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Sexueller Missbrauch in der Kirche: "Ich verwalte meinen Körper nur noch"

Er wurde von einem Priester gezeugt und wuchs in katholischen Erziehungsheimen auf: Statt christlicher Werte prägten Schläge und sexueller Missbrauch den Alltag von Eckhard O. Mal vergriffen sich Geistliche an dem Jungen, mal Angestellte der Kirche - und bis heute schweigen sie dazu.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...679894,00.html
  1. #90

    Man sollte die Verpflichtung zum Zölibat gesetzlich verbieten

    Die Verpflichtung zum Zölibat, weil man sonst seinen Beruf bzw. seine Berufung nicht mehr ausüben darf, das ist fatal.
    In einer modernen Gesellschaft sollte man Verpflichtungen zu einem solch annormalen Leben verbieten, denn sonst brechen die Gefühle anderweitig durch.
    Die Argumentation der Kirche, ihr Vorbild Jesus sei ja auch "keusch" gewesen, zieht hier doch nicht. Jesus war nach der Katholischen Lehre ja Gott, und mit einem Gott sollten sich Priester nun mal nicht vergleichen.

    Solange der Zölibat nicht verboten wird, solange besteht auch weiterhin die erhöhte Gefahr, dass Priester Übergriffe auf Kinder vornehmen. Sowas muss man als Ventil-Funktion begreifen, und dagegen muss man gesetzlich was tun.
  2. #91

    Doch, es würde gehen...

    ...wenn die angehenden Anwärter auf ein Kirchenamt in der RKK sich vor ihrer "Berufung" sterilisieren lassen würden! Aber so, dass auch nicht der geringste Gedanke an Sex und Triebbefriedigung mehr aufkommen kann, natürlich auch bei Nonnen und Mönchen. Und zwar jetzt und alle, die da walten und schalten.
    Das jedoch würde den Kirchenfürsten vermutlich nicht gefallen, da damit die "gutgehende Erpresserei" ihrer Mitarbeiter ja nichts mehr bringen würde.
  3. #92

    ...

    Zitat von renieh44 Beitrag anzeigen
    ...wenn die angehenden Anwärter auf ein Kirchenamt in der RKK sich vor ihrer "Berufung" sterilisieren lassen würden! (...)
    Eine Sterilisation ist eine Verhütungsmaßnahme, bei der nur die Zeugungsfähigkeit unterbunden wird, mit dem Sexualtrieb hat das überhaupt nichts zu tun. Sie meinen vermutlich eine Kastration, bei der auch die Hormondrüsen mit entfernt werden.

    Aber bei allem Verständnis für die Opfer kann eine pauschale Verstümmelungsaktion doch wohl nicht wirklich Ihr Ernst sein?! Keine Frage, wenn ein Mißbrauch in der RKK auftritt, darf keinerlei Vertuschungsmaßnahme stattfinden, die potentiellen Täter sofort den Ermittlungsbehörden gemeldet werden. Auch halte ich innerkirchliche Prozesse zur Vorbeugung für dringend notwendig.
    Aber wenn ein Mann ohne jede Veranlagung zur Pädophilie sich entscheidet Priester zu werden, dann ist das sein gutes Recht und kein Grund an irgendeiner Zielgruppe prophylaktisch körperliche Verstümmelungen vorzunehmen! Oder wollen Sie das Gleiche auch für Kindergärtner und Kindergärtnerinnen fordern?!

    Solche irsinnigen Forderungen bringen gar nichts, im Gegenteil, sie verhärten nur die Fronten und bieten der RKK auch noch eine gute Ausrede dafür, sich nach außen abzuschotten (womit dann wieder alles schön unter den Teppich gekehrt werden kann...).
  4. #93

    Stimmt leider !

    Zitat von Stefan Neudorfer Beitrag anzeigen
    Das erschreckende ist doch das es früher überall so war. Alle reden groß von den Kirchen, übersehen aber das in allen Schulen und Freizeiteinrichtungen so etwas passierte.
    Mir selber sind zwei Missbrauchsfälle aus meiner Schulzeit bekannt. Nur kümmert sich keiner darum weil es ganz normale städtische Schulen waren und keine Lobby da ist die an Aufklärung interessiert ist.
    In den fünfziger Jahren und später wurden die Kinder in den staatlichen "Verwaranstalten"Misshandlungen und Missbrauch
    unterzogen.Der häufigste Missbrauch geschieht im familiären
    Umfeld.Man ist hier zu sehr auf die Kirchen fixiert-ohne das man deren Verhalten billigen sollte.
  5. #94

    Kastration

    Zitat von Kim Beitrag anzeigen
    Oder wollen Sie das Gleiche auch für Kindergärtner und Kindergärtnerinnen fordern?!
    Zumindest hat sich das Problem Tagesstätten dann in der nächsten Generation erledigt ;)))
  6. #95

    ...

    Zitat von Haio Forler Beitrag anzeigen
    Zumindest hat sich das Problem Tagesstätten dann in der nächsten Generation erledigt ;)))
    :-) Und so würden dann auch wieder die Arbeitslosenzahlen sinken, denn alle Mütter blieben brav zu Hause am Herd! ;-)
  7. #96

    Bitte ???

    Zitat von ronre Beitrag anzeigen
    Das größte Problem liegt meiner Meinung darin, dass keine Frauen als Priester zugelassen werden. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass alle deutschen Hochschulen, an der katholische Theologie gelehrt wird inoffizielle Treffpunkte für Schwule sind. Keinesfalls darf man Schwulsein mit Kindesmissbrauch vergleichen. Aber wenn.....

    Was ist das denn für ein Statemant ?? Zum einen kann man nicht pauschal sagen, daß 80% der katholischen Priester Schwul sind und zum zweiten ... was hat das mit Kindesmissbrauch zu tun?? Es ist richtig, daß ja immer mal wieder irgenwo ein Skandal hochkommt wo Priester bei homosexuellen aktivitäten erwischt wurden, aber daß is nich der Kern des Problems. Den sehe ich ehr in der verqueren Sexuallität der katholischen Kirche, die es ja eigentlich garnich gibt und hier liegt der Hund begraben. Würde die Kirche die Sexualität in ihren Reihen nicht so stigmatisieren, gäbe es einige der Probleme sicherlich nicht. Wenn es ein Mensch mit seinem Gewissen vereinbaren muß, seine Identität zu verleumden, is das ja nur eine Frage der Zeit bis er einen psyschischen Knacks abkriegt. Ein Freund von mir ist schwul und er ist eben aus dem Grund, daß homosexualität in der katholischen Kirche so verteufelt wird aus der Kirche ausgetreten, obwohl, oder gerade weil er ein gläubiger Mensch ist. Dieser gute und liebe Gott an den viele, glauben macht sicherlich keinen Unterschied, ob der Mensch nun gleichgeschlechtliche Beziehungen vorzieht. Da muß man wohl auch kein Theologiestudium haben um das zu wissen.

    Der Umgang der kirche mit dem im Artikel angesprochenen Fall bedarf wohl keines Kommentars, das ist der Gipfel, daß das so unter den Teppich gekehrt wird.
  8. #97

    Entscheidungshilfe

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er wurde von einem Priester gezeugt und wuchs in katholischen Erziehungsheimen auf: Statt christlicher Werte prägten Schläge und sexueller Missbrauch den Alltag von Eckhard O. Mal vergriffen sich Geistliche an dem Jungen, mal Angestellte der Kirche - und bis heute schweigen sie dazu.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...679894,00.html

    Schon länger spiele ich mit dem Gedanken aus der Kirche auszutreten! Bisher überwog mein Mitgefühl und meine Dankbarkeit über die ehrliche und unermüdliche Arbeit des "Bodenpersonals" in den Pfarreien, in Kindergärten und sonstigen kirchlichen Einrichtungen, die es zweifelsohne ja auch gibt, über die absurde Entscheidungsgewalt dieses entrückten Altherrenkränzchens in ihrem selbstgezimmerten Elfenbeintürmen und Papa mobiles der Doppelmoral.

    Doch es reicht jetzt. Ich kann eine Mitgliedschaft zu einer solchen Gruppierung nicht länger mit meinen Moralvorstellungen und meinem Gewissen vereinbaren.

    Am Montag mache ich reinen Tisch und werde austreten!


    Derweil speie ich im Quadrat, über diese Auswüchse, über die Vertuschungen der Obrigkeiten, über das Hin- und Hergeschachere der Zuständigenkeiten, über Verjährungsfristen, die es ermöglichen, dass solche ekelhaften Subjekte weiterhin ungestraft ihr Unwesen treiben können.
  9. #98

    Jesus "keusch"?

    Zitat von Hannes71 Beitrag anzeigen
    Die Verpflichtung zum Zölibat, weil man sonst seinen Beruf bzw. seine Berufung nicht mehr ausüben darf, das ist fatal.
    In einer modernen Gesellschaft sollte man Verpflichtungen zu einem solch annormalen Leben verbieten, denn sonst .....
    Keusch? Wo haben Sie denn das her? Es gibt keinerlei historische Belege, dass Jesus überhaupt existiert hat. Josephus und Tacitus haben ihn erwähnt, aber die beiden sind ja erst Jahrzehnte nach dem "Tod" Jesu lese- und schreibfähig geworden. Als Zeitzeugen kommen sie nicht in Frage (gehört und weitergegeben). Was in den neutestamentlichen Verkündigungen steht, hat keinerlei historischen Wert.
    Außerdem gibt es noch Verschwörungstheorien o.ä., dass Jesus durchaus dem Weibe nicht abgeneigt war. Oder dass er gar schwul gewesen sei. Alles Schrott. Woher wissen Sie also, dass Jesu keusch war?
  10. #99

    ...

    Zitat von keep-out Beitrag anzeigen
    Die katholische Kirche bezeichnet nirgends Sexualität als Sünde. Wo steht das? Hier werden doch abstruse Behauptungen aus dem antikirchlichen Ressentiment unbedacht aufgetischt.
    Glauben Sie mir, ich habe genug Aussagen von "aufgeklärten" Katholiken in meinem Leben gehört, die sich darüber beklagen, daß eine regelrechte Indoktrination dahingehend stattfindet, daß man Angst vor dem eigenen Körper zu haben hat und daß die "Fleischeslust" eine Todsünde ist. Ein Bekannter meiner Eltern war sogar in einem der katholischen Internate die in den vergangenen Wochen Schlagzeilen durch sexuellen Missbrauch gemacht haben, und nach seinen eigenen Worten hat er dort schwere psychische Schäden erlitten die ihn ein ganzes Leben lang verfolgt und eine erfüllte, positive und erbauende Sexualität ohne moralische Schuldgefühle und ein verzerrtes körperliches Selbstbild so gut wie unmöglich gemacht haben.

    Zitat von keep-out Beitrag anzeigen
    Wenn die kath. Kirche an eine verantwortete Sexualität appelliert, dann mag das in die heutige Zeit nicht hineinpassen, aber das spricht ja eher gegen unsere Zeit.
    Awas? Zu predigen daß Verhütungsmittel wie Kondom und Pille Sünde sind, ist also verantwortliche Sexualität? Vor- und außereheliche Sexualität pauschal als Sünde zu brandmarken und die Augen davor zu verschließen daß dies heute gang und gäbe ist und von den Beteiligten durchaus "verantwortlich" praktiziert wird, ist in Ordnung? Homosexuellen zu drohen daß sie in die Hölle kommen ist verantwortungsvoll?

    Diese Haltungen der katholischen Kirche haben Ratzinger und andere Geistliche unlängst wieder bekräftigt, denken Sie daran!

    Ich zieh mir den Schuh nur ungern an daß dies alles "antikirchliche Ressentiments" meinerseits sind. Tatsache ist jedoch, daß die katholische Kirche nicht nur durch diese Fälle sexuellen Mißbrauchs, sondern durch ihre ganze Kultur der Verklemmtheit und Vertuschung und den Glauben an ihre eigene Unfehlbarkeit schon lange nur noch Befremden bei mir auslöst. Und damit bin ich in der Tat nicht allein, wie aus den Beiträgen anderer Forenmitglieder sehr deutlich werden dürfte.


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