dieser Komplex als Monster wahrgenommen wird. Auch meine halbjapanische Freundin war ungern in Shinjuku und empfand den Bahnhof als Unort.
    ich habe mich mehrmals verlaufen aber als Hobbyfotograf ist das gar nicht sonderlich schlimm, da man so auf viele schrecklich schöne Ecken trifft.
    Ich finde dieser Artikel trifft die Emotionen, die in einem aufkommen ganz gut. Sicherlich einseitig aus der Sicht eines Europäers, trotzdem mit einem romantischen Unterton, der eine Eigenschaft der Japaner zeigt, Demut. Statt immer nur zu meckern, versuchen sie das Beste aus der Situation zu machen.
    Man kann praktisch an jeden Ort der Welt gehen, überall wird man Menschen finden, die mal ganz andere Träume hatten.
  5. #5

    Hochgradig deprimierend !

    Zitat von AKI CHIBA Beitrag anzeigen
    Shinjuku ist der Größte! Es gibt noch jede Menge anderer Großer! Und viele Kleine haben weit mehr Passagieraufkommen als unsere Großen. Dafür lunger in unsren Bahnhöfen jede Menge zweifelhafter Subjekte herum. Des Öfteren voll wie eine Strandhaubitze. Zugegeben, ich begegne in Shinjuku Menschenmassen - pausenlo! Die leben wenigstens. Wie Hayashi-san und das Maronenmädchen. Nicht weit vom Bahnhof ist die Pinkelgasse. Ein Traduitionsviertel fast wie vor 100 Jahren. Heute psst man nicht mehr in die Rinne vor der Kneipe. Dort sitzt der Boss neben dem Pekeo-Peko-Mann und knabbert am Yakitori. Das jap. Bier ist immer eine Wohltat. Seien Sie nicht so deprimiert - sehen Sie die Japaner in einem anderen Licht. Zum Beispiel in meinem.
    Ich habe lange Jahre in Japan gelebt und war vor ein paar Wochen wieder einmal in Shinjuku. Das ganze Land und auch der Bahnhof sind hochgradig deprimierend. Keiner glaubt mehr an die Zukunft und die vielen Obdachlosen die es immer in und um Shinjuku gab, sind nicht komplett verschwunden, sondern sie wurden einfach an weniger frequentierte Orte verfrachtet. Die ausdruckslosen Gesichter der Salarymen und OL´s plus der komplett Hoffnungslosen bezeichnen Sie als Leben ??
    Sorry aber Städte wie Shanghai oder Seoul haben Tokyo schon lange den Rang abgelaufen, bei den Japanern hat man immer das Gefühl, dass die Zeit vor 20 Jahren stehengeblieben ist, notwendige Veränderungen werden komplett ignoriert, man fühlt sich aber noch immer allen anderen überlegen.
  6. #6

    optional

    Also um was geht es jetzt genau? Weder kann ich jetzt den Bahnhof besser einschätzen, noch Japan, noch sind die interviewten Leute in irgendeiner Weise besonders oder interessant... schade um die Zeit.
  7. #7

    Arroganz und Unverstaendnis

    Ich war letztes Jahr zweimal in Tokyo und verstehe durch Freundin und Freunde die Kultur dieses Landes immer besser... Was die Autorin als "billig, bunt und hohl" bezeichnet ist Teil einer Konsumkultur und Vergnuegungsindustrie, die sicherlich ausgepraegter ist als anderswo. Aber warum auch nicht. Arbeits- und Sozialleben in Japan sind sehr anspruchsvoll und anstrengend und ein bisschen "hohle" Abwechslung willkommen. Was die Autorin nicht erwaehnt ist die vielseitige und oft hochklassige Restaurantkultur - nicht zuletzt in Bahnhoefen. Auch der zivilisierte Umgang der Menschen untereinander und die Hilfsbereitschaft suchen ihresgleichen in anderen Grossstaedten. Von der Sauberkeit ganz zu schweigen. Ich bin insgesamt ziemlich enttaeuscht von der Spiegel-Auswahl von Japan-Berichten, die entweder von Verstrahlung, Walfang oder Spielhoellen handeln - das wird der Vielschichtigkeit und Einmaligkeit Japans nicht gerecht.... Und nebenbei: Japanische Beobachter koennten ihren Landsleuten alles Moegliche Deprimierende von deutschen Bahnhoefen erzaehlen - tun es aber nicht: aus Respekt.
  8. #8

    Ich verstehe den Artikel nicht. Was genau unterscheidet jetzt den Bahnhof in Shinjuku von allen anderen Großbahnhöfen auf der Welt? Frau Heike Sonnenberger machen Sie doch eine Fahrt mit dem Shinkansen nach Sendai. Von dort können Sie mit der Senseki-Linie nach Matsushima und von dort mit dem Bus nach Nobiru oder was davon übrig ist. Und dann fahren sie zurück nach Shinjuku und auf einmal ist dieser Bahnhof mit seiner Geschäftigkeit ein Lichtblick!
  9. #9

    ...

    Zitat von xRGBx Beitrag anzeigen
    Es geht ja auch nicht um das Land, sondern um den Bahnhof.
    Es geht keineswegs um DAS Land, es geht darum wie toll doch das merkelsche Deutschland im Vergleich zum Rest der Welt ist....

    Ich mag den Bahnhof in Yokohama übrigens viel lieber. Der ist kaum kleiner und man ist in 10 Minuten am Meer, statt wie in Shinjuku von nichts als Konsum umgeben zu sein.


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