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Sextourismus-Film "Paradies: Liebe": Sand im Getriebe

ULRICH SEIDL FILM/ Festival CannEine ältliche Österreicherin hofft, bei den Beach Boys am Strand von Kenia nicht nur Sex zu finden, sondern auch Liebe. Bei den Filmfestspielen in Cannes zeigt Skandalregisseur Ulrich Seidl den ersten Teil seiner "Paradies"-Trilogie. Eine Stilübung in Ekel und Tristesse.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,833816,00.html
  1. #1

    Zweierlei Maß

    Ob bei männlichen Sextouristen auch so mitfühlend berichtet worden wäre? Gerade das hier:

    ls Teresa erkennen muss, dass ihr Loverboy sich nur überwindet, mit ihr zu schlafen, um an ihre Kohle zu kommen, und die Schwester eigentlich seine Ehefrau ist, kommt es zum Eklat am Strand: Wütend und enttäuscht prügelt sie auf den Kenianer ein.
    hätte im umgekehrten Fall nur Abscheu und Empörung für das brutale sexsüchtige Schwein gebracht. Komisch, dass bei dieser Täterin dann auch noch nach "positiven" oder entschuldigenden Motiven gesucht wird.
    Oder das hier:
    Die Rache der weißen Frau erfolgt in einer quälend langen Sequenz gegen Ende des Films, als ein gespenstisch dauergrinsender Jüngling für Teresa, Inge und zwei weitere Sugar Mamas aus Österreich tanzen und strippen muss. Wie abgetörnt der Schwarze davon ist, von den Frauen wie ein Sex-Sklave herumkommandiert zu werden, ist nicht zu übersehen. So sehr sie sich mit ihren Massen barbusig an ihm reiben, er kriegt keinen hoch.
    Ob man auch einem männlichen Sextouristen so eine "Rache" zugestanden hätte? Wo bleibt die Empörung der feministischen Fraktion über die widerliche sexuelle Ausbeutung dieser Männer?
  2. #2

    Sextourismus-Film

    Zitat von Esib Beitrag anzeigen
    Ob bei männlichen Sextouristen auch so mitfühlend berichtet worden wäre? Gerade das hier:
    ?
    Es geht hier wirklich nicht um das Thema Sextourismus an sich. Vielmehr handelt isch hier um ein Regisseur der mit allen Mitteln versucht seine Finanzen aufzupolieren.
    Der Sextourismus ( Thailand, Philippine, Afrika, Türkey etc) ist eine traurige Sache und kann nicht geleugnet und sollte aber nicht auf dieser Art und Weise Dokumentiert werden. Dies ist die pure Verhöhnung der Sex-Ausgebeuteten. Shame on him! Leider, für Geld tun wir doch alles. Hauptsache berühmt werden. Oder?.
  3. #3

    Nichts Positives

    Zitat von Esib Beitrag anzeigen
    Ob bei männlichen Sextouristen auch so mitfühlend berichtet worden wäre? Gerade das hier:



    hätte im umgekehrten Fall nur Abscheu und Empörung für das brutale sexsüchtige Schwein gebracht. Komisch, dass bei dieser Täterin dann auch noch nach "positiven" oder entschuldigenden Motiven gesucht wird.
    Oder das hier:

    Ob man auch einem männlichen Sextouristen so eine "Rache" zugestanden hätte? Wo bleibt die Empörung der feministischen Fraktion über die widerliche sexuelle Ausbeutung dieser Männer?
    Wo sehen Sie denn da etwas "positives" oder "entschuldigendes"?

    Die Empörung der "feministischen Fraktion" mit der Sie offensichtlich ein Problem haben, hält sich deswegen in Grenzen, weil ein Grossteil der Sextouristen immer noch männlich ist. Ich nehme auch an, dass die weiblichen Sextouristen nichts ins Ausland fliegen um für ein paar Euros Kinder zu vergewaltingen.
  4. #4

    ...

    Zitat von Esib Beitrag anzeigen
    Ob bei männlichen Sextouristen auch so mitfühlend berichtet worden wäre? Gerade das hier:



    hätte im umgekehrten Fall nur Abscheu und Empörung für das brutale sexsüchtige Schwein gebracht. Komisch, dass bei dieser Täterin dann auch noch nach "positiven" oder entschuldigenden Motiven gesucht wird.
    Oder das hier:

    Ob man auch einem männlichen Sextouristen so eine "Rache" zugestanden hätte? Wo bleibt die Empörung der feministischen Fraktion über die widerliche sexuelle Ausbeutung dieser Männer?
    es läßt sich für mich hier nichts erkennen was auf die intention sex-tourismus der hauptfigur des filmes hindeutet... zumindest nicht zu beginn...
    bzw. habe ich andere vorstellungen von sextourismus als das hereinfallen auf einen gigolo...

    zumindest die armen bedauernswerten männer denen das label "sextouristen" angehängt wird, fahren dann doch mit anderen intentionen in entsprechende länder... und dabei spreche ich nicht von der hoffnung auf einen erfolgreichen urlaubsflirt sondern von dem knallharten wissen dass nutten in diesen ländern deutlich billiger sind und man mal ein paar wochen richtig die sau rauslassen kann... von dem finden eines hier nicht vorhandenen "angebots" möchte ich da gar nicht erst reden...
  5. #5

    Sexuelle Ausbeutung durch Frauen

    Tja lieber Esib, ich fürchte die Empörung der Feministen wird nicht kommen. Eher werden sie heulend und zeternd schreien, dass das doch eine Ausnahme und überhaupt etwas ganz anderes wäre, als die böse, böse Ausbeutung von Frauen durch Männer. Es ist gut, dass Seidl hier mal die achso harmlosen Sex-Touristinnen ins Visier nimmt, die es ja nach herrschender feministischer Meinung gar nicht gibt. Denn Frau ist doch gar nicht so, würde nie nach dem Aussehen gehen und ist schon gar nicht auf Sex fixiert! Es gibt ja auch keine männliche Opfer weiblicher Gewalt, egal ob physischer oder psychischer Natur. Nein, dass entspringt alles einem perfiden männlichn Entlastungsdiskurs, der von den immerwährenden Opfermythos der Frau ablenken will, richtig Emanzen? Und natürlich würde es im umgekehrten Fall einem Mann niemals zugestanden "Rache" zu nehmen, sondern es würde erst recht verbal auf in eingedroschen, wie er es doch mal so richtig verdient hätte. Sexismus funktioniert eben auch umgekehrt. Nur darf man(n) das beim herrschenden feministischen Zeitgeist leider nicht ungestraft äußern, denn dann passiert das o.g. Szenario und man(n) ist ein Frauenfeind, Macho, Sexist oder was auch immer.
  6. #6

    Wo?

    Zitat von caligerman Beitrag anzeigen
    W Ich nehme auch an, dass die weiblichen Sextouristen nichts ins Ausland fliegen um für ein paar Euros Kinder zu vergewaltingen.
    t
    soll das sein? Geht in Osteuropa, vermutlich, billiger und gefahrloser. In Tha mindestens 15 Jahre Knast.
  7. #7

    Zitat von lalale Beitrag anzeigen
    es läßt sich für mich hier nichts erkennen was auf die intention sex-tourismus der hauptfigur des filmes hindeutet... zumindest nicht zu beginn...
    bzw. habe ich andere vorstellungen von sextourismus als das hereinfallen auf einen gigolo...
    Alleinstehende Damen im fortgeschrittenen Alter fliegen nach Afrika, um dort knackige Beach Boys zu vernaschen - und das soll kein Sextourismus sein? Was denn dann?

    Zitat von lalale Beitrag anzeigen
    und dabei spreche ich nicht von der hoffnung auf einen erfolgreichen urlaubsflirt sondern von dem knallharten wissen dass nutten in diesen ländern deutlich billiger sind und man mal ein paar wochen richtig die sau rauslassen kann... von dem finden eines hier nicht vorhandenen "angebots" möchte ich da gar nicht erst reden...
    Die Frau in dem Film kriegt - laut Handlunsbeschreibung - Sex und rückt dafür Kohle raus. Jeder Mensch weiß, dass solche Vorgänge/Geschäfte als Prostitution bezeichnet werden. Auch ältliche Touristinnen wissen das, selbst wenn sie sich aus welchen Gründen auch immer was anderes einreden. Und deshalb ist es freilich Sextourismus, was die Protagonistin betreibt.

    Kein erwachsener Mensch kann heute noch ernsthaft so naiv sein, zu glauben, er würde in exotischen Ländern bei sehr viel jüngeren Geschlechtspartnern die romantische Liebe finden.
  8. #8

    Keine Gefühle? Gaanz falsch!

    Zitat:
    "Dabei nimmt Seidl Teresas Suche nach Liebe durchaus ernst - zeigt aber trotzdem schmerzhaft auf, dass echtes Gefühl in diesem Konstrukt der Sex-Ökonomie keinen Platz hat. "

    Das kann ja wohl nicht sein. Es kommt durchaus häufig vor, dass der afrikanische junge Mann so hingerissen ist, dass er seiner großen Liebe sogar in das kalte, unsolidarische und durchökonomisierte Deutschland folgt und sie dort sogar heiratet.

    Der Rest der Geschichte bleibt der Fantasie überlassen...
  9. #9

    Oh weh...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Stilübung in Ekel und Tristesse.
    Es ist traurig das ein einfaches Geschäft "Geld gegen Sex" so viel Emotionen auslöst.

    Die Reise in ein Land geringerer Wirtschaftskraft ist lediglich ein Multiplikator der eigenen Wirtschaftskraft.

    Warum soll Paysex im Urlaub oder Urlaub wegen Paysex falsch sein? Sex ist die gesündeste Sache welche man für Geld kaufen kann.


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