Getty ImagesWarum Fräulein, wenn es kein Herrlein gibt? Diese Frage wurde in Frankreich nun mit der Tilgung des Begriffs "Mademoiselle" aus Behörden-Formularen beantwortet. Frauenrechtlerinnen wollen jetzt auch die freie Wirtschaft dazu bringen, auf die Verniedlichungsform zu verzichten.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...816866,00.html
Wurde aber auch Zeit. Ich frage mich allerdings, was deutsche Universitäten vor einigen Jahren dazu getrieben hat, den Junggesellen (Bachelor) als niedrigsten akademischen Grad einzuführen. Was ist mit verheirateten Studenten und den ganzen -innen?
Und warum heißt der Stift->Lehrling->Azubi noch so und nicht bereits "Apprentice"?
Sie haben Recht, daran ist nichts Peinliches. Trotzdem ist es eine Information, die ich mir nicht auf die Stirn pinseln muss. Es ist heutzutage auch völlig normal, keiner Glaubenskonfession anzugehören. Trotzdem würden die Konfessionslosen wohl keine Anrede schätzen, mit der sie auf Anhieb als solche identifiziert würden. Es ist einfach eine private Angelegenheit.
Nun, ich kann Ihnen bestätigen, dass mit dem Wandel der Anrede schlagartig auch ein Wandel im Benehmen einherging: Ich wurde mit mehr Respekt und als Persönlichkeit mit eigenem Willen wahrgenommen. Es ist schon seltsam, dass ein simples Wort diese Auswirkungen haben kann.
Was das sexuelle Interesse von Männern an Frauen angeht: Ich bin nun mal nicht gerne Sexobjekt, habe aber immer viel Freude daran attraktive Männer auf ihre Eignung hin zu testen. Seltsamerweise reagieren die aber grundsätzlich säuerlich, wenn Frau nur "Das Eine" will. Sie erwarten dann gleich, dass man mit Begeisterung die Vollversorgung ihrer "Herrlichkeit" übernimmt und verstehen überhaupt nicht, dass Frau nicht gleich die Kuh kaufen und einen Stall bauen will, nur weil es ihr nach ein wenig Milch gelüstet........
Schwierige Sache, dieses Mann-Frau-Ding........
..das man mit solchem Kinderkram sich beschäftigt.
Solange können wir ungleiche Gehälter etc. beibehalten, da die Feministinnen mit dringenderem befasst sind.
Wann schaffen wir endlich den täglichen Sexismus ab, dass z.B. Frauen zuerst in Schreiben genannt werden ("Liebe Kolleginnen und Kollegen") oder z.B. Vortritt gemäß der ungeschriebenen Regel "Ladies first" haben.
Mein Vorschlag wäre: An ungeraden Tagen schreiben wir "liebe Kollegen und liebe Kolleginnen", an geraden Tagen machen wir es umgekehrt.
Und das Prinzip "ladies first" an "Engstellen" (Aufzüge, Flure etc.) wird durch das letztlich gerechtere Prioritätsprinzips ersetzt. Ausnahmen gelten natürlich für ältere oder gebrechliche Menschen oder Eltern in Begleitung von Kindern.
Es gibt noch viel zu tun, in Sachen Gleichstellung.