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Shinjuku-Station in Tokio: Bahnhof der verlorenen Träume

SPIEGEL ONLINEMillionen Passagiere schieben sich täglich durch Japans größten Bahnhof Shinjuku. Umgeben von Spielhöllen, Shopping Malls und Losbuden lässt sich mitten in Tokio gutes Geld mit den Hoffnungen der Menschen machen. Manche, die in und um die Station arbeiten, haben ihre Träume längst aufgegeben.

http://www.spiegel.de/reise/staedte/...830281,00.html
  1. #10

    ..

    Zitat von laamkuti Beitrag anzeigen
    Ich war letztes Jahr zweimal in Tokyo und verstehe durch Freundin und Freunde die Kultur dieses Landes immer besser... Was die Autorin als "billig, bunt und hohl" bezeichnet ist Teil einer Konsumkultur und Vergnuegungsindustrie, die sicherlich ausgepraegter ist als anderswo. Aber warum auch nicht. Arbeits- und Sozialleben in Japan sind sehr anspruchsvoll und anstrengend und ein bisschen "hohle" Abwechslung willkommen. Was die Autorin nicht erwaehnt ist die vielseitige und oft hochklassige Restaurantkultur - nicht zuletzt in Bahnhoefen. Auch der zivilisierte Umgang der Menschen untereinander und die Hilfsbereitschaft suchen ihresgleichen in anderen Grossstaedten. Von der Sauberkeit ganz zu schweigen. Ich bin insgesamt ziemlich enttaeuscht von der Spiegel-Auswahl von Japan-Berichten, die entweder von Verstrahlung, Walfang oder Spielhoellen handeln - das wird der Vielschichtigkeit und Einmaligkeit Japans nicht gerecht.... Und nebenbei: Japanische Beobachter koennten ihren Landsleuten alles Moegliche Deprimierende von deutschen Bahnhoefen erzaehlen - tun es aber nicht: aus Respekt.
    Solche Artikel werden ja auch nicht von Journalisten die erstmal zur Recherche dorthin fahren geschrieben, sondern aus dem Rest des Internets zusammen ge-copy and pasted....

    Es gibt in ganz Deustchland übrigens nur einen einzigen Journalisten der Japan tatsächlich kennt, es ist Johanes Hano vom ZDF... checken sie mal die Mediathek.
  2. #11

    Dem will ich nicht widersprechen:

    Zitat von postmaterialist2011 Beitrag anzeigen
    Sorry aber Städte wie Shanghai oder Seoul haben Tokyo schon lange den Rang abgelaufen, bei den Japanern hat man immer das Gefühl, dass die Zeit vor 20 Jahren stehengeblieben ist, notwendige Veränderungen werden komplett ignoriert, man fühlt sich aber noch immer allen anderen überlegen.
    ... aber meinen Sie nicht auch, dass eben diese Feststellung auch für deutsche Großstädte zutrifft?
  3. #12

    Zitat von laamkuti Beitrag anzeigen
    Und nebenbei: Japanische Beobachter koennten ihren Landsleuten alles Moegliche Deprimierende von deutschen Bahnhoefen erzaehlen - tun es aber nicht: aus Respekt.
    Da kommt mal ein Bericht ohne japanophile Lobhudelei und ohne Strahlendramatisierung aus, und dann passt es auch wieder nicht. Die Darstellung der Alltäglichkeit, wozu nun leider auch ein Quäntchen Trostlosigkeit gehört, welchem die vorgestellten Personen aber doch mit einem erstaunlichen, antreibenden und lebenserhaltenden Pragmatismus begegnen, gehört dazu und zeigt doch nur, dass dieses den meisten, und offensichtlich auch Ihnen, doch recht ferne Land, gar nicht so anders ist. Die "'Kinder' vom Bahnhof Shinjuku" haben eben nur andere Namen aber nicht wirklich andere Probleme. Die von Ihnen genannte "Vielschichtigkeit und Einmaligkeit" ist eine Eigenschaft jedes Landes, ja jeder Region. Dieser Eigenschaft kann kein Reiseführer und schon gar nicht ein kurzer Reiseartikel auf SPON gerecht werden. Und wem schon ein solcher Alltagsbericht als Respektlosigkeit vorkommt, der sollte sich dann doch besser mit dem Betrachten von Hochglanzbroschüren begnügen, aber bitte nicht mit solchen einer Fotoausstellung sondern denen der Reiseveranstalter. Das trübt dann wenigstens nicht den Blick durch die rosarote Brille. Vielleicht würden ein paar kritische Bemerkungen von außerhalb ja den deutschen Bahnhoefen auch ein bisschen mehr Schwung verleihen. Aber das würden Sie sicher als Repektlosigkeit betrachten.
  4. #13

    Zitat von tylerdurdenvolland Beitrag anzeigen
    Solche Artikel werden ja auch nicht von Journalisten die erstmal zur Recherche dorthin fahren geschrieben, sondern aus dem Rest des Internets zusammen ge-copy and pasted....

    Es gibt in ganz Deustchland übrigens nur einen einzigen Journalisten der Japan tatsächlich kennt, es ist Johanes Hano vom ZDF... checken sie mal die Mediathek.
    Gert Anhalt ist auch nicht schlecht.

    Der Artikel ist in meinen Augen typisch Spiegel: deprimierend. Deswegen lese ich das Magazin auch nicht mehr, weil ich nach längerem Konsum Angst habe suizidgefährdet zu sein. Ab und an Spiegel Online ansurfen, ein, zwei Lesen auswählen und gut ist.

    Zum Thema: Persönlich finde ich die Tokyoter Bahnhöfe faszinierend. Egal, ob sie Shinjuku, Akihabara oder Ueno heißen. Klar ist der Konsum dort, aber warum auch nicht? Laufkundschaft schafft Arbeitsplätze.
  5. #14

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Millionen Passagiere schieben sich täglich durch Japans größten Bahnhof Shinjuku. Umgeben von Spielhöllen, Shopping Malls und Losbuden lässt sich mitten in Tokio gutes Geld mit den Hoffnungen der Menschen machen. Manche, die in und um die Station arbeiten, haben ihre Träume längst aufgegeben.

    Shinjuku: Konsum beherrscht riesigen Bahnhof in Tokio - SPIEGEL ONLINE
    Tokio ist eine gut organisierte Stadt. Daher wir finden gute Atmosphäre:
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