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Sexistische Sprache: Frankreich sagt Adieu zur "Mademoiselle"

Getty ImagesWarum Fräulein, wenn es kein Herrlein gibt? Diese Frage wurde in Frankreich nun mit der Tilgung des Begriffs "Mademoiselle" aus Behörden-Formularen beantwortet. Frauenrechtlerinnen wollen jetzt auch die freie Wirtschaft dazu bringen, auf die Verniedlichungsform zu verzichten.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...816866,00.html
  1. #70

    xxx

    Zitat von leseratte59 Beitrag anzeigen
    ...denn früher gabs für unverheiratete Männer die Bezeichnung Junker.

    Wär vielleicht keine schlechte Idee, das wiederzubeleben.
    ist das so?
    ich denke, junker ist bzw war ein adelstitel.
  2. #71

    Zitat von vevi Beitrag anzeigen
    Aber die Zeiten ändern sich und wenn heute ein Mann um die 40 eine Frau mit "Fräulein" anspricht, dann tut er dies zweifellos in despektierlicher Absicht.
    aha, zum glück haben SIE keine despektierliche absicht und geben auch gar keine sexistischen statements ab....
  3. #72

    German backlash

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum Fräulein, wenn es kein Herrlein gibt? Diese Frage wurde in Frankreich nun mit der Tilgung des Begriffs "Mademoiselle" aus Behörden-Formularen beantwortet. Frauenrechtlerinnen wollen jetzt auch die freie Wirtschaft dazu bringen, auf die Verniedlichungsform zu verzichten.

    Sexistische Sprache: Frankreich*sagt Adieu zur*"Mademoiselle" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Wurde aber auch Zeit. Ich frage mich allerdings, was deutsche Universitäten vor einigen Jahren dazu getrieben hat, den Junggesellen (Bachelor) als niedrigsten akademischen Grad einzuführen. Was ist mit verheirateten Studenten und den ganzen -innen?

    Und warum heißt der Stift->Lehrling->Azubi noch so und nicht bereits "Apprentice"?
  4. #73

    Weil es in den neuen Bundeslä#ndern mit der Wende

    Zitat von vevi Beitrag anzeigen
    Ja, es ist sexistisch. Und zwar aus dem Grund, der hier schon genannt wurde: Eine Frau wird nicht erst dann zur Frau, wenn sie verheiratet ist. Eine Frau ist aus sich selbst heraus Frau, ebenso wie der Mann aus sich selbst heraus Mann ist.
    Diesen älteren Herrschaften, die die Anrede "Fräulein" aus Gewohnheit benutzen oder um damit besonderen Respekt auszudrücken, wird dies auch niemand übelnehmen.

    Aber die Zeiten ändern sich und wenn heute ein Mann um die 40 eine Frau mit "Fräulein" anspricht, dann tut er dies zweifellos in despektierlicher Absicht.
    abgeschafft wurde. In den alten ja dank A. Schwarzer u.a. schon eher. Da war nix despektierlich, wenn man 1987 eine 23 jährige als Fräulein angesprochen hatte.

    Aber die Laboran tinnen, die despektierlich über ihre 50jährige Chefin meinten: Fräulein Doktor ist heute schon da.
  5. #74

    Unverheiratetsein

    Zitat von vandertheken Beitrag anzeigen
    Heutzutage ist es völlig normal, single zu sein oder wieder zu werden. Am Unverheiratetsein ist nichts peinliches.
    Sie haben Recht, daran ist nichts Peinliches. Trotzdem ist es eine Information, die ich mir nicht auf die Stirn pinseln muss. Es ist heutzutage auch völlig normal, keiner Glaubenskonfession anzugehören. Trotzdem würden die Konfessionslosen wohl keine Anrede schätzen, mit der sie auf Anhieb als solche identifiziert würden. Es ist einfach eine private Angelegenheit.
  6. #75

    Zitat von Peter Werner Beitrag anzeigen
    Der Begriff "Mensch" ist gemäß der hier gezeigten Logik ebenso sexistisch und dürfte eigentlich nicht mehr verwendet werden:

    Mensch
    "Mensch entstand als Substantivierung des althochdeutschen Adjektiv mannisco, welches von man abgeleitet ist und menschlich, männlich bedeutet"

    Mensch bedeutet also Mann, im Umkehrschluss sind Frauen keine Menschen.
    Im Englischen kann glaube ich "man" ab und zu, auch "Mensch" bedeuten..
    Und "mankind" ist die "Menscheit"
    wenn man das Wort jetzt genau sich ansehen würde...man (Mann) + kind (nett)...das riecht nach einer Verschwörung..
  7. #76

    Zitat von miss_moffett Beitrag anzeigen
    Ich fühle mit Ihnen. Nicht weil ich verstehe, warum Sie unter einer höflichen Anrede so gelitten haben, sondern weil Sie gelitten haben.
    Und herzlichen Glückwunsch, dass Sie jetzt versteckt hinter der politisch völlig korrekten Anrede "Frau" für Männer geschlechtlich uninteressant wurden.
    Wo kämen wir auch hin, wenn Männer sexuelles Interesse an Frauen zeigen würden!
    Nun, ich kann Ihnen bestätigen, dass mit dem Wandel der Anrede schlagartig auch ein Wandel im Benehmen einherging: Ich wurde mit mehr Respekt und als Persönlichkeit mit eigenem Willen wahrgenommen. Es ist schon seltsam, dass ein simples Wort diese Auswirkungen haben kann.

    Was das sexuelle Interesse von Männern an Frauen angeht: Ich bin nun mal nicht gerne Sexobjekt, habe aber immer viel Freude daran attraktive Männer auf ihre Eignung hin zu testen. Seltsamerweise reagieren die aber grundsätzlich säuerlich, wenn Frau nur "Das Eine" will. Sie erwarten dann gleich, dass man mit Begeisterung die Vollversorgung ihrer "Herrlichkeit" übernimmt und verstehen überhaupt nicht, dass Frau nicht gleich die Kuh kaufen und einen Stall bauen will, nur weil es ihr nach ein wenig Milch gelüstet........

    Schwierige Sache, dieses Mann-Frau-Ding........
  8. #77

    Wie schön...

    ..das man mit solchem Kinderkram sich beschäftigt.
    Solange können wir ungleiche Gehälter etc. beibehalten, da die Feministinnen mit dringenderem befasst sind.
  9. #78

    Es gibt noch viel zu tun.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum Fräulein, wenn es kein Herrlein gibt? Diese Frage wurde in Frankreich nun mit der Tilgung des Begriffs "Mademoiselle" aus Behörden-Formularen beantwortet. Frauenrechtlerinnen wollen jetzt auch die freie Wirtschaft dazu bringen, auf die Verniedlichungsform zu verzichten.

    Sexistische Sprache: Frankreich*sagt Adieu zur*"Mademoiselle" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Wann schaffen wir endlich den täglichen Sexismus ab, dass z.B. Frauen zuerst in Schreiben genannt werden ("Liebe Kolleginnen und Kollegen") oder z.B. Vortritt gemäß der ungeschriebenen Regel "Ladies first" haben.

    Mein Vorschlag wäre: An ungeraden Tagen schreiben wir "liebe Kollegen und liebe Kolleginnen", an geraden Tagen machen wir es umgekehrt.
    Und das Prinzip "ladies first" an "Engstellen" (Aufzüge, Flure etc.) wird durch das letztlich gerechtere Prioritätsprinzips ersetzt. Ausnahmen gelten natürlich für ältere oder gebrechliche Menschen oder Eltern in Begleitung von Kindern.
    Es gibt noch viel zu tun, in Sachen Gleichstellung.
  10. #79

    Männchen

    Zitat von KonsulOtto Beitrag anzeigen
    Wann wird den Hunden das Männchen machen verboten? Oder gibt es da keine Lobby?
    Doch das geht. Nur Frauchen machen geht nicht - Rollenmuster uns so ...


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